Walter_E_Schön
Aktives Mitglied
Re: Zustimmung und Einspruch
Hallo notoxp (wie spricht man das eigentlich aus?),
ich stimme bezüglich „Stundenkilometer“ (richtig: „Kilometer pro Stunde“ oder „km/h“) sowie „Grad Kelvin“ (richtig: „Kelvin“, seit weit über 20 Jahren, vielleicht sogar schon seit mehr als 30 Jahren im SI = „Système International d’Unités“ international vereinbart) zu. Auch ich predige das immer wieder und ärgere mich, wenn ich solche Fehler im Radio oder Fensehen höre oder in Zeitschriften und Büchern lese, und ich könnte noch viele andere Beispiele nennen.
Ich stimme aber nicht bezüglich der üblichen Angabe von Objektivdaten in der Form „2,8/135 mm“ zu, denn bei dieser Angabe handet es sich bei dem schrägen Strich zwischen den beiden Zahlen NICHT um einen mathematischen Bruchstrich, der die Rechenvorschrift „Division“ kennzeichnete, sondern um einen Schrägstrich von rein sprachlicher, also nicht von mathematischer Bedeutung, der lediglich die Elemente einer Aufzählung voneinander trennt. Im übrigen hieße es vollständig „1:2,8/135 mm“, wie es wohl auch auf den meisten Objekiven angegeben ist, sofern sie nicht die angloamerikanische Schreibweise „135 mm f/2.8“ zeigen. Nur wird das häufig aus Platzgründen oder aus Bequemlichkeit zu „2,8/135 mm“ abgekürzt, wie auch ich selbst es in meiner beruflichen Arbeit gelegentlich mache.
Noch ein zweiter Einspruch: Die von Dir mit 1:4 gleichgesetzte und ebenfalls als „Öffungsverhältnis“ bezeichnete Größe „f/4“ in angloamerikanischer Schreibweise ist NICHT das Öffnungsverhältnis, sondern die Öffnung! Denn wenn man die Brennweite f durch die Blendenzahl 4 teilt (in dieser Schreibweise ist nämlich der Schrägstrich wieder ein mathematischer Bruchstrich), dann ergibt sich der Öffnungsdurchmesser. Das Öffnungsverhältnis ist eine dimensionslose Größe, aber f/4 hat als Dimension ein Längenmaß (üblicherweise mm).
Ich wollte Dich nicht kritisieren, sondern nur die etwas durcheinander geratenen Begriffe und Definitionen zurechtrücken. Das mag mancher als Pedanterie ansehen, aber wenn man sich gerade in der Kommunikation mit anderen wie hier im Forum bei solchen physikalischen Themen nicht eindeutig und exakt gemäß den präzisen Definitionen ausdrückt, leistet man Mißverständnissen und Unklarheiten Vorschub. Diese Kritik muß sich auch das von Dir eingefügte Zitat gefallen lassen, ungeachtet seiner im allgemeinen als seriös und kompetent geltenden Quelle. Wie soll denn gerade ein Anfänger, der mühsam versucht, sich in die Materie einzuarbeiten und daher solche Aussagen buchstäblich „einsaugt“ und damit sein Basiswissen ergänzt, später folgende Erklärungen richtig verstehen, wenn einer mit Öffnungsverhältnis korrekt den Quotienten aus Öffnungsdrchmesser und Brennweite, der andere aber fälschlich dessen Kehrwert meint? Man sollte daher solche falsche Definitionen gar nicht erst einreißen lassen.
MfG Walter E. Schön
Hallo notoxp (wie spricht man das eigentlich aus?),
ich stimme bezüglich „Stundenkilometer“ (richtig: „Kilometer pro Stunde“ oder „km/h“) sowie „Grad Kelvin“ (richtig: „Kelvin“, seit weit über 20 Jahren, vielleicht sogar schon seit mehr als 30 Jahren im SI = „Système International d’Unités“ international vereinbart) zu. Auch ich predige das immer wieder und ärgere mich, wenn ich solche Fehler im Radio oder Fensehen höre oder in Zeitschriften und Büchern lese, und ich könnte noch viele andere Beispiele nennen.
Ich stimme aber nicht bezüglich der üblichen Angabe von Objektivdaten in der Form „2,8/135 mm“ zu, denn bei dieser Angabe handet es sich bei dem schrägen Strich zwischen den beiden Zahlen NICHT um einen mathematischen Bruchstrich, der die Rechenvorschrift „Division“ kennzeichnete, sondern um einen Schrägstrich von rein sprachlicher, also nicht von mathematischer Bedeutung, der lediglich die Elemente einer Aufzählung voneinander trennt. Im übrigen hieße es vollständig „1:2,8/135 mm“, wie es wohl auch auf den meisten Objekiven angegeben ist, sofern sie nicht die angloamerikanische Schreibweise „135 mm f/2.8“ zeigen. Nur wird das häufig aus Platzgründen oder aus Bequemlichkeit zu „2,8/135 mm“ abgekürzt, wie auch ich selbst es in meiner beruflichen Arbeit gelegentlich mache.
Noch ein zweiter Einspruch: Die von Dir mit 1:4 gleichgesetzte und ebenfalls als „Öffungsverhältnis“ bezeichnete Größe „f/4“ in angloamerikanischer Schreibweise ist NICHT das Öffnungsverhältnis, sondern die Öffnung! Denn wenn man die Brennweite f durch die Blendenzahl 4 teilt (in dieser Schreibweise ist nämlich der Schrägstrich wieder ein mathematischer Bruchstrich), dann ergibt sich der Öffnungsdurchmesser. Das Öffnungsverhältnis ist eine dimensionslose Größe, aber f/4 hat als Dimension ein Längenmaß (üblicherweise mm).
Ich wollte Dich nicht kritisieren, sondern nur die etwas durcheinander geratenen Begriffe und Definitionen zurechtrücken. Das mag mancher als Pedanterie ansehen, aber wenn man sich gerade in der Kommunikation mit anderen wie hier im Forum bei solchen physikalischen Themen nicht eindeutig und exakt gemäß den präzisen Definitionen ausdrückt, leistet man Mißverständnissen und Unklarheiten Vorschub. Diese Kritik muß sich auch das von Dir eingefügte Zitat gefallen lassen, ungeachtet seiner im allgemeinen als seriös und kompetent geltenden Quelle. Wie soll denn gerade ein Anfänger, der mühsam versucht, sich in die Materie einzuarbeiten und daher solche Aussagen buchstäblich „einsaugt“ und damit sein Basiswissen ergänzt, später folgende Erklärungen richtig verstehen, wenn einer mit Öffnungsverhältnis korrekt den Quotienten aus Öffnungsdrchmesser und Brennweite, der andere aber fälschlich dessen Kehrwert meint? Man sollte daher solche falsche Definitionen gar nicht erst einreißen lassen.
MfG Walter E. Schön