Newton Bai Backfocus?

TigerClaw35

Aktives Mitglied
Hallo Zusammen,

nach einigen Selbstbau Teleskopen gönnen ich mir eines mit größerer Öffnung, dass gebaut werden soll. Dabei kam die Frage, welcher backfocus gewünscht wird.

Irgendwie ist mir aber nicht klar, wie ich diesen am besten ermitteln soll. Ich nutze eine. 12" f/5 Newton mit Barlow+ADC+filterrad+Kamera für Planeten. Den OAZ habe ich um 15mm herausgefahren.
20240615_110830.jpg
Kann ich daraus auch den backfocus für einen 16" f/4,5 ermitteln ?

Zunächst dachte ich an den Abstand von Kamera Sensor zum OAZ Eingang oder Abstand bis FS. Aber sie Barlow versetzt den Fokus sowieso nach hinten hin. Also habe ich nur die Kamera mit Verlängerungshülse eingesetzt und spontan auf die Sonne gezielt.
 
20240615_123631.jpg

Den OAZ musste ich fast komplett einfahren. Daher würde ich sagen Knall bemessen. Ist das mein Backfocus, den ich für andere Newtons ebenfalls angeben kann ?

Bin da nicht so der Theoretiker ...

Gruss,
Raul
 
Hallo Raul,
suche mal nach dem Programm Mynewton.
Damit kannst du die Parameter für deinen gewünschten Backfokus und Ausleuchtung ermitteln.
Grüße Rainer
 
Hi,
das Tool habe ich. Aber die Maße des neuen Teleskops kenne ich nicht und ich möchte nur wissen, wie ich das backfocus mit meinem aktuell Setup korrekt ermitteln kann
 
Hallo

Backfokus eben der Weg von OAZ Oberkante bis Chip,
Ist leicht rauszufinden.
Problem ist mit Barlow oder Reducer oder Projektionsokular verändert es sich teilweise sehr stark.
Meist passt das aber in den Sprung von fotografisch auf visuell der eh mit einer 50mm Verlängerung ausgeglichen wird.

Gruß Frank
 
Hi,

deswegen habe ich das Bild oben eingefügt und meine Frage dazu ist, ob das so korrekt ist?

Nur die Kamera hat einen Abstand zu Fokuser von 72,5mm. Der Fokuser ist ewtwa 1mm herausgefahren. Mit Barlow ADC und Filterrad sind es rund 170mm, der Fokuser ist rund 15mm herausgefahren. Wenn mich nun ein Hersteller fragt, welchen backfokus ich habe, was sage ich ihm?

Hängt das eigentlich auch von der Öffnung und dem Öffnungsverhaltnis ab? Falls ja weiß ich das natrürlich nicht ..,.,

Gruß,
Raul
 
Hallo

Das mit den 72mm ist zuviel, da kommen noch die mm in der Kamera dazu, das würde ich auf 55mm reduzieren bei ca. 15mm ausgefahren OAZ ( kürzere Hülse )...also durchaus rund 70mm über eingefahrenen OAZ. Dann hast du noch Spiel nach innen und es passt auch noch mit DSLR.
Weiter raus für die andere Variante ist wohl mit entsprechend Zwischening kein Problem.

Gruß Frank
 
die 72,5 mm sind aber exakt von Kamerachip bis OAZ Oberkante. Von Kamera Gehäuse bis OAZ Oberkante sind es rund 59mm. Hinzu kommen 12,5mm von Kamerakante bis Chip im Inneren.
 
Fas ist für diese Kamera sinnlos großer Abstand...spielt für die FS Größe eine Rolle.
Ich würde versuchen die 55mm bei 10mm ausgefahren OAZ zu erreichen, das langt dann auch für Kamera mit 17,5mm Auflagemaß + Filterrad + OAG.

Gruß Frank
 
Kommt halt drauf an, was du mit dem Teleskop machen willst.

Da die meisten Korrektoren 55mm Arbeitsabstand haben, legst du da noch 5mm drauf und das reicht aus. Bei den Barlows gibt es welche, die im Arbeitsabstand ungefähr homofokal sind. Bei der Düring Barlow dachte ich auch erst, oje 105mm Arbeitsabstand. Aber die legt den Brennpunkt entsprechend nach hinten.

Wenn da allerdings noch alles mögliche dazwischen soll oder Korrektoren mit größerem Arbeitsabstand verwendet werden sollen, dann muss man halt etwas drauf geben. Wenn du z.B. einen der 0,75x Komakorrektoren verwenden willst, dann musst du zwingend weiter raus, da die den Brennpunkt nach innen verlegen. Selbst wenn so ein Teil mit 55mm Arbeitsabstand angegeben wird, kann es sein, dass es dadurch >80mm Backfokus braucht.

Irgendwann ist da natürlich schluss mit der Ausleuchtung. Das ist aber immer relativ zu sehen. Selbst wenn dein ausgeleuchtetes Feld schon negativ ist, ist das kein Beinbruch. Andere verkaufen das dann als überdimensionierten Hauptspiegel. Das genutzte Licht wird dann halt dem eines kleineren Hauptspiegels entsprechen als der der eingebaut ist. Effektiv erhöht sich die Blendenzahl etwas dadurch. Man hat in der Mitte aber trotzdem ein homogen ausgeleuchtetes Feld.

Bei Deepsky ist das nicht so wichtig, da man hier einfach mit Flats arbeiten kann. Bei Planeten auch nicht, da das Feld winzig klein ist. Bei Sonne und Mond würde ich darauf achten, dass die gut ausgeleuchtet sind. Da finde ich es mühselig mit Flats und Bias zu arbeiten. Die Sensordiagonale würde ich da voll ausleuchten. Wenn man nur mit Barlow arbeiten will, kann das voll ausgeleuchtete Feld auch um den entsprechenden Faktor verkleinern. Wenn man Mond und Sonne komplett ausleuchten will, dann entspricht das bei 12" f/5 ca. 13mm. Ich persönlich habe das mit meinem 12"er aber noch nie gemacht. Ich habe aber auch einen anderen Ansatz gewählt. Ich verwende keinen Okularauszug sondern einen Okularschlitten. Um Backfokus und Ausleuchtung brauche ich mir keinen Kopf machen. Da komme ich sogar mit dem Großfeldbino ohne Korrektor noch locker in den Fokus und wenn ich mit der ASI533 irgendeine Deepskyaufnahme machen will, ist der ganze Sensor 100% ausgeleuchtet.
 
Hallo

Einfach betrachtet müsste ein 0,5 Reducer aus 100mm Backfokus 50mm machen, anders kann es den stumpferen Lichtkegel nicht erreichen. Müsste man errechnen können. Abgesehen davon was in der Länge des Korrektor verschwindet.

Gruß Frank
 
Hallo Zusammen,

also irgendwie reden der Hersteller und ich aneinander vorbei. Er benötigt den gewünschten Backfocus. Da ich damit später nicht nur Planeten, sondern eventuell auch Deep Sky fotografieren möchte, währen 55mm auf alle Fälle sinnvoll. Wenn ich meine Planetenkamera ohne Barlow etc. anschließe, und OAZ komplett einfahre, habe ich vom OAZ Klemmring bis zum Sensor bei eingestelltem Fokus auf z.B. die Sonne rund 72mm. Das ist ja dann mein backfocus. Wenn ich 55mm wwählen würde, müsste ich wahrscheinluich nur 17mm weiter herausfahren. Den Weg habe ich ja bei 50mm Fokusweg aufg alle Fälle. Mit barlow muss ich weitere 15mm herausfahren, was bei 50mm Fokusweg auf alle Fälle geht.

Jetzt sagt mir aber der Hersteller, dass er bisher nur Teleskope mit 20mm backfocus gebaut hat ???? Und das auch für fotografische Zwecke. Jetzt bin ich verwirrt ...
 
Es könnte natürlich auch sein, dass die 72,5 mm gemessene Backfocus falsch sind. Der Backfocus ist ja abhängig davon, wie das Teleskop gebaut wurde. Die Kamera selbst hat ja eigentlich keinen backfocus.
 
Ist halt die Frage, was jeweils unter Backfokus verstanden wird. Du kannst es ja versuchen präziser auszudrücken: der Brennpunkt soll 60mm über Oberkante des voll eingefahrenen Okularauszugs liegen.

Wenn der dann immer noch behauptet, dass er bisher fotografisch ausgelegte Teleskope gebaut hat, wo der Brennpunkt da nur 20mm drüber liegt, obwohl so gut wie der jeder Korrektor mindestens 55mm Arbeitsabstand hat, würde ich misstrauisch werden. Sowas kann nur funktionieren, wenn man den Korrektor entsprechend tief in den Okularauszug einschieben kann. Bis auf den Baader MPCC sind die aber alle so lange, dass die in dem Fall vorne aus dem Okularauszug raus schauen würden. Mit dem MPCC ginge es aber tatsächlich mit nur 20mm.
 
beim Bau meines 12 Zöllers habe ich überhaupt nicht mit Backfocus gearbeitet. Für mich gab es nur den Brennpunkt über eingefahrenen OAZ.

Die Bestimmung des Brennpunktes habe ich an meinem alten Teleskop eine Planeten-Astrokamera genommen. In den OAZ gesteckt und auf ein unendliches Objekt fokussiert. In meinem Fall hatte ich noch eine Verlängerungshülsen von 45mm dazwischen, um in den Fokus zu kommen. Darüber hinaus beträgt der Abstand von Sensor der Kamera bis Gehäuse 12,5mm. Dazu wird noch der Abstand vom eingefahrenen OAZ zu ausgefahren auf den Fokuspunkt bestimmt. Dieser war in meinem Fall 10 mm.

Da myNewton bereits die Hälfte des Verfahrens des OAZ berücksichtigt, ergibt sich daraus: 45 + 10+ 12,5 = 67,5. Das heißt, ich kann damit Astrofotografie mit normalen Koma-Korrektoren – 65 mm über der 2″-Steckhülse betreiben und es auch für Planetenfotografie nutzen.

So bin ich damit verfahren. Davon wird der bereits eingeflossen Parameter durch die Software myNewton a bgezogen: 67,5 – 25 = 43 mm. Das ist also die Höhe über Brennebene ausgefahrenen focuser.
 
Hallo

Du gibst den Travel bei Mynewton einfach mit Null an , und den OAZ so hoch wie du ihn in Betrieb haben willst, z.B. die Höhe eingefahren + 10mm , das dann mit 55mm für DSLR und Komakorrektor.
Wenn du die min Höhe OAZ kennst kannst du für ganz doofe auch Fokus über Tubus angeben.

Gruß Frank
 
Zurück
Oben