Möglichkeiten zur ortsnahen Kuppelfernsteuerung

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el_grande

Neues Mitglied
Hi zusammen!
Bei uns im Verein ist heute die Frage nach einer Kuppelfernsteuerung aufgetaucht.
Es geht darum, die Position einer Kuppel abzufragen, mit den Azimut-Koordinaten der PC-Software abzugleichen und bei Bedarf über die Motoren die Kuppelposition zu korrigieren.
Wer hat allgemeine Erfahrungen damit und vor allem:
1) welche Möglichkeiten eines "Kuppelencoders" bestehen bzw. wurden schonmal umgesetzt und
b) mit welcher Software wurde ein Koordinatenabgleich erfolgreich umgesetzt.

Vielen Dank und clear skies!
Philippe

 
Lichtschranke...

Hi Philippe.

Kuppel-Encoder & Software? Das ist sicher machbar, stell'ich mir aber aufwendig vor.

Ich würde links und rechts am Kuppelspalt jeweils eine Lichtschranke anbringen: oben die Sender, unten die Empfänger.
Zusätzlich am Teleskoptubus links&rechts einen Stab, welcher die Lichtschranke unterbricht, bevor das Teleskop unter den Kuppelspalt fährt.

Die Funktionsweise würde ich dann so steuern, dass die Kuppel, wenn sie sich in Bewegung setzt, soweit nachfährt, bis die 2. Lichtschranke das System wieder stoppt.
Hat dann den Vorteil, dass, wenn das Teleskop MANUELL geschwenkt wird, die Kuppel auch startet. Sie stoppt dann erst wieder, wenn das Teleskop stillsteht, und die "hintere" Lichtschranke aktiv wird. Ausserdem kann das Kuppelsystem auch nanuell bewegt werden, indem Du eine Lichtschranken von Hand (oder mit einem Stab) aktivierst.

Das ist dann ein autonom arbeitendes System, nicht von einem Beobachtungscomputer abhängig <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/cool.gif" alt="" />

Falls das Fremdlicht der Lichtschranke die Beobachtung stören sollte, kannst Du den Lichtstrahl ja in einem dünnwandigen Kunststoffrohr führen, oder mit einem Tuch abschirmen.

Was ich aber ggf. aber noch sicherstellen würde: ob das in Bewegung setzen und/oder stoppen der Kuppel bei Langzeitfotografien nicht stört...
 
Re: Lichtschranke...

Hi Silvio,
vielen Dank für die schnelle Antwort!
An diversen Sensoren (Lichtschranken, Ultraschall) am Rand des Kuppelspalts bzw. am Tubus haben wir gestern auch inbrünstig geplant.
Ein Problem wurde dabei aber nie hinreichend überzeugend gelöst: In der Kuppel steht ein 5"-Refraktor auf 'ner Atlux-Montierung (deutsche Bauweise). Entsprechend gibt es keine eindeutig tangentialen Bezugspunkte am Tubus.
Wir dachten noch an eine Art Umdrehungsmesser an der Kuppel in Form eines mitlaufenden Gummirädchens. Dabei wird zu Beginn ein beliebiger Punkt (z.B. Kuppel exakt im Norden) kalibriert und die weitere Umdrehung der Kuppel in relation zum Kuppelkranz gemessen. Insofern indirekt, weil ich nur rechnerisch (Azimut) mit der Teleskopausrichtung abgleichen kann.

Vielleicht wurde sowas schon mal realisiert?

clear skies und Grüße!
Philippe
 
Re: Lichtschranke...

Hi Philippe!

Ich hock' grad vor'm TV und lasse mich live von "schweizer Tennisgeschichte" berieseln... Federer ist ein (nein, DER) Tennisgott!

Zurück zu Deiner Kuppel:
Entsprechend gibt es keine eindeutig tangentialen Bezugspunkte am Tubus.
Na, das wäre doch die leichteste Übung: machst Du links & rechts am Tubus eine leichte Sucherhalterung ran (oder hast hald eine Tubusschlelle mehr dran, wo die Sucherhalter dran sind) und leihst Dir vom Stathis seinem "Kyplopokas" 2 von den schönen, leichten Carbonstangen.

Wie auch immer Du die Steuerung realisierst, geb'ich Die einen Tipp: Die Regelung braucht eine "Hysterese", damit sie nicht DAUERND nachregeln muss. Sonst brauchst Du n'Servomotor, (mit entsprechend starker Steuerelektronik, sa macht ein Relais nicht lange mit!) um die Kuppel anzutreiben...

Bei dem von mir vorgeschlagenen Lichtschrankensystem wäre die Hysterese dadurch gegeben, dass die hintere Lichtschranke das System stoppt.

Wenn keine Hysterese im System wäre, würde alle 0.1° (oder so) die Kuppel sich um 0,15° (oder so) bewegen... (Rüttel, ruckel, LÄRM)

Ansonsten: frag'hald mal ei Baader an, die haben ja Erfahrung mit (internetfähigen) gesteuerten Kuppeln...

(von sowas kann ich eh nur träumen... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/frown.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/tongue.gif" alt="" /> )

Edit: jetzt seh'ich grad: das war ja eine Aufzeichnung des Spieles... Naja, ändert nix am Resultat <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/cool.gif" alt="" />
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Philippe,

über dieses Problem habe ich mir auch schon den Kopf zerbrochen. Das mit dem Reibrad-Encoder halte ich für eine machbare Lösung, käme auch für mich in Frage. Da meine Kuppel sowieso immer in gleicher Position "geparkt" wird, könnte ich von dort aus anfangen zu zählen. Aber die Soll-Position zu ermitteln ist das Hauptproblem. Bei der Deutschen Montierung liegt die optische Achse immer woanders und abhängig von Rect. & Decl. geht sie fast immer schräg durch den Kuppelspalt. Außerdem habe ich zwei Hauptinstrumente auf der Losmandy G11 (C11 und 6" Synta). Bei meiner Eigenbaukuppel ist auch noch die Außenkontour des Kuppelspaltkastens eckig, das macht die Sache auch nicht leichter.
Ich sehe keinen anderen Weg, als die ganze Geometrie in Software abzubilden und je nach benutztem Instrument (C11 / Refraktor / evtl. aufgesattelte Kamera) die Kuppelposition zu steuern. Das Programm braucht ja nicht sehr schnell zu sein, ein alter PC mit Basic-Interpreter würde da schon reichen. Die Ausgabe der Motor-Befehle könnte der Printerport übernehmen. Dabei halte ich den eigentlichen Antriebsmechanismus (Motor, Getriebe, ...) für das kleinste Problem. Da würde ich mal an mehrere Antriebseinheiten von Akkuschraubern mit Reibrad denkendenken.
Wenn Ihr in Euerem Verein eine Lösung gefunden habt, dann lasst es mich wissen.

Stürmische Grüße,
Reinhard

HP: www.skyviewer.de

 
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