mein aktueller Selbstschliff ist fertig

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donald0809

Mitglied
Hallo Donald,
der Tubus hat ein tolles Finish - ein gelungenes Teleskop! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/Spitze.gif" alt="" /> Hast Du keinen Lüfter angebracht? Ich denke bei Floatglas dürfte der nützlich sein um die Auskühlphase zu minimieren.
Grüße, daniel
 
Hallo Daniel,
da der Spiegel ja noch das Cassegrainloch hat, wäre an dieser Stelle ein Lüfter sicher gut. Ich muß dann nur eine Kappe für den Lüfter machen, das so wenig Luft wie es geht an den Silberbelag kommt.

Das Finisch sollte normal Meadeblau werden. Den gleichen Farbton habe ich aber nicht gefunden. Eine große Sprühdose war fast schon zu knapp für den Tubus. Das mit dem Mattscharz und dem Sägemehl für den Innenanstrich ist echt brauchbar. Bei nächsten dem 16er Dobson, werde ich es wieder machen.
 
Hi!

Zunächst mal Glückwunsch zu Deinem Selbstbau! Wow, Dein Brummer ist echt ein ganz schöner Brummer <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />.
Ich bin immer wieder begeistert von solchen Projekten. Irgendwann wollte ich damit auch mal beginnen, nur weiss ich nicht so recht, wie und wo ich anfangen soll. Welche Größe würdest du empfehlen?
Eine Sache verstehe ich immer noch nicht. Ist es tatsächlich so ohne weiteres möglich ein hoch präzises optisches Werkzeug mit einfachen Handwerkermitteln auf einige Nanometer genau zu schleifen? Was wenn man mal abrutscht oder einen Fehler macht? Lässt sich das korrigieren? Wie viel hält der Spiegel aus?

Wie hast du Deinen FS gemacht? Die Halterung sieht ja toll aus!

CS Martin
 
Hallo Martin,
Der Anfang ist am Besten eine massstabsgerechte Zeichnung. Der erste Spiegel sollte im Bereich von 6" liegen und nicht zu schnell vom Öffnungverhältnis her sein. Tipp: Kauf dir das Buch von Martin Trittelvitz: "Spiegelfernrohre - selbst gebaut". Man kann tatsächlich so genau schleifen: Die letztendlich glatte Oberfläche kommt auch vom Polieren, nicht vom Scheifen. Einmal abrutschen ist auch nicht schlimm - da wird kaum Material abgetragen. Ist mir aber auch noch nie passiert. Wieviel ein Spiegel aushält? - Naja, rumwerfen is nich!
Grüße, daniel
 
Hallo Daniel!

Danke für Deine Antwort! Das Grundprinzip habe ich verstanden. Auch wie man den Speigel nach dem Schliff poliert und parabolisiert. Nur konnte ich mir eben schwer vorstellen, dass sich mit Freihand-Arbeit so eine präzise Oberfläche herstellen lässt.
Mit wieviel ein Spiegel aushält meinte ich eher, wie oft eventuelle Korrekturen möglich sind. Kann man ruhig 5 mal "danebenschleifen" oder nur einmal (salopp ausgedrückt)?

6" oder 8" für den Anfang schwebte mir auch vor. So in der Richtung f/4 oder f/4,5. Was hast du alles für Spiegel gemacht?

CS Martin
 
Hi,
also danebenschleifen..., du kontolliertst während des Schliffs den Krümmungradius denn dieser ist bestimmend für die Brennweite. Wenn du merkst, diser angestrebte Radius ist noch nicht erreicht - weiter mit dem Tool von unten schleifen (MOT = Mirror on top). Wenn du aber bemerkst, dass der Radius schon zu kurz ist, drehst du einfach um: Spiegel nach unten und Tool nach oben (TOT = Tool on top). Das gilt aber nur solange Tool und Spiegel den gleichen Durchmesser haben. Bei meinem ersten Spiegel bin ich nur 1cm an der angestrebte Brennweite vorbei, also mit regelmäßigem Messen kommt es eigentlich gar nicht erst dazu.
Mein erster hatte einen Durchmesser von 169mm, nen genauen 6" - Rohling hab ich damals auf dem ATT nicht bekommen. Der hatte dann f/5,9 und da der Oberflächentest (Foucault - Test) damals bei mir noch nicht richtig funktioniert hat ist er dann auch ordentlich überkorrigiert. Der zweite (vor 9 Monaten) war ein kleiner 4,5" - Spiegel mit f/4,2 und der ist super - der bringt soviel beobachtungsspass, dass er gerade gepimpt wird. Ursprünglich hatte er eine feste Vergrößerung von 19fach, da kein OAZ angebaur war. Jetzt bekommt er einen 2"OAZ und einen Lüfter.
Grüße, daniel
 
Hallo daniel ,
hallo Martin.

Also Martin, wie Daniel schon richtig gesagt hat ist die Genauigkeit der Oberfläche zu erreichen nicht so schwer. Gerade bei längeren Brennweiten ist es viel leichter ein guter Spiegel zu schleifen wie ein kurzer.

Lese Dir doch mal die Tagebücher durch die meinen Projekten beigelegt sind. Es ist nichts verschönert. Zeitweise Niederlagen sind dabei auch festgehalten.

Das Buch von Martin ist wirklich klasse und gut zu empfehlen. Auch wenn ich nicht fast immer MOT(Spiegel oben) schleifen würde. Wenn man sich mit dem Schleifen beschäftigt und einmal kurz vor der Fertigstellung einen Kratzer oder kleinen Muschenbruch reingehauen hat, wird beim ersten Durchsehen merken was das ausmacht. Nichts ! Das wenige Licht was man dadurch verliert lässt sich nur berechnen. Sehen kann man da nichts.

Ich würde einen 6 oder 8 Zoll f/6 schleifen. Der Erfolg ist bei genauem Vorgehen, wie es Martin in seinem Buch geschrieben hat, fast schon garantiert. Einen f/4 halte ich für den Anfang zu Ergeizig. Aber auch hier gibt es Schleifer die als Erstlingswerk einen schnellen 24 Zoll machen und es klappt.
 
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