Neues Lidl?

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wie testtet man das genau mit dem künstlichen stern ?

habe mal eine wisse led taschenlampe in einer filmdose mit nähnadel dickem loch (0,3 -0,5 mm grossem loch).zentriert und auf 8 und auf 15-16 metern entfernung mit dem lidl und dem 20ér okkular drauf geschaut.

tja .. einen weissen fleck habe ich gesehen, der immer grösser wird, wenn ich das okkular in das teleskop reinbewege und immer kleiner wird, wenn ich es herausbewege <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />

also den polarstern konnte ich mal kurz scharfstellen , war ja dauernd bewölkt, und der sah dann aus wie ein weisser punkt, kein kreuz

auf was muss ich denn schaun, wie soll es denn aussehen oder nicht aussehen ?

kann jemand mal eine anleitung für dummies beschreiben ?
 
Michael,

danke für den Tipp. War gerade schon fast dabei, an der Fassung rumzudrehen. War wahrscheinlich doch zu preisgünstig, das Ding. Na, dann werde ich mal die Tage in die Tiefgarage gehen, wenn das Wetter nicht besser wird. Bin ja schon froh, daß mein gestochenes Loch immerhin mehr oder weniger rund abgebildet wird.

Roland
 
Hallo Andi,

so einfach ist das leider nicht. Mir wäre auch keine Anleitung "for dummies" bekannt. Das Loch Deines künstlichen Sterns ist jedenfalls auch für diese kleine Öffnung um ein Vielfaches zu groß. Am besten wäre tatsächlich der Polarstern, er hat die richtige Magnitude und flutscht einem auch nicht aus der Bildmitte - da gehört der Sterntest nämlich hin, am Rand des Okulars bringt er nichts mehr.

Also lieber warten, bis der Polarstern wieder hinter den Wolken vorkommt, im ausgekühlten Teleskop bei hoher Vergrößerung (beim Lidl ruhig so um die 150fach) das fokale Bild mal betrachten, danach intra- und extrafokal. Aber nur wenige mm defokussieren, nicht - wie man es so häufig sieht - im cm-Bereich. Alles schön rund, Ringe bzw. deren Intensitäten gleichmäßig verteilt? Intra- und Extrafokal identisches Bild (bei jeweils gleich weitem defokussieren)? Dann kanns nicht so wild sein.

Bei schlechtem Seeing ist die Interpretation des intrafokalen, extrafokalen und fokalen Sterns allerdings nicht einfach.

Es gibt eine Sterntest-Bibel, nennt sich "Star Testing Astronomical Telescopes" von H.R. Suiter. Allerdings nur auf Englisch und ob das die richtige Kost für einen Einsteiger ist? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/gutefrage.gif" alt="" />

Grüße,
Michael
 
also gestern hatte ich mal bissl am polaris versucht. war natürlich immer wieder mit wolken bedeckt oder nur durchs teleskop zu sehen, mit blossem auge aber nicht.

den stern habe ich scharf und rund eingestellt bekommen und wenn ich das okular in eine richtung minimal drehe, dann hatte ich eine runde fläche, die aussen heller war als innen, drehte ich in die andere richtung bissl unscharf, dann hatte ich ein unscharfes bild mir einer matschigen scheibe.

nun kann das auch an den wtterverhältnissen liegen ?
soll ja eigentlich in beide richtungen gleich aussehen, was es bei mir bei weitem nicht getan hat .
 
Hallo Andi,

ich wäre an Deiner Stelle erst einmal ganz beruhigt. Das klingt alles bisher nicht so schlimm, im Gegenteil. Wichtig beim Sternentest ist, dass das Teleskop lang genug Zeit hatte, um auszukühlen. Jetzt im Winter kann das bis zu einer Stunde dauern. Minimum ist mit Sicherheit eine halbe Stunde. Ein Test am Polaris mit dem mitgelieferten 4mm Okular (eigentlich ein ca 6mm Okular) bei ca. 116x sollte dann ein wenig Klarheit in die Sache bringen. Besser wäre noch eine leichte Übervergrößerung wie schon angesprochen von ca. 150x. Übrigens, den Sternentest macht man ohne Zenitspiegel. Schließlich kann der auch verkorkst sein.

Schau mal hier:
http://www.binoviewer.at/teleskoptuning/lidltuning2.htm

Hier kannst Du ganz gut sehen, wie ein Sternentest idealerweise auszusehen hat und wie sich auch "Gurken" entlarven lassen. Es gibt einige Optikfehler die sich mit ein wenig Übung auch gut erkennen lassen, z.B. Astigmatismus. Dann hast Du ein Ei, statt einer kreisrunden Scheibe, welche sich beim Wechsel durch den Fokus von intra- zu extrafokal umkehrt. Früher hatten die Lidldinger das wohl häufig wegen der zu fest sitzenden Taukappe, welche die Linse stauchte und somit einen "Knick" in der Optik verursachte. Im Fokus gab es dann die berühmten "Kreuze". Das ist bei Dir wohl nicht der Fall, da Du von schönen Punkten sprichst.

Weitere Fehler sind Korrekturfehler (spährische Aberration). Diese hat man fast immer ein wenig bei den Chinakrachern. In geringem Maße wirken sie sich aber nicht so dramatisch aus, wie man vermuten könnte. Meistens kann man damit leben. Eine toll Darstellung siehst Du beim Bino-Tom auf der Seite, wo man sehen kann, was noch ok ist, und was nicht.

Wenn Du bei ca. 120x noch punktförmige Sterne siehst, dann sieht die Sache shonmal gut aus. Versuch Dich mal am Saturn. Sein Ring steht momentan nicht soweit offen. Wenn Du die Cassiniteilung bei einem super Seeing andeutungsweise sehen kannst, dann kannst Du mit Deinem Rohr absolut zufrieden sein. Wenn es beim ersten Mal nicht klappt, nicht gleich die Flinte ins Korn werfen. Häufig kann ich sie auch mit größeren Geräten nicht sehen, da das Seeing (Luftunruhe) häufig einfach nicht mitspielt.

Also, mach Dir erst einmal keine Sorgen, sondern viel Spass beim Beobachten.

Gruß,

Thomas
 
Ich habe in der Sektion für visuelle Beobachtungen mal einen kleinen Anfängerbeobachtungsbericht mit dem Lidl geschrieben.
Für Neulinge (so wie ich einer bin) vielleicht ein Anreiz.

Grüssle vom See

Claudius
 
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