Hallöchen Fee,
Ich bin leider noch totale Anfängerin , was Astrofotografie betrifft.
das macht nix, wir haben alle mal angefangen.
Ich fotografiere mit einer Canon EOS 6 d, Canon 70-200mm 2,8 L IS || Objektiv, Kenko 2 x Telekonverter,und Polarie von Vixen.
hier liegt schon die erste Hürde drinn. Schnallst den Telekonverter ans Teleobjektiv, mußt 4x so lange belichten, um gleichviel Licht einzufangen. Und mit der Polarie wirst wol kaum Belichtungszeiten um 20 Minuten hinbekommen, wo Du noch runde Sterne hast.
Laß also den Telekonverter weg, norde so gut wie möglich ein und dann mehrere Stunden auf das selbe Motiv draufhalten, dann geht auch mit nicht modifizierter 6D etliches.
Für die blauen Nebel um die Plejaden brauchst:
a) dunklen Himmel (kein Streulicht durch ne Stadt, kein Mond am Himmel)
b) mindestens 2 Stunden Gesamtbelichtungszeit bei Einzelbelichtungen zwischen 4 und 6 Minuten im RAW Format
c) zwischen den Aufnahmen leicht dithern, damit es im Hintergrund schön gleichmäßig wird
Dann die entsprechenden Darks, Bias und möglichst auch Flats. Die wirfst in Deepskystacker. Das Summebild aus DSS in Fitswork öffnen, Ränder wegschneiden, die durchs Dithern nicht voll durchbelichtet sind, Weißpunkt und Schwarzpunkt setzen, Kurven biegen, entrauschen, Farben/Kontraste erhöhen...
Aber ich vermisse da die Farben ??.?.. Blaue Gaswolken usw. Nix zu sehen Frust. .....
kann ich nachvollziehen, ging mir anfangs auch so. :Trost:
Solche Nebelchen brauchen Belichtungszeit. Viel Belichtungszeit. Vermutlich 10 x so viel, wie Du bisher investiert hast. Und Bildbearbeitung.
Astrofotos fallen nun mal nicht fertig aus der Kamera. Das ist ja das Faszinierende/Herausfordernde daran. Daß man durch Bildbearbeitung wahnsinnig viel sichtbar machen kann, wenn es schon (unsichtbar) in den Bildern drinn ist...
Geht das nur mit einem Kameraumbau etwa wegen dem Sperrfilter ?
nö. Der Sperrfilter schluckt blos das "rote" Licht. Die blauen Nebel sind davon nicht betroffen.
Oder gibt es da ein Filterchen, den ich vielleicht nur mal zum Anfang einsetzen könnte ?
nö. Aber Motive, die nicht so viel Belichtungszeit brauchen bzw. auch von einem helleren Standort aus machbar sind.
Schau erstmal, wie gut Du "einnorden" kannst. Also wie lange Deine Sterne rund bleiben. Geht das bei 3-5 Minuten nicht, dann ist die Polarie einfach zu mickrig für Dein Vorhaben. Das ist nunmal eine kleine, leichte "Schnapschuß-Montierung" für Weitwinkelobjektive oder 50 mm und nicht für 400 mm Brennweite oder mehr gedacht. Wichtig ist auch das Stativ, was drunter sitzt. Das muß bombenstabil sein...
Könnte ich bei meinem Equipment auch den Orionnebel oder Andromeda stacken
ja, könntest Du. Andromeda geht wunderbar. Orionnebel ist etwas schwieriger, weil der viel rotes Licht hat, was durch den Filter geblockt wird. Aber auch mit nicht umgebauter Kamera kommt bei genügend Belichtungszeit was von dem roten Nebelanteil mit aufs Bild.
Du müßtest dann halt den Rotkanal für sich alleine bearbeiten und dann wieder ins Gesamtbild einfügen. Solange Du solche Bearbeitungsschritte in 16 Bit Farbtiefe machst, ist es egal, ob Du dazu PS, Gimp, Fitswork oder sonstwas nimmst...
Dir muß nur klar sein, daß "Bildbearbeitung" von Astrobildern nix mit "Bildbearbeitung" von Tageslichtaufnahmen zu tun hat. Ersteres ist richtig Arbeit (mehrere Stunden) von Hand, während es in jeder gängigen Software nen "Dummieknopf" fürs Retuschieren von roten Augen oder Fusseln hat.
