Newton 200/1000 + Refraktor 102/1000 Sinnvoll ???

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Ruekn

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Hallo Sternenfreunde,

ich würde gern Eure Meinung über meine Überlegungen hören.
Ich habe einen Newton Skywatcher 200/1000 auf EQ5. Ich bin zwar noch nicht lange dabei, habe aber gemerkt, das die EQ5 selbst visuell schon hart an der Grenze ist. Ich möchte mir dafür nun eine stärkere Montierung kaufen, sagen wir mal EQ6. Und als Planetengerät einen Refraktor 102/1000 den ich auf die EQ5 setzen will.

Was denkt Ihr überhaupt darüber ? Newton 200/1000 und Refraktor 102/1000. Ist das eine Kombination, die man durchaus als normal bezeichnen kann ? Oder ist das nicht sinnvoll ?


Vielen Dank im voraus.

 
hallo ruekn,

ob die kombination für dich sinnvoll ist hängt davon ab,
was du dir vom refraktor erwartest.

die vorteile des refraktors sind:
- fast keine auskühlzeit (15min)
- leichter, handlicher, transportabler
- sonnenbeobachtung mit herschelprisma
- als leitrohr verwendbar
- kein justieren nach transport

wenn du aber vom 100/1000er als planetengerät schreibst, so muß ich
dich entäuschen. der 100er zeigt dir auf jeden fall wesentlich
weniger details als dein jetziger 200er newton, außer dieser ist
eine absolute gurke, also weniger als beugungsbegrenzt.
ein planetengerät ist der 100/f10 refraktor sowieso nicht, es ist
ein allroundgerät. für ein planetengerät ist der farbfehler zu hoch und
die öffnung für die echt "geilen" details zu gering.
zu beachten ist außerdem, daß bei den synta-refraktoren die qualitäts-
streuung enorm hoch ist. die wahrscheinlichkeit, daß du ein mittelmäßiges
bis schlechtes gerät erwischt ist hoch, die mechanik ist minderwertig.
da würde ich nur zu einem gerät von Vixen oder TMB greifen.

suchst du aber ein planetengerät, daß dir mehr zeigt als der 8"newton
kann ich dir folgende teile empfehlen:
- 6" Maksutov Newton
- 6" Maksutov Cassegrain (m.lüfter)
- 5" APO-Refraktor

oder die günstigste möglichkeit: du baust in deinen newton seitlich
über dem hauptspiegel einen lüfter ein der auf den spiegel bläst,
mit austrittslöchern gegenüber, du kleidest den tubus mit dc-fix velours
aus oder machst blenden rein und du verpasst dem ding einen anständigen
OAZ, dann hast du auch ein planetengerät, sofern die optische qualität
mitmacht.

c.s. tom
BINOVIEWER
(Member of Albireo)
 
Hallo Tom,

danke Dir für Deine Info. Die von Dir genannten Geräte sind im Moment nicht im meinem Budget. Aber als Planetengerät mit langer Brenweite kann man doch auch den Vixen 80/f15 oder 90/f11 verwenden. Sind diese Refraktoren nicht etwas besser in der Abbildung der Planeten als ein 8" f5 Newton ?
Vielen Dank auch für die Verbesserungstips für meinen Newton. Es stimmt, der OAZ wackelt, und ich denke die Montierung ist auch an der Grenze.
 
80/f15 etc.

Hi,

hier muß ich mich mal einschalten.
Aufgrund der geringen Öffnung (80mm oder 90mm) kann ein solcher Refraktor, auch als f/15 oder als APO oder sonstwas NICHT den Detailreichtum zeigen wie Dein 200/100er Newton. Ich hab einen 254/1140er Newton, äquatorial montiert, der liefert bei vernünftigem seeing am Planeten Bilder, da kannst alles andre in die Tonne treten. Trotz alledem werd ich demnächst mein mittleres teleskop auf 6" upgraden, wobei ein 150/1200er Refraktor derzeit der Spitzenreiter ist.

Viele Grüße

Markus
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Quidquid agis, agas prudenter et respice finem!
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Markus A. R. Langlotz
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Hallo Ruekn,

das ist das Problem mit euch Internetusern:Ihr wollt euch immer so sehr bedeckt halten.Wenn die Gegend bekannt wäre,könnte vielleicht ein "alter Hase" mal einen Blich auf und durch deinen Newton werfen,ob der möglicherweise schlecht justiert ist oder die Optik schrottig ist.

Falls alles in Ordnung ist wird dir KEIN 4" Refraktor mehr an Planetendeteils zeigen als der 8" Newton.
Dann wäre vielleicht ein kompakter 4" eine Alternative,für große Gesichtsfelder.

MfG,Karsten
 
ein planetengerät ist der 100/f10 refraktor sowieso nicht, es ist
ein allroundgerät. für ein planetengerät ist der farbfehler zu hoch und
die öffnung für die echt "geilen" details zu gering.


Ich dachte, ein f/10-Refraktor ist eher Planetenspezialist als Allrounder?

Welche Details sind für dich 'echt geil'?
 
Re: Newton 200/1000 + Refraktor 102/1000 Sinnvoll

hallo aths,

der 4"f10 refraktor ist meiner ansicht nach wirklich ein
echtes allroundgerät.
- mit 2" okuklaren kommst du bei 25-30facher vergrößerung auf
gesichtsfelder von 2,5 grad. das ist noch fast richfield.
- beim planeten kannst du bis 300fach gehen, vor allem mit
einem hellgelbfilter hast du dann immer noch ein scharfes bild
- das teil ist noch recht kompakt, hat wenig gewicht und ist
ganz gut transportabel.

die bezeichnung "planetengerät" würde ich nur dann verwenden, wenn
das gerät wirklich dafür konzipiert und optimiert wurde, ansonsten
könnte man fast jedes gerät als "planetengerät" bezeichnen, da
man mit fast jedem gerät die planeten schön beobachten kann.
im vergleich zum 8"newton ist der 4"f10 auch kein planetengerät,
weil er einfach weniger zeigt. mit 4"f15 könnte man schon über ein
"planetengerät" diskutieren.

"echt geile" <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" /> planetendetails sind für mich jene, die interessant
sind auf veränderungen hin untersucht zu werden, wie zb. die kleinen
WOS im SSTB, das große WO im STB, detailstrukturen im inneren des GRF oder
kleine fleckchen auf saturn, auch die encke-teilung hat einen
gewissen, wenn auch eher sportlichen reiz auf mich.
für ein sicheres erfassen dieser details sind 4" auch bei einem
guten refraktor doch eher zuwenig. beim farbreinen refraktor wären
für mich 6" das untere minimum, oder beim planetenoptimierten
reflektor 7"-8".

trotzdem: gerade gestern hab ich mir in meinem auf 80mm
abgeblendetem 120/600er saturn bei 240fach angesehen:
cassiniteilung umlaufend, EZ, SEB, STrZ, Polbereich....das hatte auch was!

c.s. tom
BINOVIEWER
(Member of Albireo)
 
Re: Newton 200/1000 + Refraktor 102/1000 Sinnvoll

Na, binoviewer, da freue ich mich nun, dass die Finanzierung des 90 M im Prinzip steht, und schon bringst du mich hier völlig durcheinander <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

Frank Specht vergrößert bei 90 mm nur bis 150x, du knallst 80 mm auf gleich 240x... Mich würde interessieren, wie es sich mit den "geilen" Details verhält: Kann man die (mit 6 oder 8 Zoll) auch unter "Normalbedingungen" (vom Seeing her) am Stadtrand sehen, oder sind dafür die berühmten Sekunden der Luftruhe notwendig?
 
Re: Newton 200/1000 + Refraktor 102/1000 Sinnvoll

Hallo Aths,

Frank Specht vergrößert bei 90 MM nur bis 150x, du knallst 80 mm auf gleich 240x... Mich würde interessieren, wie es sich mit den "geilen" Details verhält: Kann man die (mit 6 oder 8 Zoll) auch unter "Normalbedingungen" (vom Seeing her) am Stadtrand sehen, oder sind dafür die berühmten Sekunden der Luftruhe notwendig?

Also *alle* Formeln der sog. Berechnung der maximalen Vergrösserung eines Teleskopes sind nur gröbste Annäherungen. In der Praxis zeigen die besten Planeten und Mondfotografen daß man bei gegebenem Objektiv-(Spiegel-)durchmesser immer *noch mehr* Vergrösserung rausholen kann. 10 Zoll sollten so maximal 0.5 Bogensekunden bringen, aber es gibt leute, die damit 0.1 grosse Details am Mond fotografieren. Immerhin Faktor 5!

Also lass dich da nicht verwirren...

Vor zehn oder zwanzig Jahren wurden die besten hochauflösenden Fotos direkt aus München heraus aufgenommen. Ich glaube es war Lille. Alle *wussten* damals, daß das Seeing in der Stadt das nicht hergeben würde. Und schon hat einer das Gegenteil bewiesen.

Also auch hier: alles ist möglich.

Gutes Seeing hilft natürlich, aber es ist häufiger als man denkt. Man muß einfach nur oft genug draussen sein.

 
Re: Newton 200/1000 + Refraktor 102/1000 Sinnvoll

genauso wie tom licha es sagt ist es!

alle formeln für eine maximalvergrößerung sind einfach nur
ganz grobe näherungswerte. in der praxis probierst du einfach
aus was am meisten bringt. ein superseeing brauchst du für
"geile" <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" /> details nicht, mittlere qualität genügt, zumal
es auch dann immer wieder einzelne momente von ein paar sekunden dauer
gibt, in denen der planet dann astrein dasteht. man muß aber, wie
tom licha es auch gesagt hat, darauf warten können und wollen.
mal schnell durchschaun und dann, nur weil gerade in dem
moment alles wabert, wieder abbauen is nich. oft ändert sich das
seeing recht rasch innerhalb von einer halben stunde, man sollte also
immer eine gewisse zeitlang bereit sein. in der zwischenzeit kann man
sich auch zur abwechslung ein paar galaxienfunzeln reinziehen.
wenn man geduld hat, kann man in jeder zweiten nacht geile details sehen.
es gibt natürlich auch nächte, wo wirklich nichts geht, zb. bei starker
föhnlage, aber die sind eigentlich recht selten. rausholen kann man immer
was, man muß nur am ball bleiben.
aber ich gebs ja zu, bin sehr oft auch einfach zu faul auf die guten
momente zu warten, vor allem wenns draußen saukalt ist und die
freundin schon das bett vorgewärmt hat <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/blush.gif" alt="" />

für dein 90M solltest du aber auf jeden fall auch vergrößerungen von
250x und 300x zur verfügung haben, sonst versäumst du was.
und damit meine ich nicht nur doppelsterne.

c.s. tom
BINOVIEWER
(Member of Albireo)
 
Re: Newton 200/1000 + Refraktor 102/1000 Sinnvoll

Sorry für die ewige Nachfragerei <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" /> aber mich würde jetzt doch mal interessieren, ob man diese 3-fache "Übervergrößerung" bei Spiegel genausogut erreichen kann (vergleichbare Bildqualitätseinbußen vorausgesetzt), oder ob man sich hier lieber nicht so weit aus dem Fenster lehnen sollte.

Konkret geht es mir um f/5 (bzw. f/6)-Newtons und Kompakt-Spiegel wie das VMC.
 
Re: Newton 200/1000 + Refraktor 102/1000 Sinnvoll

Hallo aths,

was "Übervergrößerung" angeht kann ich auch noch was zu sagen.
Ich habe neulich den Mond mit meinem 120mm Skywatcher bei 260x betrachtet. Der Farbfehler war zwar da, hat mich aber nicht besonders gestört. Mit VR-1 Filter war der dann praktisch nicht mehr vorhanden und entsprechend grandios war das Bild.
Testweise habe ich dann mal auf 60mm (f/17 !) abgeblendet und auch mit dieser Öffnung mit 260mm beobachtet.
Der Farbfehler war so natürlich auch ohne VR-1 nicht zu sehen und der Kontrast war entsprechend gut. ABER es waren auch deutlich weniger Details zu sehen! Z.B. die vielen feinen Rillen im Kraterinneren erschienen jetzt als wenige grobe Rillen.
Es zeigte sich also, dass trotz erhöhtem Farbfehler die größere Öffnung sinnvoller ist.
 
Moin Karsten,

nur so am Rande: Rüdiger war neulich mit uns auf dem Aschberg. Sein Newton ist optisch ok, besser als meiner (baugleich), mit dem ich auch schon zufrieden bin. Das war jedenfalls die Aussage von Armin Quante und Michael Hahn, die meinen Newton gut kennen. Ich kam erst später dazu, habe die kleinen Tests deshalb nicht mitbekommen.

Lediglich ein paar Verbesserungen könnte man noch durchführen (Teflon statt Plastiklaufschienen in den OAZ, irgendwann mal einen Lüfter vielleicht, besseres Stativ für die EQ5, ...).



 
Re: Newton 200/1000 + Refraktor 102/1000 Sinnvoll

Es zeigte sich also, dass trotz erhöhtem Farbfehler die größere Öffnung sinnvoller ist.

Ich schätze ein "gutes" Bild recht hoch. f/8.3 halte ich für relativ mutig, immerhin bedeutet das ständig mehr an Gewicht (Schleppereien hasse ich, und da das Tubus-Gewicht auch jeweils ausgeglichen werden muss, kommen insgesamt doch schon einige zusätzliche kg zusammen) und größere Sperrigkeit, und lt. spiegelverwöhnter Reviewer soll auch f/10 noch "unexciting" sein. Mit 90 mm dürfte ich zwar ca. "1/3 weniger" sehen als mit deiner Optik (und bei f/11.1 auch noch Farbsäume wahrnehmen) doch wenn es um Licht geht, überzeugen mich Spiegel eher <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" /> Es mag arrogant klingen, doch nach den Scherereien mit der Kaufhausgurke schätze ich möglichst simples, aber "ästhetisches" Schnellgucken ziemlich hoch, am liebsten ohne mit Filtern irgendwelche Optikschwächen ausgleichen zu müssen - und wenn dabei Abstriche bei der Detailgenauigkeit inkauf genommen werden müssen. Beim 90M gegenüber dem 102M ca. 2 kg Transportgewicht sparen zu können, klingt für mich auch verlockend. (120 mm müsste dann noch mal einige zusätzliche Kilo bedeuten.)

War 260x bei 60 effektiven mm denn sehr "mies", von der Bildqualität her?
 
Re: Newton 200/1000 + Refraktor 102/1000 Sinnvoll

Hallo Leute,

danke für Eure Hilfe. So wie Torsten es schon sagte. Mein Newton ist sicher ok, am Aschberg bestätigte mir Armin das durch verschiedene Tests. Den Newton werde ich auf jeden Fall behalten. Eine stärkere Monti muß her, und in dem Zusammenhang wollte ich mir einen Refraktor zulegen, der zum Schnellspechteln am Planeten geeignet ist, aber nicht nur am Planeten. Also muß einigermaßen Öffnung vorhanden sein, und transportabel soll er auch sein.
Jetzt überlege ich wie es mit dem Skywatcher 120/1000 aussieht. Ich habe Angebote eingeholt für eine EQ6 und einen 120/1000er Refraktor. Mein Newton soll dann auf die EQ6 (sicher viel bessere Stabilität als auf der EQ5), und der Refraktor auf meine EQ5, zum "schnell mal raustragen und gucken". Was haltet Ihr denn davon ?
Ich danke Euch sehr für Eure Meinungen.




 
Re: Newton 200/1000 + Refraktor 102/1000 Sinnvoll

Hi,

sicher wäre ein 120mm Vixen sehr schwer (gibt es den überhaupt ohne ED/F-Glas?). Mein Skywatcher 120/1000mm ist jedoch nur 5-6 kg leicht. Da ist das Gewicht überhaupt nicht das Problem (alleine die Transportkiste für den Tubus wiegt nämlich schon 12 kg).
Auch die Montierung, das Stativ, die Bleibatterie, der Okularkoffer, Taschenlampe, Beobachtungsstuhl ... wiegt so viel, da macht ein 2kg schwererer Tubus nix aus. Auch das Gegengewicht kannst Du ja nicht in Scheibchen schneiden. Das hat eine bestimmte Masse und wird durch verschieben an den Tubus angeglichen; wäre ein großer Zufall, wenn Du ein leichteres Gewicht genau am äußersten Ende benutzen könntest.

Ich habe ein 5kg-Gegengewicht, das aber für meinen Refraktor überdimensioniert ist, weil es sich noch um das doppelte nach aussen schieben liesse. Ein 3kg-Gewicht wäre also wahrscheinlich ausreichend.

Ich kann aber verstehen, dass Du jetzt auf "Qualität" setzt nach Deinen schlechten Erfahrungen. Bei meinem Skywatcher ist jedenfalls eine Menge Arbeit mit Justage angefallen, allerdings ist der jetzt wahrscheinlich besser justiert als ein durchschnittliches Vixen-Gerät. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

War 260x bei 60 effektiven mm denn sehr "mies", von der Bildqualität her?
Auf keinen Fall. Wenn man nicht den Unterschied zu 120mm gesehen hätte, dann hätte man durchaus über die gute Bildqualität staunen können. War ja schliesslich mehr als 4xD! Ich finde aber, dass gerade die feinen Details das interessante sind und die sieht man mit 60mm nicht.
Ich kann natürlich nicht sagen, was man mit 90mm gesehen hätte. Dabei ist aber noch zu bedenken, dass ich mit 60mm ein f/17 hatte, Du mit dem 90mm aber nur ein f/11.
Mir fällt noch folgendes dazu ein: Ich habe den Mond ziemlich hell gesehen, weil ich keinen Mondfilter verwendet habe (VR-1 dunkelt kaum ab). Dadurch habe ich wahrscheinlich noch weniger Details gesehen als ich mit Mondfilter gesehen hätte. Der Unterschied zu 60mm wäre dann wohl noch deutlicher gewesen (bei 60mm ist der Mondfilter ja schon "eingebaut" <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" /> ).
Was mich erstaunt hatte war, dass die Luftverwaberungen bei 120mm und 60mm gleich störend waren. Da hätte ich gedacht, dass das bei 60mm nicht so auffällt. War aber so.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Das kommt eben davon...

Na, binoviewer, da freue ich mich nun, dass die Finanzierung des 90 M im Prinzip steht, und schon bringst du mich hier völlig durcheinander
...dass Du alles rechnerisch erfassen willst. Da spielen soviele Faktoren rein, das wird einfach nicht gelingen! Die Erfahrungen zeigen doch gerade, dass die (Faust-)Reglen eben dazu da sind, durch Tatsachen (vielleicht manchmal auch durch Einbildung - wer weiss sich davor gefeit? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/confused.gif" alt="" /> ) "gebrochen" zu werden. Daher können sie Dir auch nur Anhaltspunkte bieten und widersprüchliche Aussage sollten Dich nicht verwirren. Sonst dürftest Du ja nach jeder Regierungserklärung drei Tage kein Auto fahren <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/ooo.gif" alt="" />

Aber bald wird es ja wieder klar, und dann laufen die Diskussionen hier auch wieder anders <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />

Also: besser durch die Röhre schauen, als in die Röhre schauen.
Meint der
 
Re: Newton 200/1000 + Refraktor 102/1000 Sinnvoll

hallo rüdiger,

ich habe den 120/1000er selber schon längere zeit und verwende ihn
auf einer EQ6 und, wenn ich ganz faul bin, auf der skyview.
eines kann ich dazu sagen: auf der EQ6 ist er gut aufgehoben, aaaaber
bei mäßigem wind fängt er auch hier schon an zu schwingen.
sauber fokusieren kann ich bis etwa 200fach, dann wirds auch hier zittrig.
auf der skyview ist das wirklich nur eine notlösung und taugt nur
bei absoluter windstille und wenn man viel geduld beim scharfstellen hat.

mein fazit daher: der 120/1000er auf der EQ5 funzt, aber eine besondere
stabilität darfst du dir nicht erwarten. zitterei geht bei leichtem wind
schon los und fokusieren ab 200fach ist keine leichte übung mehr.
hängt aber auch vom unterbau ab. mit massiven holzbeinen dürfte die
stabilität beträchtlich besser sein als mit den mitgelieferten, dünnen
alustelzen. ich würde die EQ5 verkaufen und den refraktor auch nur
auf die EQ6 setzen, auch wenn die ein wenig schwerer ist.
dafür machts mehr sinn und spaß.
kauf dir doch für das geld von der EQ5 einen binoansatz, dann ist der
refraktor erst wirklich ein schönes gerät <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

c.s. tom
BINOVIEWER
(Member of Albireo)
 
Re: Newton 200/1000 + Refraktor 102/1000 Sinnvoll

hallo aths,

die antwort auf die frage wegen der übervergrößerung bei
spiegeln ist JA. auch bei f5. abhängig ist die sache nur von
der qualität der optik und auch vom tubusseeing. wenns im
tubus drin wabert ist die Vmax natürlich begrenzt, das
ist bei größeren tuben auch nach der auskühlphase noch oft
der fall, wird dann gerne mit atmosphärischen seeing verwechselt.
daher: zwangsbelüften!!!

c.s. tom
BINOVIEWER
(Member of Albireo)
 
Hallo Thorsten,

danke für die Information,dann ist die Frage,ob ein 4" Refraktor für Planetenbeobachtung eine Steigerung bringen würde wohl mit nein beantwortet.

Als Alternative EInsatzmöglichkeit sehe ich dann eher ein kompaktes/reisetaugliches und richfieldtaugliches Teleskop.

Hier kommt die Sonne durch... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />)

Karsten
 
Re: Newton 200/1000 + Refraktor 102/1000 Sinnvoll

Moin Rüdiger,

wie ich schon mal sagte, sehe ich keinen Sinn darin. Meinen 4"-Refraktor habe ich nach der Anschaffung des 200er Newtons nur noch einmal an der Sonne benutzt - mit dem Herschel-Keil. Am Planeten und überhaupt am Nachthimmel war immer der Newton die erste Wahl. Der 120er wiegt ein paar Kilo weniger als der Newton, ja, aber die machen es auch nicht mehr aus.

Da nehme ich zum echten "Schnellspechteln" lieber den kleinen 70/700er auf der EQ2. Der zeigt zwar weniger, aber doch viel und hier ist der Gewichtsvorteil wirklich vorhanden, den trägt man komplett aufgebaut nach draußen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />


 
Re: Newton 200/1000 + Refraktor 102/1000 Sinnvoll

Hallo Torsten,

Du siehst, das Thema läßt mich nicht los. Kommt wahrscheinich vom schlechten Spechtelwetter. Da schlägt man sich mit Gedanken rum, die man bei schönem Sternenhimmel nicht hat. Wahrscheinlich kauf ich mir eine EQ6 und investiere noch mal in ein gutes Okular. Dem Geldausgeben sind ja in der Astronomie keine Grenzen gesetzt. Okularauszug verbessern ist auch sehr wichtig. Dann werde ich wohl auch das wackeln beim fokussieren weg bekommen.

Euch allen vielen Dank für die Ansichten. Ist mir wichtig.
 
Re: Newton 200/1000 + Refraktor 102/1000 Sinnvoll

stimmt, zum schnellspechteln ist der 120/1000er auch nicht
wirklich geeignet.
aufbauzeit mit monti ein paar minuten, dann, was oft vergessen wird,
braucht der auch eine halbe stunde bis der tubus völlig ausgekühlt ist.
der hat auch schon ganz schön ein volumen.

aber jaaa, den 70/700er auf fingerspitzen raustragen, durchschauen, fertig,
das ist wahres schnellspechteln! vollste zustimmung!

c.s. tom
BINOVIEWER
(Member of Albireo)
 
Re: Newton 200/1000 + Refraktor 102/1000 Sinnvoll

Hallo Ruekn,
bevor Du Dich einer EQ6 zuwendest, wie wäre es mit folgender Überlegung - EQ5 behalten und den Newton Verkaufen, statt dessen einen Maksutov-Newton von Intes (z.B. den MN61) nehmen. Ich habe auch einen 200/1000 und einen MN 61 seit gerade mal eine Woche, beide werden auf je einer EQ5 betrieben. Der MN61 ist am Planeten DER HAMMER, zeigt aber auch im Deep Sky-Bereich MEHR als der 8" Newton, ich würde sogar die kühne Behauptung aufstellen, mehr als die meisten 8" Newtons der China-Riege und auch mehr als manch 10"-Teil. Die EQ5 kann massiv an stabilität gewinnen, wenn man die Spreizung der Stativbeine erhöht, bis diese ca. 100-110cm auseinanderstehen, bei gleichzeitig tiefen Standpunkt (Höhe unter 100cm). Ich habe gerade am Wochenende dies mit einem alten Zeiss-Hartholzstativ gemacht, da die EQ5 mit dem MN61 noch schwerer zurechtkam, als mit dem 200/1000. Also schnell die Stativbeine verstärkt (sind jetzt 120mm breit und 90mm stark!!!), eine neue Versteifung gebastelt und "tiefergelegt". DAS war die Lösung, sowohl für den MN61, wie auch für den 200/1000er Newton. Ich stand nämlich auch kurz davor eine neue Monti zu kaufen, jetzt ist es nicht mehr nötig.
Dafür verkaufe ich jetzt den 8" Newton.

Denk mal darüber nach, frag auch "Binoviewer" Tom zum Thema, der hat auch einen MN, allerdings den grossen.
CS
Nikita
 
Re: Newton 200/1000 + Refraktor 102/1000 Sinnvoll

hallo nikita,

du kannst es einfach nicht lassen, ständig was neues, immer basteln
und verbessern <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/laugh.gif" alt="" />
obwohl du den MN wahrscheinlich länger behalten wirst, wenn ich
mich nicht irre <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/cool.gif" alt="" />
die teile sind einfach wirklich ganz gewaltig.
natürlich habe ich eine präferenz für die MN's aus russland, weil
ich selber einen haben, aber warum habe ich einen? weil es das
beste ist was ich kenne, und zwar das beste von der optischen
leistung für die jeweilige öffnung. nur ein echt guter APO (kein ED!)
kann da mithalten, aber zu welch einem preis!

ein MN61 ist auch durchaus noch handlich und transportabel
oder? wie siehst du das? die länge ist fast genau 1m, ist nicht wirklich
viel und das gewicht ist noch so gering, daß man sich sicher keinen
bruch hebt. wenn man das in relation zur leistung setzt und diese
leistung in relation zum mehr als fairen preis, dann gibts eigentlich
nicht mehr viel zu überlegen.

c.s. tom
BINOVIEWER
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