Newton Reflektor 114mm Öffnung 910mm Brennweite

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MeiAestro

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Hallo allesamt,

ich bin absoluter Neuling was Astronomie im Allgemeinen und Teleskope im Speziellen angeht. Doch ich interessiere mich dafür und würde mich gerne intensiver mit den Themen beschäftigen. Da mir die Theorie allein zu trocken ist, möchte ich natürlich auch gerne sehen wovon ich lese...

Daher bin ich schon seit einigen Tagen/Wochen auf der Suche nach dem richtigen Einsiegsteleskop. Wie ich sehen durfte, haben dieses Problem recht viele. Daher war ich in der Lage mich recht gut über die unetrschiedlichen Modelle zu informieren. Da es jedoch ungefähr so viele unterschiedliche Teleskope gibt, wie Sterne am Himmel sind;) würde ich gerne Eure Meinung zu diesem Gerät erfahren, dass ich (wie so viele) bei einer Ebay-Auktion entdeckt habe. Ich habe anschliessend einfach den Händler ausfindig gemacht, der das Gerät anbietet:

Direkt zu dem Händler

Ich interessiere mich für das Newton Reflektor 114mm Öffnung 910mm Brennweite, bzw. 900mm.

Folgende Fragen habe ich:
- das Wichtigste: taugt das Ding was (für Anfänger natürlich), ist Preis/Leistung in Ordnung
- Wozu würdet Ihr einem Anfänger raten: 900mm oder 910mm (ist das ein großer Unterschied?); Ich habe mich über Brennweiten etc. zwar schon mittels diesem Dokument von der Sternwarte Kreuznach informiert, aber richtig weiter hilft es mir beid er Entscheidung nicht...
-welche Montierung würdet ihr mir empfehlen? Ist EQ2 ausreichend oder sollte ich schon EQ3 nehmen. Rechtfertigt das bessere Modell Mehrkosten von €100,-???
-In wie weit sind diese Modelle mit den Tchibo, Lidl & Co Angeboten zu vergleichen.

Ok, das wars vorerst.

Schonmal vielen Dank
 
Hallo!

Nun, so ein 114er ist für einen Anfänger gradezu perfekt geeignet!
Es ist für Deep-Sky (Galaxien usw.) und Planeten (Saturn mit Ringteilung, Wolkenbänder auf Jupiter) gleichermaßen geeignet.
Ob nun 900 oder 910mm spielt eigentlich keine Rolle.
Bei der Montierung lieber zuviel Geld ausgeben als zuwenig. Wacklige Montierungen machen nämlich keinen Spaß. Ich würde also eher zur EQ-3 tendieren.
Ach ja: So ein 114er ist allein schon von der Lichtsammelfläche den Modellen von Tchibo & Co. überlegen.

Vielleicht willst du aber auch eher einen Dobson? Da gibts am meisten Öffnung fürs Geld.
Auf alle Fälle solltest du auch versuchen mit einen paar Sternguckern in deiner Umgebung in Kontakt zu treten um mal live durch die Geräte zu schauen!
 
Re: Newton Reflektor 114mm Öffnung 910mm Brennweit

Hallo,

also ich habe zwei Jahre lang mit der EQ-3-2 beobachtet, in etwa das gleiche wie die EQ-3 und war eigentlich ganz zu frieden damit. Ich hatte allerdings einen 150/750 Newton drauf. Visuell ging das noch ganz gut, aber nur bei Vergrößerungen bis etwa 150fach. Auch Astrofotografie von Mond und Planeten war damit möglich. Die EQ-3 ist wie meine EQ-3-2 mit einem Polsucher und einer Zweiachsensteuerung nachrüstbar. Wenn dich vielleicht später mal das Intersse an der Astrofotografie packen sollte sind die beiden Sachen unbedingt notwendig. Wenn du Interesse an den Bildern haben solltest, dann schick mir einfach mal eine Mail: mystic.lord@tiscali.de
Die Montierung EQ-3-2 biete ich übrigens unter dem Biete-Forum für 250€ mit Polsucher und Zweiachsensteuerung. Einziger Haken ist das Spiel in der Deklinationsachse, dürfte aber bei der Beobachtung mit einem 114/900 bzw. 910 nicht weiter stören. Immerhin konnte ich damit ja auch noch Bilder von Mond und Planeten machen. Vielleicht lag das Spiel ja auch an meinem etwas größeren Tubus, denn die Montierung ist ja bloß für Newtons bis 150mm Öffnung gedacht. Ich hoffe ich hab jetzt nicht zuviel Werbung für meine Montierung gemacht.

Gruß

Falko <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/frown.gif" alt="" />
 
Hallo MaeAestro,
nun mit einem 114er Newton hast du Dir ein gängiges Einsteigergerät ausgesucht.
Es sollte Optisch deutlich mehr als die Tchibo- oder LIDL-Röhren zeigen und Dir über einige Zeit hin gute Dienste leisten.
Die Brennweitenunterschiede 900 oder 910 sind praktisch irrelevant.
Zur Montierungsfrage: Hier würde ich auch eher zu einer stabileren Variante also die EQ3 raten. Das beste Scope taugt nur so viel wie die Montierung zuläßt. So ne Wackelzusammenstellung verhindert einfach das Du die Möglichkeiten des Teleskop wirklich nutzen kannst.
Was ich Dir aber in jedem Fall empfehle ist Kontakt zu Gleichgesinnten zu suchen und hier mal in die Praxis reinzuschnuppern. Hierzu bietet sich das Treffpunktforum an.
Weitere gute Einsteigerinformationen findest Du außer bei Teleskop-service noch bei Intercon-spacetec und auf dem HP einiger Kollegen hier. Einfach mal ins Profil schauen.
Da Du Dich über die Sternwarte Bad Kreuznach informiert hast, schließe ich mal das Du dort in der Nähe wohnst. Wenn Mainz für Dich nicht zu weit ist, kannst Du gerne auch mal mit mir/uns mitkommen.
CS
 
Hallo,

der 114mm Newton mit parallaktischer Montierung stellt einen adäquaten Einstieg in die Amateurastronomie dar. Parallel kann ich den allzeit erwähnten 8 Zoll Dobson noch nennen (zur visuellen Beobachtung). Bei dem von Dir ausgesuchten Teleskop würde ich auf jeden Fall zur EQ-3 tendieren. Wenn Du später in die Fotografie einsteigen möchtest, kannst Du dieses System wunderbar im sogenannten "Piggyback-Verfahren" nutzen. Schau mal unter NightSky im Archiv den Artikel "114mm Newtonöffnung" von mir nach. Ggf. kann er Dir bei Deiner Kaufentscheidung helfen. Hierbei handelt es sich um einen 114mm Newton von Vixen sowie eine New Polaris Montierung.

Grüße, Christoph Lohuis.

Astronomischer Verein der Grafschaft Bentheim e.V.
 
Vielen Dank Euch allen. Ich werde Eure Tipps zu Herzen nehmen und mich mal ein wenig umschauen was es in meiner Umgebung (Frankfurt/Bad Homburg - Taunus) an Möglichkeiten gibt.

@Antares: während des Semesters bin ich recht häufig in Mainz, da meine Freundin dort studiert. Vielleicht komme ich daher im neuen Jahr auf Dein Angebot zurück.

Nochmal vielen Dank.

Gruß, Jörg
 
Re: Newton Reflektor 114mm Öffnung 910mm Brennweit

Hallo,

für den Einstieg ist ein 114/900 eine gute Entscheidung. Aber das A und O ist eine stabile
Montierung. Wenn Du an der Montierung sparst, dann geht wahrscheinlich der Spaß verloren, da
kann die Optik noch so gut sein, wenn man sie nicht scharf gestellt bekommt, weil es wackelt,
dann taugt das ganze System nichts! Ich würde zusehen eine gebrauchte GP oder EQ5 bei ebay oder
hier im Biete-Forum aufzutreiben, die kann man später noch mit Motoren und Polsucher nachrüsten,
wenn man mit der Piggy Pack Fotographie anfangen möchte. Auf so eine Montierung kann man auch an
Teleskopen bis zu mittleren Größen ( 6" - 8" ) so draufsetzen, was einem so gerade unterkommt.
Du bist also flexibler, was die Optik angeht. Das ist zu Anfang vielleicht etwas teurer, aber
spätestens beim 2. Teleskop, wenn Du dann keine neue Montierung brauchst, ist es dann billiger.
Mit der EQ3 ist nämlich bei 4,5" schon bald das Ende erreicht. Die Montierung ist immer das teure
Teil beim Teleskop, das verhält sich meist vom Preis wie 2:1 = Montierung zu Teleskop ( geht aber
auch noch ungünstiger, 4:1 ist auch kein Problem, speziell mit Motoren, Polsucher und Zubehör ).
Zu Montierungen noch einige allgemeine Bemerkung. Beim Planetenbeobachten möchte ich den Motor an
der parallaktischen Montierung nicht mehr missen, aber für Deep Sky ist er nicht unbedingt nötig,
wenn Du jetzt schon weist, daß Du nie fotographieren willst. Da ist es dann auch möglich einen
6" Dobson von GSO für den Einstieg zu nehmen. Der zeigt deutlich mehr als ein 4,5" Newton, und
bei dem stecken 80% des Preises in der Optik und nicht in der Montierung. Das mit dem Dobson muß
DU! aber mögen und vorher ausprobieren!!! Mir persönlich liegt das nämlich nicht, ich habe aber
auch so gut wie kein Training beim Schubsen.


PS: Falls Du gerne bastelts, ist das lohnenste Selbstbauobjekt ein massives Holzstativ, dadurch
wird eine Montierung meist eine ganze Klasse besser. Es gibt dafür viele Beispiele im Internet.
Und es ist finaziell der Bereich, in dem Selbstbau noch richtig anständig Kohle spart.
450 Euro für ein Hartholzstativ ist schnell ausgegeben, dagegen hat das Multiplex Birke Holz
für mein Stativ gerade 22,50 Euro gekostet.
 
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