nikon 8x oder für 10x 32 HG

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jackknife

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Hi, da ich wie im vorigen Beitrag schon angedeutet, Nikon ziemlich günstig bekomme, dachte ich mit noch ein kleines Glas für meine Treckingtouren zu besorgen. Nun stehe ich aber vor einer Frage. Ich habe mich nun schon gestern durch diverse Tests gelesen. In den Tests wird das 8x32HG immer als DAS Glas dargestellt. Gelten die gleichen Angaben auch für das 10x32 HG ? Soll ich mir lieber das 8er oder das 10er holen? Habe ja nun das 10x42. Ist es dann doppelt gemoppelt. Persönlich finde ich 10fach schon gut. Nur kann man das kleinere Glas auch so ruhig halten? Da ich Bogen schieße benutze ich meistens ein 10er, da man dadurch besser die Treffer sehen kann. Ist es für Naturbeobachtung besser ein 8er zu haben? Bin mal gespannt, wie eure Meinung dazu ist. Ich kann mich zu keiner Entscheidung durchringen.
Matthias
 
Nikon 8x20 HG ist die bessere Alternative!

Wenn Du das „alte” Nikon 10x42 HG mit 980 g Gewicht hast, wäre ein Nikon 8x32 HG oder 10x32 HG mit nur 715 schon eine merkliche Erleichterung; beim neuen Nikon 10x42 HG-L mit nur 790 g dagegen ist der Unterschied nach meinen Maßstäben unbedeutend. Ich würde als Zweitglas für Anwendungen, bei denen man nicht viel schleppen will oder kann, dann lieber gleich kompromißlos zu einem Kompaktfernglas greifen und im Falle Nikon das 8x20 HG (bzw. das bis auf die Bezeichnung baugleiche 8x20 HG-L) nehmen. Die Möglichkeit, so ein kleines Glas in einer Gürteltasche zu tragen, statt es um die Schulter oder den Nacken gehängt zu haben, wo es bei jedem Schritt herumbaumelt, ist übrigens nicht nur ein wichtiger Komfortfaktor, sondern schützt auch das Fernglas bei vielen Tätigkeiten viel besser (Klettern, Radfahren, Paddeln usw.).

Ich besaß das Nikon 8x20 HG und das Nikon 10x25 HG und habe lange überlegt, für welches ich mich entscheiden soll. Ursprünglich war das 8x20 HG für meine Frau und das 10x25 HG für mich gedacht, da ich immer die etwas stärkeren Vergrößerungen bevorzugte. Aber da meine Frau sich nicht von ihrem Leica Trinovid 8x20 BC Titan trennen wollte, obwohl es eindeutig weniger randscharf ist und merklich verzeichnet (ihr war die Bedienung des Leica mit Fokussierwalze oben statt unten sympathischer), hatte ich nun ein Nikon zuviel und mußt ich entscheiden, welches ich wieder verkaufe. Folgende vier Gründe haben mich dann bewogen, das 8x20 zu behalten:

1. Beide Nikon-Kompaktferngläser sind etwas größer und schwerer als die vergleichbaren Modelle von Leica, Swarovski und Zeiss, aber das 8x20 ist das kleinere und etwas leichtete, so daß es die für ein Kompaktglas wichtigen Kriterien Gewicht und Kompaktheit besser erfüllt.

2. Je leichter das Ferglas ist, um so weniger kann seine „träge Masse” dem Handzittern entgegenwirken. Man kann also ein Kompaktfernglas (Nikon 8x20 HG: ca. 270 g) nie ganz so ruhig halten wie ein drei- bis viermal so schweres „erwachsenes” Fernglas. Die nur 8fache Vergrößerung ist weniger empfindlich als die 10fache für Unschärfe durch Handzittern, und das spricht für das Nikon 8x20 HG.

3. Ich bin in einem Alter, bei dem die Akkomodationsfähigkeit schon stark nachgelassen hat, und so muß ich schon lange eine Gleitsichtbrille tragen. Bei verminderter Akkomodationsfähigkeit aber wird die durchs Fernglas wahrgenommene Schärfentiefe stark reduziert. Aber die aus geometrisch-optischen Gründen vom Fernglas gebotene Schärfentiefe ist umgekehrt proportional zum Vergrößerungsfaktor. Also sieht man mit einem 8fach-Glas eine um ca. 56% größere Schärfentiefe, weil (10/8)ˆ2 = 1,5625 = 56,25% mehr als die Schärfentiefe des 10fach-Glases.

4. Alle Kompaktferngläser hoher Qualität haben leider ein nur recht kleines Sehfeld im Vergleich zu den großen Ferngläsern. Man hat je nach Marke und Modell etwa 90 bis 95 m auf 1000 m beim 10fach- und 110 bis 119 m beim 8fach-Glas, woraus ohne Berücksichtigung der durch Verzeichnung des Glases entstehenden „Aufblähung” ein scheinbarer Sehwinkel in der Größenordnung von 48 bis 51° resultiert. Große Ferngläser bieten ca. 10° mehr. Man kann zwar noch nicht von einem Tunnelblick sprechen, aber im Vergleich mit den großen Gläsern fällt die Enge des Blicks schon auf. Beim 8fach Glas habe ich auf jeden Fall ein deutlich größeres wahres Gesichsfeld, das für das Auffinden eines Motivs oder bei sich schnell bewegenden Motiven von großem Vorteil ist. Deshalb habe ich mich fürs 8x20 HG entschieden, das mir ein sogar geringfügig größeres wahres Gesichtsfeld als das größere Fernglas 10x32 HG (114 m) bietet.

Das Nikon 8x20 HG ist in jeder Hinsicht (bis auf Größe und Gewicht) absolute Spitze, und obwohl die Gläser von Leica, Swarovski und Zeiss ein wenig kompakter und leichter sind, werde ich es wegen seiner überlegenen optischen Leistung und seiner Wasserdichtheit bestimmt noch viele Jahre behalten. Es ist mein derzeit mit Abstand meistbenutztes, weil in der Gürteltasche fast immer mitgeführtes Fernglas.

Walter E. Schön
 
Hi Matthias,

als Ergänzung zum 10x42 wäre das 8x32 sinnvoller als das 10x32, da man ja manchmal auch ein grösseres Sehfeld brauchen kann. Wenn Du kein 10x42 hättest, dann wäre es reine Geschmacksache, aber in Deinem Fall ist das 8x32 die bessere Wahl.

Gruss,
Holger
 
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