Noch ein Neueinsteiger mit Dobson-Wunsch

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Grautschow

Neues Mitglied
Hallo Sternengucker,


Ich bin 33 Jahre alt und komme aus der Prignitz in Brandenburg.

Nach einigen Jahren Sterne gucken mit dem Auge oder Fernglas soll nun was großer her.(Gestern habe ich noch Venus und Satur mit FG beobachtet)

Nach langem überlegen und lesen bin ich nun recht sicher, daß ich ein 12" Dobson haben möchte.

Das Budget liegt bei ca. 1500€ (inkl. 2-3 Objektive) und ich habe einige Kandidaten zur Auswahl.

Mein Favorit wäre das Volltubus "Orion xt12g" mit Goto und Nachführung.

2: Orion xx12 Inteliscope mit Gitterrohrtubus
3: Skywatcher Flextube. Wie stabil ist diese Konstruktion?
4: Meade Lightbridge Gitterrohrtubus.

Was haltet ihr von der Auswahl?
Ist eines der Teleskope besonders gut und gleicht dadurch das fehlen einer Automatischen Nachführung vielleicht wieder aus?
Habt ihr vielleicht noch einen Geheimtipp welches Teleskop noch geeigneter wäre?


Mit dem Teleskop will ich mir eigentlich alles ansehen was man damit sehen kann.
Momentan wäre meine größte Sorge was die Stabilität der Gitterrohr Dobsons betrifft.
Ob ich die Goto Steuerung (Nachführung) brauche kann ich leider nicht beurteilen. Ich habe eine ruhige Hand.
Habe aber auch genug Geschwister und Freunde die sicherlich auch mal gucken möchten...
Transport ist auch kein Problem.

Ich habe die Möglichkeit im Garten zu gucken oder ich gehe 200m weiter auf den Fußballplatz oder packe alles ins Auto und fahre 2km zu eine etwas höher gelegenen Hobbyflugplatz.
Mit Lichtverschmutzung habe ich hier keine Probleme. Das einzige Problem sind die Wälder die mir je nach Standort einen Teil der Sicht nehmen.


MfG Grautschow
 
Hallo Grautschow,

Willkommen hier :)
Das sind alles schon ganz schön mächtige Geräte.
Ein paar Kommentare:
- wenn möglich, verschaff dir vorher schon einen Eindruck, was dich da erwartet. Triff dich mit anderen, die das Hobby betreiben, besuch ein Teleskoptreffen, eine Sternwarte oder schau auf einer Messe vorbei.
- die Teleskope liegen alle in der Gewichtsklasse um 50 bis 60 Kilo. Auch in Teilen sind die noch schwer und sperrig. Kein Problem?
- eine Nachführung bringt dir vor allem bei hohen Vergrößerungen etwas, ich persönlich kann gut ohne leben (10" Dobson)
- von den Konstrunktionen kenne ich nur den Flextube, den ich als absolut ausreichend stabil empfinde
- rechne damit, den halben Etat (und mehr) für Okulare (randscharfe Weitwinkelokulare für f/5 sind teuer), Zubehör und Optimierungen anzulegen. Ein solcher Dobson, wie er aus dem Karton kommt und mit den beiliegenden Okularen, ist nur die Basis.

Klingt so, als ob du nicht klein anfangen willst, sondern gleich in die Vollen gehen willst ;)
Prinzipiell ist ein 12 zoll Dobson eine tolle und mächtige Basis. Mit viel Zeit und gelegentlichen Investitionen (z.B. in einen Binoansatz?) kann man mit so einem Gerät viel Spaß haben.


Viele Grüße
Steffen
 
Hi Steffen,

Also von der GoTo Steuerung bin ich mittlerweile wieder ab.
Viele sagen, daß es auch ohne sehr gut geht und 600 oder 700 fache Vergrößerung werde ich mit dem Teleskop nicht machen.

Ja,Für die Okulare habe ich nun auch mehr Geld übrig.
Habe da auch einen Tipp bekommen und mir zwei 68° und ein 82° ausgesucht.
Nun bin ich noch auf der suche nach einem passenden 13mm für f/5.
Kann man bei einem f/5 grob sagen, daß man diesen oder jenen Gesichtsbereich bevorzugen sollte? Oder gleich das mit dem größten Gesichtsfeld und fertig?
Ich habe mich schon bissel eingelesen aber alles begreife ich noch nicht.

Gruß Grautschow
 
Zitat von Lutz_11:
Trotz der sicher guten Verarbeitung und dem geringen Preis möchte ich noch die Bildfeldwölbung dieses Okulars erwähnen, da es wohl ursprünglich für Spektive entwickelt worden ist. Wie stark sich diese Bildfeldwölbung äußert, hängt natürlich vom Beobachter selbst ab (Akkommodation). Es gibt diesbezüglich auch einige Berichte darüber.
 
Zitat von Grautschow:
Kann man bei einem f/5 grob sagen, daß man diesen oder jenen Gesichtsbereich bevorzugen sollte? Oder gleich das mit dem größten Gesichtsfeld und fertig?
Das scheinbare Gesichtsfeld (um das es hier geht) gibt an, in welchem Winkel das Bild vor deinem Auge erscheint (laienhaft gesprochen). Das geht dann je nach Okular von Tunnelblick bis "aus der Luftschleuse geschmissen" :biggrin:
Was man bevorzugt hängt von persönlichen Vorlieben ab, manche bevorzugen ein Rand zum "festhalten", andere den "Spacewalk-Effekt".
Tendenziell kommt einem ein weites Gesichtsfeld beim Dobson entgegen. Was tatsächlich genutzt wird hängt wieder ein Stück weit von den technischen und finanziellen Rahmenbedingungen ab.

Nicht jedes Okular funktioniert in jedem Teleskop gleich gut. Zum Teil hängt das vom Öffnungsverhältnis ab, das Verhältnis zwischen Öffnung und Brennweite. Ein 12" Dobson hat ein eher großes Öffnungsverhältnis (f/5) und benötigt aufwändigere Okulare als ein Linsenteleskop mit f/10.

Schau dich mal auf astronomie.de oder einer der vielen anderen Seiten um, da gibt's eine Menge Informationen (z.B http://www.svenwienstein.de/HTML/welches_teleskop_wofur_.html, http://www.deepsky-brothers.de)

Du kannst ohne weiteres erst mal mit drei Okulare starten und später noch ergänzen wenn du den Eindruck hast, dass etwas fehlt ("100 Grad wären doch ganz nett" ;) )

Gruß,
Steffen
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Ich hab 20mm und 16mm in 68° und 6,7mm in 82°.
Leider haben die kein 13mm in dem Shop gehbt. Sonst hätte ich das natürlich bestellt.
Mit dem Teleskop (Meade LB 12") kommt ein QX 26mm WW.

Wenn die Ansicht in dem Programm Stellarium hinkommt sollte das Planeten verfolgen nicht so schwirig sein.

Meint ihr ich könnte noch was in 30mm UWV gebrauchen?
Und welche Filter geben ein schönes Bild?


Gruß Grautschow
 
Zitat von Blackbert:
Zitat von Lutz_11:
Trotz der sicher guten Verarbeitung und dem geringen Preis möchte ich noch die Bildfeldwölbung dieses Okulars erwähnen, da es wohl ursprünglich für Spektive entwickelt worden ist. Wie stark sich diese Bildfeldwölbung äußert, hängt natürlich vom Beobachter selbst ab (Akkommodation). Es gibt diesbezüglich auch einige Berichte darüber.
Das kann ich leider bestätigen, obwohl es mir sehr gut gefallen hat und einen tollen Einblick bietet hatte ich meins wegen Problemen mit der Randschärfe nicht behalten (f/4.7).
 
Für Planeten und Nebel. Da soll es ja einige geben die das Bild verbessern können.
Für die hellen Objekte wie den Mond werde ich sicherlich auch einen Filter benötigen.
Möchte früher oder später alles sehen können was man mit dem Teleskop sehen kann.

 
Zitat von Grautschow:
Für Planeten und Nebel. Da soll es ja einige geben die das Bild verbessern können.
Für die hellen Objekte wie den Mond werde ich sicherlich auch einen Filter benötigen.
Möchte früher oder später alles sehen können was man mit dem Teleskop sehen kann.
Für den Mond kommt meist nur ein Grau- oder variabler Polarisationsfilter zum Einsatz, damit er nicht so blendet. Am besten mal nach Graufilter etc. googlen bzw. die Forensuche benutzen. Da gibt es so einige Varianten, wie man es machen kann.

Farbfilter sind eher was für Planeten, aber die wenigsten scheinen damit mehr zu sehen. Würde ich also erstmal lassen und evtl. mal durch eine Leihgabe probieren.

Für Nebel kommen dann eben die Nebelfilter zum Einsatz. Auch hier lassen sich schon viele Infos zu diesem Thema im Netz finden ;) Die Klassiker sind eben UHC- und OIII-Filter. Ich würde bei 12" Öffnung eher zum OIII als Erstfilter tendieren, da er bei vielen prominenten Objekten (allen voran der Cirrusnebel) den größten Effekt (also Kontrast) erzielt. Preislich gibt es da aber schon Unterschiede. Generell würde ich Nebelfilter nur in 2" holen (zwecks Übersichtsokular). Am besten wäre es, mal versch. Filter leihweise zu probieren. Selbst nutze ich Filter von Lumicon, die ich alle gebraucht zu etwas moderateren Preisen bekommen habe.
 
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