Okularauszug selbgebaut?

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Nils

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Hallo zusammen,

als Besitzer einer Russentonne (MTO 100/1000) würde ich mir gern die Fokussierung etwas erleichtern. Dazu hätte ich gern einen relativ komfortablen Okularauszug.

Da mir die Helikalfokussierer auf der einen Seite zu teuer sind (dafür bekomme ich ja 'ne halbe neue Tonne) und ich auf der anderen Seite gern bastle, würde ich es gern selbst veruchen. Einziges Problem ist, dass ich kein Metall bearbeiten kann, sprich: ich habe keine Fräsen oder Drehbänke, nur 'ne Metallsäge, Bohrer, etc. ...

Ich habe mir schon verschiedene Gedanken gemacht, wie man das umsetzen könnte und will diese wilden Ideen kurz schildern:

Idee 1) Ich habe bemerkt, dass im Abfluss-Bau offenbar Zollformate verwendet werden und da kam mir die Idee Abflussrohre zu verwenden. Stellt sich die Frage ob das geht und ob Metall oder Plastik? 1 1/4" Rohre gibt es jedenfalls, aber ich benötige ja auch eine Überwurfmutter für T2; gibt es da evtl. was fertig Genormtes? Dann bräuchte ich ja für die Rohr-in-Rohr-Konstruktion ja auch noch ein größeres Rohr (da muss dann die Überwurfmutter passen), in dem sich das kleinere 1 1/4" Rohr dann bewegen kann.

Idee 2) Vielleicht kann man die Teile eines alten Mikroskops verwenden, wie z.B. die Zahnräder und die Rändel?!

Idee 3) Für den Trieb habe ich gedacht, könnte mann einfach eine Zahnstange auf das kleinere Rohr aufkleben, in die dann ein Zahnrad greift. Welche Größe ist da sinnvoll? Eine weitere Idee war auch statt der Zahnstange evtl. einen großen Kabelbinder rechts und links einzukürzen und diesen zu verwenden. Kabelbinder habe ja auch so ein geriffeltes Profil, das sehr fein ist ...

Idee 4) Evtl. könnte auch ein alter Variabler Projektionsadapter irgendwie umgerüstet werden?! Da wäre ja quasi schon alles vorhanden, bis auf den Trieb ...

Ich bin etwas zerknirscht <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/crazy.gif" alt="" />, so viele Fragen auf einmal zu stellen, aber ich habe keine Ahnung, wie man das am besten umsetzten soll.

Hat jemand schon einmal soetwas versucht und evtl. Bilder? Geht das überhaupt, oder ist das totaler Quatsch? Gibt es besserer Lösungen? Und die entscheidendste Frage: Ist das für die Russentonne überhaupt sinnvoll und funktioniert das überhaupt ...?

Vielen Dank! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
Gruß,

Nils
 
Hi!

Also an meinen alten Dobson, dessen 8" Spiegel ich natürlich selbst geschliffen habe ist ein selbst gebauter Okularauszug. Zugegeben, die wohl primitivste Lösung, aber für visuelle Beobachtung durchaus brauchbar - besonders für den Aufwand.
Auf die Tubuswand habe ich einfach eine Holzhülz gestekt die ich selbst gedreht habe. Der Durchmesser ist 5 mm größer als der des Okulars. In die Hülse habe ich dann mehrere Längsstreifen Schaumstoff geklebt. Diese ermöglichen, dass das Okular zum einen festgehalten wird, und zum anderen, dass es deonnoch beweglich ist.

Ergebnis: Wenn man das Okular dreht und dann vorsichtig Druck oder Zug ausübt, lässt sich doch ganz gut Vokusieren. Aber an Webcam, ... ist gar nicht zu denken!
Eine Drahbank für Holz ist natürlich Voraussetzung. Wer einen großen spezialbohrer hat, kann es damit natürlich auch versuchen.
 
Es gibt viele selbstgebaute OAZs aus alten Fotoobjektiven. Ein solches ausschlachten, das Objektiv über einen Adapter Filtergewinde-M42 an die Tonne und hinten an das Objektiv den M42-1,25"-Adapter, der vermutlich vorhanden sein dürfte. Das Objektiv (z. B. ein einfaches oder optisch defektes 50er) gibt's für kleines Geld, den Adapter eventuell käuflich oder preiswert vom Dreher Deines Vertrauens.
Verstellweg bei solchen Konstruktionen liegt so bei 10 mm. In Kombination mit der Tonnenfokussierung sicher ausreichend.
 
Hey Stephan,

hatte ich auch schon dran gedacht, aber mich nicht so richtig herangetraut.

Gehen nur 50mm Objektive oder auch Zoom wie z.B. 35-70mm oder ein Tele-Objektiv 135 mm?

Wenn ich ein günstiges sehe, dann behalte ich mir vor Euch noch einmal wegen des Umbaus zu belästigen ... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Gruß,

Nils
 
Hi,
kenn die Russentonne nur vom hören-z.Bp das damit f8-15 möglich ist
um genannte Zoomobjektive als OAz zu verwenden muß man den Lichtweg vom Anschluß bis zum Fokus kennen-Fokussierweg eingeschlossen
dies bedenke beim erwerb eines Zoomobjektivs-und ehrlich gesagt 10mm Fokussierweg ist sehr mager-m.E. min. 30mm erforderlich
 
Hallo Nils

Ja es geht, am einfachsten mit einem alten Objektiv. Ich habe hier an meinem Kugeldobson ein 135 mm Objektiv zum Auszug umgebaut http://home.t-online.de/home/wm.stein/porta25.jpg Er hat ein sehr geringes Gewicht ca 100 g und geht butterweich, der Fokusierweg ist hier ca 15 mm. Bei der Russentonne ist der Fokusierweg nicht so entscheidend da du die Grobeeinstellung am Fokusring der Tonne machst, der Okularauszug wird ja für die Feineinstellung benutzt. Der zusätzliche Lichtweg ist kein Hindernis wenn die die Schraube in Anschlag in Unendlichstellung an der Russentonne entfernt ist. Allerdings mußt du schon viel Glück haben wenn es ohne Drehbank gehen soll. Übrigens hast du mich auch dazu gebracht für meine Tonne ebenfalls einen Feinfokusierer zu bauen, der Anfang ist gemacht. Den Fokusierer werde ich universell bauen, das bedeudet er bekommt einen Steckanschluss 1/1/4 Zoll so kann ich ihn auch am C 8 und überall an 1 1/4 Zoll verwenden, der zusätzliche Lichtweg ist ca 30 mm.
.
Gruß Werner
 
Hallo!

Reiner, hier aus dem Forum hat so was für ein Dobson gebaut. Ich habe es in ähnlicher Form nachempfunden, befindet sich allerdings noch im Bau.

Reiner hat sicherlich nichts dagegen, wenn ich den Link angebe (Steht eh in seinem Profil <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> ):
Reiner's homepage

Gruß,
Tobias.
 
Hallo Nils


Also ich persönlich habe mir schon des öfteren vorgestellt, ob es nicht möglich wäre ein Balgengerät aus der Fotografie als Auszug zu verwenden!
Da die Russentonne sowieso einen M42 Anschluss hat, bzw. auf T2 umgerüstet werden kann, ist die Adaption schon im wesentlichen geschehen.
Diese Balgengeräte sind eigentlich verdammt robust und halten mehr aus als man ihnen vom Aussehen her zutrauen würde. Die schienen auf denen sie befestigt sind, sind oft zwar schon recht lang, aber ich denke damit kann man leben, oder man sägt diese eben ab. Ansonsten hat man einen verdammt großzügigen Verstellbereich, und das ganze läuft sehr weich und auch noch präzider als die meisten Crayfords die ich kenne.
Alternativ könnte man bestimmt auch aus einem Verstellschlitten einen Fokusierer bauen. Diese Geräte sind oft für kleines Geld auf Trödelmärkten oder Kamerabörsen zu bekommen, bei Ebay auch. Die Neupreise sind hingegen auch schon etwas höher.

gruß,
André
 
Der Tip von André mit dem Balgen ist super! Da würdest Du Dir - wenn Du einen M42-Balgen kriegst, noch die Adaption von M42 auf das Filtergewinde des Objektivs sparen. Wird unterm Strich vielleicht sogar noch preisgünstiger...
 
Die Idee mit der Balgenfokussierung ist nicht neu und wurde hier im Board im Zusammenhang mit der Russentonne schon mehrmals beschrieben. Problematisch ist allerdings, das richtige Balgengerät zu finden.
Die Balgengeräte bestehen aus einer feststehenden und einer beweglichen Standarte. Leider befindet sich die bewegliche Standarte immer auf der Objektivseite. Deshalb kann man das Balgengerät ohne Modifikation nur im fast komplett ausgezogenen Zustand an die Russentonne anschrauben, da sonst das Gestänge gegen die Tonne stößt. Der Fokussierweg ist dann auch nur sehr gering.
Wenn man allerdings die M42-Ringe beider Standarten problemlos miteinander vertauschen kann (ist bei einigen wenigen Modellen der Fall), gibt es keine Probleme mehr und man erhält für wenig Geld einen leichtgängigen stabilen Okularauszug.

Gruß

Michael
 
Hallo und nochmals danke für die vielen Antworten!

Nochmal zurück zum Umbau eines Fotoobjektives: Kennt jemand eine Schritt-für-Schritt-Anleitung dazu im Internet oder gar in Buchform? Ich trau mich da nicht ran, ohne dass ich mal Bilder gesehen habe ... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/crazy.gif" alt="" /> ... ist ja nicht immer ganz so einfach, die Teile herauszunehmen und dann auch noch alles gut am Teleskop zu befestigen?!

Gruß,

Nils

 
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