MN 150/900 für Astrofotografie ?

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nancy50

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hallo,
der MN 150/900 ist ja für die visuelle beobachtung optimiert.
man kommt nicht so einfach mit einer kamera an den fokus.
mit webcam ist das kein problem.
ich bekam nun den tip es doch mit einer spiegellosen systemcamera zu versuchen.

geht das und was käme in frage ?

danke

n50
 
Hallo Nancy,

ich kenne den MN 150/900 nicht. Mir würden aber 2 Punkte einfallen, die bei der Auswahl eine entscheidende Rolle spielen:
1. Ob die Ausleuchtung des Kamerachips für Vollformat reicht oder doch eher für Mittelformat (APS-C).
2. Das verfügbare Budget.

TS bewirbt im Biete-Forum z. B. gerade eine neue astromdifizierte Canon EOS RP Vollformatkamera für 1999 Euro:
Das Auflagenmaß würde sich bei dieser Kamera gegenüber Canon EOS DSLRs von 44mm auf 20mm verkürzen, also 24mm mehr Spielraum für die Fokuslage.

CS Marco
 
Moin,

oder - wenn man in der Canon-Welt bleiben will irgendwas aus der "M"-Reihe, aber drauf achten, dass ein Remote-Anschluß vorhanden ist, den haben nicht alle "M"s und das mit ML hinfrickeln ist nix für jedermann. Das wäre dann das Pendant für APS-C. Astromod geht auch, z.B. Conehead fragen.

CS
Jörg
 
Hallo Marco,
Mittelformat ist nicht gleich APS-C.
Fünf APS-C Chips finden bequem Platz auf einem Mittelformat-Chip......;)

@nancy50
Hallo Nancy,
Webcams haben oft ein sehr geringes Auflagemaß, der Chip liegt praktisch direkt am Gewinde / Bajonett.
Wenn Du eine Webcam hast, mit der Du gut in den Fokus kommst, kannst Du mal den Abstand vom Chip zum Kragen des Focaladapters, oder besser gleich zum Okularauszug messen. Dazu addierst Du das Maß, mit dem Du typischerweise den Okularauszug ausfährst, und dann hast Du ungefähr das Auflagemaß, das Du Dir mit einer Spiegellosen leisten kannst. Die Vollformat EOS R kommt mit 20mm aus, wie Marco schon schrieb, die spiegellose Nikon mit Z-Bajonett sogar schon mit 16mm. Wie sich die Nikons in der Disziplin Astrofotografie schlagen, weiß ich allerdings nicht. Interessant sind sie allemal.

CS

Dietmar
 
Hi Nancy,

ich kenne dein Teleskop nicht - ein Link dazu oder ein Foto vom Okularauszug wäre hilfreich. Oft sitzen da noch Verlängerungshülsen bzw. die Okularklemmung. Unter der ist idr. ein T-2 Gewinde. Direkt daran zu adaptieren sollte eigentlich klappen.

cs
Jürgen
 
danke erst mal für die tips, werde mal messen und dann entscheiden.
2000 eus wollte ich auch nicht gerade ausgeben.
hab ja noch den 80/560 triplett, damit kann man doch bestimmt auch ganz gute fotos machen, oder ?

n50
 
Hi Nancy,

Triplets sind quasi fürs Fotografieren gebaut. Man muss halt noch schauen, ob Flattener oder Flattener/Reducher und welcher - je nach Kamera und was man aufnehmen möchte.

cs
Jürgen
 
ja, was die farbkorrektur betrifft , aber ich bin mir nicht sicher was 80 mm öffnung bringen, ohne stundenlang zu belichten.
dazu muss ich sagen, dass mein himmel eher mäßig ist.
m 31 seh ich gerade noch, visuell.
bei iso 1600 dachte ich für m 31 so etwa 30*120 sec ?
danke

n50
 
Hallo,

solche kleinen, erschwinglichen APO's sind eine Standardlösung in der Astrofotografie - nicht umsonst. Sie sind farbrein, für diese Aufgabe gemacht und fast immer einfach an nahezu jede Kamera zu adaptieren. Falsch macht man damit erstmal nix.

CS
Jörg
 
klingt gut und sagt mal, gibt es eine art tabelle, graphik oder so in der steht:
öffnung -brennweite- blende - anzahl der nötigen bilder bei einer bestimmten bel. zeit usw.
mir ist klar, dass es da kein allerweltchema gibt aber grobe anhaltspunkt müsste es doch geben ?

n50
 
Moin,

ich wüßte keine, allenfalls ein Blick in Astrobin. Da kannst Du nach der Optik sortieren und dann anhand der Bilder sehen wie der Betreffende vorgegangen ist. Da jede Kamera, Filter, Standort, Himmel, Aufnahmestrategie anders ist ... Wir hatten schon mal die Diskussion über normierte Angaben zur Belichtungszeit gegen Brennweite, Blende usw. - das wäre eine Sysiphusarbeit.

CS
Jörg
 
ja, was die farbkorrektur betrifft , aber ich bin mir nicht sicher was 80 mm öffnung bringen, ohne stundenlang zu belichten.
dazu muss ich sagen, dass mein himmel eher mäßig ist.
m 31 seh ich gerade noch, visuell.
bei iso 1600 dachte ich für m 31 so etwa 30*120 sec ?
danke

n50

Stundenlang belichten musst du eh :)

Ich fotografiere auch meistens mit eher konservativen Öffnungsverhaltnisse (f/6-f/8) und belichte selten mal mehr als 2-3h. Ich habe "nur" einen 125mm ED Apo, nicht mal Triplett. Den galaktischen Zirrus wirst du so zwar nicht vom Hintergrund lösen können, aber um normale Astrofotos zu machen, die nicht völlig übertrieben HDR artige Bildbearbeitung und Farbe zeigen, reicht das. Ich hab in meiner Galerie ein Bild von M13, dass ich mit f/7,8 gemacht habe und ca. 2h belichtet ist. Dann ist noch eins von M81 mit nur 3/4h bei f/6,3.

Ich verwende eine Fuji X-10 und habe mit einem kurzbauenden Adapter von Baader ein Auflagemaß von 26mm. Die ist auch echt günstig. Drunter wird schwierig. Mit meiner Astrokamera komme ich auf 17,5mm und wenn ich die T2 Verlängerung abschraube sogar auf nur 6,5mm. Nachteil bei der Kamera ist allerdings, dass man sie nicht über Astrosoftware steuern kann. Das muss zwar nicht sein, aber es wird extrem schwierig zu dithern. Außerdem hat sie nur einen 12bit ADC.

Bei ISO1600 finde ich 120sek zu viel. Der Dynamikumfang ist bei so hoher ISO schon relativ gering. Lieber ISO400. Die extreme Tiefe kriegst du eh nicht bei 1h und hoher Blende und dafür hast du keine aufgeblähten Sterne ohne Farbe.

Die 560mm Brennweite sind übrigens ideal für APC-C und Objekte wie Plejaden, Orionnebel und co. Dann kann man normalerweise ohne Probleme einen Reducer verwenden, mit dem man von f/7 auf f/5,5 runter kommt. 900mm sind optimal für Galaxien, Kugelsternhaufen und planetarische Nebel. Mond und Planeten gehen auch schon gut. Reducer wird da nicht gehen wegen Backfokus. Außerdem wird der vignettieren. Das wird man kaum kalibrieren können. Den Rand muss man abschneiden. Ist bei Galaxien und KS aber eh egal. Ich würds einfach probieren, wenn du das Zeug eh schon hast. Am wichtigsten ist eh das, wo dein Zeug drauf steht.

CS Joachim
 
ok, reducer 2 zoll für plejaden und so am triplett, hab ich, und einen refraktor 90/810, dann für die galaxien.
oder ist der zu lichtschwach ?
werds einfach mal probieren.

n50
 
Moin,

Joachim hat es mit dem letzten Satz auf den Punkt gebracht - der Unterbau ist das wichtigste. Wenn der nix taugt brauchst Du den Rest nicht. Und die Belichtungszeit ist das relativste von allem. Nachlegen kannst Du bis der Arzt kommt, oder in Tandemanordnung multiplizieren, wenn Du mehr Tiefe willst.

Elementarweisheit: Nur Versuch macht kluch! Du kannst Dir Informationen einholen wie Du willst - nur der Versuch womit DU am besten klar kommt bringt Dich weiter.

CS
Jörg
 
ok, reducer 2 zoll für plejaden und so am triplett, hab ich, und einen refraktor 90/810, dann für die galaxien.
oder ist der zu lichtschwach ?
werds einfach mal probieren.

n50

Was hast du denn eigentlich für Teleskope, Kameras und Montierung schon zur Verfügung?

Der Triplett ist schon klasse. Ich würde mir nicht extra was kaufen. Ich wäre froh, wenn ich so ein Teil hätte. Mein Setup ist ja eigentlich für die visuelle Planetenbeobachtung gedacht und nicht für die Astrofotografie. Es geht aber trotzdem sehr gut, weil mein Unterbau extrem stabil ist. Ich hasse das, wenn ich ans Okular komme und es wackelt. Das hat sich ausgezahlt. Ich hatte auch ein paar kleinere ED Apos zur Probe, bin aber immer wieder zu meinem großen ED Apo zurück gekommen, auch wenn der mir durch die Länge gerne mal das Laptop beim Meridanflip vom Tisch haut und angeblich für Astrofotografie total unbrauchbar ist.
 
meine monti läuft auch sehr gut, so dass ich mit einem leitrohr (2400 mm ) und der nachführeinheit von vixen, ga 3, den 80/560 mit canon d10, problemlos nachführen kann.
der leitstern bleibt minuten im doppelfadenkreuz stehen und zuckt nicht !
lediglich eine art kreisen im viereck des doppelfadenkreuzes ist zu bemerken.
das ist so wenig, dass ich da nix nachführen kann, ich glaube auch eine guiding kamera könnte da nichts machen. (?), ich vermute das ist der berühmte schneckenfehler oder ?

n50
 
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