Meade Dobson 203/1219 LightBridge

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hubertus87

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Meade Dobson 203/1219 LightBridge

Hallo Freunde,

lange Zeit habe ich mich über Teleskope informiert und möchte mir jetzt endlich ein ordentliches einsteiger Teleskop kaufen.
(es soll auf jeden Fall ein Dob sein)

Deswegen wollte ich ein Paar Meinungen zum Meade Dobson 203/1219 LightBridge von Euch einholen.

Kann ich das Teleskop mit ruhigen gewissen kaufen?Ist es qualitativ gut oder birgt es vielleicht besondere schwächen?

Über jeden Ratschlag von Euch freue ich mich!

 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Die Optik entspricht der aller einfachen Dobs, also die Beugungsgrenze wird es erreichen, mehr aber nicht. Damit kann man bei 8 Zoll aber eine Menge anfangen.
Ich kenne die GSOs und auch die Lightbridges aus eigenem Benutzen. Selbst wenn man nicht vorhat, das Gerät zum Transport zu zerlegen, lohnt sich der Mehrpreis: Das Rohr lässt sich viel leichter tragen. Und für eine Urlaubsfahrt bekommt man es eben viel kleiner.
 
Hallo,

die Optik des Meade Lightbridge ist die gleiche wie die der GSO oder Galaxy. 8" sind schon eine ordentliche Öffnung, mit der man viele, viele Jahre Spaß haben und immer wieder etwas neues entdecken kann. Von daher spricht nichts gegen das gewählte Teleskop.

Allerdings solltest du dir überlegen, ob du bei 8" wirklich die Gitterrohrkosntruktion benötigst. Die Volltuben der 8" Dobsons sind eigentlich noch gut zu transportieren, auch im PKW. Die Vor- und Nachteile der jeweiligen Konstruktion sind je nach Anwendung und Anweder verschieden.

Trotz allem, würdest du mit deinem Kauf wahrscheinlich keinen Fehler begehen.

Viele Grüße

Carsten
 
Hallo Hubertus,

wenn Du nicht zwingend auf die Zerlegbarkeit und das kleinere Pack-/Transportmaß angewiesen bist, würde ich bei 8" F/6 einen Volltubus vorziehen.
Einen Gitterrohrtubus nimmt man sinnvoll nur, wenn es sein muss (Gewicht/Transport/Lagerung/Größe).

Ein Volltubus schirmt Streu-/Störlicht zuverlässig ab, lässt sich mechanisch (Justierstabilität) und thermisch (Tubusseeing, Beobachterseeing) wesentlich leichter beherrschen.

Einige einfache Tuningmaßnahmen am volltubusgerät können später (nach den ersten Erfahrungen) deutliche Leistungssteigerungen herbeiführen, die sich nicht nur auf die Leistung im Hoch- und Höchstvergrößerungsbereich auswirken (Veloursinnenauskleidung, Tubusisolierung, effektive saugende Lüftung).

Gruß und CS
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke für Eure Ratschläge!
Tja das sich das Teleskop gut transportieren lässt ist schon ein Vorteil, besonders weil ich es gerne mal in Urlaub nach Skandinavien mitnehmen würde.

Ein vergleichbares Dob von GSO mit Volltubus ist deutlich billiger ( nur 299 Euro!)

Wäre das billigere GSO genauso gut wie das Mead?
 
Zitat von hubertus87:
Ein vergleichbares Dob von GSO mit Volltubus ist deutlich billiger ( nur 299 Euro!)

Wäre das billigere GSO genauso gut wie das Mead?

Hallo,

die Spiegel kommen aus der gleichen Fabrik und werden daher der gleichen Serienstreuung unterliegen. Auch die Handhabung im aufgebauten Zustand wird sich kaum unterscheiden.

Es ist eben die Frage, wie und ob du es transportieren kannst. Der Volltubus passt quer auf eine Autorückbank, die Rockerbox in den Kofferraum. Beim Lightbridge kann man alles in den Kofferraum packen (zumindest bei einem Mittelklassewagen wie z.B. VW Golf oder größer).

Viele Grüße

Carsten
 
Hi, Hubertus...

Spätestens, wenn Du das Ding das erste Mal mit durchgefrorenen, halbtauben Fingern abgebaut hast wirst Du Dir einen Volltubus wünschen ;)

Optisch gibt es sich wohl wirklich nichts,
der Volltubus ist wie schon gesagt wurde sicherer, was Streulicht etc angeht.
Reine Geschmackssache - Die Vorteile überwiegen beim Volltubus aber den einen Punkt der Reisetauglichkeit der LB, welche zugegeben "sexier" aussieht ;)

Gruß und CS

Der Jan
 
Hi, Carsten...

Fraunhofer und ich wissen das :D
Daher hab ich auch einen 10" Volltubus.... ;)

Gruß und CS
Der Jan
 
Zitat von Blinddarm1:
Hi, Hubertus...

Spätestens, wenn Du das Ding das erste Mal mit durchgefrorenen, halbtauben Fingern abgebaut hast wirst Du Dir einen Volltubus wünschen ;)

Optisch gibt es sich wohl wirklich nichts,
der Volltubus ist wie schon gesagt wurde sicherer, was Streulicht etc angeht.

Also, was das Abbauen angeht: Man KANN das Lightbridge zerlegen, wenn man Platz braucht - MUSS aber nicht, z.B. wenn's mal wieder saukalt ist. Wenn ich keine Mitfahrer habe, liegt der Tubus einfach quer auf dem Rücksitz - der 10-Zöller passt sogar in einen Opel Corsa rein! Und beim Herumheben hat man in den Gitterstäben einen sehr guten Griff.

Was die Streulicht-Problematik angeht: Mit einem Streulichtschutz ist das überhaupt kein Thema und sicherlich kein Nachteil gegenüber einem Volltubus. Allerdings ist die von Meade mitgelieferte "Zeltplane" keine gute Lösung; sie hängt gerne mal in den Strahlengang rein, und der Velro-Verschluss staubt beim Öffnen fröhlich vor sich hin. Ich habe das Teil mittlerweile durch einen Streulichtschutz von AstroZap ersetzt. Ein Streulichtschutz ist auch aus anderen Gründen empfehlenswert: z.B. Schutz gegen Staub, auf-den-Spiegel-niesende Kleinkinder, tieffliegende Zigarettenasche - alles auf Teleskoptreffen schon erlebt :-)

Bleibt noch der Mehrpreis gegenüber einem Volltubus. Da sollte man abwägen, ob man bereit ist, für flexiblere Transportmöglichkeiten mehr Geld auszugeben.

Wer mehr nachlesen möchte: Hier meine Erfahrungen mit dem 10" Lightbridge

Viele Grüße, Wolfgang
 
Der Volltubus erscheint mir nach Euren Aussagen wohl als das bessere Einsteigergerät, gerade wegen des Justierens usw.

Aber mal ganz abgesehen ob ich mich für den Gitterrohrtubus oder Volltubus entscheide eine Sache ist noch viel wichtiger:

Welche Okulare sollte ich mir für ein 200/1200 noch Anschaffen? Ist die Minimalvergrößerung für DS immer die beste? Mit welcher Vergößerung habt Ihr die schönsten Visuellen eindrücke bei der DS beobachtung erfahren?

Pro Oku rechne ich so mit 50-70 Euro, reichen Okus dieser Preisklass für den Anfang?

 
Moin Hubertus!

> Der Volltubus erscheint mir nach Euren Aussagen wohl als das bessere Einsteigergerät, gerade wegen des Justierens usw.

Nicht unbedingt, eigentlich wegen der unkomplizierten Bauform in dieser Teleskopgröße. ;)

> Welche Okulare

Da schau Dir bitte gleiche Anfragen hier im Board oder im Board "Okulare" an, da dieselbe Frage für Standard-Dobson wie diesen hier andauernd auftaucht.

> Ist die Minimalvergrößerung für DS immer die beste?

Nein. Es kommt auf die Situation an: DSO-Beoabachtung muß nicht heißen "Beobachtung bei max. AP". Helle Galaxien, Kugelsternhaufen und Planet. Nebel bspw. kann man durchaus sehr hoch vergrößern.

> 50-70 Euro, reichen Okus dieser Preisklass für den Anfang?

Natürlich. Wenn Du erstmal die Richtung weißt, dann kannst Du sogar noch beim Gebrauchtkauf manchen Euro sparen!
 
Hallo Hubertus,

Der Volltubus erscheint mir nach Euren Aussagen wohl als das bessere Einsteigergerät, gerade wegen des Justierens usw.

nicht wegen des Justierens, denn einen Gitterdobs kannst du auch
zusammengebaut lassen und dann ist er so justierstabil wie der Volltubus.

Streulichtabschirmung funktioniert aber mit dem Volltubus besser.

Ist die Minimalvergrößerung für DS immer die beste?

Nein, das hängt vom Objekt und von der Himmelsqualität ab.

Für Kugelhaufen verwende ich meistens 114x (10,5mm XL),
aber auch 171x (7mm XL).
Für Offene Haufen je nach deren Größe und Helligkeit von der
niedrigestenn Vergrößerung 30x (40mm XL) bis 171x udn für
planetarische Nebel je nach Größe und Helligkeit von 57x (21mm XL)
bis zu 231x (5,2mm XL).
Fürm Galaxien verwende ich von 30x bis zu 171x je nach deren
Helligkeit und eventuellem Detailrichtum.

Pro Oku rechne ich so mit 50-70 Euro, reichen Okus dieser Preisklass für den Anfang?

Ich meine: Ja.

MfG,Karsten
 
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