Okularauszug am Refraktor tauschen

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Olaf M.

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Hallo zusammen, ich habe einen Skywatcher Evostar 102/1000, der mir visuell gut gefällt, allerdings ist der Okularauszug eine einzige Katastrophe. Ich würde mir gerne diesen hier bestellen und selbst einbauen:


Kann ich da viel falsch machen? Hintergrund ist, dass ich hier keinen Händler in der Nähe habe, der das für mich erledigen könnte. Außerdem vermute ich auch mal, dass das kein Hexenwerk ist. Vielleicht hat ja hier schon mal jemand Erfahrungen mit einem solchen Umbau.
Eine Frage habe ich noch: Ich befürchte, dass der oben genannte Auszug kürzer ausfahrbar ist als der originale, liege ich da richtig? Dann würde ich die Differenz mit Distanzringen lösen müssen. Den Refraktor möchte ich nutzen, um mit einer DSLR Mondfotos und eventuell Planetenvideos zu machen. Quasi als Schnellspechtelgerät ohne automatische Nachführung und ohne Laptop. Hauptsächlich möchte ich ihn aber visuell nutzen. Fotos mache ich hauptsächlich mit meinem kleinen Refraktor, von daher wäre es keine Katastrophe, wenn das mit der DSLR nicht funktionieren würde.

Vielen Dank im voraus für Eure Meinungen!
LG Olaf
 
Der von dir verlinkte Okularauszug kostet sogar noch weniger als der Skywatcher Auszug, den du schon dran hast, und ist genau wie Dieser ebenso mit 2kg Tragfähigkeit angegeben. Ich denke, das ist ein Null-"Upgrade" und verändert genau nichts an der Situation.

LG
Olli
 
Hallo Olli, danke für deine Einschätzung, ich dachte, die 1:10 Übersetzung sei ein Gewinn. Die Tragfähigkeit ist nicht das Problem. Ich finde den original Auszug etwas holprig beim Fokussieren.

LG Olaf
 
@olli.mit.zwei.l :
Bist Du da sicher oder verwechselst Du den Evostar 102/1000 Achromaten mit den Evostar ED Typen?

Gruß Horst
 
@olli.mit.zwei.l :
Bist Du da sicher oder verwechselst Du den Evostar 102/1000 Achromaten mit den Evostar ED Typen?

Gruß Horst
Deren OAZs sind bis auf den Feintrieb identisch.
Ich habe mit den Skywatcher OAZs generell das Problem, dass sie schnell durchrutschen oder sich so anfühlen als wären sie kurz davor, gerade wenn man nach innen dreht gehts oft hakelig oder merkwürdig langsam oder bleibt immer mal kurz stehen obwohl man weiterdreht.
Schon mit dem Herschelkeil von Baader gibts probleme beim durchrutschen, in zenithnähe reicht der mitgelieferte ZS mit nem etwas schwereren Okular. Klar kann man ihn fester anziehen, aber da wird dann auch die Fokussierung schnell unangenehm schwergängig. Ich mag die originalen Crayford OAZs von Skywatcher generell nicht.

LG
Olli
 
Hallo Olli, da gebe ich dir Recht. Bei meinem 72 ED bin ich von dem OAZ auch nicht begeistert, aber er ist akzeptabel. Beim 102 FH finde ich ihn richtig doof. Ich will aber auch keine Unsummen ausgeben. Daher dachte ich, der von TS sei auf jeden Fall besser.

LG Olaf
 
Ist die Frage, wo "Unsummen" für dich anfangen.
Für mich zum Beispiel sind 800€ für einen Feathertouch "Unsummen".
Mit 400€ bekommst du aber schon 90% davon, einen Baader Steeltrack RT mit entsprechendem Tubusadapter. Der läuft butterweich, hält die Achse auch bei massig Zuladung und kurbelt mühelos ein Gegengewicht einer EQ6 hoch. Noch dazu hat das Auszugsrohr einen freien Innendurchmesser von 55mm und der ganze OAZ ist insgesamt kürzer als der Skywatcher, hat mit 84mm aber trotzdem einen großen Hub, man hat also mehr Backfokus, falls es irgendwann mal Herschelkeil UND Bino sein soll. Das wäre ein echtes und endgültiges Upgrade. Und wenns irgendwann mal ein anderer Refraktor wird, bausten halt da dran.

LG
Olli
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi Olaf,

Ich habe einen Crayford OAZ vom Typ GSO wie viele andere User hier, dein verlinkter hat einfach das Auszugrohr etwas verlängert mit verschiedenen Montage Adaptern die dann entsprechend für diverse Teleskope Plug&Play eingesetzt werden.

Was mir nicht gefällt an diesem GSO OAZ ist die Tatsache das der kein Gewicht mag und Tendenz hat durchzurutschen wenn die schrauben nicht ordentlich angezogen sind die die Welle des OAZ ans Auszugrohr anpressen.
Intern sind das gerade mal fünf kleine mikrige Auflagepunkte des Auszugsrohres, vier direkt auf kleinen empfindlichen Kugellagern, der Fünfte Punkt ist die Welle. Wenn eine "Halteschraube des Kugellagers" schief gebohrt ist, wirst du niemals mit dem Ding fertig.
Ich kann dir mal ein Überrest eines solchen Teiles zeigen das bei mir in der Schrottkiste sitzt zur Weiterverwertung das jetzt nicht in Masen von dem GSO kommt, aber das tupfengleiche in grün ist:
IMG_4655.jpg
Mit schweren Weitfeld Okularen(700gr- 1000gr) plus Zwei Zoll Zenitspiegel/Prisma hat das klar Tendenz zum Durchrutschen"beim oben gucken", oder man knallt die Schraube an die das Gewinde in Alu am Körper des OAZ hat.
Um Reducer oder Flattener zu benutzen bei Astrofoto reicht dieser OAZ nicht aus. Er verkippt zu viel. Auch mit nem Bino ist der OAZ nichts.
Mit leichteren Sachen, sprich nicht Zwei Zoll geht der schon.
Motorfokus wird auch heikel anzubringen, musst du was selber fertigen oder es gibt auch heute schon gedruckte Adapter zu kaufen die "ready" sind für's Plug&Play. Aber ich empfehle diesen OAZ nicht für Motorfokus mit eigener Untersetzung vom Typ ZWO, der ZWO wird dann nicht lange halten und lutscht sich aus, im schlimmsten Fall bricht ein Zahnrad ab. Problem das schon gut bekannt ist...

Clear skies,
- Martin
 
Ist die Frage, wo "Unsummen" für dich anfangen.
Für mich zum Beispiel sind 800€ für einen Feathertouch "Unsummen".
Mit 400€ bekommst du aber schon 90% davon, einen Baader Steeltrack RT mit entsprechendem Tubusadapter. Der läuft butterweich, hält die Achse auch bei massig Zuladung und kurbelt mühelos ein Gegengewicht einer EQ6 hoch. Noch dazu hat das Auszugsrohr einen freien Innendurchmesser von 55mm und der ganze OAZ ist insgesamt kürzer als der Skywatcher, hat mit 84mm aber trotzdem einen großen Hub, man hat also mehr Backfokus, falls es irgendwann mal Herschelkeil UND Bino sein soll. Das wäre ein echtes und endgültiges Upgrade. Und wenns irgendwann mal ein anderer Refraktor wird, bausten halt da dran.

LG
Olli
Hi Olli,

dankeschön, das ist ein hilfreicher Tipp, den OAZ schau ich mir mal an. Für eine Lösung, die langfristig tragfähig ist, wäre ich natürlich bereit, den Betrag zu investieren. 800 EUR wäre mir tatsächlich auch zu viel.

Hi Olaf,

Ich habe einen Crayford OAZ vom Typ GSO wie viele andere User hier, dein verlinkter hat einfach das Auszugrohr etwas verlängert mit verschiedenen Montage Adaptern die dann entsprechend für diverse Teleskope Plug&Play eingesetzt werden.

Was mir nicht gefällt an diesem GSO OAZ ist die Tatsache das der kein Gewicht mag und Tendenz hat durchzurutschen wenn die schrauben nicht ordentlich angezogen sind die die Welle des OAZ ans Auszugrohr anpressen.
Intern sind das gerade mal fünf kleine mikrige Auflagepunkte des Auszugsrohres, vier direkt auf kleinen empfindlichen Kugellagern, der Fünfte Punkt ist die Welle. Wenn eine "Halteschraube des Kugellagers" schief gebohrt ist, wirst du niemals mit dem Ding fertig.
Ich kann dir mal ein Überrest eines solchen Teiles zeigen das bei mir in der Schrottkiste sitzt zur Weiterverwertung das jetzt nicht in Masen von dem GSO kommt, aber das tupfengleiche in grün ist:
Den Anhang 282210 betrachten
Mit schweren Weitfeld Okularen(700gr- 1000gr) plus Zwei Zoll Zenitspiegel/Prisma hat das klar Tendenz zum Durchrutschen"beim oben gucken", oder man knallt die Schraube an die das Gewinde in Alu am Körper des OAZ hat.
Um Reducer oder Flattener zu benutzen bei Astrofoto reicht dieser OAZ nicht aus. Er verkippt zu viel. Auch mit nem Bino ist der OAZ nichts.
Mit leichteren Sachen, sprich nicht Zwei Zoll geht der schon.
Motorfokus wird auch heikel anzubringen, musst du was selber fertigen oder es gibt auch heute schon gedruckte Adapter zu kaufen die "ready" sind für's Plug&Play. Aber ich empfehle diesen OAZ nicht für Motorfokus mit eigener Untersetzung vom Typ ZWO, der ZWO wird dann nicht lange halten und lutscht sich aus, im schlimmsten Fall bricht ein Zahnrad ab. Problem das schon gut bekannt ist...

Clear skies,
- Martin

Hallo Martin, auch Dir vielen Dank für Deine ausführliche Antwort, dann lasse ich erst mal die Finger von dem günstigen TS.

LG und CS
Olaf
 
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