Hallo Sternengucker!
Der Kepple/Sanner ist in erster Linie ein (sehr guter) Beobachtungsführer, aber die Aufsuchkärtchen halten beim übrigen nIveau leider nicht so gut mit. Mit dem NSOG alleine wollte ich nicht starhoppen müssen.
Der SkyAtlas 2000 bringt durchaus Starhopping-taugliche Karten, aber gerade bei ganz fizzeligen Objekten reichen Maßstab und Grenzgröße dann nicht unbedingt aus. Ich habe mir die laminierte Filed-Edition (weiße Sterne auf schwarzem Grund) gekauft und würde "laminiert" zwar jederzeit wieder nehmen, aber lieber mit schwarzen Sternen auf weißem Untergrund: man hat zwar die Dunkeladaption prima bewahrt, aber dafür sind aufgelegte Telrad-Schablonen oder Gradnetze eigentlich gar nicht zu erkennen.
Was nehmen: ich würde zunächst mal daheim mit einem Kartenprogramm Aufsuchkarten drucken und deren Tauglichkeit draussen am Teleskop testen. CdC oder HNSKY? Mir gefällt HNSKY besser (schneller; einfachere Bedienung), aber Papierkarten habe ich weder damit noch mit CdC erstellt. Wenn Papier, dann mit Guide. Aber das ist Geschmackssache.
Bei HNSKY finde ich die eingebundenen Objektbeschreibungen ("Auto-Hilfe" oder so ähnlich) sehr nützlich.
Am Teleskop habe ich ein Notebook dabei und fahre da mit Eye&Telescope und Guide im Duo hervorragend. Papierkarten nehme ich nur bei lausigsten Temperaturen, damit das Notebook nicht womöglich den Heldentod sterben muss <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />
Prinzipiell würde ich eher den NSOG wegen der Objektauswahl und der Beschreibungen/Bilder kaufen und die Karten daheim drucken, als auf den NSOG zu verzichten und den SA2000 dafür zu nehmen.
Papierkarten-technisch wäre noch eine Kombination aus einem "Fernglas-Atlas" wie dem Cambridge Star Atlas von Tirion und einem großskaligen Atlas wie der Uranometria zu erwägen. Der eine für die Übersicht, der andere fürs Detail. IMO kann *ein* Atlas alleine nie den "richtigen" Maßstab haben - entweder hast du keine Übersicht und blätterst sehr viel oder es ist zuwenig drauf.
Clear skies,
Tom