Re: Kollimator in der Praxis
Hi Christian,
also ich komme jetzt auf die Seiten von Nirosta.
Also der GMK:
Schwierig ist die Kollimation nicht, wenn man ein passendes Okular dazu hat und den richtigen Reflex findet.
Es ist u. a. Aufgrund von Reflexen an - ich will nicht sagen schlechten, sagen wir besser unpassenden - Okularen möglich, daß man auf den falschen Reflax kollimiert.
Ich habe den GMK gerade seit einiger Zeit verliehen und gehört, daß man beim Versuch damit ein SC zu kollimieren knapp vor dem Suicid war.
Ganz nachvollziehen kann ich das nicht, scheint aber manchmal gewisse Schwierigkeiten zu geben.
Der GMK ist praktisch einsetzbar - und wie!
Mit meinen LVW-Okus funktioniert er Top und ohne Nebenreflexe.
Er ist wohl m. W. der einzige Kolli, mit dem extrem präzise Newtons, Refraktoren, Maks und SCs kollimiert werden können.
Also der GMK ist - je nach verwendetem Oku - so präzise, daß immer ein Unterschied zu anderen Kollis da ist.
Das bewegt sich aber in so engen Rahmen, daß beim Sterntest kein Unterschied erkennbar ist.
Die erreichbare Präzision wird eher durch den OAZ bestimmt, in dessen Bohrung der GMK ja möglichst präzise geklemmt werden muß.
Auch setzt zumindest bei meinem der besch.... Schiebefokussierer von Baader dem ganzen Grenzen.
Du kannst die Empfindlichkeit des GMK durch ein entsprechendes Oku so erhöhen, daß es praktisch unmöglich ist das Teleskop noch einzustellen, da der kleinste Dreh an den HS-Schrauben schon zu viel ist - mußt Du aber nicht.
Um abschließend eine fundierte Aussage über den, in der Praxis relevanten Unterschied zu anderen Kollis zu machen fehlt mir einfach noch Erfahrung.
Ruft einfach mal Wolfgang Grzybowski an, der kann sicherlich genaueres sagen.