Öl oder Fett im Leica Trinovid 8x42 BN

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

MountainMike

Neues Mitglied
Hallo an alle Fernglasexperten,

vor Kurzem habe ich mir ein gebrauchtes, 1 Jahr altes Leica Trinovid 8x42 BN gekauft. Bei genauer Untersuchung habe ich gesehen, das an den Wänden beider Tuben Fett oder Öl zu sehen ist.
Hier im Forum habe ich gelesen, daß dadurch Streulicht entsteht und dabei Konrast und Transmission reduziert werden.
Habt Ihr in euren Ferngläsern, speziell Leica Trinovid, ähnliche Beobachtungen gemacht?
Ist das ein Grung das Fernglas zum Service nach Solms zu schicken?
Vielen Dank schon mal für die kommenden Antworten ....

Viele Grüsse

Michael
 
Mein Trinovid 7x42 ist innen völlig sauber und trocken. Scheint nicht normal zu sein bei dir. Vielleicht äußern sich hier noch andere Besitzer.
 
Hallo Michael,

ich kann meinen Vorredner nur bestätigen:

mein Trinovid 10x50 BN (2 1/2 Jahre alt) hat auch nach gründlicher Inspektion mit der Taschenlampe ein völlig trockenes Innenleben ohne den Hauch irgendeiner Ölspur.

Ob das bei Dir zu einer Verschlechterung der Abbildungsqualität führt, würde ich in einem Laden, der noch das Trinovid führt, vergleichsweise testen. Falls ja: ab zum Kundendienst...

carpe noctem
Matthias
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Ist normal, hatte das in meinem 10x42 BA und in meinem jetzigen 10x42 BN auch.
Bin deswegen sogar extra mal nach Wetzlar (Solms) gefahren um das pruefen zu lassen.
Das produziert auch weder Streulicht (ist ausserhalb des Strahlenganges) noch laeuft es weiter, wenn das Fernglas
Stehend gelagert wird.
Und ueberhaupt, wieso guckst Du auch falschrum ins Fernglas? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />


Gruss
Lamont
 
Hallo Shadow,

danke für deine Antwort. Jetzt sehe ich das nicht mehr ganz so kritisch. Ich habe aber dennoch ein Anfrage bei Leica gemacht. Die Antwort darauf werde ich dann hier noch bekannt geben.

Viele Grüsse

Michael
 
Hmmm, ich habe in meinen CZJ Gläsern auch - und zwar in allen! - innen sowas wie Fett, also wenn man von vorn reinschaut an den Wänden des Tubus, nach der "Streulichtblende". Ist mir aber beim Gebrauch noch nie irgendwie negativ aufgefallen ... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/gutefrage.gif" alt="" />
 
Hallo Michael,

an den Innenseiten der Tuben darf sich keinesfalls Fett oder Öl befinden. Diese liegen sehr wohl im Strahlengang und verursachen Refektionen, das ist doch ganz klar. Die Frage ist auch, woher kommt das Fett und was ist die Ursache.

Die Innenseiten der Tuben in einem Fernglas sind eminent wichtig und sind immer Matt oder abblendend ausgelegt. Wenn dies bei so einem High End Glas nicht mehr gewährleistet ist, liegt ein Mangel vor.

Viele Grüße
Andreas
 
Hallo Andreas,

hat das Trinovid nicht mehrere Streulichtblenden, verteilt ueber die ganze Laenge des Tubus? In diesem Falle duerfte das Fett an der Tubusinnenseite keinen Beitrag zum Streulicht liefern koennen, die ganze Tubuswand waere ja aus der "Schusslinie". Trotzdem stellt sich natuerlich die Frage, woher das Fett kommt. Wuerde ich das Fernglas deswegen einschicken? Vermutlich nicht.

Gruss,
Holger
 
Hallo Holger,

wenn das Fett da nicht hingehört, und das scheint ja so zu sein, denn sonst gäbe es keine fettfreien Trinovids, muss es von irgendwoher auf Wanderschaft gegangen sein und es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, bis es auf den Prismen oder den Objektivinnenseiten landet. Eine Überprüfung duch den Hersteller würde ich schon machen lassen, dann hat man es schriftlich, wenn doch mal was passiert.

Vielleicht ist es ja gar kein Fett, sondern nur eine Lackschicht?

Viele Grüße
Andreas
 
Mein Trinovid (10x50 BN) scheint - auf den ersten Blick im "Lampenschein" - fettfrei zu sein.

Ich bin mit Andreas einer Meinung und würde das, insbesondere bei einem Glas dieser Preisklasse, vom Hersteller überprüfen lassen. Gegebenenfalls wäre es interessant zu erfahren, wo das Fett herkommt, bzw. wo es eigentlich hingehört?

Viele Gruesse
Uwe
 
Habe auch nochmal eine Anfrage an Leica geschickt (mit der Bitte, sich vielleicht hier dazu zu aeussern).


Lamont
 
Die Antwort von Leica Camera AG

Hallo,

habe die Antwort auf meine Mail an Leica und die Erlaubnis zur Veroeffentlichung erhalten.

"Ich habe von Leica eine Antwort bekommen, es handelt sich nicht um Oel sondern einen Kleber. Zitat Leica: "Bei dem beschriebenen handelt es sich weder um Öl noch um Fett im Tubus, sondern um ein Art Kleber, der über sehr lange Zeit eine stark haftende Oberfläche behält.
Diese klebrige Oberfläche soll im Notfall kleine Partikel, die sich z.B. von den Gewindespitzen beim Montieren der Bauteile ablösen können, festhalten.
Die Position des Klebers wurde so gewählt, dass kein Reflex oder Streulicht von dort nach hinten in das Okular, bzw. Auge reflektiert werden kann. Dies wird durch die Positionierung von geeigneten Blenden verhindert.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.
Ich wünsche Ihnen weiterhin "Gut Licht" und viel Erfolg mit dem LEICA TRINOVID Fernglas.""


Gruss
Lamont
 
Re: Die Antwort von Leica Camera AG

Das ist ja interessant! Mein Trinovid (Baujahr ca. 1998) hat diese Beschichtung nicht.
 
Re: Die Antwort von Leica Camera AG

Hallo Lamont,

Interessant, danke für die Information und die Nachfrage bei Leica.

Muss das Innenleben meines Glases nochmal genauer ansehen, aber nach Aussage von chipsy scheint diese Art von "Beschichtungstechnologie" in Leica Ferngläsern jüngeren Datums zu sein.

Viele Grüße
Uwe
 
Re: Die Antwort von Leica Camera AG

Hallo alle Zusammen,
ich habe jetzt auch die offizielle Antwort von Leica erhalten, die ich zur Ergänzung noch hier bekannt geben will.
Zitat: "Die Schicht ist eine aufgebrachte Emulsion um evtl. lose Teilchen 'festzusetzen'. Die Emulsion ist in allen BN Gäsern vorhanden."

Zur Beruigung aller ist die Schicht also völlig in Ordnung.

Viele Grüsse

Michael
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben