R_Andreas
Aktives Mitglied
Hallo Freunde der binokualren Beobachtungen!
Trotz des Sängerwettstreits konnte ich mich losreißen und habe die beiden doch sehr unterschiedlichen Ferngläser gegeneinander antreten lassen.
Hauptobjekt war der Komet C/2001 Q4 NEAT, welcher heute genau bei Praesepe steht. Überraschenderweise waren beide Abbildungen ähnlich kontrastreich und hell, obwohl die APs durchaus unterschiedlich sind. Letztendlich war das Bild im Minolta wesentlich schöner wegen des deutlich größeren Gesichtsfeldes. In beiden Gläsern waren in etwas die selben Details des Kometen zu erkennen, auch Praesepe wirke ähnlich. Mich hat es gewundert, dass die AP (5 vs.7) so wenig Einfluss auf die Bildhelligkeit hat.
Zweites Objekt der Testkandidaten war Jupiter. Hier war das Vixen ganz klar der Sieger; keine Reflexe oder Doppelbilder, drei Monde waren deutlich und klar freihändig zu beobachten. So ein reflexfreies Glas hatte ich bisher noch nicht in der Hand, auch mein altes 7x50 Zeiss Jena Glas war da schlechter.
Ganz anders das Minolta: Vertikale Balken an Jupiter, die Monde nur teilweise gut zu erkennen. Ein unbedarfter Mitbeobachter, den ich genötigt hatte mit aufs Feld zu radeln, konnte nur einen Mond erkennen, er meinte aber die beiden westlich stehenden Monde. Den östlichen konnte er gar nicht sehen. Bei hellen Objekten bzw. starken Kontrasten versagt das Minolta!
Fazit: Das Vixen ist wesentlich besser gegen Streulicht gesichert, hier hat das Minola einige Defizite. Andererseits ist das große GF von 8,2° des Minolta ein Riesenvorteil gegen die mickrigen 6,1° des Vixen, was bei Großfelbeobachtungen den Ausschlag gibt. Und ehrlich - wer beobachtet schon Planeten mit dem Feldstecher?
Noch erwähnen möchte ich den wunderschönen Anblick des Kometen neben dem offenen Sternhaufen - einfach ein Genuss und ein tolles Erlebnis.
Viele Grüße
Andreas
Trotz des Sängerwettstreits konnte ich mich losreißen und habe die beiden doch sehr unterschiedlichen Ferngläser gegeneinander antreten lassen.
Hauptobjekt war der Komet C/2001 Q4 NEAT, welcher heute genau bei Praesepe steht. Überraschenderweise waren beide Abbildungen ähnlich kontrastreich und hell, obwohl die APs durchaus unterschiedlich sind. Letztendlich war das Bild im Minolta wesentlich schöner wegen des deutlich größeren Gesichtsfeldes. In beiden Gläsern waren in etwas die selben Details des Kometen zu erkennen, auch Praesepe wirke ähnlich. Mich hat es gewundert, dass die AP (5 vs.7) so wenig Einfluss auf die Bildhelligkeit hat.
Zweites Objekt der Testkandidaten war Jupiter. Hier war das Vixen ganz klar der Sieger; keine Reflexe oder Doppelbilder, drei Monde waren deutlich und klar freihändig zu beobachten. So ein reflexfreies Glas hatte ich bisher noch nicht in der Hand, auch mein altes 7x50 Zeiss Jena Glas war da schlechter.
Ganz anders das Minolta: Vertikale Balken an Jupiter, die Monde nur teilweise gut zu erkennen. Ein unbedarfter Mitbeobachter, den ich genötigt hatte mit aufs Feld zu radeln, konnte nur einen Mond erkennen, er meinte aber die beiden westlich stehenden Monde. Den östlichen konnte er gar nicht sehen. Bei hellen Objekten bzw. starken Kontrasten versagt das Minolta!
Fazit: Das Vixen ist wesentlich besser gegen Streulicht gesichert, hier hat das Minola einige Defizite. Andererseits ist das große GF von 8,2° des Minolta ein Riesenvorteil gegen die mickrigen 6,1° des Vixen, was bei Großfelbeobachtungen den Ausschlag gibt. Und ehrlich - wer beobachtet schon Planeten mit dem Feldstecher?
Noch erwähnen möchte ich den wunderschönen Anblick des Kometen neben dem offenen Sternhaufen - einfach ein Genuss und ein tolles Erlebnis.
Viele Grüße
Andreas