Neuer Dobson

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Ready

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Hallo Astrogemeinde,

da ich mittlerweile ca. 1 Jahr mit dem LIDLScope Planeten und DeepSky (Soweit das möglich ist <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" /> ) beobachte möchte ich endlich auf etwas Größeres umsteigen.

Da leider nur 400 € für dieses Vorhaben zur Verfügung stehen kann ich mir wohl keine teure parallaktische Montierung leisten.
Trotzdem möchte ich möglichst viel Öffnung fürs Geld rausholen (Wer will das nicht <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" /> )

Da dachte ich daran mir ein Dobson 200/1200 (http://www.teleskop-service.de/gsseiten/GSVorschau/Dobsons/dobson.htm#TSD8e) zu holen, allerdings habe ich dazu noch ein paar fragen:

1. Gibt es noch andere Alternativen, oder kriege ich wirklich beim GSO Dobson am meisten Öffnung für das Geld?

2. Ist es sinnvoll auch gleich den "TS Okularkoffer" zu kaufen, oder sollte ich lieber gleich 2" Okulare kaufen, die besser zu dem Gerät passen?

3. Da ich später vielleicht auf eine Fototaugliche Montierung (EQ6 ?) wechseln will, muss ich natürlich auch sicher gehen, dass das mit dem Dobson überhaupt noch möglich ist. Oder ist der 200/1200 schon zu groß dafür?

4. Anderes Zubehör: Brauche ich unbedingt einen Justierlaser oder kann ich das auch so am Stern machen?

Vielen Dank schon mal für jede Hilfe <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" />

MfG

Benedikt F.
 
@ Ready: Als Alternative käme noch Skywatcher in Betracht, die sind auch recht günstig.
Der 200/1200 wird imho von der EQ 6 schon ganz gut getragen, schau mal beim Armin auf der Homepage (www.deepsky-brothers.de), der hat da eine Liste mit sinnvollen Kombinationen.
Der Okularkoffer ist imho ein recht günstiges Angebot im Bezug auf den Inhalt, ob Du - mit Hauptziel Deepsky - allerdings an allen Teilen uneingeschränkte Freude haben wirst, sei dahingestellt.
Da machen gute 2" Okulare evtl. mehr Sinn.
Ich nutze aus dem Koffer noch das 32mm Plössl, das 15mm WW und den Mondfilter, gelegentlich noch das 9mm Plössl, wenn mer die Preise zusammenrechnet (noch das putzige Köfferchen dazu) hat es sich imho trotzdem gelohnt, aber das ist halt Geschmackssache...:-)

Gruesslies

Carsten
 
Hi Benedikt,
mit der Preisvorgabe ist nicht mehr wie 8" zu machen.
Schon da bleibt Dir wenig Geld für Zubehör über - und da wirst Du schon was brauchen, wenn ich unterstelle, das Du derzeit mit den LIDLOkus beobachtest.
Prinzipiell bräuchte man keine Justierhilfe, aber ob das in der Praxis dann funktioniert.....? Ich denke mit wirst Du Dir wesentlich leichter tun. Ist zwar kein Hexenwerk wenn man das mal begriffen hat, aber gerade zu Beginn fällt das vielen nicht so leicht.
Zusammen mit einem 8" f/6 würde ich den Koffer nicht kaufen, sondern eher was individuell zusammengestelltes vorziehen.
Die EQ6 packt den Dobs gut. Aber, f/6 ist nicht das ideale Fotogerät. Insofern könnte es durchaus sein, das Du, bis beginnst zu fotografieren ohne was anderes präferierst. Wärst nicht der erste dem es so ginge.
CS
 
Hallo

Wenn du lieber Deep Sky beobachtest, bekommst du für 400 Euro schon fast einen 10".
Den würde ich dir dann auch Öffnungstechnisch ans Herz legen für Deep Sky.

Wenn du aber lieber Planeten beobachtest würde ich nicht die max. Öffnung in den Vordergrund stellen sondern die max. Qualität der Optik.

Die TS Orion Newtons bieten eine bessere Qualität als die GSO, bei denen es mehr oder weniger ein Glücksspiel ist, ob du eine Gurke, eine Mittelmäsige, oder eine Gute Optik bekommst.

Die Fotografie würde ich am Anfang mal ganz hinten anstellen. Den das ist ein Hobby im Hobby und stellt noch einmal ganz andere Ansprüche an das *entfernt* und an einem selbst.

Ich justiere meinen f/8 Newton mit einem Plastikokular, ähnlich einer weißen Filmdose, dass funktioniert wunderbar. Also ein Laser ist nicht unbedingt nötig.

Gruß Uwe
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo,

bei dem Budget würde ich bei 8" bleiben. 10" stellt viel höhere Anforderungen an die Okulare, und dann wird es teuer. Außerdem würde ich mir so einen 10" Trümmer mal vorher ansehen und auch mal durch die Gegend tragen, das ist schon ganz schön groß und schwer! Auch dürfte die Justage beim 10" kritischer sein, gleiches gilt für die Seeinganfälligkeit. Und ich habe hier im Forum Meinungen gelesen, nach denen der visuelle Unterschied zwischen 8" und 10" nicht soooo gravierend sein soll.

CS,

Christof
 
@ Quanten:

Aha, die Orion-Optiken sind besser als GSO/Galaxy? Das finde ich sehr interessant - wo steht das oder wer sagt das? Ist das mal getestet worden? Ich habe nämlich bisher gehört, das sei bei den all den günstigen Dobs-Varianten, also GSO, Galaxy, Skywatcher etc. ein Glücksspiel... . Da ich mir sowas bald mal zulegen möchte, würde mich das brennend interessieren...!
 
Hallo Addi

Die Orions kommen mit einem ZYGO Messprotokol, die GSO haben keinen Qualitätsnachweis. TS spricht für die Orions eine Mindestqualität von L/6 aus . Gegen Aufpreis ist L/8 zu erhalten.
Das ist ja schon mal mehr, als das, was von GSO geboten wird.
Alles nachzulesen bei TS-Orion .

Gruß Uwe
 
Hi Uwe,
die Frage ist allerdings, ob das Protokoll auch was Wert ist. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />
Da kennen einige hier ja ein "prominentes" Gegenbeispiel und es gibt noch weitere. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />
Für GSO/Galaxy sagt Wolfi zumindest beugungsgegrenzt zu, Martin Birkmaier dagegen läßt sich nicht festlegen auf eine Mindestqualität und spricht von "i.d.R. sind sie beugungsbegrenzt".
CS
 
Hallo Antares

Ja, leider gibt es auch hier schwarze Schafe!
Was jetzt mehr Aussagekraft hat, ein ZYGO-Protokoll oder die Zusage eines Händlers über Beugungsbegrenztheit, darüber lässt sich streiten.

Grundsätzlich sagt mir ein Zertifikat mehr zu als irgendwelche Aussagen. Da der Sterntest ein Null-Test ist und von jedem vielleicht anders interpretiert wird, haben RMS, Ptv, Strehl für mich mehr Aussagekraft über die Qualität der Optik als alles andere.
Außerdem hat man es gleich auf der Hand, dass das Instrument in Ordnung ist und seine Leistung erbringt und man muss nicht Wochen oder Monate warten auf gutes Wetter, oder Seeing.
Außerdem hat man mit einem Zertifikat etwas in der Hand und kann selbst nach den zwei Wochen Rückgaberecht noch reklamieren.

Ein ZYGO-Interferometer hat für mich auch eine ganz andere Qualität, da es praktisch ein Professionelles Messinstrument darstellt und wohl in einem vorgesehenen Raum installiert ist. Es misst mit 50000 Punkten.
Dem stehen oft selbsternannte Keller-Prüfer gegenüber, die nur mit vielleicht 250 Punkten messen und unter umständen wichtige Werte wie Astigmatismus und Koma unter den Tisch fallen lassen.
Ich nehme mal an, das eine Firma wie Orion-England auch längere Zeit am Markt bestehen möchte und daran interessiert sein sollte, dass ihre Zertifikate auch glaubhaft erscheinen.

Ich bin jemand der nicht auf sein Glück baut, sondern ich setze Preis und Leistung in ihre Verhältnisse. Dabei bin ich gerne bereit für eine garantierte Qualität mehr zu bezahlen.
Ich bin selber im Besitz eines Orion-Newton 8" f/8 mit ausgewiesenen Strehl 0.98. Da der Sterntest für mich kein Problem ist, kann ich die Optik auch gut beurteilen und ich kann sagen, es ist ein sehr guter Spiegel.

Doch auch hier, gibt es Unterschiede zu den High End Teleskopen.
Kostet ein 8"GSO um 250-300 Euro, der Orion um 850Euro, ein ICS über 2000Euro.
Wie kommen diese Preisunterschiede zustande?
Die Besitzer eines ICS oder eines Orion können dem nachempfinden, doch würde das jetzt den Rahmen sprengen. Doch so viel sei gesagt, die Spiegel von Orion kommen in ihrer Oberflächenqualität den ICS schon nahe, während die Mechanik und andere Dinge dem Preis-Leistungsverhältnis entsprechen. Hier ist es wieder an jedem selbst welche Kompromisse er eingehen möchte.

Beim anderen Hersteller wie LZOS kommt es sogar vor, dass eine Optik die einen gemessenen Strehl von z.B. 0.95 ausweist in Wirklichkeit einen noch höheren hat.
Dies kommt dadurch zustande, dass der Händler einen min. Strehl garantiert von z.B. 0.94. Hat die Optik beim Hersteller auf der Bank diesen Wert erreicht, kommt sie zum Verkauf. Den auch hier gilt, Zeit ist Geld. Dabei hätte es sein können wenn der Prüfer länger justiert hätte, oder mehr Messungen gemacht hätte und diese Gemittelt worden wären, vielleicht die Optik sogar einen Strehl von 0.99 erreicht hätte.

Also wenn der Hersteller selbst ein Zertifikat ausgibt, kann man dem schon Glauben schenken. Wenn man schon mal eine Interferometermessung mit gemacht hat, weis man, dass da ratz fatz mal 4h und mehr für eine Optik draufgehen können. Das solche Messungen nicht von Leiharbeitern durchgeführt werden ist denke ich klar. Sofern ist auch klar, dass man für 50 Euro keinen Wasserdichten Qualitätsnachweis bekommen kann.

Gruß Uwe
 
Noch was,

Martin Birkmaier dagegen läßt sich nicht festlegen auf eine Mindestqualität und spricht von "i.d.R. sind sie beugungsbegrenzt".

Das finde ich auch richtig so!
Das zeigt, das ICS ein Seriöser Händler ist und einem nicht das blaue vom Himmel verspricht. Denn alles andere wäre eine Vermutung, oder schönrederrei, oder schlicht gelogen.

Gruß Uwe
 
Hi Uwe,
unterschreibe ich gerne, abgesehen von dem Pauschalurteil das die Orion einem ICS Spiegel alle nahe kommen. Das mag für Dein Scope und evtl auch für viele andere gelten, aber keinesfalls für alle.
Aber mich hat so manche Erfahrung skeptisch werden lassen, was die schönen Protokolle ausweisen.
Eben darauf will ich hinweisen, um einen Käufer davor zu bewahren ein solches Protokoll selbstzufrieden abzulegen und nicht mal selbst zu testen evtl mit Vergleichsgeräten etc. um sicher zu gehen.
Den Eindruck von Martin Birkmaier habe ich auch.
CS
 
Hallo Uwe,

Also wenn der Hersteller selbst ein Zertifikat ausgibt, kann man dem schon Glauben schenken.
Ich würde das nicht so stehen lassen wollen. Besser wäre die Aussage:
Wenn der Hersteller selbst ein Zertifikat ausgibt, daß auf nachvollziehbar korrekte weise erstellt wurde, und auch zum Spiegel passt, kann man dem Glauben schenken.

Um Klartext zu sprechen und Verwechslungen vorzubeugen: Mein neuer Orion-Spiegel erbringt eine klar besser Leistung am Himmel als der alte und es gibt für mich auch nach "Interferometrie im Keller" keinen Grund anzunehmen, daß er nicht zum beigelegten 0,97... Zygo-Zertifikat passen sollte.

Es gibt aber auch Fälle, mir ist das von anderen Herstellern bekannt, in denen offenbar aus Focaultmessungen Zygo-Protokolle simuliert wurden. Das führt dann zu hervorragenden Protokollen bei schlechten Spiegeln. Ein Kenner (bin ich weniger) wird so ein Protokoll wohl am Fehlen jeglicher Feinstruktur erkennen.

Man wird wohl stets überlegen müssen, ob das Zertifikat so passen kann. Sowohl vom Preis her, denn ein Zygo-Test kostet ordentlich Zeit, also Geld (und das Zygo kauft der Hersteller auch nicht umsonst), wie auch von den gemachten Angaben her.

Meine Erfahrung ist leider: Gerade bei größeren Spiegeln dauert es, bis der Beobachter wirklich sicher ist, einen schlechten Spiegel zu haben. Allein vom Wetter her. Möglicherweise ist mancher Hersteller bislang gut klargekommen damit, daß die Beobachter es nicht sicher feststellen konnten.

Immerhin ist ja auch das Hubble mit einem miesen Spiegel in die Umlaufbahn geschossen worden!!!

Clear Skies
Sven
 
Hallo Uwe,

ich sehe die Sache etwas zweideutig. Einerseits kann man das als Seriöse Aussage hinstellen, andererseits hat man nichts in der Hand, wenn der Spiegel nicht beugungsbegrenzt ist.
Wenn ich also einen nicht beugunsbegrenzten Spiegel erhalte, obwohl mir besseres versprochen wurde, dann kann ich dem Händler gegenüber während meiner 2 Jahre Gewährleistung diesen Mangel anzeigen und Nachbesserung (Spiegeltausch) verlangen.

Das nun sicher festzustellen ist natürlich etwas ganz anderes, und einem Einsteiger praktisch nicht möglich, aber man kann sich ja helfen lassen, wenn z.B. nach einem Sterntest Zweifel bestehen. Auch wenn die Ergebnisse keine brauchbaren Nachkommastellen haben: Wenn ein erfahrener Spiegelschleifer mit seiner Focaultmessung dahinterkommt, daß der Spiegel deutlich schlechter als Beugungsbegrenzt ist, reicht das aus.

Clear Skies
Sven
 
Hallo nochmal,

hatte das Posting aus den Augen verloren, deshalb nochmal eine etwas verspätete Nachfrage:

würdet Ihr also demnach sagen, daß ein Orion-Spiegel beispielsweise beim 12"er Dobs eher besser ist als bei den GSO/Galaxy? Oder vielleicht noch anders ausgedrückt: ist die Wahrscheinlichkeit, bei den Orions einen guten Spiegel zu erwischen, größer als bei den anderen?
 
Hallo Addie,

das kann kein Sternfreund sicher sagen, denn niemand macht wirklich Serienuntersuchungen der Optiken.
Das einzige was konkret hilft ist eine zuverlässige Messung der Optik. Das Geld was eine solche Messung (I-Meter, Zygo) kostet, macht die Optik aber nicht mehr besser...

Clear Skies
Sven
 
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