Mond: Beidäugig in den äußersten Südwesten

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aro

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Hallo zusammen,

heute morgen konnte ich am Mond probieren, ob meine beiden aus verschiedenen Ecken zusammengesuchten 10mm 'Super' Beipackokulare miteinander und mit dem Bino kompatibel sind. Der Test verlief erfolgreich. Wo ich nun schon alles draußen hatte, nutzte ich die Gelegenheit noch für einen Mondspaziergang mit 25mm-Okularen:

Teleskop: Celestron Nexstar 127 SLT mit Baader Maxbright Bino
Okular(e): 25mm 'Super'
Datum und Uhrzeit: 08.12.2015, 0800-0845 MEZ
Ort: heim. Terrasse, Region Düsseldorf
Literatur: Sky&Telescope Mirror-Image Field Map of the Moon, Reiseatlas Mond

Zuerst verschaffte ich mit einen Überblick auf der schmalen Mondsichel. Grimaldi und Hevelius fielen auf. Die helle Struktur von Reiner Gamma leuchtete zumindest noch schwach in der lunaren Abenddämmerung.
Mich zog es jedoch weiter zum südwestlichen Mondrand. Krasnov und Eichstädt markierten den Rand der Kordilleren. Pettit und Nicholson den Rand der Montes Rook. Diese beiden Gebirgszüge bilden zwei konzentrische Ringgebirge des Orientale-Beckens, das sich leider auf 90° West befindet. Wir schauen von der Seite drauf. Und das klappt tatsächlich: Südwestlich von Grimaldi waren am Mondrand zwei Gebirgs-"Querschnitte" als Ausbuchtung zu sehen! :cool:
Auch am südlichen Rand des Orientale-Beckens konnte ich solche Ausbuchtungen bei Shaler und Wright ausmachen.

Leider beendete der irdische Morgenhimmel nun meinen Mondausflug.

Beste Grüße

Achim
 
Hallo Achim,

toller Bericht über unseren Mond. Manchmal vergisst man, welch tolle Beobachtungen an unseren Trabanten möglich sind, gerade wenn man nicht zu stark vergrößert. So oft hadere ich mit dem armen Gesellen, wenn er mich von Deep Sky Beobachtungen abhält. Eigentlich unfair, denn in jungen Jahren mit kleinem Teleskop hat gerade er mich mit seinen Oberflächendetails am meisten fasziniert und bei Laune gehalten. Werde mich demnächst auch wieder mehr der lunaren Astronomie zuwenden.

VG Klaus
 
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