Monokular/Feldmikroskop für Nachwuchs

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philipp

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Hi,

mein Nachwuchs wünscht sich eine Mikroskop zu Weihnachten, ich denke, dafür ist sie noch zu jung (7 Jahre), außerdem hat der Schwiegervater da was in petto (ein richtiges Mikroskop, aber wohl eher in ein paar Jahren)...

Ich habe jetzt das "Brunel Fieldscope" gefunden, http://www.brunelmicroscopes.co.uk/acatalog/Brunel_Microscopes__Field_microscopes__18.html das scheint mir für das Alter angemessen zu sein, die Kombination Lupe/Monokular ergibt 20x, und das ganze ist transportabel.

Wo bekomme ich so etwas im deutschsprachigen Raum schnell und günstig her?

lg

Philipp
 
> Wo bekomme ich so etwas im deutschsprachigen Raum schnell und günstig her?

Hallo Philipp,

früher gab es sowas mal von Eschenbach. Ob die das heute noch anbieten, weiß ich nicht. Ähnliche Kombinationen aus einem Monokular und einer Lupe findest Du z.B. hier oder in verschiedenen Kombinationen auch bei Vixen in der Rubrik Monokulare. Es gibt bestimmt noch mehr Anbieter, google sollte da weiterhelfen.

Noch eine Ergänzung:

> mein Nachwuchs wünscht sich eine Mikroskop zu Weihnachten, ich denke, dafür ist sie noch zu jung (7 Jahre), ...

für ein richtiges Mikroskop mag das u.U. stimmen, da dessen Handhabung etwas komplizierter ist. Es gibt aber schöne Stereolupen, die machen deutlich mehr Spaß als ein monokulares Mini-Mikroskop. Der Vorteil liegt in der stereoskopischen Bildwiedergabe. Mit so einer Stereolupe kann Dein Töchterchen alles betrachten, was sich greifen läßt, was sich nicht bewegt oder nicht schnell genug vom Platz unterm Mikroskop flüchten kann <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" />. Dabei erleichtert die räumliche Bildwiedergabe das Erkennen von Objekten und das Verständnis für das Gesehene. Das ist ein Vorteil, der nicht zu unterschätzen ist! Wenn das Interesse an der Mikrowelt erwacht, dann ist ein richtiges Mikroskop später genau die richtige Ergänzung zur Stereolupe. Oder besser andersrum, die Stereolupe läßt sich später immer noch mit Gewinn als Ergänzung zu einem Durchlichtmikroskop nutzen und das Geld war nicht falsch angelegt. Das nur als Anregung, falls der Schwiegervater tatsächlich ein richtiges Durchlichtmikroskop auf Lager hat. Stereolupen zu günstigen Preisen findest Du beispielsweise hier ...

Frank.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Frank,

tja, das hätte ich mir denken können, dass du da was weißt!

vielen Dank für die Info, es war mir nicht bewusst, dass Vixen so etwas anbietet.

Ja, Stereolupe wurde auch schon diskutiert, aber das Weihnachtsgeschenk sollte doch deutlich unter 100,- Euro kosten. D.h. es scheint am günstigsten zu sein, das Teil von Brunel direkt in England zu bestellen.

Mein Schwiegervater ist Amateur-Mykologe und ist mikroskopisch recht gut ausgestattet, sein Dritt-Mikroskop (neben Mikroskop & Stere-Lupe) würde in der Zukunft für meine Tochter zur Verfügung stehen.

Deine Aussagen zum Thema Stere-Lupe kann ich gut nachvollziehen, da gibt es von Nikon ein nettes Teil, das aber leider viel zu teuer ist (sieht so ähnlich aus wie: http://www.micros.at/english/Products/travelscope.htm , da weiß ich aber nicht was das kostet).

Meintest Du so etwas wie das http://www.mikroskop-shop.de/Novex/OP-Reihe/op-reihe.html ? Ist das nun eine Stereo-Lupe (räumliches Bild) oder ein Stereomikroskop (ein Objektiv, zwei Okulare, a là Bino am Teleskop)? Preislich wäre das mit dem Brunel Fieldscope gleichauf, hmm, hmm...

jedenfalls mal vielen Dank für die Info!

lg

Philipp
 
> Ja, Stereolupe wurde auch schon diskutiert, aber das Weihnachtsgeschenk sollte doch deutlich unter 100,- Euro kosten. ...

Hallo Philipp,

immer diese "billigen" Weihnachtsgeschenke <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />. Ohne auf den Preis zu schauen (zumindest vorerst), würde ich mich schon fragen, ob das Geschenk in Form eines solchen Mono-Mini-Mikroskops der Bringer ist. Wenn sich Dein Schwiegervater in der Mikroskopierszene auskennt, dann frage ich mich, warum Du dieses Teil von Brunel ins Visier nimmst. Als Monokular und Behelfsmikroskop ist es ja ganz nett. Aber so richtig was anfangen könnte ich damit nicht. Sinnvoll ist es in dem Moment, wo man viel in der freien Natur beobachtet. Da schleppt man i.d.R. kein ausgewachsenes Mikroskop durch die Gegend. Die Nachteile sind aber auch offensichtlich: ohne den Vorzug des räumlichen Sehens fordert schon eine 12-fache Vergrößerung einiges an Vorstellungskraft, um mit dem Gesehenen auch was anfangen zu können. Deine Tochter sieht mit dem Brunel "Mikroskop" einen Käfer, eine Fliege, die Struktur eines Steins oder was auch immer halt nur zweidimensional. Das richtige Aha-Erlebnis und das Staunen und Wundern kommt erst so richtig mit der dritten Dimension. Gerade bei Kindern halte ich das für wichtig. Es ist Deine Entscheidung. Aber falls Dein Nachwuchs aus eigenem Antrieb Interesse bekundet, dann würde ich an Deiner Stelle nochmal mit Schwiegerpapa Rücksprache halten. Mit einer Stereolupe kann man schon einiges anfangen und es dürfte ein Weilchen dauern, bis die Beobachtungsobjekte im Haus und im Garten zur Neige gehen. Es wäre doch schade, wenn das Interesse wegen mangelnder optischer Hilfsmittel wieder erlahmt ...

> Deine Aussagen zum Thema Stere-Lupe kann ich gut nachvollziehen, da gibt es von Nikon ein nettes Teil, das aber leider viel zu teuer ist (sieht so ähnlich aus wie: http://www.micros.at/english/Products/travelscope.htm , da weiß ich aber nicht was das kostet).

Ja, das Travelscope sieht dem Nikon Fieldmicroscope verdächtig ähnlich. Allerdings war das Nikon verdammt teuer. Der Vorteil liegt hier in der Möglichkeit, das Teil zum Wandern mitzunehmen. Ein Nachteil ist der gerade Einblick. Wenn man zu Hause am Stubentisch sitzt und bequem im Sitzen mikroskopieren will, dann würde ich unbedingt ein Modell mit 45 Grad Einblick wählen. Das ist wie bei der Himmelsbeobachtung: das Hobby macht nur dann richtig Spaß, wenn man beim Beobachten nicht zu einer unbequemen Körperhaltung gezwungen wird. Mit einem geradsichtigen Einblick ist es sowohl im Stehen als auch im Sitzen auf Dauer kein Vergnügen.

> Ist das nun eine Stereo-Lupe (räumliches Bild) oder ein Stereomikroskop (ein Objektiv, zwei Okulare, a là Bino am Teleskop)?

Eigentlich sind beide Begriffe üblich und bezeichnen den selben Mikroskoptyp. Eine Stereolupe oder ein Stereomikroskop ist halt ein Mikroskop, wo ich Objekte bei niedrigen und mittleren Vergrößerungen räumlich sehe. Dafür gibt es zwei Systeme: Greenough- und Fernrohr-Prinzip. Beim Greenough-Mikroskop werden zwei Teilmikroskope unter einem bestimmten Winkel zueinander geneigt ins Gehäuse des Mikroskops integriert. Hier hat man also zwei Objektive, ein bildaufrichtendes Prismensystem und zwei Okulare. Beim Fernrohr-Prinzip wird ein gemeinsames Hauptobjektiv genutzt und der Strahlengang wird hinter dem Objektiv geteilt. Das hat aber nichts mit unseren Fernrohren zu tun, denn auch beim Stereomikroskop nach dem "Fernrohr-Prinzip" entsteht ein räumliches Bild. Schau mal hier, da siehst Du wie es funktioniert. Preiswerte und gute Stereomikroskope sind meist vom Greenough-Typ. Hier ist der Aufwand nicht so groß und man kann zu vernünftigen Preisen gute Mikroskope bauen. Bei den preiswerten Stereomikroskopen ist 40-fach eine sinnvolle Obergrenze, was aber vollauf genügt. Je höher die Vergrößerung ist, desto geringer ist die Schärfentiefe und der räumliche Bildeindruck verschwindet zusehends. Die richtig guten Stereomikroskope gehen bis 100-fach oder etwas mehr, aber hier sind die Anforderungen an die Optik nicht gerade gering. Ein Zeiss Stemi 2000 wäre wohl etwas zu teuer eingekauft <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" /> ...

Die zweite Art Mikroskope sind dann die klassischen Durchlichtmikroskope, wo ich ein Präparat von unten durchleuchte und mit hohen Vergrößerungen betrachte. Hier ist es ähnlich wie beim Teleskop, ich kann das von der mikroskopischen Optik erzeugte Bild mit einem binokularen Beobachtungstubus betrachten, sehe aber nur ein zweidimensionales Bild. Ein klassisches Durchlichtmikroskop ist eigentlich nichts für Kinder. Das Mikroskopieren mit so einem Gerät stellt schon einige Anforderungen, die auch manchen Erwachsenen verzweifeln lassen. Beim Stereomikroskop kann man nicht viel verkehrt machen: Augenabstand einstellen, scharfstellen, durchgucken und Spaß haben.

> Preislich wäre das mit dem Brunel Fieldscope gleichauf, hmm, hmm...

Wie gesagt, überlege es Dir nochmal in Ruhe. Die sinnvollere Entscheidung ist sicher die, die auf längere Sicht Spaß macht. Was Deine Tochter wirklich will, weiß ich natürlich nicht. Am Anfang habe ich den Preis ausgeklammert. Mit etwas Geduld sollte sich aber ein gutes Stereomikroskop für einen akzeptablen Preis finden lassen. Bei den Novex Mikroskopen wären die Modelle AP-4 oder AP-5 der richtige Einstieg. Das AP-5 hat zusätzlich eine Beleuchtung von unten, so dass man auch transparente Objekte betrachten kann. Wie schon gesagt, ich würde unbedingt auf einen bequemen Einblick achten, das ist bei den zwei Geräten gegeben. Ähnliche Stereomikroskope findest Du unter anderen Bezeichnungen bei verschiedenen Anbietern, z.B. hier oder hier.

Frank.
 
Hallo Frank,

vielen Dank für dein Engagement!

Tja, das Limit für den Preis des Weihnachtsgeschenks ist nicht nur aus Sparsamkeitsgründen, es geht da auch um die Angemessenheit, und Ausgewogenheit, mal ganz abgesehen vom Versuch keine allzu materialistische Gesinnung aufkommen zu lassen ;-).

Wenn ich dich richtig verstehe schlägst Du die AP-4 und AP-5 wegen des Schrägeinblicks vor? Es sollte also unbedingt Stereo und Schrägeinblick sein?

Hmm, Schrägeinblick und Mono, wäre das was: http://www.mikroskop-shop.de/Novex/MA-Reihe/ma-reihe.html ? (Monokulares Beobachten kennt sie von Papas Teleskopen...) ;-)

Die Komplexität und Fragilität des Gerätes sollte sich in Grenzen halten, da meine Tochter auch die Verantwortung für die Verwahrung des Gerätes übernehmen können sollte...

Auf das Brunel Teil bin ich gekommen, da gerade auch die Transportabilität interessant ist, wir sind viel draußen, und gerade da wäre es manchmal nett sowas zur Hand zu haben.

nochmals danke für deinen input, und die Zeit die du dir zur Beantwortung meiner Fragen nimmst!

lg

Philipp
 
> Hmm, Schrägeinblick und Mono, wäre das was: http://www.mikroskop-shop.de/Novex/MA-Reihe/ma-reihe.html ? (Monokulares Beobachten kennt sie von Papas Teleskopen...) ;-)

Hallo Philipp,

mit dem Novex MA hast Du auch nur eine 20-fache (Fest-) Vergrößerung als Monoguck. Da das Objektiv fest eingebaut ist, kann man nicht nachrüsten. Bei den Stereomikroskopen vom Typ AP kann man später (Geburtstag, Ostern, Nikolaus, ...) auch mal ein 4-fach Objektiv oder ein zweites Okularpaar nachkaufen oder einem Novex AP-5 eine Durchlicht-Dunkelfeldeinrichtung spendieren. Durchlicht-Dunkelfeld ist bei transparenten Objekten eine feine Sache! Ob das Novex MA im Vergleich zu Deiner ursprünglichen Idee ein echter Gewinn ist, kann ich nicht sagen. Ich kenne das MA nicht, ich sehe halt nur die Einschränkungen, die das Gerät mit sich bringt.

> Es sollte also unbedingt Stereo und Schrägeinblick sein?

Jein, nicht unbedingt. Der Schrägeinblick ist ein großer Vorteil, wenn es um bequemes und ermüdungsfreies Beobachten geht. Die Sache soll ja Spaß machen und nicht in Anstrengung wegen einer unbequemen Kopfhaltung ausarten. Ansonsten kann man auch eine einfache Stereolupe mit geradem Einblick kaufen. Es ist kein großes Problem, dem Mikroskop in sibirischer Heimarbeit eine kleine Unterlage zu basteln, welche eine Neigung von 15 oder 20 Grad hat, worauf man das Mikroskop stellt und gegen Verrutschen sichert. Ich habe selbst ein 50 Jahre altes Stereomikroskop von Zeiss Jena mit geradem Einblick und habe mir dafür eine solche Unterlage gebaut. Die zu beobachtenden Objekte hält man einfach mit der Hand fest und schon klappt das. Einzige Einschränkung: man kann mit dieser Lösung schlecht Lebewesen in einer Wasserprobe untersuchen. Wer so ein Hobby intensiver betreibt, der wird schnell den Vorteil eines Schrägeinblicks schätzen lernen, später am richtigen Mikroskop sowieso. Ob es unbedingt Stereo sein muß? Mit räumlichem Sehen kann man Dinge besser erfassen und einordnen. Es ist schon ein Unterschied, ob ich durch das Mikroskop eine 2-dimensionale oder eine 3-dimensionale Fliege sehe <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" />. Das binokulare Beobachten erfordert wahrscheinlich anfangs etwas Übung, aber mit 7 Jahren sollte das möglich sein. Genau sagen kann ich es Dir allerdings nicht. Es soll Erwachsene geben, die kommen mit einem Binoeinblick am Fernrohr nicht klar, also ist das auch eine individuelle Geschichte.

> Die Komplexität und Fragilität des Gerätes sollte sich in Grenzen halten, da meine Tochter auch die Verantwortung für die Verwahrung des Gerätes übernehmen können sollte...

Wie wäre es dann mit einem Novex OP-1 oder noch günstiger einem Windaus HPS 5? Bastle dazu einen Schräguntersatz und Deine Tochter kann das Gerät mit etwas bequemerem Einblick zu Hause auf einem Tisch nutzen. Bei dem HPS 5 hält sich das Risiko einer Fehlinvestition in Grenzen, da es nicht zu teuer ist. Wie gut es optisch ist, kann ich Dir auch nicht sagen. Ich vermute aber, schlechter als die Kombination aus Monokular und Lupe wird es kaum sein. Und wenn etwas Geld übrig ist, kannst Du dem kleinen Mikroskop noch ein günstiges 4x12 Monokular beilegen ...

Einen wichtigen Punkt habe ich beim Thema Stereolupe bisher vergessen. Falls Du so ein Gerät kaufst, kläre vorher mit dem Händler, ob sich das Mikroskop auf den Augenabstand Deiner Tochter einstellen läßt! Bei dem HPS 5 steht der minimale Augenabstand nicht dabei.

Frank.
 
Hallo alle,

Ich selbst habe Mikroskopieren sozusagen von der Pike auf gelernt, mit dem Kosmos Mikromann. Leider gibt es etwas vergleichbares nicht mehr. Damals wurde man über Lupe, starke Lupe und die Kombination aus beiden zum Zusammenbau eines etwa 100fachen Mikroskops geführt. Die Info hat bei mir ohne viel dazulernen bis zum Chemie-Vordiplom gereicht ( da wurde nach dem Prinzip gefragt).
Achtung, Nostalgiemodus abgeschaltet:

Ich habe keine Ahnung, wie gut die neue Version des Kosmoskastens ist, ich würde diese Möglichkeit aber eingehend zu prüfen vorschlagen. Ein wenig mehr Info, anfangs vielleicht auch mit Erwachsenenhilfe, ist schon wichtig, um wirklich Spass daran zu entwickeln.
Rainer
 
Hi Frank,

der Schwiegerpapa war übers Wochenende da, und ich bin mit ihm mal die Sachen durchgegangen. Vom Brunel Fieldscope war er gar nicht begeistert!

Schlußendlich ist es das Novex OP-1 geworden, gegen das Windaus HP5 sprach das anscheinend fixe Objektiv und die batteriebetriebene Beleuchtung, da werde ich schauen, dass ich etwas besseres externes (led schwanenhals?) finde.

summa summarum deckt sich deine Empfehlung mit dem was mir der Schwiegervater empfohlen hat. Jetzt hoffe ich dass der onlinekauf ohne Theater von statten geht...

Ich habe dann noch über Google geschaut, ob es das OP-1 irdgendwo günstiger gibt, aber dem ist nicht so, im mikroskopshop ist das schon SEHR günstig.

nochmals vielen Dank für die Beratung!

lg

Philipp
 
> Vom Brunel Fieldscope war er gar nicht begeistert!

Hi Philipp,

das wundert mich nicht allzu sehr. Das Brunel Fieldscope ist wahrscheinlich gar nicht mal der schlechteste Einstieg in die Mikrowelt, da stehen in Kaufhäusern ganz andere "Mikroskope", die den Spaß am Hobby garantiert ruinieren. Aber wenn man nicht zu teuer an ein kleines Stereomikroskop kommt, dann ist das auf längere Sicht wohl die sinnvollere Investition. Bis Deine Tochter mit einem klassischen Mikroskop umgehen kann, werden bestimmt noch ein paar Jahre vergehen. Falls das Geschenk wider Erwarten nicht ankommt, kann Papa die Stereolupe immer noch mit einem Durchlichtuntersatz im Dunkelfeld nutzen, um die Qualität optischer Oberflächen aus der Astroszene zu begutachten <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />. Nicht nur die Mikrowelt steckt voller Rätsel, auch auf makroskopisch-astrooptischer Ebene kann man mitunter das eine oder andere Wunder erleben <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" /> ...

Wenn die Bestellung eintrifft, solltest Du mal einen kritischen Blick auf die Justage werfen. Bei den Stereolupen ist es wie beim Fernglas, ein auffälliger Versatz der Teilbilder kann zu Problemen bei der Beobachtung führen. Novex ist als Hersteller eine recht gute Adresse, aber Kontrolle kann ja nicht schaden.

Frank.
 
Hallo Frank,

heute ist das Teil bereits angekommen. Obwohl ich eine deutsche Lieferadresse angegeben habe, wurde das Paket direkt zu mir nach Österreich (an die Rechnungsadresse) geschickt (Ohne Mehrkosten, da Vorkasse).

Ich habe mir das Ding mal angesehen, und war positiv überrascht, wieviel man da für sein Geld bekommt. Das ganze schaut gut verarbeitet aus, gaaanz wenig Plastik dran, richtig viel Metall, der Feintrieb ist spielfrei, und die Einstellung des Augenabstands geht auch angenehm. Die Anmutung ist recht hochwertig.

Einen Versatz oder Drehung der Teilbilder konnte ich nicht feststellen.

Das räumliche Sehen ist tatsächlich eindrucksvoll, eine Wollschnur, oder eine kleine Druse (was halt so in Reichweite war) wirken toll.

Kurzum: vielen Dank für deine Infos, ich denke das das Gerät ein guter Kauf war, jetzt muß nur noch meine Tochter es genau so toll finden...

lg

Philipp
 
Hallo Philipp,

ja, die Novex Stereomikroskope bieten eine ordentliche Leistung zu vernünftigen Preisen. Ich hatte selbst für ein paar Jahre das Novex AP-5 und über die Verarbeitung kann man nicht meckern.

Du kannst ja zum OP-1 noch eine Durchlichteinrichtung basteln. Etwas in der Art dieser flachen Leuchttische, die man zum Dias angucken verwendet, sollte sich mit wenig Aufwand realisieren lassen. Dann könnt ihr auch transparente Objekte untersuchen ...

Na dann viel Spaß damit!

Tschüß, Frank.
 
Hi,

Die im Gehäuseboden vorhandene Platte ist aus weißem Plexiglas, mit einer Lichtquelle darunter hätte man bereits eine einfach Durchlichtbeleuchtung, alternativ könnte ich auch meinen Dia-Leuchtkasten nehmen, könnte allerdings sein, dass der zu dick ist...

Ich habe um 8,90 Euro bei Tchibo eine USB LED-Schwanenhalsleuchte gekauft, zusammen mit einem Ipod/Blackberry Netzgerät (USB Ausgang) müßte das eine passable Auflicht-Beleuchtung abgeben.

lg

Philipp
 
Hallo Philipp,

eine interessante Idee! So eine Beleuchtung könnte ich auch noch gebrauchen. Mit dem Schwanenhals kann man die Ausleuchtung bequem ans Objekt anpassen und über den Abstand in Grenzen die Helligkeit variieren. Wenn Du jetzt noch eine Webcam ans Mikroskop baust, kannst Du es vom PC steuern. Oder zwei Kameras für Stereoaufnahmen ...

Viele Grüße, Frank.
 
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