Merkur trotz Schleierwolken

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Heljerer

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Mit einem Tag Verspätung habe ich mir heute Nachmittag noch die untere Konjunktion der Venus angeschaut. Damit es nicht brandgefährlich wird, habe ich lieber meinen 114/900er Newton auf GP-Montierung anstatt meines Dobsons verwendet. Zum Aufsuchen habe ich ein 24 mm Explore-Scientific-Okular (68°) benutzt.

Grob einnorden mit Kompass, dann Sonne mit Baaderfolie anschauen und schließlich Deklination und Rekaszension um den richtigen Betrag in Richtung Venus drehen. Die Venus war sofort im Gesichtsfeld. Der schnelle Erfolg hat mich angespornt mir auch mal wieder Merkur vorzunehmen. Mit zur Zeit -0,8 mag und ausreichend großen Abstand zur Sonne normalerweise keine Schwierigkeit. Heute hat sich Merkur allerdings als harte Nuss entpuppt, da mittlerweile immer mehr Schleierwolken aufzogen:

Link zur Grafik: http://fs5.directupload.net/images/170326/temp/446nf3x9.jpg


Um 16:17 MESZ habe ich Merkur dann tatsächlich zum ersten Mal durch den Wolkenschleier gesichtet. Aufgrund der niedrigen Vergrößerung (38fach) konnte ich die Phase allerdings nur sehr undeutlich erkennen. Beim Versuch das Okular zu wechseln, habe ich Merkur wieder verloren, da ich den Fokus nicht mehr gefunden habe. Also wieder 24mm Okular rein und wieder mit der selben langen Geduld wie vorher nochmal von vorne. Einmal gefunden, ließ sich Merkur erstaunlich gut durch den Wolkenschleier beobachten.

Mit Deep Sky war es dieses Wochenende mal wieder nix, trotzdem bin ich zufrieden und das trotz des kleinen Anfängergerätes.

Gruß,
Wolfgang
 
Ja, seit Freitag beobachte ich auch Merkur jeden Tag.

Gruß
Lothar
 
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