Mondsüchtige gesucht

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amberly

Mitglied
Gut, erst meine Geschichte kurz. Vor über 30 Jahren habe ich das erste Mal mit einer kleinen Optik nach oben geschaut. Toll! Dann kam der Feldstecher (10x50) und dann war Ebbe in der Kasse, weil Freundin, Lehre begann und mein Leben ...

Nun bin ich 40, nun möchte ich neu beginnen, mein so geliebtes Hobby endlich weiter fortführen (ich weiß nicht, ist so eine Pause vertretbar?). Meinen Feldstecher habe ich immer noch, nutze den auch seit Jahren irgendwie regelmäßig. Um mich nicht in astronomische Höhen zu verlieren, kaufte ich mir einen gebrauchten Meade/Bresser Pluto/S 500mm/114mm (Newton Reflektor). Das Ding macht ganz gute Bilder, muß noch am Stativ basteln. Für 53 Euro nicht eine falsche "Investition". Mir hat es im Prinzip der Mond angetan. Mondsüchtig wie ich bin, möchte ich natürlich den im besten Licht sehen. Neben dem obligatorischen Mondfilter, was ist sonst zu empfehlen? Irgendwann bastele ich noch eine Kamera an das Gerät. Zum Beispiel finde ich Interesse an der Dokumentation von Sternbedeckungen durch den Mond, sehr nahe Vorübergänge oder auch Mondfinsternisse ...

Lohnt sich das Thema überhaupt heute noch? Ist doch der Mond auf jeden Quadratzentimeter schon abgelichtet! Oder finden sich hier noch weitere "Mondsüchtige", die meine Leidenschaft teilen?

Gruß
André
 
Hallo Andre,

zuerst mal willkommen hier!

Dann zu deiner Frage ... ich bin auch so einer, ich bin sogar erst mit 42 dazugekommen. Und wenn jeder Quadratzentimeter schon katalogisiert und fotografiert ist, es mit "eigenen" Augen zu sehen ist nochmal was anderes.

Vielleicht solltest du mittelfristig über ein Teleskp mit mehr Brennweite nachdenken, damit kommst du leichter auf die großen Vergrößerungen, die den Mond noch interesanter machen. Zu dem brauchst du für das Öffnungsverhältnis deines Teleskopes eher teure Okulare um auch am Rand des Bildfeldes eine scharfe Abbildung zu erhalten, ob sich das bei dem Preis des Gerätes lohnt sei mal dahingestellt. Ich selbst habe ein 900/114, der Tubus hat mich seinerzeit sogar nur 15 Euro gekostet.

Das Fotografieren würde ich mit einer Webcam beginnen, dazu müssen aber andere vielleicht noch was sagen, ich selbst habe das noch nicht probiert.

gruß Aebby
 
Der Mond ist auch deshalb interessant, weil man die Mond-Geologie (sollöte ich Lunologie sagen?) mit eigenen Augen sehen kann. In den letzten heften der Magellan hatte ich mal eine Artikleserie dazu angefangen. Aber das Ende der Zeitschrift kam schneller, als ich dachte, so ist es unvollständig geblieben.
 
Tach auch Andre,
stimmt, wesentlich Neues wirst du auf dem Mond mit Amateuermitteln kaum entdecken (solche Glückstreffer wie kürzlich bei amerikanischen Amateuren, die einen Einschlag dokumentieren konnten, sind seeeehr selten). Aber durch das intensive Studium der Oberflächenstrukturen vermag man sich visuelle und vor allem selbst nachvollziehbare Anschauung zu geben von geologischen Prozessen, die auf anderen Objekten des Sonnensystems ablaufen.
Altanten und Unterlagen zur Oberfläche, Entstehung, relativer Datierung etc. gibts Tausende.
Und vor allem - du brauchst für die Beobachtung nicht immer auf die wenigen mondfreien Nächte zu warten <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/totlach2.gif" alt="" />und kannst auch mal bei etwas trüberem Himmel meist noch etwas erkennen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/pfeif.gif" alt="" />
Gruß
 
Hallo Andre,

ich bin ebenfalls schon viele viele Jahre mondsüchtig. Zur Mondbeobachtung ist prinzipiell erst einmal fast jedes Teleskop geeignet. Allerdings sind kurzbrennweitige Achromate nicht zu empfehlen, aufgrund ihrer Farbsäume gerade am Mond bei hohen Vergrößerungen. Aber mit deinem 114mm-Newton sind schon unglaublich viele Details zu beobachten. Es wird nie langweilig die Spiele von Licht und Schatten auf der Mondoberfläche zu verfolgen. Die visuelle Beobachtung und die Zeichnung von Oberflächendetails sowie dem anschließenden Vergleich mit einem Mondatlas machen mir sehr viel Spaß (daher auch mein Name in diesem Forum). In diesem Zusammenhang kann ich dir die Anschaffung folgender Bücher nur empfehlen:
1. "Mondatlas" von A. Rükl
2. "Der Kosmos Mondführer" von Jean Lacoux und Christian Legand
und für später
3. "Den Mond beobachten"von Gerald North
Und dann einfach raus ans Fernrohr und beobachten!
Die Beobachtung der ganz schmalen zunehmenden Mondsichel am Westhorizont nach Neumond, mit einem Fernglas oder Teleskop ist auch sehr interessant.

Also bleib schön mondsüchtig!
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Andre,

ja natürlich gibts auch andere Mondsüchtige -- Du brauchst auch kein
grosses Fernrohr: das Buch von Ernest Cherrington, Exploring the Moon Through Binoculars and Small Telescopes ist nicht teuer und richtet sich an
Beobachter mit dem Fernglas. Es ist gut geschrieben!

Den Rükl Mondatlas hast Du ja schon empfohlen bekommen -- der ist
einfach toll!

Besonders gut gefällt mir auch das Buch von Charles Wood:
The Modern Moon: A Personal View
und seine Webseite: http://www.lpod.org/cwm/

Viele Grüsse
Wolfgang

PS: schau auch einmal ins Forum "visuelle Beobachtungen", da
gibts auch einige Beobachtungen zu lesen!
 
Hallo André

Wenn Du an Software interessiert bist, dann google doch mal nach dem "Virtual Moon Atlas", den es als Freeware gibt. Allerdings zeigen die letzten Versionen, die ich mir heruntergeladen habe, seltsame Farbstreifen am Rand. Aber vielleicht ist dieser Fehler auch wieder behoben. Auf jeden Fall ist dies eine sehr schöne Software.

Viele Grüße und einen immer klar sichtbaren Mond,
Gerhard
 
Hallo Andrè,
die Ausführungen zu "Vitual Moon Atlas" von Gerhard kann ich bestätigen. Ist schon eine feine Software. Leider muss ich aber auch die angesprochenen "Farbstreifen am Rand" bestätigen.
Für einen Vorschlag zur Abhilfe bin ich dankbar.
Grüsse aus dem Münsterland!
ekie
 
Hallo,

danke für die Info, boah - 362 MB, ein dicker Happen! Gut das es DSL gibt ;-)

Ein Wermutstropfen, mein kleiner Sohn hat mein Teleskop gefunden und mit Joghurt befüllt! Hauptspiegel ist bekleckert, hoffentlich bekomme ich das wieder hin... *heul*

Leidende Grüße
André
 
Ok, Uwe,

habe dann aber doch den Scheuerschwamm und Ata genommen - nee!!!!

Mit lauwarmen Wasser und einiges an Fit ging die Suppe vom ausgebauten Spiegel super wieder runter. War noch nicht eingetrocknet. Habe dann mit destillierten Wasser nachgespült und der Spiegel ist wie neu. Dann wieder zusammengebaut und durchgeguggt: ja, da war ein Bild <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" />

Danke,
André
 
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