Neuer Refraktor für Einsteiger(in) ... welcher?

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Esme

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Hallo liebe Astrofreunde,

ich interessiere mich schon seid vielen Jahren für die Astronomie und habe mir vor ein paar Jahren ein kleines
Linsenteleskop mit 60 mm Öffnung zugelegt.
Nun habe ich aber den Wunsch nach einem größeren und besseren Teleskop, da ich ein universelles Gerät suche, mich
also nicht spezialisieren möchte auf eine Objektgruppe, möchte ich mir wieder ein Linsenteleskop zulegen. Die kurzen Newtons, die so allgemein und zu Hauf angeboten werden, z.B. 150 mm f5, sagen mir da garnicht zu.
Seid einiger Zeit stöbere ich nun schon im Netz und habe auch einige Informationen zusammengetragen. So habe ich mich für einen Fraunhofer mit 100 mm, maximal 125 mm (je nach Preis), Öffnung und f10 entschieden. Da werden zahlreiche Geräte angeboten, die aber anscheinend alle von einem Hersteller stammen (Synta oder Skywatcher?). Diese Geräte sind zwar preislich attraktiv, doch sind die Berichte im Internet doch sehr zwiespältig. Ein Vixen 102M wäre mir eindeutig zu teuer. Leider gibt es nicht mehr so viel Auswahl an guten Fraunhofer, da bliebe dann nur noch ein Gerät des Herstellers TS. Auf der Internetseite von Teleskop-Service wird ein solcher 102/1000 Fraunhofer recht preisgünstig angeboten und die Qualität scheint der Beschreibung nach deutlich besser. Nun meine Fragen dazu: woher stammen diese Geräte, sind das auch Geräte von Synta/Skywatcher oder ist das ein anderer Hersteller? Wie ist die Qualität der Optik und Mechanik? Da ich auch noch eine Montierung bräuchte, würde ich gern mal die erfahrenen Beobachter fragen, welche für einen solchen Refraktor am besten geeignet wäre? Sie sollte zwar stabil, aber auch transportabel und nicht allzu teuer sein. Reicht da die zu dem 102/1000 angebotene Astro-5-Montierung? Ich habe mir ein Gesamtbudget von maximal 1000,- EUR für ein solches Gerät mit Zubehör zurückgelegt.
Ich danke Euch schonmal für Eure liebe Mühe und Hilfe.

Liebe Grüße
Steffi
 
Re: Neuer Refraktor für Einsteiger(in) ... welcher

Hallo Steffi,
erstmal willkommen im Forum.

Für dein angelegtes Budget von 1000,- Euro bekommst du weit bessere Geräta, als die vorgenommenen Rerfraktoren. Es bleibt nur zu klären, welche Transportabilitat du erwartest, was für Qualität du möchtest. Die Synta Geräte sind sehr gut für das Geld. Da du aber nur Refraktoren erwähnst, wäre ein Orion 80ED auf einer EQ5 Monti eine weit bessere Investition und vom Rest des Geldes wären auch ein paar gute Okulare drin. Mit dem ED hast du den Vorteil, daß dieser den Farbfehler so gut wie ganz beseitigt, dir dadurch größre Vergrößerungen erlaubt und die Bilder dadurch "schärfer" werden. Einen Erfahrungsbericht des ED 80 findest du hier http://iga.ngclog.de/modules.php?name=News&file=article&sid=6 . Ich meine, mit dieser Kombination wirst du auf Dauer besser bedient, wo das ED 80 auch noch ein gutes Reiseteleskop darstellt.

Gruß,
 
hi, die ts refraktoren stammen auch aus china, wie so alles in dieser preisklasse. allerdings gibt es bei den dort produzierten geräten auch herhebliche unterschiede, ts hat da schon gute geräte für den preis.

ich würde in deinem fall von 1000€ aber wirklich mir die optische qualität bei anderen sternfreunden mal anschauen, bzw in erfahrung bringen wer so ein gerät deiner wahl hat und mal selber durchschauen. hilft ungemein und zig mal besser als herstellerbeschreibungen.
 
Re: Neuer Refraktor für Einsteiger(in) ... welcher

Hi folks!

Ersteinmal herzlich willkommen im Forum.

Zunächst einmal hast Du Recht, es gibt leider nicht sehr viele Hersteller guter, günstiger Fraunhofer-Achromaten. Ich stand vor einigen Monaten selbst wieder vor der Wahl eines neuen Teleskopes. Auch ich hatte und habe bisher nur Refraktoren gehabt, da ich die Abbildungseigenschaften dieser Geräte sehr zu schätzen weiss. Mein damaliger Vixen 102M auf einer Super-Polaris DX war ein ausgezeichnetes Gerät. Vor ca. 12 bis 13 Jahren hat es mit ca. 3.000 oder 3.200 DM gekostet!
Aber tatsächlich sind die Vixen-Geräte aktuell sehr teuer geworden. Ein 102M als optischer Tubus ohne alles kostet ja schon rund 900 EUR! Allerdings habe auch ich von den Synta bzw. Skywatcher-geräten sehr geteilte Meinungen gehört. Es gibt wohl teilweise sehr gute Geräte, teilweise aber auch echte Gurken. Man muss also schon die Möglichkeit haben aus mehreren Geräten das beste auszusuchen. Ich würde von den Synta/Skywatcher Refraktoren abraten - auch der Mechanik wegen.
So habe ich mich vor einigen Monaten ebenfalls für einen TS 102/1000 entschieden. Dies hat folgende Gründe für mich gehabt: Die Geräte sind preisgünstig. Die Qualität ist angemessen, liegt aber deutlich über denen der Synta-Teile.
Nun habe ich hier ein solches Gerät und bin eigentlich sehr zufrieden. Die optische Qualität ist als "gut" bis "gerade noch sehr gut" zu bezeichnen. Die Sternenabbildungen sind punktförmig, die Beugungsringe extra- und intrafokal sauber und konzentrisch. Viel wichtiger ist die mechanische Qualität und die Verarbeitung. Diese ist bei den TS-Refraktoren erstaunlich gut! Der Okularauszug geht sehr weich und sauber ohne Ruckeln oder Wackeln. Ein großer 8x50 Sucher mit Baader-kompatibler Schnellwechsel-Kupplung ist ebenfalls dabei. Der Tubus ist sehr solide mit Hartlack lackiert, die Taukappe bei den aktuellen Geräten auch deutlich länger.
Zu deiner Frage bzgl. des Herstellers der TS-Teleskope: soweit ich weiss, werden die Teile dafür von Teleskop-Service von verschiedenen Herstellern bezogen. D.h. die Optik wird wohl auch aus China kommen (was aber kein Qualitätsmerkmal ist, es gibt auch sehr gute chinesische Optiken). Die Mechanik wird wiederrum von einem anderen (asiatischen?) Hersteller stammen. Die Tuben sollen wohl, wenn ich mich nicht vertue, von G. Naumann stammen - da bin ich mir aber nicht sicher. Ich habe auch mal gehört, daß die optiken der neuen Refraktoren von Anatares stammen soll, einem kanadischen Hersteller - auch das kann ich nicht mit Sicherheit sagen. Die Teile werden dann bei oder im Auftrag von Teleskop-Service zu einem Teleskop verfertigt. Somit soll eine bessere Endkontrolle durch TS gewährleistet sein. Ich habe zwar zuerst eine total verhunzte Optik (die als gestestet und ausgesucht angeboten wurde) bekommen, aber sie wurde absolut problemlos und unbürokratisch umgetauscht. Mit dem neuen Gerät bin ich sehr zufrieden.
Der günstige Refraktor hat natürlich auch einen anderen Vorteil: man kann mehr in eine gute Montierung investieren. Und da würde ich dann eher den Schwerpunkt legen! Eine Vixen GP-E Montierung ist eine gute Investition. Die EQ-5 Derivate sind zwar brauchbar, weisen aber im Detail Tücken auf (verklebte Schraubungen bei Astro-5, kleine Plastikknaufe, schlechte Verarbeitung, Verwendung von zähem Klebfett und nicht zuletzt die unpräziseren Antriebe). Sie sind zwar preiswert und visuell gut zu gebrauchen, erfordern aber auch eine gewisse "Nacharbeit" um einen einigermaßen sauberen Lauf der Achsen zu gewährleisten. Zudem ist die Phototauglichkeit dieser Montierung in Frage gestellt, da die Triebe (Schnecke/Schneckenrad) doch recht ungenau sind. Zudem ist eine Vixen GP-E nicht sehr viel teurer und kann später bei Bedarf auch den Erfordernissen angepasst werden (Polsucher und Teilkreise, motorische Nachführung bis hin zu Go-To). Das schwächste Glied in der Kette ist meistens das Stativ. Hier solltest Du direkt Abhife schaffen, indem Du ein Hartholzstativ kaufst ... entweder das gute aber günstige TS Hartholzstativ, ein Berlebach oder Baader. Das lohnt auf jeden Fall!
Ich habe aktuell so einen TS 102/1000 auf GP-E mit TS Hartholzstativ, das ist sehr stabil und hat sogar noch kleine Reserven. Die Kombi kann ich dir sehr ans Herz legen aus eigener Erfahrung ... und Du kommst mit dem festgesetzten Budget aus.

Was den kleinen 80er ED-Apo betrifft, so ist das sicherlich eine interessante Alternative, allerdings bin ich bei den doch sehr günstigen ED-Apos ebenfalls sehr skeptisch. Man hört hier auch differierende Aussagen und Meinungen. Interessant wäre aber auch der im September auf den Markt kommende William Optics Megrez 80 II Triplet Apo. Die Optik soll von TMB sein und sollte somit wirklich hervorragend sein. Und für rund 800 USD wird dies sicherlich ein feines Gerät werden. Die Machanik ist zumindst bei den Williams deutlich besser als bei Orion USA (welche letztlich ebenfalls in China produziert werden).

cu ...
Luzy
 
Hallo Steffi!

Wilkommen im Forum.

"Mittlere" bis "grössere" Refraktoren haben ein Problem...

Entweder, sie sind "Streng nach Fraunhofer" gebaut (f/15 oder f/18) dann ist das Problem die Grösse (Transport) bzw. die langen Hebel, welche an der Montierung zerren..
Da muss viel Geld in die Montierung reingesteckt werden sowie in ein stabiles, grosses Stativ (man will ja auch bei Zenithbeobachtungen nicht am Boden rumkriechen).
Ausserdem kann so ein Gerät keine grossen Gesichtsfelder zeigen (Offene Haufen, grosse Nebel & M31).
(trotzdem ein schönes Gerät; ich besitze selber ein 80mm f/15)

Oder, wenn die Linse ein "schnelleres" Öffnungsverhältnis hat (f/5 oder so) dann wird das Gerät bei zunehmender Vergrösserung zum "Farbfernseher". Das frisst die Ästhetik bei hohen Vergrösserungen förmlich weg..


Ich würde glaubs auch den "Volksapo" nehmen, den Orion ED80. Gegenüber einem "billig-60mm Teleskop" ist das schon ein mittlerer Quantensprung <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> Auch trägt eine EQ-5 oder eine Giro-2 Montierung dieses Gerät felsenfest, und es bleibt Budget für weiteres Zubehöhr: Himmelskarte (Buch "Karkoschka, Atlas für Himmelsbeobachter") Okulare (vielleicht der TS-Okularkoffer?) und Filter.


Was hält Dich denn vom Newton ab? (nicht, dass ich Dir einen "aufschwatzen" möchte!) Mit Deinem Budget wäre als Dobs sogar ein 12zöller drin (das ist das Kaliber einer kleineren Sternwarte!) oder als parallaktischer Newton ein 6" bis 8" auf EQ-5 oder Giro-2...
Oder darf's ein 8" SC (Schmitt-Cassegrain) sein...? Bei klugem Gebrauchtkauf bleibt viel Restbudget für Zubehöhr; das gilt auch bei jedem anderen Gerät... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
 
Re: Neuer Refraktor für Einsteiger(in) ... welcher

Hallo Stefi,

mit einem Budget von 1000.- muntere Euro kannst du dir besseres als einen
4"f/10 Refraktor leisten,dessen Farbfehler dich nach einiger Zeit ärgern
wird,so daß du das Teleskop wieder verkaufen wirst.

Da du den Spiegel ausschließt würde ich dir raten nach einem guten gebrauchten
Refraktor zu suchen.Diesen dann auf eine visuell ausreichend dimensionierte
Montierung (auch dort spart Gebrauchtkauf eventuell viel Geld).

Ich weis nun nicht wieweit du dich in der Teleskop-Optik auskennst.
Im es ganz kurz zu machen:
Lichtbrechende Teleskope haben das Problem das Licht unterschiedlicher
Wellenlängen unterschiedlich stark gebrochen werden.Durch die Kombination
verschiedener Glassorten und verwendung einer Sammelline in Verbindung mit
einer Zerstreuungslinse kann dieser Fehler verringert werden.

Besonders "kurze Refraktoren" etwa 4"f/5 leiden stark unter ihrem Farbfehler,
während er bei einem 80/1200er sehr sehr gering ausfällt.

Ein 102/100er liegt dazwischen,in der "weder Fisch noch Fleisch" Region.
Manche faberschwache Beobachter stören sich schon nicht mehr an dessen
Farbfehler,wancher farbreine Teleskope gewohnte Beobachter ist generft.

In Bezug auf die Qualität der Chinateleskope kann ich aus eigener Anschauung
sagen das diese stark vom Exemplar abhängt.Das die vom Händler eher positiv
angepriesen werden ist verständlich,die wollen ja schließlich verkaufen.

Ich würde dir eher raten das Biete-Board zu durchforsten.
Dort findet sich etwa ein 4"f/10 Vixen auf SP,ein solides Teleskop.

Neulich wurde dort auch ein 90/1300er Vixen angeboten,den ich aber nicht
mehr wiederfinde,offenbar schon verkauft.Auch ein 4"f/13 oder 4"f/15 FH
findet sich gelegentlich in den Gebrauchtmärkten.

Ich rate dir dich mit Sternfreunden aus deiner Gegend zu treffen um verschiede
Refrator-Teleskope am Himmel in Aktion zu erleben.Nichts geht über eigene
Anschauung.

Viel Glück,oder besser,gute Überlegung bei der Auswahl,

Karsten


Edit:
Bei Ebay habe ich noch einen Vixen 80L auf NP gefunden,
sowie einen und noch einen hier.
 
Re: Neuer Refraktor für Einsteiger(in) ... welcher

Hi folks!

Zitat:
"mit einem Budget von 100.- muntere Euro kannst du dir besseres als einen
4"f/10 Refraktor leisten,dessen Farbfehler dich nach einiger Zeit ärgern
wird,so daß du das Teleskop wieder verkaufen wirst."
Also das kann ich so nicht stehen lassen. Wer einmal mit einem wirklich guten Fraunhofer dieser Kategorie beobachtet hat, wird kaum eine wirklich so störende Farbverfälschung feststellen. Sicher ist es eine Geschmacksfrage, welche Optik einem zusagt und welche Ansprüche man an ein Refraktor-Objektiv stellt, wenn man jahrelang Apos gewöhnt ist. Doch diese Aussage ist für jemanden, der ein universelles Gerät sucht und keine Erfahrungen hat völlig irrelevant. Ich habe auch nach Jahren meinen alten Vixen 4 Zoll f/10 nicht verleugnet und ärgere mich heute eher über dessen Verkauf. Ein solches Gerät macht auch nach Jahren noch Spaß. Ich würde jedenfalls einen wirklich guten Fraunhofer (z.B. ein Vixen) einem China-Pseudo-ED-Apo vorziehen.
Leider wird hauptsächlich von Leuten über den vermeintlichen, bösen Farbfehler kolpotiert, die ein wirklich gutes Fraunhofer nie besessen haben. Damit will ich niemanden seine Meinung absprechen, doch sollten hier auch die Wünsche desjenigen mit berücksichtigt werden, der sich ein solches Gerät wohl zulegen möchte.

Ein guter 4 Zöller mit f/10 wird immer ein befriedigendes, kontrastreiches Bild zeigen. Farbfehler machen sich allenfalls bei sehr hellen Objekten wie Mond, Venus oder hellen Sternen wie Vega in Form von bläulichen Säumen um das Objekt bemerkbar. Je größer die Öffnung (bei gleichem Öffnungsverältnis) bzw. je kürzer die Brennweite desto deutlicher werden diese Farbsäume und führen dann bei extrem kurzbrennweitigen Geräten (wie z.B. solche Rich-Field-Geräte mit f/5 bis f/7) zu minderem Kontrast. Dies aber auch mit steigender Vergrößerung.
Ein klassischer Apochromat soll nun eben diesen Umstand des Farbsaumes/Farbfehlers beseitigen. Allerdings werden heutige Apos mit extrem kurzen Brennweiten hergestellt, so daß auch hier u.U. bei "billigeren" 2linsigen (besonders mit sog. ED-Gläsern) Apochromaten die Bildqualität kaum besser ist, als bei einem Fraunhofer längerer Brennweite! Auch ein Apochromat kann nicht beliebig "gekürzt" werden ohne das es auf die Bildqualität geht und man muss dann schon abwägen, ob es sich lohnt viel Geld in ein kurzes, leichtes, apochromatisch beworbenes Rich-Field-Gerät zu investieren, welches evtl. nicht besser ist als ein guter, wesentlich günstiger, langbrennweitigerer Fraunhofer.
Ich kann KaStern jedoch beipflichten, was die Qualität von Markengeräten angeht. Mit einem gebrauchten Vixen 102M wirst Du (sofern der Vorbesitzer es gut behandelt hat) immer gut fahren. Über den Wert und die Verwendbarkeit einer alten, gebrauchten Vixen SP-Montierung kann man sich wohl auch streiten.
Auch ein Teleskoptreffen ist eine gute Möglichkiet die Geräte anzutesten. Hier kann man sich auch als Einsteiger gut mit den Unterschieden diverser Teleskoptypen in der Praxis auseinandersetzen.
Jedenfalls kann ich Dir aus persönlicher Erfahrung sagen, das man zumindest mit einem 102/1000 Fraunhofer an sich nichts verkehrt machen kann. Es ist ein gutes, universell einsetzbares Gerät mit Langzeit-Spaß-Garantie. Es ist noch gut transportabel und benötigt keine so schwere Montierung. Ist die Optik gut (das kann ich bei meinem nach mehreren Beobachtungen auch bestätigen), dann lassen sich damit über viele Jahre brauchbare Beobachtungen machen. Nach einiger Zeit wird meistens sowieso der Wunsch aufkommen, sich ein zusätzliches gerät zuzulegen - sei es, weil man sich nun auch in einem Gebiet spezialisieren will oder weil andere Anforderungen gestellt werden. Aber auch dann ist ein solcher 4 Zöller immernoch ein guter Begleiter.

cu ...
Luzy
 
Re: Neuer Refraktor für Einsteiger(in) ... welcher

Hallo Dirk,

Leider wird hauptsächlich von Leuten über den vermeintlichen, bösen Farbfehler kolpotiert, die ein wirklich gutes Fraunhofer nie besessen haben.
stimmt,ich habe nie einen besessen.Aber ich habe durch gute Refraktoren gesehen:
80/1200mm Zeiss AS : Top!Sehr farbrein,klasse Kontrast,sehr gut verarbeitet
80/1200er Vixen FH: Gut!Der Farbsaum ist sehr gering,guter Kontrast,gut verarbeitet.
102/1000mm Xixen FH: Mich störte der Farbsaum,meinen Bruder auch (familientypisch gute Farbwahrnehmung?).
Gut verarbeitet,Kontrast etwas vom Farbfehler geschmälert.
100/1300er FH (Hersteller?): Farbsaum noch nicht störend,aber bemerkbar.
Verarbeitung mittelmäßig,Auszug könnte besser sein.Kontrast recht gut.

Ich mag nur annähernd farbreine Teleskope.Deshalb:

Ein guter 4 Zöller mit f/10 wird immer ein befriedigendes, kontrastreiches Bild zeigen.
Finde ich nicht,die Farbe nerft mich,der Kontrast ist vermindert,gerade beiJupiter ein echtes Manko.Deinen weiteren Ausführungen kann ich aber zustimmen.

Gruß,Karsten
 
Ein Statement mehr <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/cool.gif" alt="" />
Da du dich für Refraktoren entschieden hast, nur dazu ein paar Anmerkungen: Im Laufe der Jahre habe ich diverse Refraktoren unterschiedlicher Herkunft und Größe besessen - die 4"/f10 sind durchaus brauchbare Geräte mit hohem Spaßfaktor, da pflichte ich manchem Vorredner bei. Mich persönlich störte aber letztlich immer die doch vorhandene Unhandlichkeit, die bei manchen Beobachtungen ein gewisses "sportliches" Element erfordert <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> Aber beachte bitte: Nicht im System, sondern in Hersteller und Vertrieb begründet liegen die stärksten Gründe gegen ein solches Instrument. Laß Dir nichts von "geprüften" Optiken erzählen oder "überdurchschnittlicher Verarbeitung" etc. Wenn du mal ein wirklich teures Gerät angefaßt hast, wirst du erkennen, was wirklich gute Verarbeitung ist. Es zeigt sich immer wieder, dass doch immer wieder Schrott verramscht wird <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smirk.gif" alt="" /> . Auch von vielgelobten Händlern! Das ist ein Erfahrungswert und keine Nachrede! Die Gefahr an eine Gurke zu geraten ist allen Lippenbekenntnissen auf diversen HP zum Trotz groß. Hole Dir für Deinen Ref. auf jeden Fall jemanden an die Seite, der sich auskennt!!!
O.K. also doch, entgegen meiner Absicht: Mein Tipp wäre ein 4" oder 5" MAK.
Gruß
 
Hi Steffi,
die weißen TS Refraktoren sind m.W.n.auch aus China, aber von etwas besserer Qualität, zumindest was ich davon bisher gesehen habe.
Ein Vixen 102M (hat ein Sternfreund ) ist auch toll.
Aber, wie bereits gesagt, auch diese Geräte haben einen Farbfehler, der eben an Mond und hellen Planeten auffällt bzw. stört.
Über den Gebrauchtmakrt könntest Du einen 102M recht preiswert bekommen. Dazu ne HEQ5, die scheinbar ersetzt wird und daher auch zum Ausverkaufspreis neu zu haben ist. Beideszusammen sollte im Budget drin sein. Dazu kommt dann noch ein Zenitspiegel und Okulare zum Start.
CS
 
Re: Neuer Refraktor für Einsteiger(in) ... welcher

Hi folks!

@KaStern:
Ich kann Deinen Einwand bzgl. des Farbfehlers durchaus verstehen, wie gesagt, es ist auch eine Frage der Ansprüche. Allerdings würde ich nicht soweit gehen einem 4 Zoll Fraunhofer mit 1:10 grundsätzlich eine befriedigende Abbildungseigenschaft abzusprechen.

@Esme:
Hier findest Du einen schönen Link mit Vergleichsaufnahmen von Jupiter, welche die Möglichkeiten und Abbildungseigenschaften der einzelnen Optiken sehr schön veranschaulicht:
http://www.binoviewer.at/beobachtungspraxis/teleskopvergleich_jupiter.htm
Einen guten 102/1000 Fraunhofer kannst Du in etwa mit dem dort erwähnten 90/1000 vergleichen.

Sehr interessant finde ich vor allem einen Vergleich mit dem 150/750 Newton und dem 150/1200 Newton, bei genauerer Betrachtung der Abbildungen ist schon ein deutlicher Unterschied zu Kontrast und Detailschärfe zu erkennen. Auch die korrekte Justage der optik hat einen hohen Einfluß auf die Bildgüte. Ich denke die dort gezeigten Abbildungen sprechen im Großen und Ganzen für sich und erlauben schonmal eine gute Beurteilung der Leistung solcher Optiken.

Ein 150/1200 Newton ist ebenfalls ein ausgezeichnetes Gerät. Geringere Obstruktion, nicht so justieranfällig ... allerdings ist so ein Newton schon ein recht ordentliches Ungetüm und würde eine entsprechend stabilere Montierung benötigen. Solche Geräte gibt es auch in guter Qualität von Orion England.

cu ...
Luzy
 
Re: Neuer Refraktor für Einsteiger(in) ... welcher

Ein 150/1200 Newton ist ebenfalls ein ausgezeichnetes Gerät. Geringere Obstruktion, nicht so justieranfällig ... allerdings ist so ein Newton schon ein recht ordentliches Ungetüm und würde eine entsprechend stabilere Montierung benötigen. Solche Geräte gibt es auch in guter Qualität von Orion England.
Wenn wir jetzt in der Preis- und Größenklasse vom 150/1200er von Orion, wenn der Newton mit dem 2"-Auszug gemeint ist, sind:

Wie wäre es denn mit dem 127/1200er Semi-APO von TS? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" /> Der Kostet nur € 500. Keine Obstruktion, absolut Justierstabil ... Um die stabile Montierung kommt man sowieso nicht umherum ... Ich kenne nur sehr zufriedene User dieses Gerätes ...
 
Re: Neuer Refraktor für Einsteiger(in) ... welcher

Hallo Ihr!

Erstmal vielen Dank für die ausführliche Hilfe. Ich habe mich in der Zwischenzeit auch ein wenig im Netz umgesehen und mir den Link angeschaut (danke Luzypher :-) ). Der Unterschied zwischen einem Refraktor mit 90 bzw. 100 mm Durchmesser und einem 150 mm Newton ist doch deutlich. Ich kann mir aber vorstellen, daß so ein 150/1200 mm Newton doch schon sperrig ist, oder?
Gibt es denn eine Möglichkeit in der Nähe (Dorsten, Gladbeck) einen solchen Refraktor mal live zu sehen? Vielleicht sogar die Möglichkeit des Vergleichs mit einem solchen Newton?
Ich muss gestehen, daß ich sonst im Netz nur positive Berichte zu den Refraktoren der Firma TS gefunden habe.
Was gäbe es denn noch für Hersteller, die solche oder ähnliche Geräte anbieten?

Liebe Grüße
Steffi
 
Re: Neuer Refraktor für Einsteiger(in) ... welcher

Hi folks!

@Esme:
Ich kann Dir anbieten Dich mal mitzunehmen, da ich häufig nach Schermbeck zum Beobachten fahre, daß waäre ja dann ziemlich in der Nähe. Dann kannst Du Dir zumindest schonmal ein Bild vom 102/1000 mm auf der GP-E mit Hartholzstativ machen. Vielleicht findet sich ja noch jemand, der dann ein Newton-Spiegel oder ähnliches mitbringt um mal direkt vergleichen zu können.

cu ...
Luzy
 
Re: Neuer Refraktor für Einsteiger(in) ... welcher

hi,

die gegend nordwestlich von schermbeck will ich mir demnächst auch mal anschauen, also wenn der spechtelplatz noch aktuell ist dann meldet euch mal bei mir

gruß

der saiph
 
Re: Neuer Refraktor für Einsteiger(in) ... welcher

Hallo Steffi,

ein wirklich schöner Refraktor ist z.b. der Russische
TAL 100/1000. Der kostet mit schönem stabilen Holzstativ und Montierung 450€. Zenithspiegel und 2 Okulare sind soviel ich weiß auch dabei. Die TAL Optiken sind Spitze,
die Verarbeitung ist äuserst solide, wenn auch schwer.
Leider giebt es in Deutschland keinen Händler, aber in Belgien.
Schau mal www.grootven.be und www.telescopes.ru

Grüße
Hans
 
Ciao Steffi,

- Was wird in der Astronomie beobachtet ? Schwache Objekte !
- Was braucht man um die möglichst viele Photonen von solchen schwache Objketen zu sammeln und ins Auge zu leiten ? Möglichst viel Öffnung !
- Warst Du bislang mit dem was Du in deinem 60mm Refraktor sehen konntest zufrieden (Farbfehler, Bildschärfe, Lichtstärke) ? Wahrscheinlich eben nicht.
- Was ist das wichtigste gleich nach grosser Öffnung ? Transportabilität !

Wenn man für minimales Geld maximale Öffnung (siehe oben) UND Transportabilität (wichtig um zu dunklen Plätzen zu kommen) haben will, kauft man sich typischerweise einen Newton in Dobson-Montierung. Damit hast Du KEINERLEI Spezialisierung auf eine Objektklasse. Das Ding kann man für alles, später auch Fotografie verwenden (wenn Du Dir später noch eine parallaktische Montierung zulegen willst). Du solltest Dein Abneigung gegen Newtons absolut überdenken !!!

Für Deine 1000 Euro bekommst Du einen recht guten + beliebig erweiterbaren D=200mm Dobson mit sinnvollem Zubehör. Den Refraktor (mit Montierung) den Du dafür bekommst ist ungleich weniger leistungsfähig: in der Öffnung (Photonen !), hat Farbfehler (Unschärfe bei Planeten), erlaubt weniger Vergrösserung (weniger Auflösungsvermögen) und ist weniger für DeepSky-Objekte geeignet.

Vergiss Deine Vorbehalte gegen den Newton, oder leg mal dar, woher dei denn kommen...? Einen optisch guten 8" Newton-Dob wirst Du Dein Leben lang nicht mehr hergeben ! Ich weiss wovon ich rede - schaumal z.B. meine Beobachtungsberichte an:
http://eyes4skies.de/Internet/Astro/BeobachtungsReports/BeobachtungsReports.htm
--> Insbesondere diese:
BeobReport_2005_08_30_KABR (!)
BeobReport_2005_09_04_HEHO (!)

Ausserdem:
Justage bei Newtons - kein Problem: Laser gibt's für 60 Euro, ist in 5min gemacht ! Also keine Angst insofern vor Newtons.

Viel Glück + schöne Grüsse
Peter

 
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Re: Neuer Refraktor für Einsteiger(in) ... welcher

Hallo Peter, hallo Hans,

öhm, habt Ihr mal geschaut, von wann dieser Thread ist, der nur aufgrund des erwähnten Spechtelplatzes wieder aufgelebt ist?
Ich vermute mal sehr stark, dass da keine Kaufberatung mehr vonnöten ist ;-).

Viele Grüße

Carsten
 
Re: Neuer Refraktor für Einsteiger(in) ... welcher

Ciao Carsten,

tja PPP, peinliches persönliches Pech. Naja vielleicht interessiert es später jemanden mal ...
===> Aber vielleicht kann die Autorin ja mal schreiben, wie's denn ausgegangen ist ... :-) !!!

Danke für den Hinweis + schöne Grüsse
Peter
 
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