Ehemaliges Mitglied 24639
Hallo,
wie aus meiner Signatur erkennbar habe ich ein Meade Ligthswitch LS6“. Dieses ist Original auf Azimutmontierung. Da ich aber mit dieser Montierung und mit der Gabelkonstruktion wenig, bis gar keinen Platz für Okulare, Fokusser, Prismenspiegel etc. und mit Blick zum Zenit gar nichts anbauen konnte, weil immer Gefahr der Kollusion mit dem Rahmen und Astrofotografie nur bedingt möglich ist, habe ich mich entschlossen das Teleskop auf eine Polhöhenwiege zu setzen um auch mal Astrofotografie zu betreiben.
Meine Ergebnisse möchte ich hier mal kurz vorstellen und zur Diskussion freigeben :smiley47: .
Da das LS6“ softwaremäßig beide Montierungen (Azimutal und Parallaktisch) kann, bin ich frisch ans Werk gegangen. Die Bilder zeigen ein paar Details des Umbaus. Als ich das erste mal dann die Sache in Betrieb nahm, war das Problem der Einnordung noch ein ungeklärtes. Nachdem ich die Software auf äquartional umgestellt habe und eingeschaltet habe, führt mich das Menü genau wie bei der Azimutmontierung auch durch die Äquartionale. Bis das einnorden dran war alles ohne mucken.
Habe dann ein Doppel-Fadenkreuzokular 12mm eingesetzt, mit der Polhöhenwiege und der Azimutverstellung genau den Polaris ins Zentrum gebracht. Nun mein 50mm Explorer Polarfinder Scope ebenfalls mit den Justierschrauben in Zentrum von Polaris (Mitte Fadenkreuz im Okular des Polarfinders), wieder am Doppel-Fadenkreuzokular kontrolliert ob noch im Zentrum und dann mit Polhöhenwiege und Azimutverstellung das Teleskop auf das Muster im Polarfinderscope gebracht (bissel Fummelei) aber es geht! Dann auf der Meade Handbox mit Enter bestätigt. Nun dreht sich das Teleskop in der Rektazensionsachse bis es wieder stehen bleibt (wo es stehen bleibt, ist von der guten oder weniger guten Einnordung abhängig )und wenn gut eingenordet, ist es eine kurze Drehbewegung auf der Polachse und Polaris bleibt im 40mm Okular und ich muss dann weniger korrigieren nachdem die Handbox mich auffordert Polaris ins Zentrum des Okulars am Teleskop zu bringen, gesagt getan und mit den Pfeiltasten der Meade Handbox Polaris zentriert und mit Enter bestätigt und Teleskop fährt zum ersten Aligmentstern. Diesen ins Zentrum vom Okular und mit Enter bestätigt. Fertig!!
Habe dann mal einen Stern angefahren, ins Zentrum des Doppel-Fadenkreuzes gebracht, bestätigt, kurz korrigiert, neu synchronisiert und dann mal ca.10 Minuten nachführen (ohne Guiding) lassen.
Ergebnis: Kaum Abweichung aus dem Zentrum des Doppel-Fadenkreuzokulars. Zufrieden und jetzt waren mir alle Möglichkeiten des Anbaues an das Teleskop gegeben und brauche keine Angst vor Kollusion mit dem Rahmen zu haben.
Das einnorden habe ich folgendermaßen realisiert:
LS6 Tubus und Rahmen in einem Winkel möglichst genau einstellen!!!!!
(Siehe Bild „Basic Orientation“), gemessen am Rahmen und Tubus!!
Ich habe das mit meinem Handy und einer Winkelmesser-App getan.
Polhöhenwiege muss den Winkel (siehe Bild) von 41,46° (90°-48.54°=41,46°) für meinen Standort=48,54° haben!!!
1.In das Teleskop ein Fadenkreuzokular (12.5 mm) beleuchtet.
2.Mit Azimuteinstellung und Polhöhenwiege den Polarstern genau in das Zentrum des Fadenkreuzes bringen!
3.Polsucher so einstellen, das Zentrum des Polsuchers mit dem Polarstern übereinstimmen.
4.LS6 einschalten. GPS Suche abwarten. Mediaansage abspielen lassen oder mit Media-Taste beenden.
5.Kontrolle ob Polarstern im Zentrum von Fadenkreuzokular und Polsucher ist.
6.Jetzt mit Azimutverstellung und Polhöhenverstellung den Polarstern und zwei weitere Sterne (Lambda UMi = Hip 84535 = SAO 3020 = HD183030 und HIP-7283 = SAO 209 = HD5914)
genau auf die Positionen im Polsucher bringen!!!
Polsucher:
http://www.explorescientific.de/Ast...ientific-8x50-90-Pol-Sucher-Amici-Prisma.html
7.LS6 mit Enter bestätigen und den Anweisungen am Handkontroller folgen, das heißt mit den Pfeiltasten den Polarstern wieder in das Zentrum des Fadenkreuzokulars bringen. Wenn alles in Ordnung wieder mit Enter bestätigen und Teleskop geht zum ersten Alignmentstern.
8.Wenn Alignmentstern im Zentrum, dann mit Enter bestätigen und die Beobachtung kann im parallaktischen Modus beginnen.
Zusammenfassung: Ich bin mit der parallaktischen Montierung sehr zufrieden und habe zwar keine automatische Ausrichtung mehr (hat oft nicht wie beschrieben funktioniert), aber kann wesentlich mehr Ausrüstung anbringen, ohne mit dem Rahmen in Kollusion zu kommen.
Weitere Fragen werden gerne von mir, wenn nötig und möglich, beantwortet. Weitere Einzelbilder kann ich gerne hier einstellen.
Ich hoffe ich habe mich wesentlich richtig ausgedrückt!??
Gruß
*entfernt*
PS: Werde demnächst dieses Teleskop mit vielen Anbauten, Polhöhenwiege mit allen Adaptern zur parallaktischen Aufstellung für unter 1000€ verkaufen. Werde es hier auf Astronomie.de einstellen und beschreiben.
wie aus meiner Signatur erkennbar habe ich ein Meade Ligthswitch LS6“. Dieses ist Original auf Azimutmontierung. Da ich aber mit dieser Montierung und mit der Gabelkonstruktion wenig, bis gar keinen Platz für Okulare, Fokusser, Prismenspiegel etc. und mit Blick zum Zenit gar nichts anbauen konnte, weil immer Gefahr der Kollusion mit dem Rahmen und Astrofotografie nur bedingt möglich ist, habe ich mich entschlossen das Teleskop auf eine Polhöhenwiege zu setzen um auch mal Astrofotografie zu betreiben.
Meine Ergebnisse möchte ich hier mal kurz vorstellen und zur Diskussion freigeben :smiley47: .
Da das LS6“ softwaremäßig beide Montierungen (Azimutal und Parallaktisch) kann, bin ich frisch ans Werk gegangen. Die Bilder zeigen ein paar Details des Umbaus. Als ich das erste mal dann die Sache in Betrieb nahm, war das Problem der Einnordung noch ein ungeklärtes. Nachdem ich die Software auf äquartional umgestellt habe und eingeschaltet habe, führt mich das Menü genau wie bei der Azimutmontierung auch durch die Äquartionale. Bis das einnorden dran war alles ohne mucken.
Habe dann ein Doppel-Fadenkreuzokular 12mm eingesetzt, mit der Polhöhenwiege und der Azimutverstellung genau den Polaris ins Zentrum gebracht. Nun mein 50mm Explorer Polarfinder Scope ebenfalls mit den Justierschrauben in Zentrum von Polaris (Mitte Fadenkreuz im Okular des Polarfinders), wieder am Doppel-Fadenkreuzokular kontrolliert ob noch im Zentrum und dann mit Polhöhenwiege und Azimutverstellung das Teleskop auf das Muster im Polarfinderscope gebracht (bissel Fummelei) aber es geht! Dann auf der Meade Handbox mit Enter bestätigt. Nun dreht sich das Teleskop in der Rektazensionsachse bis es wieder stehen bleibt (wo es stehen bleibt, ist von der guten oder weniger guten Einnordung abhängig )und wenn gut eingenordet, ist es eine kurze Drehbewegung auf der Polachse und Polaris bleibt im 40mm Okular und ich muss dann weniger korrigieren nachdem die Handbox mich auffordert Polaris ins Zentrum des Okulars am Teleskop zu bringen, gesagt getan und mit den Pfeiltasten der Meade Handbox Polaris zentriert und mit Enter bestätigt und Teleskop fährt zum ersten Aligmentstern. Diesen ins Zentrum vom Okular und mit Enter bestätigt. Fertig!!
Habe dann mal einen Stern angefahren, ins Zentrum des Doppel-Fadenkreuzes gebracht, bestätigt, kurz korrigiert, neu synchronisiert und dann mal ca.10 Minuten nachführen (ohne Guiding) lassen.
Ergebnis: Kaum Abweichung aus dem Zentrum des Doppel-Fadenkreuzokulars. Zufrieden und jetzt waren mir alle Möglichkeiten des Anbaues an das Teleskop gegeben und brauche keine Angst vor Kollusion mit dem Rahmen zu haben.
Das einnorden habe ich folgendermaßen realisiert:
LS6 Tubus und Rahmen in einem Winkel möglichst genau einstellen!!!!!
(Siehe Bild „Basic Orientation“), gemessen am Rahmen und Tubus!!
Ich habe das mit meinem Handy und einer Winkelmesser-App getan.
Polhöhenwiege muss den Winkel (siehe Bild) von 41,46° (90°-48.54°=41,46°) für meinen Standort=48,54° haben!!!
1.In das Teleskop ein Fadenkreuzokular (12.5 mm) beleuchtet.
2.Mit Azimuteinstellung und Polhöhenwiege den Polarstern genau in das Zentrum des Fadenkreuzes bringen!
3.Polsucher so einstellen, das Zentrum des Polsuchers mit dem Polarstern übereinstimmen.
4.LS6 einschalten. GPS Suche abwarten. Mediaansage abspielen lassen oder mit Media-Taste beenden.
5.Kontrolle ob Polarstern im Zentrum von Fadenkreuzokular und Polsucher ist.
6.Jetzt mit Azimutverstellung und Polhöhenverstellung den Polarstern und zwei weitere Sterne (Lambda UMi = Hip 84535 = SAO 3020 = HD183030 und HIP-7283 = SAO 209 = HD5914)
genau auf die Positionen im Polsucher bringen!!!
Polsucher:
http://www.explorescientific.de/Ast...ientific-8x50-90-Pol-Sucher-Amici-Prisma.html
7.LS6 mit Enter bestätigen und den Anweisungen am Handkontroller folgen, das heißt mit den Pfeiltasten den Polarstern wieder in das Zentrum des Fadenkreuzokulars bringen. Wenn alles in Ordnung wieder mit Enter bestätigen und Teleskop geht zum ersten Alignmentstern.
8.Wenn Alignmentstern im Zentrum, dann mit Enter bestätigen und die Beobachtung kann im parallaktischen Modus beginnen.
Zusammenfassung: Ich bin mit der parallaktischen Montierung sehr zufrieden und habe zwar keine automatische Ausrichtung mehr (hat oft nicht wie beschrieben funktioniert), aber kann wesentlich mehr Ausrüstung anbringen, ohne mit dem Rahmen in Kollusion zu kommen.
Weitere Fragen werden gerne von mir, wenn nötig und möglich, beantwortet. Weitere Einzelbilder kann ich gerne hier einstellen.
Ich hoffe ich habe mich wesentlich richtig ausgedrückt!??
Gruß
*entfernt*
PS: Werde demnächst dieses Teleskop mit vielen Anbauten, Polhöhenwiege mit allen Adaptern zur parallaktischen Aufstellung für unter 1000€ verkaufen. Werde es hier auf Astronomie.de einstellen und beschreiben.