oswald
Neues Mitglied
Mein Zusamentreffen mit den Sternen,
vor ungefähr 4 Jahren sah ich bei einem Optiker ein blaues Teleskop im Schaufenster.
Ich war interessiert, auch deshalb weil es "nur" ca. 200€ gekostet hat.
Es war vielleicht ein 70/700mm Rohr auf einer 1er Montierung. Ich bin froh, daß ich nicht reingegangen bin!
Danach wurde ich neugieriger, suchte im Internet und fand eine Sonderausgabe von S&W "Mein Teleskop" , ist meiner Meinung nach, obwohl schon in die Jahre gekommen, immer noch für jeden Einsteiger "besonders Empfehlenswert"; denn die Grundlagen ändern sich nicht.
So lernte ich Reflektoren, Refraktoren Montierungen und letztendlich den Dobson kennen.
Ich fand einen Astro-Händler in meiner Nähe und stattete ihm einen informativen Besuch ab.
Kurz gesagt, zu Hause wurde nochmals gelesen und informiert, ich glaube ich hab auch schon in einem oder dem anderen Forum gestöbert .
Der 10er Dobson wurde bestellt, geliefert und aufgestellt. Wie so üblich beim Neukauf von Astrogeräten -
14 Tage kein Stern zu sehen!
Dann war es endlich soweit - eine klare Nacht. Eine drehbare Sternkarte war in der Zwischenzeit gekauft worden. So stand dem "First Light" nichts im Wege. Die Ausbeute war ernüchternd, außer Sterne nix gewesen - Sterne,Sterne,Sterne.
Die "Drehbare" ist ein absolutes muß um die wichtigsten Sternbilder zu finden und zu erkennen. Aber fürs
Auffinden von Objekten reicht sie nicht; also musste der "Deep Sky Reiseatlas " her. Der spielt schon andere Lieder. Langsam wurde "Gefunden".
Ich habe große Freude mit meinem "Dobbi". Habe auch Juppi und Saturn mit einer WebCam fotografiert.
Da fing das Fotofieber an. Eine EOS 400 war schnell gekauft, und eine kurze "Barndoor Affäre" begann,mehr oder weniger erfolgreich. Es scheiterte meistens an der genauen Einnordung. Mein Polsucher - eine nicht justierbare Katastrofe.
Jetzt bin ich in der Lernphase der "geguideten Fotografie" und ich meine wirklich Lernphase, zur Zeit produziere ich längliche Sterne und welche mit Löchern drinnen, Spezialisten meinen es wären "Doughnuts".
Aber man kann auch manchmal was erkennen; M31, M33, M13 und natürlich M42 in rot!
Und das ist, meines Erachtens, der Punkt. Ich kann auf einem schlechten Foto mehr erkennen als mit meinem Dobson. Nehmen wir zum Beispiel den Orion-Nebel im Dobbi ein grauer Fleck, mit Glück sind bei gutem Seeing Strukturen zu erkennen. Ich hab mir den teuren OIII Filter gekauft, man sieht ein bisschen mehr.
Also wenn man wirklich die Absicht hat, später in die Astrofotografie einzusteigen und man fängt mit
einem Dobson zu "spechteln" an; dann müssen es nicht bis zum Rand scharfe "Nagler" Okulare sein.
Denn für 2 dieser Goldstücke bekomme ich schon eine ordentliche Montierung, und wenn dich der Fotovirus wirklich erfasst hat, dann liegen die teuersten Nagler in der Ecke oder werden wieder verscherbelt.
Ich übe mit einem 6"/f5 Teleskop auf einer E-Kuh und es macht Riesenspass wenn ich nach einer Fotonacht nach Hause komme und auf meinem Computer auf ein paar Bildern etwas sehen kann, was ich im Dobson mit den teuren Okularen nicht sehen würde - etwas Farbe!
Ich bin mit dem, was ich produziere, zufrieden. Wenn ich "Pretty-Pictures" sehen will, gehe ich auf die
Hubble-Seite.
Das ist ganz und gar meine Ansicht zum Visuellen und Fotografischen "spechteln".
Es werden natürlich viele nicht dieser Meinung sein und ich möchte auch deshalb keine Riesendiskussion; aber ist vielleicht für den Einen oder Anderen Anfänger eine kleine "Gehhilfe".
Grüße und CS
Oswald
vor ungefähr 4 Jahren sah ich bei einem Optiker ein blaues Teleskop im Schaufenster.
Ich war interessiert, auch deshalb weil es "nur" ca. 200€ gekostet hat.
Es war vielleicht ein 70/700mm Rohr auf einer 1er Montierung. Ich bin froh, daß ich nicht reingegangen bin!
Danach wurde ich neugieriger, suchte im Internet und fand eine Sonderausgabe von S&W "Mein Teleskop" , ist meiner Meinung nach, obwohl schon in die Jahre gekommen, immer noch für jeden Einsteiger "besonders Empfehlenswert"; denn die Grundlagen ändern sich nicht.
So lernte ich Reflektoren, Refraktoren Montierungen und letztendlich den Dobson kennen.
Ich fand einen Astro-Händler in meiner Nähe und stattete ihm einen informativen Besuch ab.
Kurz gesagt, zu Hause wurde nochmals gelesen und informiert, ich glaube ich hab auch schon in einem oder dem anderen Forum gestöbert .
Der 10er Dobson wurde bestellt, geliefert und aufgestellt. Wie so üblich beim Neukauf von Astrogeräten -
14 Tage kein Stern zu sehen!
Dann war es endlich soweit - eine klare Nacht. Eine drehbare Sternkarte war in der Zwischenzeit gekauft worden. So stand dem "First Light" nichts im Wege. Die Ausbeute war ernüchternd, außer Sterne nix gewesen - Sterne,Sterne,Sterne.
Die "Drehbare" ist ein absolutes muß um die wichtigsten Sternbilder zu finden und zu erkennen. Aber fürs
Auffinden von Objekten reicht sie nicht; also musste der "Deep Sky Reiseatlas " her. Der spielt schon andere Lieder. Langsam wurde "Gefunden".
Ich habe große Freude mit meinem "Dobbi". Habe auch Juppi und Saturn mit einer WebCam fotografiert.
Da fing das Fotofieber an. Eine EOS 400 war schnell gekauft, und eine kurze "Barndoor Affäre" begann,mehr oder weniger erfolgreich. Es scheiterte meistens an der genauen Einnordung. Mein Polsucher - eine nicht justierbare Katastrofe.
Jetzt bin ich in der Lernphase der "geguideten Fotografie" und ich meine wirklich Lernphase, zur Zeit produziere ich längliche Sterne und welche mit Löchern drinnen, Spezialisten meinen es wären "Doughnuts".
Aber man kann auch manchmal was erkennen; M31, M33, M13 und natürlich M42 in rot!
Und das ist, meines Erachtens, der Punkt. Ich kann auf einem schlechten Foto mehr erkennen als mit meinem Dobson. Nehmen wir zum Beispiel den Orion-Nebel im Dobbi ein grauer Fleck, mit Glück sind bei gutem Seeing Strukturen zu erkennen. Ich hab mir den teuren OIII Filter gekauft, man sieht ein bisschen mehr.
Also wenn man wirklich die Absicht hat, später in die Astrofotografie einzusteigen und man fängt mit
einem Dobson zu "spechteln" an; dann müssen es nicht bis zum Rand scharfe "Nagler" Okulare sein.
Denn für 2 dieser Goldstücke bekomme ich schon eine ordentliche Montierung, und wenn dich der Fotovirus wirklich erfasst hat, dann liegen die teuersten Nagler in der Ecke oder werden wieder verscherbelt.
Ich übe mit einem 6"/f5 Teleskop auf einer E-Kuh und es macht Riesenspass wenn ich nach einer Fotonacht nach Hause komme und auf meinem Computer auf ein paar Bildern etwas sehen kann, was ich im Dobson mit den teuren Okularen nicht sehen würde - etwas Farbe!
Ich bin mit dem, was ich produziere, zufrieden. Wenn ich "Pretty-Pictures" sehen will, gehe ich auf die
Hubble-Seite.
Das ist ganz und gar meine Ansicht zum Visuellen und Fotografischen "spechteln".
Es werden natürlich viele nicht dieser Meinung sein und ich möchte auch deshalb keine Riesendiskussion; aber ist vielleicht für den Einen oder Anderen Anfänger eine kleine "Gehhilfe".
Grüße und CS
Oswald