Mittiger Abbildungsfehler beim Newton

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Thomas_Be

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Hallo liebe Kolleginnen und Kollegen!

Ich hoffe, ich gehe Euch nicht allzusehr mit meinen Anfängerfragereien auf den Geist.

Jedoch auf die Gefahr hin, dass ich es doch tue, hätte ich doch noch ein Anliegen:

Ich habe eben nochmal mit meinem 135er Vixen-Newton bei Tageslicht herumgespielt, und dabei so ein
gelbes Schild, welches Gasleitungsanschlüsse auf der Strasse markiert, angepeilt. Auf dem Schild stehen
bekanntlich in schwarzen Ziffern - Schrifthöhe schätzungsweise um die 1-2cm - die Koordinaten des
Gasdeckels. Diese Ziffern bilden ja auf dem gelben Untergrund einen sehr grellen Kontrast, der sicher ganz
gut eine Beurteilung der Schärfeleistung des Teleskopes zulässt.

Das Schild war etwa 250 Meter entfernt. Als Okular kam ein 25mm Ortho von Vixen zum Einsatz.

Dabei habe ich folgendes festgestellt:

Schaue ich genau mittig in das Okular, so ist das Bild in der Mitte relativ unscharf. Die Zahlen sind kaum
noch zu lesen. Schaut man aber etwas schief hinein, so wird das Schild plötzlich gestochen scharf!
Wiederholt man das Spielchen nun aus aus einem grösseren Augen/Okularabstand, so dass man im Okular auch
den Fangspiegel erkennt, dann gewinnt man den Eindruck, als ob die Grenze zwischen Scharf/Unscharf bei
richtigem Augenabstand genau dort liegt, wo bei grösserem Abstand der Fangspiegel ins Bildzentrum rückt.

Irgentwie scheint sich also die Obstruktion des Fangspiegels nicht nur, wie man immer hört, negativ auf den
Kontrast auszuwirken. Auch die Schärfeleistung scheint, wenn Bildmittelpunkt und die optische Achse
Teleskop/Auge zusammenfallen, durch die Fangspiegelabdeckung abzunehmen.

Oder habe ich da etwas falsch beobachtet?

Vielleicht liegt es auch an der Bauart des Okulars. Sind vielleicht LV's hier besser? Immerhin haben diese
ja keine Probleme mit einem nicht ganz so nahen Augenabstand. Durch diese Reserve könnte man quasi
weiter in das Okular hineinkriechen, was eventuell die Fangspiegelstörung besser im Bildfeld auflöst.

Mich wundert nur, dass ich von diesem Phänomen noch nichts gelesen oder gehört habe.


Viele Grüsse: Thomas


 
Hallo Thomas B,

ich kann Dir zu Deinem Problem leider nicht helfen, da wir selbst noch blutige Anfänger von einem Vixen GP-E 135 s sind. (seit Weihnachten)

Ich wollte Dich aber fragen, welche Erfahrungen Du bis jetzt mit dem Teleskop gemacht hast. Wir konnten leider wg. dem seeing noch nichts sehen. Hoffen aber das der Himmel noch aufbricht.

Du hast irgendwann mal geschrieben, dass Du mit dem Teleskop in die Eifel fährst. Darf ich fragen, welche Stelle Du empfehlen würdest? Wir kommen nämlich auch aus der Eifel.

Grüße

JennyS
 
Hallo Jenny!

Ich war bisher aus Wetter- und Zeitgründen leider erst einmal mit dem Gerät richtig raus. Es ist auch mein erstes Telekop überhaupt - habe also selbst auch noch kaum Erfahrung, wobei mir der Himmel allerdings mit dem Feldstecher schon ein wenig vertraut ist.

Ich war damals in der Nähe von Blankenhein/Bahnhof. Bin die Landstrasse noch etwa einen Kilometer weiter in Richtung Westen gefahren. Da gibt es ein paar Feldwege die von der Strasse abgehen, wo man ungestört ist. War aber Saukalt an dem Abend! Kenne die Gegend allerdings auch nur von berufswegen (bin Lokführer). Wenn man beim Fahren nicht lenken muss, hat man ja Zeit, sich die Gegend anzuschauen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />

Bin bisher von dem Gerät allerdings sehr überzeugt! Ich hoffe, dass es bei Dir mit dem "First Light" auch bald klappt! Bei mir steht's z.Z. meist am Fenster, was natürlich wegen der Luftverwirbelungen von der Heizung her alles andere als günstig ist, aber bei dem Wetter lohnt es sich z.Z. kaum, das Teil in's Auto zu schmeissen.

Und noch ein Tipp:

Vor dem ersten Einsatz bei Dunkelkeit das Gerät unbedingt mal öfters zu Übungszwecken im Zimmer auf- und abbauen. Die Handgriffe sollte man auch im Dunkeln beherrschen, sonst wird's nervig.

Also viel Spass noch mit dem schönen Gerät!


Gruss: Thomas
 
Hallo Thomas

Das ganze Phänomen bei Dir hängt mit der Austrittspupille des Okulars und der Eintrittspupille Deines Auges zusammen.

Bei Tageslicht schattet die Pupille des Auges ab. Nicht abschatten tut das Okular, aber von dem was es zeigt bleibt fast nur noch das übrig was der Fangspiegel abdeckt.

Das tritt nicht auf bei Okularen mit höherer Brennweite die gleich eine kleinere Austrittspupille haben.

Auch bei Nacht, und dafür hast Du den Kram ja, ist die Augenpupille offen, das ganze Licht kommt rein, und der Fangspiegel fällt nicht mehr auf.

Ich kenn jetzt die Genauen Daten Deines Teleskops nicht, aber mit 25mm kommst Du wahrscheinlich auf eine Austrittspupille von 5mm und so weit ist Deine Pupille tagsüber nicht offen.

Diesen Kram kann man auch genauer ausrechnen, such mal nach Austrittspupille.

Gruß
Norbert
SaBaRhu
ALBiREO
 
Hallo!

Vielen Dank für die Antwort!

Stimmt. Das klingt irgendwie schon logisch. Bei dem ebenfalls beiliegenden Okular mit einer Brennweite von 5mm tritt dieses Phänomen nicht so auf. Allerdings ist das Bild von der Schärfe her dann ja eh' nicht mehr mit dem Eindruck vom 25mm zu vergleichen. Aber was soll's, beim nächlichen Sternegucken ist dies auch mit dem 25er nicht zu bemerken.

Mir sind als Einsteiger halt leider so einige optische Grundsätze noch nicht so geläufig...

Ich habe übrigens das GP E R135S von Vixen. Bin sonst - soweit ich dies beurteilen kann - mit dem Gerät zufrieden.


Viele Grüsse: Thomas
 
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