Der Unterschied zwischen LiFePO4 und AGM Zyklische Blei Batterien ist hiermit mal beschrieben:
AGM Zyklische Blei Akku
12V 26Ah
Preis: EUR 65,-
Gewicht: 9 Kg
Lebensdauer: 300 Volle Ladezyklen bei 80% DOD
Lader: 3,5 – 4A IUoU Blei Batterie Lader, EUR 25,- (Angebot)
Gesamt: EUR 85,-
12x 3,2V 8Ah LiFePO4 Zellen
12,8V 24Ah
Preis: 12x EUR 16,- = EUR 192,- (Angebot)
Gewicht: 4 Kg
Lebensdauer: >1000 Volle Ladezyklen bei 90% DOD
Lader: 5A LiFePO4 Lader und Balancer EUR 100,-
Gesamt: EUR 292,-
In beide Fallen braucht man noch einen Werkzeug Box zum einbauen, Anschlusse, Sicherungen, Voltmesser und Tiefentladung Überwachung.
Beide Batterien prästieren ungefähr gleich. Bestimmt nicht alle LiFePO4 Zellen prästieren besser als Blei Batterien bei Kälte, nach meiner Erfahrung, dies scheint stark vom benutzten Elektrode Form im Zelle ab zu hangen. Lebensdauer und Ausführung von LiFePO4 Batterien muss sich auch noch etwas erweisen, mit Blei Batterien ist viel mehr Erfahrung. Niedriger Gewicht und längere Lebensdauer sind aber bestimmt Vorteile.
Beide Typen sind empfindlich für gute Umgang und Lagerung. Eine Blei Batterie gibt bei 100% Vollladung seine beste Lebensdauer, so immer nach Gebrauch direkt vollladen und während Lagerung regelmassig Beiladen (Spannung nicht unter 12,3V kommen lassen bei 20 C). Einen vollen Zyklischen AGM Blei Batterie brauch man normalerweise aber nicht innerhalb 3 Monate wieder bei zu Laden. Eine Lithium Batterie hat seine beste Lebensdauer aber bei nur 40% Vollladung. Dies heißt das diese Batterien besser nicht gleich nach Gebrauch wieder vollgeladen werden müssen, aber bis nur 40%. Wann man durchlaufend bis 100% Vollgeladen lagert kann die Lebensdauer 3 bis 4 mal eingeschränkt werden, für unseren Nutzen bleibt dann aber immer noch genügend Lebensdauer übrig.
Mehr Lebensdauer als 300 Volle Ladezyklen, brauchen wir oft nicht. Die erkläre Ich am besten mit ein Vorbild. Betrachten wir da mal Amateur Astronomen Jan:
Jan hat eine schlechte Ehe oder eine sehr Verständnisvolle Frau. Er kommt auf jeden Fall damit weg um fast 40 mal pro Jahr eine ganze Nacht mit sein Teleskop das Haus zu verlassen. Im Winter benutzt Jan seine Batterie ca. 18 lange Nachte mit Tauheizung voll bis 80% DOD Entladung. Im Sommer sind die Nachte nicht so Lang und braucht man viel weniger Tauheizung, Jan entladet seine Batterie im Sommer, inklusive einen kurzen Trip mit seinen Astrofreunden, aber ohne Frau, ca. 22 mal bis nur 40% DOD.
Dies bedeutet das Jan pro Jahr 18 + 22 x 0,5 = 29 volle Ladezyklen bis 80% DOD kennt. Der AGM Zyklische Blei Akku hat, auch bei diesem intensiven Gebrauch von Jan, doch noch eine Theoretische Lebensdauer von 10 Jahren.
Langer als 10 Jahren überstehen Batterien meistens nicht, weil in so Lange Zeit oft auch Fehler beim Gebrauch (zu weit entladen, zu weit überladen, nicht schnell genug wieder beigeladen) oder beim Lagerung (zu hohe Temperatur, nicht optimal geladen, leerlauf durch Selbstentladung oder stromgebrauch von BMS) aufgetreten sind die die wirkliche Lebensdauer (manchmal auch drastisch) einschränken.
Hoffentlich ist jetzt auch klar das man bei Blei Batterien besser die sogenannten VRLA (Valve Regulated Lead Acid) Ausführungen (dies sind Blei Gel oder meistens heutzutage AGM) nehmen kann in Zyklische Ausführungen die man bis 80% DOD Entladen kann und die dann noch mehr als 250 Volle Ladezyklen kennen. Man holt dann mehr Energie aus eine kleinere und leichtere Blei Batterie und dieser geht auch noch langer mit.
Einen normalen SLA (Sealed Lead Acid) Start oder Auto Akku (auch Calcium Batterie oder nur Maintenance Free genannt) wird auch eine Weile funktionieren. Diese kann man aber nur bis 40% DOD entladen wobei er noch ca. 100 bis 150 Volle Ladezyklen Lebensdauer übrig hat. Im Vorbild Jan braucht er dann, statt eine 12V 26Ah AGM Zyklische Blei Akku der 10 Jahre mitgeht, einen größeren, 1,5x schwereren (und auch teurere) 12V 55Ah Auto Akku vor dieselbe Energieabnahme die nur bis 5 Jahre mitgeht. Einen SLA Batterie hat auch viel mehr Selbstentladung und muss man während Lagerung oft beigeladen werden.
Robert.