Mitspechtler

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stefand

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Hallo zusammen,

gestern, so hatte ich es mir vorgenommen, wollte ich in aller Ruhe den Saturn anschauen. Mit meinem 4" Rumak - mein Newton hat bei der letzten Sternennacht wieder seinen Fangspiegel verschoben und das ist mir dann doch zuviel Justiererei.
Also EQ5 rausgetragen, Batteriefach drangeklemmt, Okularplatte, Gegengewichtsstange und Gegengewichte dran und geschaut, wo Polaris steht. Kurz über das Achskreuz gepeilt und ausgerichtet - das reicht visuell. Ein 4" Rumak auf einer EQ5 ist übrigens eine echt stabile Angelegenheit, da wackelt und zittert gar nichts, auch nicht bei 170x. Der Atrostuhl darf nicht fehlen, denn so beobachtet es sich bestens.
Per Leuchtpunktsucher (Baader Skysurfer III -> da guckt ihr durch keinen Skywatcher LPS mehr) den Saturn rein und dann mit dem 11mm Plössl beginnen. Ziemlich scharf und schön anzuschaun, aber mit ca. 100x auch nicht besonders groß. Das 9mm Ortho kann da schon mehr; nicht nur Vergrößerung (115x), sondern auch mehr Details aufzeigen. Der Ring wirft seinen Schatten als Strich (auch Gurt genannt) auf den Planeten, jener wiederum seinen Schatten auf den hinteren Teil des Rings. Im Norden des Planeten kommt ein dunkles Band durch. Das Bild wabbert ab und zu, da der Mak schon seit 1.5 Stunden draußen liegt, kann es nur noch an der Atmosphäre liegen. Oder an Nachbars Dach, denn Saturn steht nur 1-2 Handbreit darüber.
Das 6mm Radian (170x) schien mir eine Überlegung wert, aber es war schon vorher zu sehen, dass das Wabbern hier mehr störte. In kurzen Momenten scharf, aber nicht viel mehr Einzelheiten, jedoch einfacher zu sehen.
Dass Saturn plötzlich nicht mehr scharf war und sich auch nicht mehr scharf stellen ließ irritierte mich ... am Gerät war alles dran, das Okular sauber und vorne hockte auch kein Vogel in der Taukappe ... doch Nachbars Tanne wird jedes Jahr höher und die Spitze deckt Saturn zum Teil ab. Nach 2 Minuten war das Problem somit ausgesessen.
Wie ich so zum 8mm Okular wechsel und mich freue, bemerke ich aus dem Augenwinkel eine Bewegung. Am Boden - Größe verdächtig. Soll heißen keine Katze, kein Hund, keine Maus und auch kein Wildschwein. Das Wesen war schlau und legte sich genau in den Schatten einer kleinen Mauer, dich neben meiner Montierung. Geräusche gab es keine von sich. Meine Rotlichtfunzel vorsichtig in den Schatten richtend (wer weiß, was passiert, wenn dieses Wesen Licht sieht) dreht ich das Licht langsam stärker.
Ein Igel blinzelte mich an - als wolle er sagen 'Und, können wir jetzt weiter gucken?'
Na gut, dachte ich, das ist mal ein neuer Gast. Viel reden wird er wohl nicht, aber auffressen wird er mich auch nicht.
Zurück zum Saturn, der noch im Okular stand. Das beste Ergebnis ergab sich im 8mm Radian, wie wir fanden (ich benutze hier mal die wir Form, denn der Igel wich nicht von seinem Platz).
Ein Blick etwas mehr nach Westen zeigte den aufkommenden Herkules, aber noch so im Dunst, dass die vier Sterne, welche das charakteristische Viereck bilden, kaum zu sehen waren.
Das wäre die Chance für das Firstlight des M13 im Jahr 2011. Dafür aber musste das 32mm Plössl rein, denn wie gesagt, die Sterne versteckten sich noch ein wenig, wie mein kleiner Kumpel am Boden. Bei ca. 1000mm Brennweite reicht das Feld nocht gerade (theoretisch 1.7°, praktisch nicht weit entfernt davon), um ein wenig in der Nähe des Objekts zu rühren. Mit mehr Brennweite und noch weniger Feld hätte ich den Sucher aus dem Dachgeschoss holen müssen. Aber: Wir haben ihn gefunden. Noch schnell das 11mm Plössl rein und eine gewisse Körnigkeit trat auf. Das reichte uns aber schon.
Dem Igel reichte es jetzt in Gänze, er drehte mir den Rücken zu und kugelte sich ein wenig mehr ins Eck.
Soll er, dachte, denn jetzt wollte ich noch Gamma-Leo anschauen. Mit 4.7" Abstand bei 2.1 und etwas mehr als 3mag wohl kein schwerer Brocken. Im 15mm Plössl (ca. 70x) war er auch schon doppelt zu sehen, aber die Sterne waren nicht so fein, wie ich es gerne hätte. Also habe ich (der Igel schlief) gleich den Hammer aus der Fototasche gezogen und das 6mm herausgeholt. Ja, da war dann Platz zwischen den hellen Sternen, aber auch ziemlich kräftige Beugungsscheibchen - langsam wünsche ich mir, dass die verschwinden, damit ich nur noch die Sterne sehe.

Tja und dann habe ich den Igel noch meiner Frau gezeigt, welche im Begriff war mich auszusperren. Den Abbau hat er nicht mitbekommen und heute morgen war er wohl schon früh wach und ist weggegangen.

Jetzt war's vielleicht weniger ein Beobachtungsabend mit vielen Objekten, aber wie ich finde, einer, bei dem es was zu erleben gab.

CS,
Stefan

P.S.: Wäre es tatsächlich ein Wildschwein gewesen, so wäre mein Bericht früher zu Ende gewesen. ;)
 
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Hallo Stefan!

Danke für Deinen schönen Bericht! Ich hätte mich auch über einen stillen Mitbeobachter gefreut. Schöne Feiertage!

Bocian
 
Hallo Stefan

Dein Bericht gefällt mir auch von der Natur des Igels.

War gestern ab 22Uhr Draußen Gerät Dob 12,5" die Durchsicht ist nicht so
toll gewesen Windig und Lau Warm konnte nur mit den Hyperion Okularren 24mm und 17mm beobachten,
Saturn war sehr gut zu sehen hätte Ich versucht noch höher zu vergrößern so wäre es wertlos gewesen,
aber bin doch zufrieden gewesen meine Galaxien und Nebeln im Bären die absoluten muß
M 51, M101, M108, M97, m81 und 82 im Löwe M66 und 65 mit NGC 3628 und NGC 2903 im
Sternbild Krebs M44 im Herkules M13 und weiter zu der aufgehenden Leier der M57
und auch der ha&chi in der Cassiopeia es gab auch etliche naturgeräusche von Nachtaktiven Tieren
vom Fressen und gefressen werden.

Mein Teleskop Spiel mit Auge am Okular, ausprobieren und Schauen, ab dem Stern beta im Löwe
mit Hyperion 24mm Teleskop mit geringer Geschwindigkeit gedreht in der Zeit von 30 Sek
Richtung Osten ohne Stop Richtung Nord bis zum Ziel wieder beim Stern Beta im Löwe,
was mir da gefiel, die Vielen vorbei Sausenden Sterne, Beta und epsilon leo sind im
Dob drehen in der Gleichen linie.

Mit gruß Manfred
 
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