jeanc
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Was geht mit der ungekühlten Farbkamera? Wie tief kommt man in kurzer Zeit, um die schnellen erdnahen NEOS nicht nur zu dokumentieren, sondern auch exakt vermessen zu können? Dieser Frage bin ich jetzt in zwei Nächten nachgegangen. Von der Neo Confirmation Page habe ich vier frisch entdeckte Objekte mit meinem 12"/4 und der Nikon Z6mod mod. bei ISO 800 aufgenommen. Beobachtet wurde am AZM Martinsberg.
Das Objekt 2024 BC3 raste am 29.1 mit 20" pro Minute über den Himmel, war aber immerhin 16m8 hell. Bei Belichtungszeiten von 10 Sekunden war das Objekt auf den Einzelaufnahmen sofort sichtbar. 6 Positionen wurden ans MPC eingesandt, halbautomatisch vom TychoTracker vermessen. Die Messgenauigkeit bewegt sich von 0,0-0,4 Bogensekunden. Ermutigt von diesem Ergebnis wagte ich mich am 30.1. an schwächere Objekte.
2024 BJ3 war mit einer Bewegung von 10" pro Minute langsamer, aber um 1,5 Größenklassen schwächer (18m3). Mit 30x25 Sekunden Belichtungszeit standen genug Aufnahmen für eine Vermessung zur Verfügung. Der Tychotracker erkannte den Kleinplaneten und konnte ich auch auf Knopfdruck vermessen. Die Genauigkeit war auch hier gut 0,19-0,47".
Am Limit bewegte ich mich beim Objekt 2024 BL3. Mit einer Bewegung von gut 13" pro Minuten und einer Helligkeit um 18m7 waren 21x22 Sekunden Belichtungszeit nicht ausreichend, dass der Tychotracker das Objekt erkannte. Also musste ich selbst nach dem Kleinplaneten suchen. Via Astrometrica konnte ich 3 Positionen ermitteln. Die Messgenauigkeit bewegte sich auch hier 0,2-0,6". Fazit: Die Bayer-Matrix der Farbkamera ist bei der Vermessung von Kleinplaneten kein Hindernis. Die drei Objekte selbst sind am Bild unspektakulär, aber ich hänge sie an. Eines noch: Vor der Vermessung wurden alle Farbbilder in ein Luminanzbild umgewandelt, weil meine Programme Farbbilder noch nicht akzeptieren. Gruß Michael
Das Objekt 2024 BC3 raste am 29.1 mit 20" pro Minute über den Himmel, war aber immerhin 16m8 hell. Bei Belichtungszeiten von 10 Sekunden war das Objekt auf den Einzelaufnahmen sofort sichtbar. 6 Positionen wurden ans MPC eingesandt, halbautomatisch vom TychoTracker vermessen. Die Messgenauigkeit bewegt sich von 0,0-0,4 Bogensekunden. Ermutigt von diesem Ergebnis wagte ich mich am 30.1. an schwächere Objekte.
2024 BJ3 war mit einer Bewegung von 10" pro Minute langsamer, aber um 1,5 Größenklassen schwächer (18m3). Mit 30x25 Sekunden Belichtungszeit standen genug Aufnahmen für eine Vermessung zur Verfügung. Der Tychotracker erkannte den Kleinplaneten und konnte ich auch auf Knopfdruck vermessen. Die Genauigkeit war auch hier gut 0,19-0,47".
Am Limit bewegte ich mich beim Objekt 2024 BL3. Mit einer Bewegung von gut 13" pro Minuten und einer Helligkeit um 18m7 waren 21x22 Sekunden Belichtungszeit nicht ausreichend, dass der Tychotracker das Objekt erkannte. Also musste ich selbst nach dem Kleinplaneten suchen. Via Astrometrica konnte ich 3 Positionen ermitteln. Die Messgenauigkeit bewegte sich auch hier 0,2-0,6". Fazit: Die Bayer-Matrix der Farbkamera ist bei der Vermessung von Kleinplaneten kein Hindernis. Die drei Objekte selbst sind am Bild unspektakulär, aber ich hänge sie an. Eines noch: Vor der Vermessung wurden alle Farbbilder in ein Luminanzbild umgewandelt, weil meine Programme Farbbilder noch nicht akzeptieren. Gruß Michael
