Meade LX200 16 Zoll Erfahrungen?

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Astro Steve

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Hallo,

aktuell wird ein Meade LX200 16 Zoll gebraucht angeboten.
Ein wohl älteres blaues.
Allerdings wird es in Auftrag verkauft und ich bekomme bisher keine Aussagen zur Optik.
Eben mal so weit zu fahren und hoffen dass das Wetter passt geht nicht, zumal es auch abgebaut ist.
Leider finde ich kaum bis nichts an Erfahrungsberichten zu dem 16 Zoll, auch nichts darüber wie die Streuung der Qualität dieser Baureihe ist.
Daher wollte ich mal scgauen ob es hier jemanden gibt der damit Erfahrungen gemacht hat?

Vielen Dank und CS
Steve
 
Hallo Steve,

im Lauf der Jahre hatte ich mehrere Meade SC. Ein 8 Zöller wurde viel und gerne benutzt, musste dann als Hauptinstrument nach der Grenzöffnung einem Zeiss Meniscas weichen und an einen Sportskollegen verkauft. Ein alter 4 Zöller existiert immer noch, auch der ist voll in Ordnung. Vor einigen Jahren lief mir ein blauer 10" von Meade zu. Da hatte ich erst mal Schwierigkeiten mit der Justage, dann kam er versuchsweise mehrfach zum Einsatz. Der Gewinn gegenüber dem Meniscas war aber nicht signifikant (mehr Licht, aber nicht wirklich mehr Auflösung). Jetzt wartet er eigentlich immer noch auf seine Zukunft.

Auch wenn es aufwändig ist, zu einer echten Besichtigung vor einem Kauf deiner Größenordnung gibt es keine Alternative. Eine gewisse Serienstreuung gibt es bei den Meade sicherlich.

CS Gerhard
 
Hi Steve,

kann mich meinem Vorredner nur anschließen, selbst durch schauen und am Stern / Mond testen.

Ferner Infos über Coudynights googlen oder auch dort die Frage nach der Serienstreuung stellen.
Zum Beispiel mal einen Link zum Forum:

Meade LX200 16" - Cats & Casses - Cloudy Nights


Hier in Deutschland und Umgebung gibt es sicher eine Handvoll Geräte, aber das ein Besitzer hier gerade mitliest und antworten möchte auf seine wohl
unrepräsentative Meinung zum besten geben wird, ist unwahrscheinlich meines Erachtens.

Anlaufpunkt Cloudynights

VG. Michael

N.S. Mit google Übersetzer übersetzt er den Text auf cloudynights gleich ins Deutsche
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Steve,
bei dem Betrag und der Öffnung würde ich persönlich zum Prüfer gehen und das Ding testen lassen.

Vor Ort wird man nur eine Funktionsprüfung durchführen können und auf Augenscheinliche Mängel eingehen können.

Ein so großes SC mal schnell Sterntesten halte ich für nahezu aussichtslos.
Mein 16" Newton braucht bei den derzeitigen Bedingungen ca. 3h "ohne Lüfter" bis man einen aussagekräftigen Sterntest durchführen kann.
Und z.Z. ist das Seeing eher durchwachsen, so dass das Fokalbild auch nur wenig Aussagekräftig sein kann.
Die meisten Details welche man zum Beispiel auf Jupiter sehen kann sieht man auch schon mit einem 6" APO.
Da muss schon alles stimmen um die Leistung eines 16" zu sehen zu bekommen.

Ich weiß nur von zwei Meade 16" ACF, welche optisch hervorragend sind mit Strehls um 0.97-0.98.
Jedoch ebenfalls mit der SC üblichen Auskühlproblematik.
LG
 
Hallo Steve,

das genannte Teleskop habe ich auch schon in den Kleinanzeigen gesehen. Das ist die neueste Version des 16" LX200, da der Tubus des Vorgängers noch weiß lackiert ist (genau diese Optik habe ich als OTA, noch mit Meade LX200R beschriftet).

Den abgebildeten "Telescope Drive Master" gab es in den Zeiten des Vorgängermodells noch nicht, das ist ebenso ein Hinweis darauf, dass es sich um ein nicht so ganz altes Teleskop handelt.

Und ja, bevor ich € 12.000,00 zahlen würde, würde ich die Optik testen lassen. Bei ernsthaftem Interesse wird man sich die Kosten bestimmt teilen können, da das genannte Gerät schon einige Zeit eingestellt ist. Zeitgleich könnte auch die Korrekturplatte fachmännisch (!) gereinigt werden. :y:

Wie Quanten oben schon schreibt, gibt es durchaus sehr gute 16-zöller, von daher könnte dieses Teleskop für eine feste Sternwarte durchaus eine lohnenswerte Investition darstellen (für die ich im Falle des Falles durchaus ein paar 100 km fahren würde).

Clear skies und einen guten Rutsch ins neue Jahr :teleskop:
Jörg
 
Hallo Steve,
für ein 16" LX-200 würde ich keine € 12.000.- auslegen... Willst du beobachten oder fotografieren? Ist nur der OTA oder ist die Gabel mit Stativ dabei?
Ich habe seit 10 Jahren ein RC-16 und würde es nicht gegen ein Meade eintauschen. Allerdings benötigst du eine odentliche Montierung dafür...

CS
Wolfgang
 
Hallo,

ich hatte ein 14er ACF der ersten Serie und habe es stark umgebaut, um die an sich gute Optik auch asnutzen zu können. Mechanisch/Thermisch hatte das 14er vor dem Umbau einige Nachteile:
Tubus nicht verwindungssteif bei Verwendung auf deutscher Montierung
Tubus hällt die Kollimation nicht
Nicht zentrischer/rotationssymmetrischer Sitz des Blendrohrs und damit der ganzen Optik zum Tubus
Reflexe durch mangehafte Schwärzung des Tubus und Blendrohres
Grauenhaftes Auskühlverhalten auch bei Sternwartenbetrieb
Tubusseeing

Bei diesem Umbau hatte ich nach dieser Lektüre auch mit dem Herrn einen netten Kontakt.
Umbau eines MEADE 16 Zoll ACF – Die Sternwarte in Borchen

Die Sternwarte Würzburg und auch Ralf Mündlein (Astrotheke) haben 16er ACF, das wären auch mögliche Ansprechpartner.

Die oben genannten Punkte konnten durch einen dicken Hartpapiertubus, mehreren Lüftern, Sand und Antireflexfarbe und zwei sehr stabile 3 Zoll Schienen stark verbessert werden. Dadurch entstand aber ein neues Problem: nach dem Umbau brachten Optik und Tubus ohne weiteres Zubehör ca. 34kg auf die Waage, mit Zubehör ca. 19kg. Der OTA leistet einem Tschechischen Kollegen wohl gute Dienste bei der Fotografie von PNs.

Bei einer Gabelmontierung sollte die Steifigkeit des Tubus kein so großes Problem sein, die anderen Probleme sind aber, je nach Exemplar, mehr oder weniger stark ausgeprägt vorhanden. Wie bereits geschrieben, gibt es für den Preis auch einige interessante Alternativen je nach Anwendung:
DS Fotografisch: 12-16" RC oder Newton auf deutscher Montierung
DS visuell: 20" Dobson
Planeten: 12 bis 16 Zoll Dall Kirkham, Cassegrain oder Maksutov (z.B. Intes 10 oder 12 Zoll werden gerade angeboten)

cs Alex
 
Hi Steve,

wenn Dich das Gerät noch interessiert, frag' doch einfach mal direkt bei Andreas Berger nach (Kontakt).

LG Michael
 
Hallo zuammen,

zunächst erstmal ganz herzlichen Dank für all die wertvollen Tipps und Antworten und teils auch Nachrichten.
Da ich schon lange keine Frage hier mehr hatte, wurde ich wieder daran erinnert wie toll dieses Forum ist!

Vor der Auskühlproblematik habe ich mich schon gefürchtet, ich kenne das noch von meinem C11.
Es dauerte oft Stunden bis hier ein vernünftiges Bild am Werk war. Das war mir immer ein großer Dorn im Auge!
Ich bin mittlerweile mit meinem 12 Zoll Spiegel den ich vor zwei Jahren knapp machen hab lassen in der Sternwarte sehr zufrieden,
er macht eine hervorragende Abbildung am Planeten und er ist dank Quarzspiegel, Lüfter und Carbonbauweise nahezu sofort einsetzbar.
Die Abbildung die mir der 12er zeigt, hatte mir weder ein C11 noch irgendeiner von vielen Apo´s die ich schon hatte gezeigt.

Mir geht es nicht um DS-Fotografie, da habe ich einige andere Gerätschaften die ich nutze.
Es geht mir nur um visuelle Beobachtung, insb. Planeten / Mond / Fotografie nur ebenso an diesen Objekten.

Was mich eben am Newton obwohl ich sehr zufrieden bin einfach wie früher schon stört, ist die Beobachtungsposition.
Es ist einfach um ein Vielfaches schöner wenn man von hinten gemütlich in der Sternenhütte auf einem Stuhl sitzend beobachten kann.
Könnte man bei meinem Newton hinten rein gucken, hätte ich ein Gerät, dass ich die nächsten vielen Jahre defintiv nicht mehr missen möchte.

Der Newton zwingt einem immer wieder zur Leiter, unbequemen Positionen, oder man kommt gar nicht ran, oder aber es fährt wieder ein
Auto vorbei und man schaut direkt in die Scheinwerfer.

Da ich mich nach Jahrzehnten von kleinen Öffnungen immer langsam hochgearbeitet habe, möchte ich die 12 Zoll nicht mehr missen.
Allerdings befürchte ich fast, dass mich die Probleme die mir ein Cassegrain wieder einbringt mich nicht an den Newton ranbringen....

VG
Steve
 
Hallo Steve,
wechselnde Einblickposition hat man auch beim SC und am Refraktor.
Die Planeten befinden sich ja nicht die ganze Zeit hoch im Süden.

Daher muss man auch an diesen Teleskopen das Okular oder das Bino gelegentlich horizontal ausrichten.
Durch den Zenitspiegel entsteht dann eine andere Bildausrichtung, so dass der Saturnring plötzlich auf der Kante steht, oder die Bänder und Monde des Jupiter vertikal stehen.

Auch wechselt dabei die Einblickposition in der Höhe, so das man auch hier entweder einen höhenverstellbaren Stuhl oder eine höhenverstellbare Säule benötigt.
Die Zenit nahe Stellung kann auch hier problematisch werden, wenn man die Höhe nicht ausgleichen kann, dann bekommt man auch hier eine Genikstarre oder muss den Hals verrenken oder auf den Boden liegen.

Auch braucht man eine feste Klemmung wie z.B. Baader Clicklock.
Nicht selten rutscht schweres Zubehör bei horizontaler Ausrichtung durch oder die Gewinde der Adapter drehen sich auf.
Auch kann dadurch der Blick in den Sucher versperrt werden, wenn plötzlich das Zubehör davor steht.

Eine Lösung beim Newton ist die Azimutale Montierung bei der der OAZ ab 12" Öffnung horizontal ausgerichtet wird.
Dadurch wechselt die Einblickposition nur noch in der Höhe, welche ebenfalls mit einem höhenverstellbaren Stuhl ausgeglichen werden kann.
Auch bleibt dadurch die Bildorientierung quasi dem natürlichen Verlauf des Objekts erhalten und ist nur Seitenverkehrt.
Durch eine Az-Montierung wird nebenbei die Ausrichtung eines ADC sehr einfach.

Eine weitere Lösungsmöglichkeit wäre bei paralaktischer Montierung, Rotationsrohrschellen, oder eine dritte Konterrohrschelle, damit der Tubus nicht durchrutschen kann.

Ein 16" Newton wäre daher eine Überlegung Wert.
Ein Planetennewton ist sehr einfach zu konfigurieren und hätte den Vorteil der kleineren Obstruktion und der thermischen Kontrolle, gegenüber dem SC.
Auch wird man leichter eine entsprechende optische Qualität bekommen, da es viele Hersteller gibt, von-bis.

Mit einem hochwertigen Spiegelsatz und ca. 20% Obstruktion kommt man einem Kontrast eines etwas kleineren Super APO schon sehr nahe, nur mit dem Unterschied, das der 12-14" APO die ganze Nacht braucht um sein Thermisches Gleichgewicht zu finden bzw. garnicht erreicht.
Und man hätte ein Öffnungsverhältnis was auch für DeepSky mehr Spielraum lässt.
LG
 
Hallo Steve,
Bei diesem Umbau hatte ich nach dieser Lektüre auch mit dem Herrn einen netten Kontakt.
Umbau eines MEADE 16 Zoll ACF – Die Sternwarte in Borchen

ich bin der nette Herr..., hatte den 16" SCT (weißer Tubus) in meinem Besitz. Die LX200 Montierung (mit einigen Umbauten) trägt jetzt einen ACF.
Wenn der Tubus blau ist, sollte es ein Model aus der RCX Serie (LX200R) sein. Somit eine "Übergangsgerät zur ACF Serie. Natürlich sind diese Geräte phantastische Planetengeräte, das ACF hat auch eine sehr gute Optik.
Sollte es das Gerät aus e-Bay Kleinanzeigen sein, ist es ein ACF (an der Randbeschriftung erkennbar) mit Autostar II und LX200 ACF Montierung. Das Gerät vermittelt Andreas Berger (ist mir bekannt!), natürlich ein ungewöhnlicher Deal, bei solch einem anspruchsvollen Gerät und so viel Geld!
Wenn Andreas da hinter steckt ist das auf jeden Fall seriös...
Hier seine Homepage Astrogeräte Berger
Ich kann dich beim Kauf gern beraten, schick mir einfach eine eMail: observatorium (at) nordborchen.de

LG Eberhard
 
Zuletzt bearbeitet:
ich besitze seit 2021 ein Meade 16" ACF in f/8 (in 2020 gekauft mit 12 Monaten Lieferzeit) montiert auf einer alten EQ8. Zuvor hatte ich seit 1994 ein Meade 12" SCT f/10. Beide Geräte sind optisch sehr gut. Im Sternwartenbetrieb und mit dem eingebauten Tubuslüfter war Tubusseeing und Auskühlung bei mir kein Problem. "Praktikant" hatte oben eine Mängelliste angeführt:

Tubus nicht verwindungssteif bei Verwendung auf deutscher Montierung
trotz Spiegelfeststellung ist ein kleiner Versatz zwischen Ost-/Westlage da, visuell belanglos, bei Fotografie ein plate-solve zur Korrektur der 2-3' Fehler
Tubus hält die Kollimation nicht
je nach Anspruch, für Planetenfotos kollimiere ich manchmal nach wenn Umschwenken nötig war
Nicht zentrischer/rotationssymmetrischer Sitz des Blendrohrs und damit der ganzen Optik zum Tubus
beim 16" nicht feststellbar, beim 12" wurde das auf der optischen Bank mal vor über 20 Jahren bei Wolfgang G korrigiert
Reflexe durch mangehafte Schwärzung des Tubus und Blendrohres
leider wahr, Wega zB verursacht Reflexbögen bei Fotos, die störend sein können
Grauenhaftes Auskühlverhalten auch bei Sternwartenbetrieb
nicht bei mir, meine Sternwarte hat ein gegenüber dem äusseren Temperaturverlauf sehr gedämpftes Verhalten. Dadurch bleibt die Differenz Gerätetemperatur zur Nachttemperatur relativ klein.
Tubusseeing
war beim 12" deutlich, kann aber durch Tubusdämmung verkleinert werden

Ich habe noch einen OAZ mit Motorfokus nachgerüstet. Fotografisch sind nur die Reflexbögen ein relevantes Problem, da muss ich noch nach einer Lösung suchen, visuell habe ich nichts an dem Gerät auszusetzen.

CS, Markus
 
Hallo zusammen,

zunächst nochmal vielen Dank für die zahlreichen Antworten und Tipps.
Mittlerweile konnte ich mit dem Verkäufer, der nicht der Besitzer ist, Kontakt aufnehmen und habe mich dazu entschlossen von dem Gerät lieber Abstand zu nehmen.
Hier vielen Dank für den Kontakt zum Verkäufer den ich hier bekommen habe.

Ich mache nochmal ein neues Thema zum klassischen Cassegrain auf.

Viele Grüße
Steve
 
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