Merkurtransit

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Ehemaliges Mitglied 73556

Moin und hallo,
mit dieser einfachen Ausrüstung, einem 500mm Teleobjektiv mit 60mm Objektivdurchmesser und einem Okular für 25-fache Vergrößerung, bin ich den Merkurtransit angegangen. Ich musste im ersten Stockwerk am Fenster beobachten, da die Sonne nur noch knapp über 13° Höhe erreichte. Den ganzen Vormittag war es klar, je näher jedoch der Beginn des Transits rückte, desto mehr Wolken zeigten sich. Unmittelbar nach dem 2. Kontakt konnte ich das Merkurpünktchen am linken Sonnenrand erkennen. Nur fünf Minuten später war es zugezogen. Vielleicht tut sich ja noch mal eine Wolkenlücke auf, bevor die Sonne untergeht.
Spektiv.jpg
Hoffentlich hattet ihr mehr Erfolg.
*entfernt*
 
Hallo Wolfgang,
dann hänge ich mich mal an:
Habe mit einem Pentax 75 SDHF auf Baader BP-60 geguckt und bis 14:05 Uhr ging es, dann kam der Hochnebel und alles ist nun dicht....so ist das im November halt.
Gruß Michael
 
Hier in Berlin war/ist der Merkurtransit gut zu sehen. Sowohl in einem einfachen 5“ f/8 Newton als auch im C8. Ein eigenes Gerät mit entsprechender Folie oder anderem Zubehör zur Sonnenbeobachtung habe ich nicht, daher habe ich hier mit der „Betriebsgruppe“ auf dem Dach geschaut.
Viele Grüße
Sebastian
 
Hier in Leipzig hatten wir Glück: strahlender Sonnenschein. Habe mit Solarmax II 60 mm auf meinem Refraktor beobachtet (32x). Das spannenste war natürlich der erste bzw. zweite Kontakt, dieses "wann seh ich ihn endlich (richtig)". :) Aber auch das Weiterverfolgen war bis eben sehr spannend. 3 schöne Protuberanzen, die sich im Zeitverlauf verändert haben, waren noch ein schönes Addon.

VG
Hermann
 
Hallo zusammen,

wir hatten in der Wedemark heute einen glasklaren Morgen und einen herrlichen, wolkenarmen Vormittag. Um ca. 13:20 Uhr bin ich raus mit meinem Omegon 114/900 auf Wackeldackel EQ1. Bei aus südlicher Richtung immer dichter werdender Bewölkung war der Blick auf die Sonne zuerst noch fast ungetrübt. Die Wolken wurden dichter und Punkt 13:35 Uhr, kurz vor dem ersten Kontakt, war dann leider ersteinmal Schluss; drei Minuten später, kurz nach dem zweiten Kontakt, ging es dann wieder, leider auch nur für wenige Minuten, mehr oder weniger gut. Später gab es dann noch einen wenige Sekunden währenden Moment, in welchem ich Merkur vor der Sonne erhaschen konnte, ehe sie wieder zu stark verdunkelt wurde und dann komplett hinter den Wolken verschwunden ist.

Es war der erste Merkurtransit, den ich beobachtet habe. Nun bin ich einerseits enttäuscht, dass die Wolken nur so wenig preisgegeben haben und ich mich nach 13:40 Uhr nicht noch zügig ins Auto gesetzt habe (im Nachhinein ist man immer schlauer...), aber auch begeistert, denn ob nur für diese kurzen Augenblicke oder drei Stunden am Stück, Merkur vor der Sonne hat sich in mein Gedächtnis gebrannt. Viele Menschen hatten heute sicher weniger Glück und vielleicht auch nicht mehr so wahrscheinlich die Zeit, auf das nächste mal in 2032 zu warten. Von daher heißt es: Dankbar sein :)

Viele Grüße

Dominik
 

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Auch ein Hallo von mir,

leider konnte ich in der Nähe von Bamberg nur ca. 30 Sekunden das Merkurscheibchen vor der Sonne erhaschen.
Mit 120/1200 Refraktor FH bei 58-fach. Dann war alles durchgängig dicht. Habe dann noch meine Asi224 angeschlossen in der Hoffnung das... ... aber nix.
Aber immer hin :).
Vielleicht bin ich ja 2032 mit über 70 noch dabei (y).
 
Im südlichen Niederösterreich war der Durchgang anfangs eine Zitterpartie. Immer wieder zogen Fönwolken vor die Sonne. Erst später wurde es etwas besser. Bei der Beobachtung des Eintritts habe ich Glück gehabt. Ein Sonnenuntergangsbild hänge ich an, die Luftunruhe war viel zu stark und das Bild ist ohne Filter gemacht. Trotz 32000/sek ist das Sonnenbild überbelichtet. Naja.

Link zur Grafik: https://abload.de/img/pb1100231p8kmb.jpg

Link zur Grafik: https://abload.de/img/pb1100856rja3.jpg

Link zur Grafik: https://abload.de/img/pb110090q1js1.jpg

Link zur Grafik: https://abload.de/img/pb110102iykdk.jpg

Liebe Grüße, Michl Fasan
 
Hallo,

Ich konnte den Merkurtransit in Mittelfranken recht gut beobachten.
Auf meiner Seite habe ich einen kleinen Bericht darüber geschrieben: Der Merkurtransit.

Viele Grüße
*entfernt*
 
Hallo,

Ich konnte den Merkurtransit vom Beginn bis Sonnenuntergang beobachten.
Beobachtungsort Alexandria, Ägypten
Zum Einsatz kam eine Canon 650D mit 300mm Teleobjektiv und Sonnenfilterfolie.
Erstaunlich was man mit einer relativ einfachen Ausrüstung erreichen kann.

Viele Grüße,
Andreas


IMG_0111.jpgIMG_0132.jpgIMG_0161.jpg
 
Ich muss mir einen Wolken-Filter unbedingt kaufen ^^
Wenn einer einen kennt bitte sagen.
Weit und breit kein Stück freier Himmel
 
Ich konnte den Transit aus Hamburg ebenfalls sehen. Zumindest zu Beginn, bevor die Wolken kamen. Merkur war schwach aber deutlich mit einem 7x50 Fujinon mit Thousand Oaks Filter sichtbar beim Auflegen des Fernglases.
 
Hallo,
so einen Wolkenfilter hätte ich auch gerne, dürfte aber schwierig zu beschaffen sein.
Auch hier im Rhein-Main Gebiet alles dicht, nichts zu sehen.

CS Wilfried
 
Hi, war auch dabei!
Pünktlich um 13:37h zum zweiten Kontakt schob sich bei mir der Planet am oberen rechten Rand langsam ins Innere der Sonnenscheibe. Den Erstkontakt konnte ich nicht erkennen. Beobachtet mit einem 10" Dobson und aufgesetzten Nasafolien-Deckel auf Öffnung durch 26mm Pano Weitwinkel in zwei Zoll. Mit meiner Canon 1000d kam ich leider nicht in den Fokus, das Händy versagte am Okular leider auch, alles spiegelte zu sehr. Dann zogen gegen 14:30 h ordentlich Cirren im heftigen Föhnwind vor die Sonne. Aber immerhin mein zweiter Merkurtransit, den von 2016 habe ich sogar fotografieren können mit dem Händy durchs Okular! Die Grössenverhältnisse von Sonne und Merkur sind doch immer wieder beeindruckend. Was ich allerdings nicht so ganz verstanden habe, war die Zeit der Beobachtung. Es hieß 13:35h MEZ für ganz Mitteleuropa. Normalerweise muss ich ja 19min für Wien als Zeitkorrektur abziehen und käme dann auf 13:16h, da genau sass ich auch vorm Okular und es tat sich nichts. Pünktlich dann um 13:37h konnte ich den Eintritt aber sehr gut sehen. Das versteh mal nun einer .... was ist los mit der Zeitkorrektur? Die 13:35h gelten doch für den 10 Breitengrad, oder?

Gruss von Anette
 

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Hallo zusammen,

bei uns südöstlich von Stuttgart war der erste Kontakt (um 13:36 Uhr MEZ) und auch der zweite sehr schön zu sehen, auch wenn der Sonnenrand etwas gewabert hatte. Gegen ca. 14:05 Uhr konnte ich die besten Seeingbedingungen verzeichnen. Merkur wanderte dabei als klar definiertes Scheibchen schon deutlich weg vom Sonnenrand. Ab 14:15 Uhr zogen dann leider Wolken auf und das Schauspiel fand ein jähes Ende. Wie auch immer...hatte viel Freude daran, auch wenn ich nur etwas mehr als eine halbe Stunde beobachten konnte.

Zum Einsatz kam mein 4" TMB mit Herschelkeil und Bino + FFC Konverter.

Viele Grüße
Werner
 
In Burgenlandkreis war es früh noch neblig, diesig, wolkig. Am späten Vormittag kam dann die Sonne doch noch durch das Grau.

Pünktlich vorm ersten Kontakt verschwand die Sonne hinter Wolken, Minuten später Konturen durch die Wolken erkennbar, wieder weg, doch dann wird es wieder hell, die Fotos mit 500mm Tele – ohne Filter - zeigen Merkur dann bereits auf der Sonne. (Habe doch mal auf die Bilder geschaut: Nach 1. Kontakt habe ich einige Bilder blind aufgenommen halber Merkur und um den 2. Kontakt ist dabei).

Die Wolke zieht endlich!!! nach Westen ab, die Sonne wird sichtbar und wärmt plötzlich auch. Der scheinbar blaue Himmel ist in Sonnenumgebung hell aber der Merkur ist im Liveview mit Sonnenfilter durch diesen Dunst sichtbar.

Einige Belichtungsserien zeigen eine perfekt geputzte Sonnenscheibe.

Die Situation bleibt stabil also schnell noch die Montierung aufgestellt, den 150/1200 drauf gewuchtet, Sonnenfilter drauf, Okular rein und die nächste Stunde den kleinen beim Wandern zugeschaut. 50x in der Übersicht bis 150x, ein wabbliges Merkurscheibchen und ein kochender Sonnenrand. Gelegentlich noch einige Bilder aufgenommen, da machten sich sogar einige Wolkenfetzen als Dekoration gut.

Als die Sonne hinterm Nachbarhaus verschwand erst mal Kaffeepause, dann noch einige Fotos der tiefer stehenden Sonne bis kurz vor 16.00Uhr, schon mit etlichen Wolkenbändern die sich zeitweise vor die Sonne schoben.

Beobachtung des Sonnenuntergangs fiel aus: Eine dicke fette schwarze Wolkenbank hing im Westen fest, bis zum nominellen Untergang war nichts mehr von der Sonne zu gesehen.

Soweit mein Bericht aus der Erinnerung, bei Gelegenheit muss ich mal die Bilder sichten.H-alpha wäre schön gewesen, beim Sonnentransit hätte man ja Zeit HA und WL zu vergleichen. Das war jetzt meine fünfte Transitbeobachtung drei männliche, zwei weiblich.

Nach dem Transit ist vor dem Transit!

Grüße Andreas
 
Hallo Anette,
Das versteh mal nun einer .... was ist los mit der Zeitkorrektur? Die 13:35h gelten doch für den 10 Breitengrad, oder?
Dazu habe ich das hier bei Wikipedia gefuden:
Die erwähnten Kontaktzeiten variieren nur um wenige Sekunden, da die Grenze des Merkurschattens nur etwa 5 Sekunden benötigen wird, um den deutschen Sprachraum zu überqueren.

Gruß
*entfernt*.
 
Lieben Dank Wolfgang, ich dachte schon da stimmt was mit der Erdachse nicht ....o_O
 
Hallo,

da möchte ich hier auch gerne meine Erfahrungen schildern.
Ausrüstung war mein 8" F6 Dobson mit Asi120mm und der Kombi RG610 & TS47 als IR-Passfilter.

Leider war der Himmel komplett mit einer dünnen Wolkenschicht überzogen und dazu gesellten sich auch noch zahlreiche dickere Wolken.
Und natürlich musste sich, passend zum Eintritt, eine davon vor die Sonne schieben. Damit hatte sich das Animationsvorhaben schon einmal erledigt.
Ok, was soll man sich darüber aufregen, ist halt nicht zu ändern. Also wenigstens auf eine Lücke für ein kurzen Avi hoffen.

Gegen 13:45 Uhr tauchte zumindest phasenweise eine milchige Sonne auf, so dass ich doch noch loslegen konnte.
Im Livebild auf dem Monitor konnte ich sehr schön den dunklen Merkurschatten am Sonnenrand beobachten. Natürlich zogen immer wieder dickere Wolken durch aber für ein paar kurze Avis hat es gereicht.
Die Belichtungszeit natürlich um einiges höher als sonst.

Später am Tag und auch noch heute Morgen folgten dann große Schwierigkeiten bei der Nachbearbeitung.
Beschränkt hatte ich das ganze Prozedere auf ein Avi von 13:54 Uhr.

1. Versuche: Avi aus 456 Frames stacken.
Tja, das war wohl nichts. Da bei mir ja nur ein Ausschnitt der Sonne zu sehen ist, fehlten die Ansatzpunkte. Auch der Merkurschatten half nicht weiter.
Ich habe es mit mehreren Stack-Programmen versucht, keine Chance das Bild zu stabilisieren.

2. Pipp
Ich hatte die Hoffnung, dass ich damit die Bilder stabilisieren kann, aber auch da keine Chance.

3. virtualdub & fitswork Stapelbearbeitung
Erst die Bilder aus dem Avi mit virtualdub in einen Ordner extrahiert.
Anschließend bei fitswork das Aufaddieren mit der Stapelbearbeitung versucht. Dabei eine Markierung um den Merkurschatten gesetzt.
Leider Fehlanzeige. Frustriert erst einmal aufgegeben.

Heute Morgen dann die rettende Idee:
Das Avi wieder in virtualdub geladen und die Bilder invertiert extrahiert.
Jetzt wieder fitswork, den nun hellen Merkurschatten markiert und siehe da, es hat funktioniert.
Anschließend weitere Bearbeitung des Summenbildes mit fitswork und gimp.

Hier das Endergebnis, das aufgrund der wirklich miesen Bedingungen mit milchiger Sonne, nicht an meine Aufnahmen aus 2016 heranreichen kann:
merkurtransit-111119_1354c.jpg


Gruß,
Holger
 
Trotzdem Holger, wie immer hast Du rausgeholt was ging und das lässt sich sehen!!! Respekt unter diesen Umständen von Anette
 
Hallo,
Kurzbericht aus Leipzig: fast durchgängig blauer Himmel mit einzelnen Schleierwolken. Ich bin abwechselnd visuell mit 9 mm Nagler oder fotografisch mit 2,7 fach Barlow und EOS 1300 am TS 72/432 ED auf einer kleinen Straße tätig gewesen. Drei Mitbeobachter fanden sich ein; keiner ahnte, weswegen ich da stand.
Die Fotos zeigten gnadenlos: so toll war das seeing nicht, der Computer zwischen den Ohren hat ganz schön ausgeglichen - denn der visuelle Eindruck war überwiegend gut. Mein erster Merkutransit war das und es war ein tolles Erlebnis.
Als Bild gibt es ob meiner mangelnden Fähigkeiten zur Bearbeitung den besten Einzelschuss. Der Pfeil ist in diesem Forum sicher nicht erforderlich, es hat mir aber Spaß gemacht, das Bild so zu verschicken ("Deswegen hast du einen Nachmittag frei genommen?").
VG DThomas
Merkurtransit2019.jpg
 
Hi zusammen,

hier in DA Nebelsuppe. Da heißt es bis 2032 warten. Immerhin habe ich ja schon 2 Merkurdurchgänge 2003, 2016 und einen Venusdurchgang 2004 gesehen.

An alle Berichter & Fotografen Dankeschön fürs einstellen.

cs
Lothar
 
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