MoFi: welcher Film?

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Hallo Florian,

oh je, Deine Frage kam wohl etwas spät - ich lese sie gerade zum ersten Mal. Vielleicht interessiert Dich die Antwort trotzdem noch, die nächste TLE ist ja schon in einem halben Jahr.

Die Wahl des Films hängt von drei Faktoren ab: Erstens natürlich vom Öffnungsverhältnis bzw. der Blende Deiner Optik. Zweitens von der längsten Belichtungszeit, die Du in Kauf zu nehmen bereit bist. Da spielt natürlich mit hinein, ob Du nachführen kannst oder nicht.

Drittens ist es wichtig, was für eine Finsternis Du erwartest; vielleicht ist das der schwierigste Punkt. Du mußt schätzen, oder Dir Schätzungen besorgen, wie hell oder dunkel die Totalität ausfallen wird. Da spielt eine Rolle, ob der Mond wie diesmal nur den Schattenrand passiert oder quer durch das Zentrum geht. Starke Vulkanausbrüche machen eine dunklere Finsternis wahrscheinlicher. Auch die Erfahrungen vergangener Finsternisse fließen da in eine Schätzung mit ein (z.B. "Die letzte war auch eher dunkel").

Mal ein Beispiel von mir: Ich habe eine f/10-Optik benutzt, im Vorfeld einen Danjonwert von 4 oder 3 angenommen und mich nach den Fototips von Fred Espenak gerichtet. Dazu wollte ich jede vorgeschlagene Belichtungszeit um +/- 2 klammern und nicht länger als eine Minute belichten. Die Tabelle von Espenak habe ich dann rückwärts gelesen: Zuerst die Spalte mit den "vernünftigen" Belichtungszeiten auswählen, dann darüber meine Blende suchen, und schon hatte ich den Film meiner Wahl: ISO 200. Ob das eine gute Wahl war, sehe ich, sobald er fertig entwickelt ist <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/confused.gif" alt="" />
 
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