Mit Dslr Astrofotos

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Fee56

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Hallo an Alle ! :huhu:

Ich bin leider noch totale Anfängerin , was Astrofotografie betrifft.
Kann mir jemand sagen, ob eine DSLR nur mal für den Anfang zum ausprobieren, ob dieses Hobby mir wirklich liegt ,zum Fotografieren von Sternen und Deep Sky Objekte diese ausreicht ?
Ich fotografiere mit einer Canon EOS 6 d, Canon 70-200mm 2,8 L IS || Objektiv, Kenko 2 x Telekonverter,und Polarie von Vixen.
Habe auch schon Hunderte von Lights (Darks, Bias ) mit dem DSS gestackt Z. B. die Plejaden. Aber ich vermisse da die Farben ??.?.. Blaue Gaswolken usw. Nix zu sehen Frust. ..... Geht das nur mit einem Kameraumbau etwa wegen dem Sperrfilter ? Oder gibt es da ein Filterchen, den ich vielleicht nur mal zum Anfang einsetzen könnte ?
Habe auch noch meine alte 600d Kamera.
Wäre sehr dankbar, wenn ich von Euch mir etwas Rat einholen könnte.
Viele Grüße Fee
 
Hallo Fee,

da fehlt erst einmal nur die Bildbearbeitung. Mit dem Summenbild ist es noch lange nicht fertig, im Grunde fängt es dann erst an. Der DSS liefert Dir ein Halbfertigprodukt, nicht mehr, nicht weniger.

Für Plejaden braucht man übrigens keine modifizierten Kameras. Modifikationen machen sich erst bezahlt am langwelligen, roten Ende des sichtbaren Spektrums, also rings um die rote 656nm-Wellenlänge herum. Für Plejaden wäre eine 6 d an sich sehr gut geeignet - besser geht's kaum.

Mein Tipp: ein gutes Tutorium für die EBV. So viel, wie man darin beigebracht bekommt, kann hier niemand reinschreiben.

Grüße,

Klaus

 
Hallo Klaus ,

Vielen Dank für deine Tipps.
Da bin ich ja mal halbwegs beruhigt, dass ich mal so schnell nichts an meiner DSLR modifizieren muß.
Ja bearbeitet, wie man es mal bei mir so nennen mag, hab ich wie sonst auch bei anderen Bildern mit LR oder CS6. Wenn diese Programme für diesen Zweck reichen, muss ich falsch bearbeiten. Ich habe auch Fits...
Ich setze mich mal gleich nochmals hin und probiere.
Ein anständiges Tutorial für diese Zwecke , habe ich noch nicht gefunden.

Könnte ich bei meinem Equipment auch den Orionnebel oder Andromeda stacken !
Viele Grüße Fee
 
Hallöchen Fee,

Ich bin leider noch totale Anfängerin , was Astrofotografie betrifft.

das macht nix, wir haben alle mal angefangen. :)

Ich fotografiere mit einer Canon EOS 6 d, Canon 70-200mm 2,8 L IS || Objektiv, Kenko 2 x Telekonverter,und Polarie von Vixen.

hier liegt schon die erste Hürde drinn. Schnallst den Telekonverter ans Teleobjektiv, mußt 4x so lange belichten, um gleichviel Licht einzufangen. Und mit der Polarie wirst wol kaum Belichtungszeiten um 20 Minuten hinbekommen, wo Du noch runde Sterne hast.

Laß also den Telekonverter weg, norde so gut wie möglich ein und dann mehrere Stunden auf das selbe Motiv draufhalten, dann geht auch mit nicht modifizierter 6D etliches. :)

Für die blauen Nebel um die Plejaden brauchst:

a) dunklen Himmel (kein Streulicht durch ne Stadt, kein Mond am Himmel)
b) mindestens 2 Stunden Gesamtbelichtungszeit bei Einzelbelichtungen zwischen 4 und 6 Minuten im RAW Format
c) zwischen den Aufnahmen leicht dithern, damit es im Hintergrund schön gleichmäßig wird

Dann die entsprechenden Darks, Bias und möglichst auch Flats. Die wirfst in Deepskystacker. Das Summebild aus DSS in Fitswork öffnen, Ränder wegschneiden, die durchs Dithern nicht voll durchbelichtet sind, Weißpunkt und Schwarzpunkt setzen, Kurven biegen, entrauschen, Farben/Kontraste erhöhen...

Aber ich vermisse da die Farben ??.?.. Blaue Gaswolken usw. Nix zu sehen Frust. .....

kann ich nachvollziehen, ging mir anfangs auch so. :Trost:

Solche Nebelchen brauchen Belichtungszeit. Viel Belichtungszeit. Vermutlich 10 x so viel, wie Du bisher investiert hast. Und Bildbearbeitung.

Astrofotos fallen nun mal nicht fertig aus der Kamera. Das ist ja das Faszinierende/Herausfordernde daran. Daß man durch Bildbearbeitung wahnsinnig viel sichtbar machen kann, wenn es schon (unsichtbar) in den Bildern drinn ist...

Geht das nur mit einem Kameraumbau etwa wegen dem Sperrfilter ?

nö. Der Sperrfilter schluckt blos das "rote" Licht. Die blauen Nebel sind davon nicht betroffen. :)

Oder gibt es da ein Filterchen, den ich vielleicht nur mal zum Anfang einsetzen könnte ?

nö. Aber Motive, die nicht so viel Belichtungszeit brauchen bzw. auch von einem helleren Standort aus machbar sind. ;)

Schau erstmal, wie gut Du "einnorden" kannst. Also wie lange Deine Sterne rund bleiben. Geht das bei 3-5 Minuten nicht, dann ist die Polarie einfach zu mickrig für Dein Vorhaben. Das ist nunmal eine kleine, leichte "Schnapschuß-Montierung" für Weitwinkelobjektive oder 50 mm und nicht für 400 mm Brennweite oder mehr gedacht. Wichtig ist auch das Stativ, was drunter sitzt. Das muß bombenstabil sein...

Könnte ich bei meinem Equipment auch den Orionnebel oder Andromeda stacken

ja, könntest Du. Andromeda geht wunderbar. Orionnebel ist etwas schwieriger, weil der viel rotes Licht hat, was durch den Filter geblockt wird. Aber auch mit nicht umgebauter Kamera kommt bei genügend Belichtungszeit was von dem roten Nebelanteil mit aufs Bild. :)

Du müßtest dann halt den Rotkanal für sich alleine bearbeiten und dann wieder ins Gesamtbild einfügen. Solange Du solche Bearbeitungsschritte in 16 Bit Farbtiefe machst, ist es egal, ob Du dazu PS, Gimp, Fitswork oder sonstwas nimmst...

Dir muß nur klar sein, daß "Bildbearbeitung" von Astrobildern nix mit "Bildbearbeitung" von Tageslichtaufnahmen zu tun hat. Ersteres ist richtig Arbeit (mehrere Stunden) von Hand, während es in jeder gängigen Software nen "Dummieknopf" fürs Retuschieren von roten Augen oder Fusseln hat. ;)
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Sternenfee,

Wow, das war jetzt für mich der Heilige Gral !

Vielen Dank, denn das hat mir jetzt sehr weitergeholfen.

Ich habe leider in Trier, wo ich wohne nicht die optimalen Aufnahmebedingungen. Sraßenlaternen, einfach zuviel Licht.
Ich fahre dann manchmal allein nachts auf einen Berg, was mir ein bissel schwer fällt. Grrrrrrr. Du verstehst schon.

Wenn die Polarie mitspielt, werde ich pro Bild solange belichten wie es eben geht.Hatte aber mit dem Probleme auf der Montierung, da sich das Gewicht immer wieder wegdrehte. Ich musste dann schon die Kugelkopfschrauben mit der Zange festziehen. Streß....
Mein Stativ: Manfrotto, ist eigentlich sehr stabil.
Fokussieren tu ich mit einem Asus Tablet, geht super.

Welche Nachführung die ein größeres Gewicht trägt würdest du empfehlen ?

Ich werde nun deine Tipps beherzigen, und sie sind mir eine Supergroße Hilfe !

Nochmals vielen lieben Dank !
Fee




 
Hallo Fee,
ich kann dir nur die 2 DVD´s von Stefan Seip empfehlen, er beschreib sehr gut die digitale Astrobildbearbeitung.
Gruß
Rolf
 
Hallo Fee,

Schau bei Youtube mal nach den Videos von Nutzer Astrohardy. Der ist unter diesem Namen auch hier im Forum aktiv und hat ein paar sehr gute Tutorials zur weitergehenden Bearbeitung nach DSS erstellt. Mit Fitswork, Gimp, PS und Pixinsight. Also alles was das Herz begehrt. Insbesondere die Videos zum richtigen stretchen sind für den Einsteiger in die EBV absolut überlebenswichtig.

Und lass die Finger vom rechten Regler! Du wirst sehen was ich meine. ;)

Viel Erfolg:
Marcus
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi Fee,

Welche Nachführung die ein größeres Gewicht trägt würdest du empfehlen ?

"Rundum-Sorglos-Paket": EQ-5 mit Goto und Autoguidereingang an der Steuerung + ne richtig fette Stromversorgung (40 Ah-Batterie) für Optiken/Teleskopen bis 5 kg.

Kleiner (NEQ-3-2) geht auch. Ist dann halt etwas stressiger, weil überall etwas gespart wurde (Stativsteifigkeit, Stativhöhe, Montierungssteifigkeit, Polsucherfernrohrbeleuchtung, nicht so gute Lager in der Montierung, nicht ganz so gute Motoren/Schneckenräder, nicht so viel Tragfähigkeit...).

Ich habe leider in Trier, wo ich wohne nicht die optimalen Aufnahmebedingungen. Sraßenlaternen, einfach zuviel Licht.

Straßenlaternen in direkter Sicht sind ein "Nogo" für Deepskyfotografie. Dazu mußt schon raus auf den nächsten Berg. Da ist dann auch das Feuchtigkeitsproblem von Rhein her nicht mehr so ausschlaggebend. ;)

Ich fahre dann manchmal allein nachts auf einen Berg, was mir ein bissel schwer fällt. Grrrrrrr. Du verstehst schon.

nö, nix verstehen. Mußt dazu ein Auto ausleihen? Oder ist es der "Schiß" alleine in der Natur? Oder das pure Gewicht, was zu schleppen wäre? Da mußt durch, wenn es Deepsky-Fotos werden sollen.

"Wasch mir den Pelz, aber mach mich net naß" funktioniert in der Fernsehwerbung, aber net bei der Astrofotografie... ;)
 
Fee,
wenn Du Englisch kannst empfehle ich Dir das folgende Buch für das Arbeiten mit Astroaufnahmen in Photoshop:

http://www.teleskop-express.de/shop/product_info.php/info/p694_Photoshop-Astronomy.html

Gibts im Internet auch noch woanders, hier hab ich es nur neulich gesehen.

Es hat auch ne CD dabei mit Übungsbildern, und führt Dich Schritt für Schritt gut z.B. zu einem tollen Orionnebel und Plejaden.

Gruß und vel Erfolg,
Ernie
 
Hallo Fee56,
ich wohne auch in der Nähe von Trier.
Bevor du irgendwas kaufst, kannst du dich auch bei
Vereinen in deiner Nähe schlau machen.
Die Dinge live sehen, ist immer besser.

Gruss
Peter
 
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