Newton 150/1400 ... alle Baugleichen Schrott ?

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SkyBob

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Hallo Zusammen.

Ich habe mir mal mehrere Threads zu den Newton 150/1400ern
angesehen.
Also diese Spiegel-Linsen-Teleskope.

Kommendie alle vom gleichen Hersteller und sind nur anders lackiert ?

Ich habe nun TS Megastar 1550, Seben Big Boss, und Bresser Pollux gefunden.

Sind die wirklich alle "gleich" schlecht ?

Und sind Maksutov-Teles nicht ein ähnliches System ?
Also eigentlich auch "nicht gut" ?

Gruß
Markus
 
Hallo Markus,

ich kann dir nicht alle Fragen beantworten, da ich es nicht genau weiß. Bei deinen Aufzählungen handelt es sich bei allen um sog. Katadiopter in Newton Bauweise mit Korrektorlinse. Diese wurden in diesem Forum schon mehrfach besprochen und haben selten positive Berichte hinterlassen. Ob sie alle vom selben Hersteller sind und unterschiedlich lackiert wurden?

Ich sage mal: Ich halte es für möglich. Wissen tue ich es aber nicht.

Ein Maksutov ist aber ein grundsätzlich anderes System. Siehe:
https://de.wikipedia.org/wiki/Maksutov-Teleskop

Kennzeichen des Teleskops ist die sog. Maksutov Platte, welche als erstes Element im Strahlengang sitzt. Bei einem Katadiopter sitzt dagegen die Linse im Okularauszug und ist damit das letzte bildbeeinflussende Element vor dem Okular.

Soviel zu den Unterschieden.

Ich habe übrigens schon durch faszinierend gute Maksutov-Newtons schauen dürfen (Maksutov-Platte am vorderen Ende ohne Korrektorlinse), aber noch nie durch ein solches von dir aufgezähltes System.

Grüße,
Tobias

 
Hi Markus

ob die drei vom gleichen Band fallen oder geringfügig weniger schlecht sind, ist nicht relevant; einen Kugelspiegel herzustellen ist ja auchkein Hexenwerk.
Das Problem ist, dass ein Newton OHNE Korrektorlinse justiert werden möchte. Und für eine hervorragende Abbildung justiert werden Muss. Was ja sehr einfach ist und von jedem Anfänger geschafft wird; Anfangs kann man damit gut ne halbe Stunde verbringen, mit etwas Übung ist es eher ein Minütchen oder zwei.
Bei derartigen Katadioptern MUSS aber eine saubere Justage her, will man jenseits von 40x noch eine halbwegs brauchbare Abbildung bekommen. Mit der Korrektorlinse ist das aber sehr schwierig und gerade für Einsteiger nicht zumutbar.
Wobei ich eh nicht verstehe, warum es die noch gibt - ein gewöhnlicher - wenn auch recht einfacher - Newton auf der gleichen Motierung mit 2cm weniger Öffnung kostet sogar etwas weniger, zeigt aber mehr.

cs
Jürgen
 
Hallo Markus,

zunächst einmal gilt: Katadioptrische Systeme sind unabhängig vom optischen Design alle Optiksysteme, die optisch wirksame Linsen und Spiegel (also solche, die die Brennweite beeinflussen) im Strahlengang haben, also SC's, Mak's, Mak-Newtons etc.

Diese sog. Cat-Newtons sind auch meiner Erfahrung nach optischer Schrott und bestenfalls bis etwa 50-fach sinnvoll einsetzbar. Es soll mal in den 80ern ein wirklich gutes Modell japanischer Produktion gegeben haben, das damals (!) ca. 3000 DM kostete. Also ein himmelweiter Unterschied zu heutigen Geräten.

Sven Wienstein hat nach aufwendiger Justiererei einem 114/1000er eine akzeptable Abbildungsqualität entlockt:

http://www.svenwienstein.de/HTML/bresser_114_1000.html

Ein Cat-Newton mit "out-of-the-box" guter Abbildungsleistung ist offenbar die seltene Ausnahme, die die Regel bestätigt.

In Anbetracht wirklich guter, kleiner Newtons der Preisklasse zum 200 Euro ist mir unbegreiflich, dass sich diese Optiken am markt halten können.

VG Christian
 
Hallo Tobias,

auch wenn es in der Wikipedia steht
Zitat von derTobi:
so ist

Kennzeichen des Teleskops ist die sog. Maksutov Platte
doch unüblich und mir in der Literatur noch nicht begegnet. Es handelt sich beim Maksutow-Korrektor eben nicht um eine Platte, die gewöhnlich dünn und mit wenig gekrümmten Flächen daherkommt (siehe Schmidt), sondern um eine ziemlich dicke Meniskuslinse mit stark gekrümmten Flächen.

Grüße

fquadrat
 
Hallo fquadrat,

da hast du sicher recht. Ich bin gerade am überlegen wo ich es herhabe. Entweder ich hab das mal als Maksutov-Platte irgendwo aufgeschnappt, oder aber ich habe es mit der Schmidt-Platte eines Schmidt-Newtons vermischt. Tatsächlich ist es eher unüblich.

Nichtsdestotrotz findet sich der Begriff auch hier im Portal:
http://www.astronomie.de/technik/erfahrungsberichte/russentonne-mto-1001000/

Ich würde es trotzdem in Zukunft vermeiden, da hierdurch Verwirrungen auftreten könnten und besser Meniskus-Linse verwenden :-).

Grüße,
Tobias
 
Hallo Tobias,

gut, dann wäre etwas gegen die wachsende Verwirrung getan. :-)

Daß Du mit dem Maksutow-Newton Spaß gehabt hast, glaube ich sofort. Mit meinem Maksutow-Cassegrain gab es auch schon viele nette Stunden, und zwar nicht trotz seiner bescheidenen Kenndaten (90 mm Öffnung, 1250 mm Brennweite), sondern mittelbar wegen dieser Daten. Das Instrument wird leicht und handlich, dadurch kann man es gut transportieren sowie schnell aufbauen. Ich staune immer wieder über diese Konstruktion.

Viele Grüße

fquadrat
 
Hallo Tobias,

mit TS Megastar 1550, oder Seben Big Boss usw. wirsd Du auf Dauer wenig Freude
haben. Ich kenne nur einen einzigen Megastar von 1987, eines Bekannten Rentners der Vergrößerungen bis 180 Fach zulässt, 3 seiner Freunde, die sich 2013 Gleiches besorgt haben, hatten kein Glück damit!

Einer hat gegen ein 130 / 650mm Newton getauscht,
http://www.teleskop-express.de/shop...rteleskop-mit-parallaktischer-Montierung.html
einer gegen 150/750 auf EQ5 getauscht, hat also finanziell stark dazugelegt.

Der Dritte hat auf mein anraten zum 150 / 1200 Dobson gegriffen und nur 70,- € draufgelegt
http://www.teleskop-express.de/shop...kyliner-150P---Parabol-Dobson-150-1200mm.html

Aber alle Vier sind begeistert von dem klaren Bild und und den sauberen Abbildungen der getauschten Teleskope, sagen aber der 150 / 1200 mm Newton sei am stabilsten beim beobachten und zeige bis zum Rand das beste Bild, von der Südost - Terasse der Seniorenanlage.



Gruß Günter
 
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