Meade oder Bresser?

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SteveW

Neues Mitglied
Hallo,

ich möchte mir (noch Einsteiger) demnächst ein neues
Teleskop kaufen. Zur engeren Auswahl gehören folgende
Modelle. Welches haltet Ihr beim Schwerpunkt Astrofotografie
für das Richtige?

http://www.astroshop.de/teleskope/b...tativ-/bresser-teleskop-n-203-800-messier-ota

+

http://www.astroshop.de/teleskope/z...atcher-eq-6-goto-skyscan-pro-montierung-v3-20

+

AutoGuide + Sucher Reflektor

oder

http://www.astroshop.de/teleskope/u...-teleskop-acf-sc-203-2000-8---uhtc-lx200-goto

Ich möchte vor allen DeepSky Fotografie betreiben.
Als Kamera soll voraussichtlich eine Canon 450D herhalten.

Über Eure Meinungen freue ich mich...

Grüße
Steve

 
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Hallo Steve,

willkommen im Forum!

Du hast zwei sehr verschiedene Geräte zur Wahl gestellt. Beide haben eine recht lange Brennweite. Das ist sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene schwierig. Man kann auch mit geringeren Brennweiten viel erreichen.

Basis-Infos gibt es hier:
http://www.svenwienstein.de/HTML/einsteiger-astrofotografie.html

Ein Workshop:
http://hatschie.de/EBV/Astro_gross/start.html

Der Link zur Monti funktioniert bei mir nicht. Ich nehme an, es handelt sich um die EQ6. Die ist solide. Du musst dir aber darüber im klaren sein, dass du damit ein erhebliches Gewicht schleppen musst. Das ist nicht jedermanns Sache.

Eine Alternative wäre die Standard Vixen-Monti oder ein Clone. Die ist viel angenehmer zu transportieren. Sie würde dann den beliebten ED-Refraktor 80/600 tragen. Dieser Refraktor ist noch nicht einmal typisch für Anfänger, eher für Fortgeschrittene. Aber das wäre machbar. Für Fotos ist es das beste, man legt sich zunächst einigermassen auf die Montierung fest. Das andere kommt später.

Allgemein ist das optische Hauptinstrument eine Sache und das Instrument für Fotos eine andere Sache.

Überstürze nur nichts! Mit Grüssen,
Joachim
 
Servus Steve,

ich würde Dir als Anfänger von beiden Geräten abraten.

Der Newton mit f/4 ist sehr schwer zu justieren und Du wirst ohne Erfahrung damit nur Frust aufbauen.

Das LX200 als Gabelmontierung ist ohne zustzliches Equipment (Pohlhöhenwiege oder Rotator) nicht für die Deep-Sky Fotografie geeignet. Und selbst dann ist's schwierig, wie ich selber leidvoll erfahren mußte.

Mein Tipp: Da Du wohl auf 8" aus bist, nimm ein 8"ACF OTA auf EQ-6 oder CGEM. Ansonsten ist der Vorschlag von Joachim mit einem guten Refraktor eine Alternative. Vielleicht hat sonst noch jemand eine Idee.

CS,
Peter
 
Danke für Eure Tips & Meinungen...

@Joachim
Das Gewicht der Montierung ist für mich zweitrangig. Sie sollte einen guten Stand und nach Möglichkeit die Anschlüsse für eine AutoGuide Nachführung besitzen. Ich selbst habe die Einstellung, dass ich mir nicht alle paar Monate die nächsthöhere Ausstattung kaufen möchte. Klar, für einen Einsteiger wie mich ist es sicherlich schon hoch gegriffen, aber wenn man es vornimmt, denke ich, wird man auch mit diesen Widrigkeiten bzw. Anfangsschwierigkeiten (hoffentlich) fertig. ;-)
Die Links habe ich mir durchgelesen. Vielen Dank erstmal...

@Peter
In wie weit ist die ACT OTA für die Astrofotografie mit Nachführ "Refraktor" inkl. AutoGuide geeignet? Ich denke, wie ich mnir die Abbildung ansehe, ist es schwierig hier etwas mit Rohrschellen noch zu befestigen, oder?
Preislich liegt es mit einer Skywatcher EQ-6 Monti aber nur unwesentlich niedriger als ein LX200 Azi-Monti, oder?

Welche negativen Erfahrungen hast Du mit dem LX200 gemacht?

CU
Steve
 
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Hi Steve,

das ACF ist fotografisch sicherlich eine gute Wahl. Hauptpunkt ist hier das größere komafreie Feld im Vergleich zu herkömlichen SC's. Allein das Öffnungsverhältnis f/10 ist im Vergeleich zu Newtons lichtschwach, läßt sich mit Reducern aber auf f/6.3 heben. Rohrschellen gibt es dafür sogar, jedoch wird der Hebel sehr lang. Die von Daniel angesprochene Doppelbefestigung ist hier sicher besser. Allerdings ist für diese Kombi die EQ-6 schon fast zu schwach, um Langzeitbelichtungen zu machen.

Der Preisunterschied zum LX200 ist sicher gering. Mit meinem 10" LX200GPS habe ich eigenlich sehr positive Erfahrungen, aber wie gesagt, mit azimutaler Montierung geht eine Belichtung nur bis ca 30sec, dann tritt eine merkliche Bilddrehung ein. Ich hatte mal eine Polwiege, habe sie aber bald wieder hergegeben, da es fast unmöglich ist, jedesmal die Montierung darauf zu heben. Sowas taugt nur bei dauerhafter Aufstellung.

CS,
Peter
 
@Daniel
Das mit dem selber fräsen lasse ich lieber. Sicherlich eine Möglichkeit, möchte aber hier doch auf fertige Montis zurückgreifen.

@Peter
Das mit der Nachführung und Polwiege habe ich auch schon gehört. Werde mich wohl eher auf die Newton Lösung konzentrieren. Mir wurde bei Bresser 8" (Link siehe erstes Posting) ein Koma-Filter empfohlen. Kann man so etwas mit der Koma-Free Funktion des LX200 vergleichen? Ich denke, dass es hier trotzdem noch Unterschiede gibt.

Wie sieht es eingentlich mit den Okularen aus? Hier gibt es zig verschiedene Ausführungen. Gibt es hier Hersteller, die speziell zu empfehlen sind oder kommt es hier auch immer auf das Teleskop an?

Ich denke, dass es hier keine allgemein gültige Antwort gibt, aber vielleicht doch eine Tendenz.

CU
Steve
 
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Also Koma-Filter gibt es nicht, höchstens Koma-Korrektor. Ob Korrektor oder anderswie, sie haben alle die Aufgabe Abbildungsfehler zu beheben: http://de.wikipedia.org/wiki/Koma_(Optik)#Koma_.28Asymmetriefehler.29

Wenn Du grundsätzliche Infos zu Okularen brauchst, geh am besten mal zum Astrotreff in der Nähe und laß Dir dort die Dinger zeigen, denn damit kann man Bücher füllen. Mit Okularen bei f/4 wird es allerdings eng: je größer das Öffnungsverhältnis, desto besser muß das Okular sein (da gibt es etliche Threads dazu). Da bist Du bei TeleVue "Nagler" Okularen gleich mit 300,-EUR pro Stück dabei (und Du wirst mindestens 3-5 brauchen).

CS,
Peter
 
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