NEAT Q4 / Ferngläser und Kleinrefraktoren im Vergl

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HansR

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Heute abend war endlich einmal die Gelegenheit, von unseren Breiten aus, wetterbedingt Astronomie zu betreiben.
Das Objekt der Begierde - Komet NEAT Q4.
Ehrlich gesagt nachdem Vater´s 70er gefeiert wurde (nach 2 Schnäpsen und 2 Gläsern
hervorragenden österreichisch/burgenländisch Weines) etwas beeinträchtigtes "Seeing" <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Ein kurzer Bericht zum Thema Fernglas, folgendes Setup/Vergleichsgeräte:

Eigenbau f/10 TAL 100 Refraktor (MEADE Tubus mit TAL Linse)
TeleVue Ranger mit 20mm TV Plössl
TV85
Docter (Zeiss) 10x50 Dekarem
Hertel&Reuss 13x60
Optolyth 7x42 Alpin
(Alles Porro´s)

versuchte ich, mit durch o.a. Input erweiterten Pupillen einen für mich ersten Eindruck des
Kometen optisch zu erlangen. Testszenario:

TAL-Refraktor 100 f/10 mit 42mm TS 5-linsigem Super Plössl (24x), 24mm König (42x), 20mm Plössl (50x)
TeleVue Ranger mit 20mm TV Plössl (24x), 24 mm König (20x), 9mm Nagler (53x);
TV85 mit 24 mm University Optics (25x), 20mm TV Plössl (30x), 9mm Nagler (67x)

Ergebnis:

Obwohl ich bisher immer dachte, nichts führt an einem Apochromten vobei, bei low magnification ist
binokulares Sehen im 13x60 Hertel&Reuss Porro (alt aber gut) das Ultimo, aber: das schönste,
kontrastreichste und plastischste Bild lieferte der Docter/Zeiss 10x50 Dekarem. Dicht gefolgt vom 7x42 Optolyth.

Alle Versuche, durch Okulartausch in allen Teleskopen die optimale Abbildung zu finden,
selbst in meinem heiss geliebten weil seltenem 13x60 (mit 5° Gesichtsfeld) Hertel & Reuss (angeblich existieren davon nur 20 Stk.), im
niedriger vergrösserndem Docter konnte man die Struktur am Besten Beobachten.

Kontrastschön - man kann fast einen Kometenschweif erahnen, man glaubt fast eine 3-dimensionale Auflösung zu sehen.
Der Komet zeigt sich in voller Pracht in diesem Fernglas.

Sehr verehrter Herr Frank Schäfer (Grosser Meister) - Dank Deiner Darstellung bin ich zu diesem liebenswerten
Bino gekommen - und hiermit erlaube ich mir in Unkenntnis anderer Ferngläser (Optolyth, Leica, Zeiss etc. Dachkant´s)
zu behaupten:

Ein technisch hervorragendes 10x50 Porro ist für das Himmelsspazierensehen exzellentest;
hiemit möchte ich allen empfehlen - wenn Ihr ein gutes astronomisches Übersichtsglas braucht,
erwerbt ein Docter/Zeiss 10x50, oder ein Fujinon 10x50 bzw. einen ander hochqualitativen 10x50; das Gesichtsfeld und der Kontrast sind einfach überzeugend.
Ggf. bieten sich die Dachkants von Leica, Zeiss et al. an, kenne ich nicht, aber sind weitaus teurer.
"Go even for used Zeiss Porro".

Noch etwas:

Interessanterweise - es war gegen 22:10 (ich hatte gerade das Dekarem zur Hand) zog in ziemlich niedriger Höhe
ein Objekt ca. 15° unterhalb der Ekliptik mit einer Helligkeit von etwa dem Doppelten Jupiters durch.
Von Horizont zu Horizont brauchte es ca. 4 Min. von West nach Ost, erst dachte ich, es wäre ein Flugzeug,
im Fernglas konnte ich eine Art Scheibchen erkennen (zumindest hatte das Ding eine flächige Struktur, wie
man sie im Fernglas bei Jupiter zu erahnen glaubt). Nachdem keine Positionslichter blinkten und auch kein
Geräusch zu hören war schied das aus.
Bei dieser Geschwindigkeit hätte ein Flugzeug ziemlich tief fliegen müssen.
Es war auch keine Sternschnuppe, das Ding verschwand immer blasser werdend am Osthorizont. An UFO´s
glaube ich nicht. Und gerade mit dem 10x50 konnte man die Distanz (deutlich vor dem Sternenhintergrund), nahe
an der Erde erahnen.
Ich beobachte schon lange und bilde mir ein, viel gesehen zu haben, aber was könnte das gewesen sein ?

Clear skies
Hans
 
Hallo Hans,

habe gestern auch NEAT gesucht (muß man ja fast), allerdings unter vermutlich ziemlich anderen Bedingungen:

Himmel knapp 4 (3 Sterne am kleinen Wagenkasten), teilweise mit Wolken verhängt und Hochnebel, Praesaepe und
Krebs mit bloßem Auge nicht mal zu ahnen, gut sichtbar im Westen nur Castor und Pollux von den Zwillingen und
ein Teil des Löwen mit Jupiter. Zuerst mal mit 7x35 Olympus DPSR (9,3° reales Gesichtsfeld) den Westen gescannt,
dabei tatsächlich Praesaepe im Krebs gefunden (ganz einfach auffällige Anhäufung von Sternen) und von dort
runtergegangen ca. 3° (wie es laut HNSKY zu erwarten war): da war er! sah allerdings eher wie ein etwas zu großer
Kugelsternhaufen aus als wie ein Komet!
Danach mit 10x50 Olympus DPSR wieder geguckt: macht den Hintergrund einfach schon zu hell, obwohl auch
Pupille 5 (mit den 6,5° Gesichtsfeld war das Finden schon schwieriger). Und zum Schluß dann das Tento 20x60:
mit nur 3,5° zwischen den Wolken doch recht lange im Nebel gestochert, dafür dann aber bei weitem das beste
Bild (einfach wegen 20fach und relativ dunklem Hintergrund bei Pupille 3).

Fazit: bei dem Misthimmel war das große Gesichtsfeld von 9,3° der Schlüssel zum Erfolg - mit viel weniger hätte
ich NEAT wohl nicht gefunden. Wenn man dann mal weiß, wo er genau steht gehts auch mit kleineren Gesichtsfeldern.
Teleskop habe ich bei den miesen Bedingungen gar nicht erst versucht aufzubauen. Aber aus der Erfahrung mit
IKEA-ZHANG bei wesentlich besserem Wetter kann ich bestätigen, daß der auch im Fernglas am besten aussah.
Und so wie der Himmel heute schon wieder aussieht, war das gestern vielleicht die einzige Chance-

Gruß
 
Hallo Hans,

als Du das Posting geschrieben hast, hattest Du wohl noch kräftig einen an der Lampe <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> ...

Ich stimme Dir mit dem Dekarem natürlich zu. Habe den Kometen auch erst mit einem 7x42 gesucht, beobachtet habe ich ihn dann im 10x50. Das weite Sehfeld mit dem dazu passenden Kontrast gibt einfach das schönste Bild.

Frank.
 
Hallo Frank,

ihr habt wohl im Osten offensichtlich tollen Himmel <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smirk.gif" alt="" /> während ich hier wieder nur einen 3er hatte (immerhin
sind die dicken Wolken von ca. 20°° wieder weg gegangen. Aber selbst im Tento 20x60 auf Stativ war heute der
Anblick von NEAT so mickrig, daß ich nicht mal die Frau in den Garten gerufen habe. Dafür wenigstens gegen 24°°
noch so bißchen Jupiter mit dem Teleskop geguckt (allerdings schauderhaftes seeing).

Ich stelle wieder fest: jedes Fernglas hat seinen Himmel und schlechte Himmel sind des Tento's fette Beute!

Gruß
 
Hallo Hans,
Bei uns im Westen war heute schönes Wetter zum Sternegucken, ca. 4 mag, was im lichtverschmutzten Köln nicht viel besser werden kann, aber sternenklar ohne jede Wolke, nur gelegentlich ein freundlicher Sky-Beamer von einer nahe gelegenen Disko, und etliche Flugzeuge. Heute war ich faul und bin nur ein Paar Schritte aus dem Haus gegangen bis zu einem nahe gelegenen Spieplatz, wo die Straßenbeleuchtung etwas weiter weg ist und nicht mehr so stark blendet und wo auch ein Paar Bänke sind von wo aus man beobachten kann. Es war natürlich ein Kometentag und ich konnte zum ersten Mal mein neu erworbenes Zeiss Dekarem 10x50 am Himmel testen. Den Kometen - wie übrigens Praesepe - konnte man natürlich nicht mit bloßem Auge sehen, das habe ich aber gar nicht erwartet bei uns am Rande der Großstadt und mitten im Ballungsgebiet. Aber zwischen den Zwillingen und dem Löwen brauchte ich mit dem Fernglas nicht sehr lange zu suchen: Die Krippe mit dem Kometen war schnell gefunden und ein prachtvoller Anblick! Der Komet schon ein gutes Stück nördlich ("rechts") von der Krippe aber mit dem Schweif, der weit in die Krippe hineinreicht. Mindestens so schön wie Ikeya-Chang letztes Jahr! So schätzungsweise ca. 3° lang zu sehen (6 Monddurchmesser).
Mit dem Dekarem zu beobachten macht richtig Spaß, ganz nadelpunktfeine Sterne, guter Kontrast. Ich konnte bisher keine Randunschärfe feststellen, wenn ich einen Stern oder einen Planeten durch das Gesichtsfeld wandern lasse, kann ich am Rand kaum eine Verschlechterung der Bildqualität feststellen. Und das große Gesichtsfeld des Dekarem beeindruckt. Da sieht mein Nikon Zoom 7-15x35 ziemlich alt aus, zumal er bei 7x-Vergrößerung viel weniger Gesichtsfeld hat (nämlich 5,8°) als das Dekarem bei 10x - das merkt man am Himmel natürlich sofort. Und bei höherer Vergrößerung wird das Bild im Nikon zum Rand hin zunehmend milchiger, eine typische Erscheinung bei Zoom-Ferngläser - dadurch wird das sowieso schon kleine Gesichtsfeld optisch noch eingeengt.
Insgesamt eine schöne Beobachtungsnacht und ich freue mich über meine Neuanschaffung.

CS,
Gabriel
 
Unbekannter Satellit -> siehe Heavens above

Hallo Hans,

auf der folgenden Website kannst Du, nachdem Du Dich dort angemeldet und die Koordinaten Deines Wohn- bzw. Beobachtungsortes eingegeben hast, die exakten Daten (Zeit, Ort, Helligkeit) der von dort aus beobachtbaren Satelliten anzeigen lassen. Im Falle der sog. „Iridum Flares” ist das sogar rückwirkend für die vergangenen 48 Stunden möglich:

http://www.heavens-above.com

Aufgrund der von Dir genannten Helligkeit kann es, falls es ein Satellit und nicht ein Flugzeug gewesen ist, eigentlich nur einer der Iridium-Sateliten sein, die mit ihren großflächigen und stark reflektierenden Paddeln die hellsten Lichtspuren am Himmel ziehen. Allerdings fliegen die in Nord-Süd- oder Süd-Nord-Richtung, was nicht zu Deiner Angabe von „ca. 15° unterhalb der Ekliptik” paßt. Andere, nicht ganz so hell wie die Iridium-Satelliten leuchtende Satelliten werden leider bei Heavens above nicht rückwirkend angezeigt. Vielleicht ist aber für künftige Beobachtungen dieser Art der obige Link doch interessant genug, daß Du ihn als Lesezeichen („Bookmark”, falls Dein Browser nicht Deutsch versteht) speicherst und ihn künftig ab und zu gezielt abfragst.

MfG Walter E. Schön
 
Hallo Hans,

jetzt habe ich es auch gesehen:

23 Uhr (so etwa 22:57 bis 23:02), kam aus dem Löwen, stieg auf durch ursa major und ging durch die Leier
wieder ab - sehr hell, Geschwindigkeit am Himmel (Winkelgeschwindigkeit) vergleichbar mit einem Flugzeug
(hatte eines quer dazu im Glas), aber natürlich viel höher, da noch in der Sonne. Runde Scheibe etwa Größen-
ordnung wie Jupiter oder etwas kleiner, jedenfalls aber als Scheibe zu erkennen (kein Punkt!!!- erstaunlich,
müßte ja gigantisch groß sein). Flughöhe vielleicht doch nicht ganz so hoch, da Größenunterschied zwischen
Erscheinung im Westen und Abgang im Osten ziemlich deutlich.

ich poste das auch gleich mal parallel im Objekte-Forum, vielleicht kennt dort jemand die Antwort!

Gruß
 
Re: NEAT Q4 / Ferngläser und Kleinrefraktoren im V

Ich hab vorhin auch ganz schön gestaunt als ich "das Ding" gesehen habe. Es war ungefähr so hell wie Jupiter, kam vom Löwen/Krebs (da hab ich noch nicht so genau auf die Richtung geachtet), ging dann knapp am großen Wagen vorbei und ist nah an Wega vorbeigeflogen... sah schon genial aus!

Kann es übrigens sein dass ich heute 6 Satelliten gesehen habe??? Ich habe mal irgendwo gelesen, dass man im Laufe einer Nacht 2 bis 3 Satelliten sehen könnte, ich habe aber in knapp 2 Stunden 6 Stück gesehen... wundert mich schon irgendwei. 4 davon waren normal, so wie ich sie kenne, einer war mit bloßem Auge nicht sichtbar, ich habe ihn nur durch Zufall gesehen, da er durch mein Gesichtsfeld geflogen ist. Und als letztes kann dann noch das helle Teil von oben.
Bin übrigens total stolz, das ich heute bei meinem 2. Beobachtungsgang so viel entdeckt habe (Mein 2. Messier-Objekt = M44, Q4, die Phase der Venus (wenn sie ungefähr auf halb ist *g*), das helle Ding, ...).

Jetzt fall ich aber gleich vom Stuhl und geh schlafen...
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Re: NEAT Q4 / Ferngläser und Kleinrefraktoren im V

Hallo Kinder der Nacht....

Auch ich komme grade von einem sehr erfolgreichen Spechteabend zurück...KALT ist es...aber das seeing vom allerfeinsten.
Würde nicht grade der Skorpion kulimiern dann wäre mir garnicht aufgefallen daß es Sommer wird...

NEAT habe ich direkt im 10x50 Dekarem und 20x60 Tento verglichen (es war sooo kalt daß ich wegen Okularbeschlags eh alle 10min das Fernglas wechseln mußte).
Der Schweif war bei beiden gut zu erkennen, beim Dekarem wegen dem größeren Gesichtsfeld, war er aber eindrucksvoller. Der Kopf kam im Tento besser raus.
Auch die Venussichel war im Tento sehr beeindruckend...

Um 22:46 gab es ein Iridiumflare mit ca. -2,5mag südöstlich von Arktur (zumindest schätze ich mal daß es eins war).
Allerdings wird es von CalSky nicht angezeigt. Um 23:21 gab es dann noch ein vorausberechnetes Flare in der Nähe von Regulus...
Die Erscheinung um ca. 23:00 könnte laut CalSky übrigens die ISS gewesen sein (habe ich aber leider nicht gesehen da ich grade im Auto war und den Spechtelplatz gewechselt habe)Max. bei 348°/54°, das könnte so in etwa hinkommen...

Sodele...das Bett ruft

Grüße,

Bernd
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Re: NEAT Q4 / Ferngläser und Kleinrefraktoren im V

Was ihr da gesehen habt, mit Jupiterhelligkeit oder sogar 2facher Jupiterhelligkeit (wenn die Helligkeit einigermaßen konstant war und nur am Horizont schwächer wurde) war wahrscheinlich die ISS! Satelliten sind normalerweise viel schwächer. Auch Iridium-Satelliten. Und bei einem Flare blitzen sie auch nur für ein paar Sekunden etwas heller auf, also nicht konstant hell.

Satelliten kannst du in einer Nacht auch über 20 sehen. Ohne Probleme! Wenn du dich nur aufs zählen konzentrieren würdest, könnte man sicherlich auch ein vielfaches davon erreichen.
Aber was mir aufgefallen ist, ist dass mir innerhalb der letzten 2 Tage insgesamt 4 Satelliten durchs Okular (!!!) geflogen sind. War einmal ein 28er und einmal ein 40er bei 1m Brennweite, also relativ großes Gesichtsfeld. Die Satelliten konnte ich alle nicht mit bloßem Auge sehen, da zu dunkel.
Es sah eben so aus wie ein normaler Stern durchs Okular eben aussieht nur ist er quer durch geflogen.
Passiert sowas öfters oder war das absoluter Zufall?
Damit hab ich noch nicht so viel Erfahrung, da ich meinen Newton ja gerade erst bekommen habe.
Nicht dass jemand denkt, es war eine Reflexion, das kann ich ausschließen.
 
Hallo Kometenjäger!

=> "da war er! sah allerdings eher wie ein etwas zu großer
Kugelsternhaufen aus als wie ein Komet!"

Genau so, wie hanz NEAT Q4 beschreibt, habe ich ihn jetzt (endlich!!!) auch gesehen. Seinen Bericht kann ich voll unterschreiben. Nach zwei Anläufen war der Himmel gestern so gut, daß es endlich klappen mußte! Im 12x45 Zeiss Conquest zuerst die Krippe gefunden, die mit bloßem Auge noch nicht mal zu erahnen war, dann rechts oben, wie von einem Skybeamer an die Wolken gezeichnet, der Komet (habe mich mehrfach vergewissert, daß der Himmel wirklich klar war). Ein Schweif war selbst bei indirektem Sehen nur zu erahnen. Trotzdem habe ich mich nicht sattsehen können und mußte ihn immer wieder zur Kontrolle anvisieren. Mit bloßem Auge bei unserem vom Frankfurter Flughafen verseuchten Himmel keine Chance, NEAT Q4 zu sehen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/frown.gif" alt="" /> .

Gegen 23.05 Uhr noch die ISS gesehen, die von Südwesten Richtung Osten den Himmel überquerte.

Zu gerne hätte ich den Kometen noch im 7x42 und im 20x80 verglichen, aber nach den Mißerfolgen der Tage davor war ich nur mit Minimalaufwand unterwegs
<img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />

carpe noctem
Matthias
 
Re: Unbekannter Satellit -> siehe Heavens above

Hallo Walter & Kollegen !

Ich denke, es war die ISS, nach all Euren Berichten und Tips !

Habe soeben selber auf der Heavens above nachgesehen, die Bahndaten stimmen so ziemlich mit dem überein.
Werde mich die nächsten Nächte auf die Lauer legen und mit den Heavens Above Daten dann vergleichen.
Wenn es dasselbe Phänomen ist, dann haben wir´s.

CS

Hans
 
Auch „CalSKY” bietet Satelliten-Infos

Hallo Hans,

zusätzlich zu Heavens above möchte ich zur Ergänzung für die, welche diese Seite noch nicht kennen, noch auf „CalSKY” verweisen, wo ebenfalls reichlich Informationen zur Satellitenbeobachtung zu finden sind:

http://www.calsky.com/cs.cgi/Satellites?obs=282600539111

Man muß sich für detaillierte Abfragen auf der Seite

http://www.calsky.com

anmelden, Koordinaten seines Standortes eingeben und kann kann ähnliche Informationen wie bei Heavens above abfragen. Manchmal differieren die Angaben beider Quellen etwas, und es kommt auch oft vor, daß Daten der einen Quelle bei der anderen fehlen und umgekehrt. Es kann sich deshalb lohnen, sich beide als Lesezeichen (Bookmark) im Browser bereitzuhalten.

Übrigens handelt es sich bei dem Kleingedruckten im gelben Feld (dritte Reihe) um Links, die als solche nicht sofort erkennbar sind. Dort kann man beispielsweise die Anzeige der Iridium-Flares (hier ziemlich falsch als Iridium-„Leuchtkugeln” ins Deutsche übersetzt) oder der ISS aufrufen.

MfG Walter E. Schön

 
Hallo Matthias,

ganz recht, war wohl die ISS (Zeit stimmt genau), aber das Ding sieht ja jetzt ganz groß und rund aus -
ganz anders als früher. Aber die haben da ja auch viel angebaut in den letzten Jahren.

Zum optimalen Beobachtungsgerät: ich habe gestern (endlich guter Himmel) auch noch mit 8" Newton und
40fach (TAL UWW 24mm am Skywatcher 200/1000) und mit dem kleinen Canon 10x30 IS beobachtet.
Beides echt gut - das Canon macht halt schön dunklen Hintergrund. Aber am Newton mit 90°WW-Oku war
es doch eigentlich am besten - sogar der Schweif war andeutungsmäßig sichtbar!

Also jetzt:
1)Newton 8" AP5 mit 90°WW Oku
2) knapp danach und bei schlechtem Himmel besser Tento 20x60
3) bei ganz schlechtem Himmel 7x35 mit 9° real zum Suchen, bei besserem Canon 10x30 IS

abgeschlagen: 10x50 Olympus DPSR (zu heller Hintergrund), Danubia 11x80 ......

Und in etwa 1 Stunde ist es schon wieder so weit- bester Himmel!

Gruß
 
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