MN 56/66 Erfahrungen gesucht

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Antares

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Hallo,
immer wieder mal hört man höchst positive Aussagen zu den beiden o.g. Geräten.
Da ich nicht weiß, in wie weit Diese auf nachhaltigen Erfahrungen basieren, einfach mal die Frage in die Runde.
Was leisten die Teile wirklich? Wie ist die DS Leistung? Was ist top und was flop an den Geräten? Und wie siehts mit der Auskühlung aus? Beide haben ja einen Lüfter.
Danke.
CS
 
Hallo Antares,
hatte mich auch 'mal interessiert. habe das hier und das hier gefunden. vielleicht hilfts.
 
Hallo Leute,

den MN56 vom Cai-Uso habe ich jetzt, hab aber im Moment
leider keine Zeit was dazu zu sagen, wir bekommen gleich
Besuch, und ich muss mich noch um den Grill und so
kümmern...........

Kann aber morgen gerne mal was dazu posten.

Bis dann,
Werner
 
Hallo!

Also ich mal ne Zeitlang einen MN56 zu Testzwecken bei mir, und muss sagen, dass mich das kleine Gerät total begeistert hatte!

Ich hatte damals noch die klassische Version ohne Lüfter, aber auch wenn ein Lüfter natürlich immer eine gute Sache ist, so habe ich diesen damals nicht vermisst. Mit einer handlichen Rändelschraube kann man bei dem Gerät ja hinten eine Abdeckung abnehmen und so ist der Hauptspiegel auch schon dem Außenwetter ausgesetzt und die Auskühlung ging meinem empfinden nach recht schnell.

Generell war ich auch von der mechanik des Gerätes beeindruckt, allein schon ein Blick in den Tubus, der von Blenden nur so strotzt ist beeindruckend.

Das ganze Teil ist noch hervorragend für etwas größere Gesichtsfelder geeignet und hat mich im Bezug auf den Kontrast bei niedrigen Vergrößerungen doch schon vergessen lassen, dass ich nur mit 5" beobachtet hatte. Nur wenn man dann mal bei Galaxien oder auch Sternhaufen richtig hochvergrößern will, merkt man, wieder wie klein die Öffnung dann doch ist.
Auch wenn ich eben ziemlich 8" Verwöhnt bin, so hat mir das Gerät viel viel Spaß gemacht, auch die Abbildung am Planeten war wirklich beeindruckend mit dem Teil. Dabei ist das ganze noch sehr handlich, vor allem auch gut zu transportieren, da es serienmäßig mit einer schönen Transporttasche geliefert wird. Ich nehme mal an, dass MN66 wird das gleiche bieten nur eben noch etwas mehr Reserven wenns an höhere Vergrößerungen geht.

Oft wird auch der Okularauszug bemängelt, doch fand ich ihn doch ausreichend, und ich glaube ich würde auch mit dem serienmäßigen OAZ leben können, wie es dann bei Webcam fotogfrafie aussieht weiß ich natürlich nicht.

Achso, Stichwort Fotografie: Trotz sehr knapper Fokallage ist chemische Fotografie im Kleinbild möglich und wird mit einer sehr scharfen Abbildung belohnt, doch leider tritt aufgrund des kleinen Fangspiegels eine ziemlich heftige Vignettierung auf und das ganze Kleinbildformat ist nicht nutzbar.
Doch für CCD Anwendungen könnte der MN56 vielleicht DAS Gerät sein, wenn der Chip nicht zu groß ist.
Ich könnte mir für so einen MN56 oder 66, neben meinen beiden Achtzöllern eine gute Coexistenz auf einer azimutalen Schwenkeinheit als Schnellspechtelgerät vorstellen! Tolle Geräte und ich war jedenfalls begeistert. Wer sich da fürs visuelle noch nen großen Apo kauft ist selber Schuld!

clear skies,
André


 
Hi Armin


Tjo, bitte glaub mir, dass wollte ich ja, aber Händler, der mir das Gerät freundlicherweise für einige Zeit zur Verfügung stellte machte mir unmissverständlich und mit einem grinsen im Gesicht klar, dass das nur im Tausch gegen Geld möglich wäre. Darauf hatte ich dann aber auch keine Lust und habe ihm das Teil wieder in die Hände gedrückt. Diese Händler!!.....Tsstsss..! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Nein, im Ernst, ich hätte schon Spaß dran gehabt, auf jeden Fall, aber ich hatte einfach nicht das Geld dazu. Seit dem habe ich schon mehrfach ein paar gute Gebrauchtgeräte zu guten Preisen in den Händen gehabt, und auch ein Bekannter verkaufte seinen MN56 kürzlich (um was größeres zu finanzieren), da hätte ich auch noch eine Chance gehabt, aber momentan steht das nicht wirklich zur Debatte.
Vielleicht belohne ich diese Standhaftigkeit ja nochmal irgendwann mit einem MN66! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />

Schaun mer mal!

clear skies,
André
 
Hallo Armin,

so, Kinder im Bett, endlich mal nen Moment Ruhe....

Ich besitze den MN56 erst seit einigen Wochen, und wie
du ja selber weisst, meint es das Wetter derzeit nicht
so gut mit uns, dementsprechend selten konnte ich den
MN testen, das also mal vorab.....

Zuerst mal war ich vom Gewicht des Teils überrascht, mit
Schellen, Sucher und Prismenschiene kommt man auf stolze
7,4 kg (der MN66 ist da auch nur ein kg schwerer), meine
Eq5 war jedenfalls mit dem Original-Stativ mit dem Teil
überfordert, also hab ich mir ein stabiles Vermessungs-
Stativ besorgt, jetzt ist alles bestens.

Der MN braucht nur eine sehr geringe Auskühlzeit,
vielleicht ne halbe Stunde, für Planeten darfs auch mal
ne Dreiviertelstunde sein, mehr brauchts nicht (zumindest
jetzt im Sommer, ist im Winter vielleicht anders, aber man
kann ja auch hinten mittels einer Schraube die Abdeckung
des Hauptspielgel entfernen, ist im Winter vielleicht
nützlich)

Das erste, was am Gerät auffällt ist die sehr scharfe,
klare Abbildung am Stern, pinpoint wie die Amis sagen
würden. Wunderschön bei kleiner Vergrösserung, bei hoher
Vergrösserung Lehrbuchmässige Beugungsscheibchen in- sowie
extrafokal. Klar gezeichnete Airy-Disk, auch bei Ver-
grösserungen jenseits der 200-fach.

Das hat mich eh am meisten erstaunt, der MN verträgt
erstaunlich hohe Vergrösserung. Am Planeten (Jupi
natürlich) konnte ich vor ca. einer Woche noch bis auf
knapp 300-fach gehen ohne Schärfeverlust (Siebert
Standard 7 mm mit Intes Micro 2,4-fach Barlow....)

Gute 200-fach gehen am Planeten -immer- ohne Schärfe-
oder Kontrastverlust. Da ist ein offener grösserer
Newton meiner Erfahrung nach erheblich seeinganfälliger.

Obwohl die Planetensaison eigentlich vorbei ist, war ich
sehr angetan von der Abbildungsleistung. Obwohl der Planet
schon recht tief steht konnte man noch bei längerer
Beobachtung Details in den Bändern ausmachen, wenn auch
nur indirekt, aber mal sehen was das Kerlchen dann bei
günstigem Planetenstand und -grösse zu zeigen imstande ist.

Gut gefallen hat mir auch das Innenblendensystem (sieht
schon 'cool' aus beim reinsehen in den Tubus), aber mal
im Ernst, man hat nix damit zu tun den Tubus mit Velour
oder ähnlichem auszukleiden um Streulich zu unterdrücken.

Deep-Sky-mässig merkt man natürlich die relativ geringe
Öffnung, mein 10-Zoll-Dobs hat da natürlich mehr zeigen
können (aber nicht in der 'Qualität' der Abbildung, der
Dobs hat zwar erheblich mehr Licht zur Verfügung, aber
die gesamte Abbildung ist nicht so ästhetisch wie im MN,
wobei das natürlich immer äusserst subjektiv zu sehen ist).

Praktisch betrachtet ist es wenn man von grösserer Öffnung
kommt manchmal ein wenig ernüchternd (M13 beispielsweise,
das war bei Halbmond mit dem Dob kein Problem, das Teil
wurde aufgelöst, da tut sich der Intes Micro natürlich wesentlich
schwerer...... geht aber trotzdem ganz nett, wenn man

Mondschein und Streulicht
vermeidet und die Augen gut dunkeladaptiert sind, dann geht das.....)

M57 z.B. war im grossen Newton natürlich heller und hat
mehr Vergrösserung vertragen, mir gefällt es aber insgesamt
gesehen mit dem MN besser, kann zwar vergrösserungsmässig
nicht so hochgezogen werden (ca. 100-130 fach ist dafür
ok) hat aber bei dieser Vergrösserung den besseren Kontrast
(jetzt hör ich ne Menge Leute schreien..... hättest deinen
Dob mal mit Verlour auskleiden sollen, den OAZ auch, dann
wäre der Kontrast auch da super.... na ja, Ansichtssache,
ich will halt nicht basteln, zumindest nicht an der Optik..)

Doppelsterne gehen auch sehr schön mit dem MN, habe mir
vor einigen Tagen (Montag letzter Woche glaub ich) den
'Doppelten-Dopplen' in der Leier angesehen, wunderschön
getrennt (klar, kann auch ne noch wesentlich kleinere
Öffnung, darum geht es nicht....) mit klaren Zwischen-
räumen, glasklare Airi-Disks um die Sterne, sehr schön.

Alles in allem bin ich mit dem Gerät sehr zufrieden, bin
vor allem gespannt was mir der MN am Planeten zeigen kann,
wenn die Bedingungen im Herbst (in diesem Jahr ist es
wohl eher Winter... bis Frühjahr 2005) wieder besser sind.

Man sollte halt nur wissen, auf was man sich mit so nem
Gerät einlässt. Gibt ja -erheblich- mehr Öffnung für das
Geld, muss man halt selber abwägen was einem wichtiger ist.

Ach ja, zwei Sachen noch zum Schluss:

Ich habe nicht den Original OAZ dran, sondern den meiner
Meinung nach sehr guten Baader-Crayford-Auszug.

Zur fototauglichen Eignung kann ich rein gar nix sagen,
da ich rein visuell beobachte.

Viel Spass bei der 'Entscheidungsfindung'

Grüsse,
Werner










 
Hallo Antares,
da mich Thomas ja bereits angedroht hat, daß ich auch einen MN 56 hatte, hier kurz meine Erfahrung. Ich hatte ihn damals speziell für Planeten angeschafft und hatte einen Riesenspaß mit dem Teleskop. Wahrscheinlich ist es das Gerät, welches Wernermar hat und ich muß ihm in allen Punkten recht geben. Mich hat vor allem die "Sauschärfe" beeindruckt, die das Teil am Planeten zeigt. Nach meiner Erfahrung geht 200fach fast immer. Im Winter 2003 hatte ich mit dem MN 56 eine Glanznacht erlebt. Ich hatte 4 Teleskope aufgebaut und wollte hauptsächlich meine Okulare und das Bino an allen Geräten testen und die günstigsten Kombinationen aufschreiben. Vor Faszination bin ich nicht zum Schreiben gekommen. Jupiter und M 42 nahmen mich gefangen. Mit meinem BW Bino bin ich dann zwischen C8GPS, 10"GSO-Dob, Orion ED 80/600 und dem MN 56 gewandert. Der MN brauchte sich vor dem C8 nicht zu verstecken. Zwar konnte ich nicht so hoch vergrößern aber die Schärfe war beeindruckend. Der Dob war zwar auch super aber die Nachführung in Verbindung mit dem Bino nervte doch sehr. Warscheinlich aber nur, weil ich die anderen Teleskope fixieren konnte. Ein Tipp für gute Vergrößerungen ist das 3,6mm Super-Okular von TS für kleines Geld. Einblick geht gerade noch und bei gutem Seeing saubere Abbildung. Zur Frage der Montierung halte ich die EQ3 für nicht ausreichend. Ich hatte mir eine gebrauchte TAL-Säule mit dem dazugehörigen Tuckermotor so zurechtbauen lassen, daß ich den MN56 aufsetzen konnte. Man merkte, daß beide Russen gut harmonierten. Auf meiner Sky-View Montierung mit ein wenig Stabilisierung ging es gerade noch, denn das Teil wiegt ja auch 7,4 kg. Aber wie das so im Leben ist, man wechselt gerne und ich habe den 10erDob und das MN 56 gegen einen 12,5er Dob getauscht. Für Planeten muß nun das C8 dienen, der ED ist für alle Fälle und Deep Sky mit dem 12,5er habe ich erst einmal halbwegs testen können. Die Auskühlzeit ist relativ lang und ich muß noch mit dem Kollimieren üben. Der erste Eindruck aber ist schon gewaltig. Ich hoffe, das die erfahrenen Hasen Sven, Andre, Thomas usw. mir mal eine Lehrstunde in "Laserkollimation" erteilen. Also Jungs, auf bald im Sauerland !
Ich hoffe, daß ich zu Deiner Meinungsfindung beitragen konnte.
Gruß und CS
Harry
 
Hallo Armin,

also ne EQ3 ist -definitiv- mit dem MN56 überlastet.

Wie gesagt habe ich den MN auf ner EQ5, aber mit
Originalstativ waren die Vibrationen bei Vergrösserungen
über 15o-fach so stark, dass kein sauberes Fokussieren
mehr möglich war.

Ich habe mir daher bei e-bay ein Vermessungsstativ
besorgt (Marke Glunz, hat mich 99,- Euronen gekosten...)

Damit ist die Kombination EQ5 und MN56 stabil. Wie gesagt,
das Teil wiegt schon so seine 7,4 kg incl. Sucher, Schellen
und Prismenschiene, bei einer Länge von 92 cm (incl.
Taukappe, aber die muss sein). Dadurch hast du doch
schon einen recht langen Hebel, und ne EQ3 wird das
niemals schaffen.

Solltest also unbedingt ne andere Monti in Betracht ziehen,
mindestens ne EQ5.

mfg
Werner

P.S.: Interessanterweise variieren die Gewichtsangaben
bei den Händlern zwischen 4,5 bis 5,5 kg, aber das ist
Quatsch, das Teil ist so schwer wie von mir genannt......
 
Hallo an Alle,
hmm... bezüglich des Gewichts des MN 56 weiss ich nicht wie ihr auf 7,4 kg kommt, das Gerät wiegt ohne Taukappe gerade mal 4,5 kg und die Taukappe kommt max. auf etwas über 1 kg. Auch bezüglich der Tragfähigkeit der EQ3 (rein visuell) meine ich daß diese beim Gewicht des MN 56 von zusammen um die 6 kg (Scope, Taukappe und ein etwas schwereres Okular) doch in der Lage ist das MN 56 zu führen.

Gruß,
Robert

PS
habe gerade aus Neugierde nochmal das Teleskop auf einer digitalen Waage gewogen, das wiegt inkl. Taukappe, Sucher, Sucherhalter, Rohrschelle und Schutzdeckel genau 6,4 kg.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Robert,

ich habe meines auch auf ner Digi-Waage gewogen, und
ich komme auf 7,4 kg incl. Sucher, Schellen und Prismen-
schiene.

So oder so, das Teil wird n i c h t vernünftig auf der
Original EQ5 getragen, kannst es ja mal testen, dann wirst
du mir sicher zustimmen.

Mit dem bombenstabilen Vermessungsstativ sieht die Sache
anders aus, dann ist die EQ5 gerade richtig.

Grüsse,
Werner
 
Hallo Werner,
wieso liegen unsere Waagen um 1 kg auseinander <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> ? Also ich gebe dir völlig recht daß das Stativ entscheidend dazu bei trägt wenn es darum geht ob die EQ5 das MN 56 aufnehmen kann. Aber ich bin ebenso der Meinung daß die EQ3 es auch visuell schafft und ich meine diese EQ3 hier wenn auch dort ein anständiges Stativ drunter steht.

Gruß,
Robert
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi Harry,
danke für Deine Antwort. Ich hätte zur EQ3 ein Stahlrohrstativ. Das ist schon was anderes als das Aluteil. Vielleicht ginge das ja, da ich eh nur visuell unterwegs bin. Ansonsten muß die HEQ ran.
Ich seh schon ich muß durch so ein Teil unbedingt mal durchsehen. Leider hatte ich bisher noch nicht die Gelegenheit dazu gehabt.
CS
 
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