Notwendiges Gesichtsfeld

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ZetaPuppis

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Wieviel Gesichtsfeld braucht man eigentlich? Natürlich weiß ich, dass mehr immer besser ist. Aber gibt es eine bestimmte Obergrenze, die man nicht mehr richtig ausnutzen kann / nicht notwendig ist?

Ich suche ein Übersichtsokular für meinen TS Orion Newton (200mm, 1200mm). Ich dachte an das Panoptik 27mm, dass ca. 1,5 Grad liefert. Das hatte ich mir so als optimale Größe vorgestellt. Oder braucht man deutlich mehr?

Ein längerbrennweitiges Okular wollte ich nur ungern nehmen, da ich insgesamt mit 3 (hochwertigen) Okularen auskommen möchte. Bei einem z.B. 35mm Okular würden dann die Abstände wohl etwas groß.

(Ich hoffe, die Frage ist noch nicht im Forum gestellt worden, aber es ist meine erste Anfrage. Ich konnte mit der Suchefunktion auch keinen Thread finden)
 
Hallo ZetaPuppis,

willkommen on board!

Ganz salopp: Du brauchst halt soviel Gesichtsfeld, daß das angepeilte Objekt reinpasst. Für den Nordamerikanebel sind das mehrere Grad (Du wirst also mit Deinem Equipment immer nur einen Ausschnitt davon sehen), für Planten reichen ein paar Bogenminuten.

Als kleinste Vergößerung/größtes GF solltest Du eine möglichst große Austrittspupille anpeilen (so 5 - 7mm), je nach dem wie gut der Himmel ist, bzw. wie groß Deine Pupille werden kann.

AP = Durchmesser der Öffnung geteilt durch Vergrößerung

Also: mit dem 27mm Panoptik macht das 44-fach Vergrößerung und eine AP von 4.5mm; das 35mm Panoptik würde eine 34-fache Vergrößerung bei 5.9mm AP liefern. Unter dunklem Himmel würde ich letzteres bevorzugen, unter aufgehelltem Stadthimmel wird dann aber der Hintergrund matschig grau.

Wenn Du ein möglichst großes GF willst, und Dich der Peis und das Gewicht nicht schockt, kannst Du natürlich auch das 26mm oder 31mm Nagler in Erwägung ziehen.

Bevor Du Geld ausgibst solltest Du aber erstmal durch die Okus schauen, ob Dir der Einblick etc. gefällt.

Lesenswert zu dem Thema ist das

Wieso willst Du Dich auf 3 Okus beschränken? Für den Anfang ist das OK, aber später werden zwangsläufig mehr dazukommen, je nachdem was Du beobachtest.


Gruß
Stefan
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Moin Zeta!

Was für einen "notwendig" ist, muß man beim Blick durch die entsprechenden
Okulare selbst herausfinden. Die Frage ist, wieviel "drumherum" man sich beim
Beobachten bei verschiedenen Vergrößerungen wünscht. Das ist immer ein
Kompromiß zwischen eigenen Vorlieben und Objektauswahl. Manche suchen
sich Okus mit großem GF (vielleicht weil sie einen Dobson haben und nicht
so oft "nchschubsen" wollen), andere legen z.B. bei Planetenbeobachtungen
mehr Wert auf Transmission und Bildschärfe, wo dann das GF ziemlich egal ist.

Wie Schicko schon schrieb - beim max. GF am Himmel kommt es dann auch auf die
AP an. Was nützt dann ein Riesen-GF und 7 mm AP, wenn man sie unter dem
heimischen Himmel nicht nutzen kann, weil der Hintergrund zu hell ist?! Also
sollte man sich seine Brennweiten-Abstufungen gut überlegen - ich persönlich
verzichte auf mehr als 5 mm AP - und dann zusehen, welches Oku das geeignetste
für einen selbst ist, bzw. ob das gebotene GF einem persönlich zusagt.

Mit 3 Okularen würde ich allerdings auch nicht auskommen wollen, das wäre
mit auch zu wenig Auswahl für die Vielzahl verschiedener Objekte am Himmel.

BTW: Schau Dich mal im Okulare-Board um - da habe ich nach kurzem Stöbern
so einige Threads gefunden, die sich mit Weitwinkel-Okularen bzw. zur Auswahl
von Okus in Deiner Teleskop-Kategorie befassen.
 
Moin Moin und Danke für die Hilfe!

Auch wenn meine Entscheidung nicht gerade erleichtert worden ist.

Irgendwie war ich mir nicht mehr sicher, wie groß alle diese Deep Sky Objekte eigentlich sind. Ich hatte halt gehofft, dass es so etwas wie eine halbwegs allgemein akzeptierte Obergrenze wie z.B. 1,5 Grad vorhanden ist.

Dann kurz, warum ich mich auf 3 Okulare beschränken will: Hat einfach finanzielle Gründe. Lieber wenige gute Okulare als viele schlechte. Außerdem sind es eigentlich 3,5 Okulare, weil ein 3-6mm Zoom schon vorhanden ist, das ja quasi zwei einzelne ersetzt. Danach dachte ich mir halt: ein Übersichtsokular und eins dazwischen. Bei dieser Einschränkung der Okularanzahl müssen die Brennweiten halt genau bedacht werden.

Da führt wohl kein Weg am vorher Testen vorbei. Vom Preis ist aber beim 27mm Panoptik eindeutig Schluss. Die langbrennweitigen Nagler sind mir einfach zu teuer.

Aber die Diskussion meiner letztendlichen Okularentscheidung gehört nicht in dieses Forum. Es ging ja eigentlich nur um die allgemeine Entscheidung eines notwendigen Gesichtsfeldes bei der Okularwahl.
 
Also wenn dein Teleskop wie ich annehme einen 2"-Auszug hat, dann würde ich wegen der tollen Übersicht auf jeden Fall ein 40mm Okular nehmen, vielleicht findest du ja ein gebrauchtes Pentax XL, die gab es neu für 300 Euro - ansonsten sollen die Vixen LVW auch super sein, kenn ich aber nicht.
Wenn du dann noch ein Okular so um 15mm dazu nimmst (wenn du schon die Panoptics im Auge hast, warum nicht gleich das 13mm Nagler?) hast du für den Anfang doch erstmal drei schön weit voneinander entfernte Stufen, 30x, 80x, 200-400x.
Damit sollte man schon einige Zeit hinkommen, und mittelfristig kannst du die Lücken dann schließen - ist ja bald wieder Weihnachten...
 
Hi,

ich weiss ja nicht, welche anderen Okulare du planst, aber im Bereich geringer Vergrößerung sind große Brennweitensprünge nicht problematisch.
Ich würde für Deinen f/6er noch ganz anders denken. Und zwar lohnt sich bei dem Gerät ein Okular um 40mm, konkret würde ich mal LVW 42 und Pentax XW 40 (oder altes XL 40) benennen. Natürlich kann man bei f/6 auch schonmal einen Versuch mit den Antares Erfle machen.
Wenn der Bereich um 30mm besetzt werden soll, solltest Du Dir ruhig mal LV 30 (60°), BW Ultrawide (80° auch Astrolan genannt) oder eben auch ein Antares Erfle anschauen.
Vielleicht findest Du ja auf einem Teleskoptreffen oder so die Möglichkeit, die Okulare mal am 200/1200 zu probieren. Sollte man auf jeden Fall selber durchschauen, ob die Randabbildung jeweils Deinen Ansprüchen genügt.

Ein 40/42mm Okular ist eine feine Sache. Kombiniert mit einem 2" UHC werden einige Nebel damit ganz prächtig. Zum Beispiel eben der Nordamerikanebel, bei wirklich gutem Himmel auch der California-Nebel. Der Zirrusnebel ebenfalls. M31 und M33 sind ohne Filter und bei gutem Himmel sehr schön. Andromeda sieht man bei gutem Himmel leicht mit mehr als 2° länge.

Die Anderen haben dich ja schon drauf hingewiesen, daß es schwierig ist, mit 3 Okularen auszukommen. Man kann damit aber für den Anfang alles einigermassen Abdecken.
Als übersichtsokular würde ich bei f/6 30-40mm Brennweite anstreben. Und zwar gleich in 2", es sei denn, man beobachtet ausschließlich planeten. Dann tut's ein 30mm Plössl in 1,25".
Ein Okular mit 6mm ist für hohe Vergrößerung am Planeten und für Kugelsternhaufen schön. Hier muß man ein wenig aufpassen, wenn daß Okular weitwinklig sein soll und zudem für Planeten taugen muß. Beides vereinbart wird teuer.

Entscheiden muß man sich nun beim fälligen Zwischenwert. Für den Planetenfan ist 120x eine brauchbare Schlechtwettervergrößerung, für den DeepSky-Freund ist 2-3mm AP (also hier 100x) sehr brauchbar. Man fragt sich also, ob 10mm oder etwas im Bereich 12-18mm. Für den DeepSky-Freund würde ich 12mm vorschlagen, mit dem Gedanken, daß ohnehin bezeiten noch etwas im Bereich 18mm folgt. Der Planetenfan nimmt wohl eher 10mm, weil man damit auch DeepSky machen kann und die 3mm AP mit 67x kaum braucht.

Soweit mal meine Gedanken dazu.

Clear Skies
Sven
 
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