NGC891 in kleineren Teleskopen visuell zu knacken?

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Delyon

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Hallo,

bei meiner letzten Beobachtungsnacht mit dem 80/600 ED habe ich mich auf die Suche nach NGC891 gemacht, weil ich diese auf Fotos so schöne Edge on-Galaxie noch nie visuell gesehen habe - leider erfolglos. Da ich andere recht lichtschwache Galaxien wie M33 und M51/NGC5195 (Noch dazu bei ziemlich tiefem Stand am Himmel) problemlos sehen konnte, können die Bedingungen eigentlich nicht so schlecht gewesen sein. Da ich weiß, dass NGC891 ziemlich ausgedehnt ist, habe ich sie mit dem 32mm Erfle bei 18-facher Vergrößerung gesucht und müsste nach ständigem Vergleich mit dem Karkoschka ziemlich sicher an der richtigen Stelle gewesen sein. Hat unter euch vielleicht jemand Erfahrung damit, ob NGC891 unter passablen Bedingungen mit einem 80mm-ED schon zu knacken ist, habt ihr sie schon mit anderen kleineren Teleskopen erfolgreich beobachtet? Und wie habe ich sie mir visuell in einem kleinen Teleskop vorzustellen, um genauer zu wissen, wonach ich zu suchen habe? Ist ihre Flächenhelligkeit überall etwa gleich hoch, sodass sie tatsächlich eine sehr große Fläche einnimmt, oder gibt es innerhalb der Galaxie größere Helligkeitsschwankungen, sodass nur ein bestimmter kleinerer Bereich visuell wahrnehmbar ist und ich eher nach einem kleinen Spindelchen als nach einem großen Balken Ausschau zu halten habe? Und wie habe ich mir ihre Helligkeit im Vergleich bspw. zu M33 vorzustellen - ist sie eurer Erfahrung nach schwerer wahrnehmbar?

CS,
Fabian
 
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Hallo Fabian,

ich habe nur Erfahrung mit 6" und 8" sammeln können. In kleineren Optiken, darunter auch 80mm, soll sie laut der Deepsky-Liste gut machbar sein. Die Helligkeit der Galaxie ist allerdings sehr gleichmäßig verteilt! Ein dunkler Himmel mit guter Transparenz ist wichtig. Jedenfalls konnte ich sie im 8"er schon mehrfach bei 37x ohne Probleme unter einem Bortle4-Himmel (fst mind. 6m) sehen. Da erschien sie meist indirekt als blaßer, schmaler Nebel. Insgesamt ein recht anspruchsvolles Objekt für Anfänger, wie ich finde.

Edit: M33 oder M101 finde ich deutlich einfacher. Letztere ging sogar aus der Stadt Leipzig heraus mit einem billigem 60mm-Spektiv bei 23x und 5.0m Grenzgröße. Da hätte ich NGC891 sicher nicht sehen können.

Edit2: Ein bisschen neugierig bin ich aber jetzt schon. Ich werde wohl auch mal mit dem 80mm Refraktor draufhalten, wenn die Bedingungen besser werden.

Gruß, Robert
 
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Hallo,

6m hatte mein Himmel leider nicht, eher 5.2-5.3m, nicht gerade optimal für lichtschwache Objekte - nachdem M33 so leicht war, dachte ich mir allerdings, dass ich auch mal NGC891 versuchen könnte. Wenn die Wolken endlich mal ein Erbarmen haben, werde ich den ED mal weit aus der Stadt heraus unter richtig dunklen Landhimmel im Bereich um 6m bringen und NGC891 auf jeden Fall noch einmal intensiv suchen. Würdest du die Helligkeit von NGC891 als mit M33 vergleichbar bezeichnen, oder ist sie deutlich schwächer?

CS,
Fabian
 
Zitat von Delyon:
Würdest du die Helligkeit von NGC891 als mit M33 vergleichbar bezeichnen, oder ist sie deutlich schwächer?
Die Flächenhelligkeit von M33 beläuft sich auf ca. 14.2m bei einer Winkelausdehnung von ungefähr 68x41'. NGC891 kommt auf ca. 13.6m, allerdings ist sie "nur" 13.1x2.8' groß. Schon die kleine Halbachse ist um den Faktor 15 kleiner! Das macht sich vor allem in der Gesamthelligkeit (M33 - 5.7m; NGC891 - 9.9m) bemerkbar. NGC891 ist nach meiner Erfahrung also deutlich schwächer als M33, da eben auch viel kleiner.
 
Hallo Fabian,

M 33 und M 51 würde ich wirklich nicht als "recht lichtschwach" bezeichnen, wenn ersteres Objekt schon mit bloßem Auge und M 51 bereits mit 30 oder 40mm Öffnung machbar ist. Ihre Pluspunkte liegen ganz klar bei Helligkeit und Größe.
 
Hallo Fabian,

um die Sichtbarkeitsunterschiede einzuschätzen, ist die Gesamthelligkeit schon gut geeignet. Logisch, das M 33 einfacher ist mit um die 6m0. Die Spindel von der 891 ist da natürlich bedeutend schwächer - wenn auch kondensierter. Dennoch benötigt diese Galaxie wie schon Robert vor mir schrieb, transparenten Himmel. Manchmal ist die Galaxie aus unerfindlichen Gründen enttäuschend und schwach, obwohl der Himmel mit bloßem Auge gut erscheint - ein Phänomen, welches ich auf einem Teleskoptreffen mal erlebt habe. Kapier ich bis heute nicht :gutefrage:

Man muss es einfach immer wieder probieren. Mit 4" habe ich die Gx als Spindel schön beobachten können - bei 6m0-Himmel am Rand von Berlin.

Ach so - ich würde Dir noch ein Buch ans Herz legen: der DeepSky-Reiseführer von Stoyan. Das behandelt diverse Objekte mit ihrer Sichtbarkeit in kleinen Teleskopen bis 6" (mit Bildern und Zeichnungen, wie diese in den jeweiligen Geräten erscheinen). Wie ich finde, ein herausragendes Buch. Die Beschreibungen darin fand ich immer sehr zutreffend.

CS
Norman
 
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Hallo zusammen,

was wäre denn realistisch mit einer Refraktor-Optik von 80mm beobachtbar?!
Region Ammerland - Ostfriesland.
Über eure Rückmeldungen freue ich mich sehr!

Viele Grüsse & CS.
Thomas
 
Hallo Thomas,

ich weiß jetzt nicht, wie lange du schon aktiv das Hobby betreibst, darum gebe ich mal als allgemeinen Hinweis den Messier-Katalog. Die hellsten NGC-Objekte (NGC 6826, NGC 7662, NGC 4889) liegen auch noch in der Reichweite eines 80ers. In meinem 80/400 sehe ich Sterne bis rund 12,5mag, so klappte es auch zuletzt mit einer Sichtung des Egg Nebula CRL 2688.

Umfassend werden solche Fragen von entsprechender Beobachtungsliteratur (Karkoschka, Bücher von Oculum) oder Software wie E&T beantwortet.
 
Hi Fabian,

vor langer Zeit im 70mm Lidl im Spessart. Der Himmel muss halt gut sein, am besten besser/gleich Bortle 3. Dann sollte das machbar sein. Unter schlechten Himmel wird es durch kein Teleskop sichtbar sein.

Es ist immer wieder erstaunlich wie GX M33, NGC6946, N253 u.a. ihr Aussehen verändern wenn man mal unter richtig dunklem Himmel ist.

Ein weitere Beipsiel ist N247. Die ist z.B. in La Palma mit einem 7x50 FG als dünner Strich zu sehen. Während sie hier selbst mit 12,5" unsichtbar blieb.

http://file1.npage.de/004143/32/html/la_palma_2009_im_jahr_der_astronomie.htm

Gruß
Lothar
 
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Hallo Nico,

Danke Dir für die Tipps und Hinweise!
So weiß ich genau wo ich neu ansetzen sollte und was tatsächlich visuell möglich ist
bei der Beobachtung des Sternennachthimmel mit einer 3" Refraktor Optik! :)


Viele Grüße & CS.
Thomas :huhu:
 
Hallo,

vor langer Zeit im 70mm Lidl im Spessart.

Das klingt ja schon mal ermutigend, dann sollte es wohl mit dem 80er ED erst recht gehen, wenn die Himmelsqualität passt. Wetterbedingt ging in Ostösterreich leider seit knapp zwei Wochen gar nichts außer morgens einmal ein wenig Mond und Jupiter, aber wenn die Wolken irgendwann mal wieder verschwinden sollten, werde ich NGC891 auf jeden Fall noch einmal intensiv versuchen und den ED dafür unter richtig dunklen Himmel ins Weinviertel rausfahren. Da kommt man in guten Nächten auf Grenzgrößen im Bereich um 6.5 mag, vielleicht klappt es dort.

CS,
Fabian
 
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