Okulare von USA

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Volkmar

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Hallo liebe Sternfreunde,

wer von Euch hat schon mal bei Adorama in USA (New York)
Okulare oder dergleichen geordert, bzw. sich mit den Gedanken beschäftigt ?
Die Preise sind ja sehr verlockend, denke dabei hauptsächlich an die begehrten Nagler´s.

Welche zusätzlichen Kosten würden noch entstehen,

bitte um Tips und Ratschläge.

Vielen Dank und cs
Volkmar
 
Hallo Volkmar

Vorige Woche wollte ich mir ein Lumicon OIII in den USA bestellen. Preis im online-Katalog von Lumicon: 99,95 $.
Lumicon wollte 26 $ Porto, 25 $ fuer Wire-Transfer und meine Bank in Thailand wollte noch mal 15 $ fuer den Geldtransfer... Also: 166 statt 99,95. Da ist die Mehrwertsteuer oder der Zoll auch noch nicht dabei. Abgelehnt, ein Kumpel besorgt mir das Ding nun bei Astronomik.
Die grossen Firmen in den USA verlangen alle verrueckte Raten fuer Handling & Shipping. Die meisten akzeptieren auch keine Kreditkarten aus Nicht-USA Staaten.
Kauf dir am Besten ein Sky & Telescope Magazin und scanne durch alle Firmen, die da Werbung machen.
Was die angegebenen Preise anlangt: Die sind echt. Mehrwertsteuer bei der Einfuhr kommt aber noch dazu. Da die meisten Firmen mit FedEx oder UPS versenden, kommst du um den Zoll nicht rum. UPS kassiert dann an der Haustuer, da gibts kein Entkommen.
Versuche einen Kumpel in Kanada oder den USA zu finden, der dann alles mit normaler Post an dich sendet - so habe ich es mit meinen Naglern gemacht.

Viel Glueck und - die Naglers sind die Besten!
Armin
 
Versandkosten, Zoll, MwSt. und Gebühren

Je nach Spedition (z.B. über US Postal Service als „Air Mail” oder „Global Express” oder über UPS oder über Fedex) muß mit ca. 30 bis maximal 70 $ Versandkosten und sog. „packaging & handling” (das sich manche Firmen fürstlich honorieren lassen, auch wenn man später dem Karton ansieht, daß er schon zigmal verwendet wurde) gerechnet werden. Dann kommen hier in Deutschland auf den Gesamtbetrag aus Gegenstandswert und Versandkosten noch 4,2% Zoll und auf die damit errechnete neue Summe 16% MwSt. hinzu. Je nach dem deutschen Speditionsunternehmen berechnet auch dieses noch eine Bearbeitungsgebühr für die Zollabfertigung. Wenn die Sendung über den US Postal Service verschickt wird (meistens der kostengünstigste Versand) und per Luftfracht über Frankfurt nach Deutschland kommt, wird die Weiterleitung über den GLS (General Logistic Service) abgewickelt, der mit US Postal Service einen Exklusivvertrag hat. GLS berechnet 11,52 Euro Zollabfertigungsgebühr.

Beispiel: Wenn ein Produkt in den USA 400$ kostet und die Versandkosten 39 $ wären, kommen 4,2% Zoll auf die in Euro umgerechnete Summe. Bei einem Umrechnungskurs von z.B. 1 Euro = 1,20 $ wäre der Gesamtwert von 439 $ umgerechnet 365,83 Euro. Davon 4,2% Zoll sind 15,36 Euro, was als neue Summe 381,19 Euro ergibt. Dazu kommen 16% MwSt., also 60,99 Euro, was zusammen 442,18 Euro ergibt. Schließlich fallen bei Lieferung über GLS noch 11,52 Euro Gebühren an, so daß der Gegenstand am Ende 453,70 Euro gekostet hat.

Der Wechselkurs unterliegt Schwankungen, und es gilt der Kurs, den die Zoll-Finanzbehörde am Tag des Eingangs in Deutschland festlegt. Der ist in der Regel ungefähr 3% unter dem offiziellen Kurs, den man z.B. im Internet abrufen oder im Radio oder Fernsehen erfahren kann (Banken gehen ja auch von einem schlechteren Kurs aus, genauer sogar von zwei verschiedenen, je nachdem ob man von $ in Euro oder umgekehrt tauscht!).

Der Einkauf in den USA ist also bei weitem nicht so günstig, wie man auf den ersten Blick angesichts des momentan für uns beim Import (nicht aber Export!) günstigen Wechselkurses meint, aber in manchen Fällen kann es sich doch lohnen, wenn z.B. Garantie- und Kundendienstprobleme ausgeklammert werden (können).

Walter E. Schön
 
Hi!

Ich habe mal beim Siebert Harry einen GWK geordert.
Der Mann macht Paypal, da blieben dann nur noch der Versand von 26$.
Zoll war irgendwie kurios. Zuerst sollte ich was unterschreiben und dann
brauchte ich das nicht mehr und nun warte ich halt immer noch.....

Ergo, bei Paypal fallen im Prinzip nur noch die Versandkosten und der Zoll an.
Da muss man dann rechnen und überlegen ob einem es das Wert ist.

Grüße

Sabine
 
Hallo Volkmar,

ich habe mir bei Woodland Hills Camera & Telescopes ein 5mm Nagler bestellt für 240 Dollar inkl. Versand in die USA. Ein Freund von mir ist so nett und bringt es dann mit. Macht für mich also keine 200,- Euro. Ob jemand am Flughafen das Okular verzollen will oder nicht ist dann jedem sein persönliches Risiko.

Grüße,
David
 
Hi Sabine

Mich hat der Zoll nicht vergessen, ich muß 56,78 Euronen überweisen.

Gekauft habe ich einen Moonlite Auszug mit Kreditkarte.

Nettopreis 265,00 $
Shipping 26,00 $
macht 291 $ = 242,46 Euro incl. Entgeld für Auslandseinsatz der Karte.

Dazu kamen dann:
36,55 Eurosteuer
9,50 Zollabfertigung + Mwst
9,21 Einfuhrzoll

Ergibt die oben genanten 56,78 Euro also in Summe knapp 300 Euro. Ich schätze das geht bei Okularen und anderem Astrozeugs unterhalb von ich glaube 500 Euro ähnlich.

 
Hallo,

sicher wird es da einige geben die das zu umgehen versuchen, legal ist es nicht.

Selbst Geschenke z.B. aus den USA müßtest Du verzollen wenn diese einen Wert von mehr als 45 Euro haben.

Zum Nachlesen

CS
Adrian
 
Hallo nochmal,

Eine weitere Moeglichkeit, sich Zoll und Steuer (teilweise) zu sparen: Die Firma in den USA bitten, auf der Rechnung (invoice) einen geringeren Betrag auszuweisen.
Das Risiko dabei: Kommt es zu Beschaedigung oder Verlust der Sendung, wird nur in der Hoehe des invoice-Betrages beglichen...
Es faellt immer nur Steuer und/oder Zoll auf den im invoice angegebenen Betrag.
Grosse Firmen machen bei dieser Praktik nicht mit, kleinere Haendler schon (weiss ich aus Erfahrung <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> )

Noch was: Wer einen Freund in den USA bittet, das Produkt zu kaufen, muss in den USA auch Steuer bezahlen. Die ist von Bundesstaat zu Bundesstaat unterschiedlich, bewegt sich aber so im Bereich 5-10%. Die Preise bei allen US Anbietern beinhalten diese "lokale" Steuer natuerlich nicht.

CS
Armin
 
Hallo Volkmar,
ich habe schon einiges in den USA eingekauft, insbesondere auch Okulare wie die UO Königs, die man hier immer nur mühsam und sporadisch bekommt. Die Versandkosten waren bei den verschiedenen Händlern, die ich bemührt habe, eigentlich immer im Rahmen. Insbesondere wenn man auf Express Airmail etc. ausdrücklich verzichtet. Nach meinen Erfahrungen geht es auch mit Standard-Mail schnell genug.
Grob gesagt kannst Du auf den USD-Kaufpreis umgerechnet in Euro nochmal 22 Prozent für Zoll/Märchensteuer/Gebühren draufschlagen. Beim derzeitigen Dollarkurs zahlst Du also unterm Strich für die Ware das in Euro, was Sie in den USA in Dollar kosten.
Soweit so gut. Kritisch wird's bei Umtausch und Reklamation. Ich habe mal bei einem seriösen US Händler ein paar Computerteile gekauft, weil es die Sachen in D einfach nicht gab. Die Sachen kamen auch brav an. Sie funktionierten nur leider nicht. Nach viel hin und her (Fehlersuche etc.), war der US-Händler sogar bereit die Sachen zurückzunehmen und auszutauschen. Nur dann wird die Zollabwicklerei so richtig spannend. Man muss sich bei irgendeiner Zollstelle in Oberursel nämlich ersteinmal ein Formular für die Rücksendung besorgen, damit die Ausfuhr (die die Rücksendung ist) ohne weitere Gebühren erfolgen kann. Dann darf der Transport, und zwar leider dann auch das erneute Zusenden der Austauschware, nur per DHL erfolgen. Leider mögen ds unsere amerikanischen Freunde nicht, die gerne auf UPS, FedEx etc. zurückgreifen. Aber nur bei DHL-Versand kommt man um die erneute Verzollung herum! Ich habs irgendwann aufgegeben und die teuren Schrotteile "abgeschrieben" (man, das wären ein paar nette Okulare gewesen...) Mein Fazit: Bestellung in USA lohnt nur, wenn der Preisunterschied signifikant ist, also nach Addieren von Versand, Zoll/MwSt. etc. noch ein paar hundert Euro beträgt. Selbst dann kaufe ich nur "unempfindliche" Produkte wie eben Okulare oder Filter, also Dinge wo die Funktion per se als gegeben angenommen werden darf und mögliche Transportschäden (Dejustierung o.ä.) vermutlich selbst behoben werden können. (Oh, Musik-CDs lohnen auch, die sind einfach soviel billiger als hierzulande...)
Empfindliche Produkte würde ich nur über Freunde in den USA einkaufen, die das Produkt testen und ggfl. umtauschen können und dann irgendwann persönlich mitbringen. (Deswegen würde ich auch nie ein Fernrohr in den USA bestellen.)
Gruß,
René
 
Hallo,

sag mal, ist Dir eigentlich bewußt daß Du Empfehlungen zu einer Straftat abläßt? Das Thema mit den künstlich klein gehaltenen Rechnungen kennen die beim Zoll auch. Blöd sind die nicht, das ist dort Tagesgeschäft.

Wirst Du vom Zoll erwischt hast Du erst mal ein Verahren am Hals. Passiert so etwas weil Du es schlichtweg vergessen hast und kannst das glaubhaft belegen geht das vielleicht noch glimpflich aus, worauf ich mich aber nicht verlassen würde. Hinter einer gefälschten Rechnung steckt immer Vorsatz und das wird ausgesprochen unangenehm.

Also Leute, ich faß es nicht, für die paar Kröten. Wenn's legal nicht geht würde ich's ganz lassen.

Adrian
 
Hallo Renè,

schönen, sachlichen Praktikerbeitrag hast Du hier abgeliefert, der einem wirklich Hilfestellung gibt. Danke.

Ich selber habe ebenfalls schon etliches in USA gekauft und dieseleben Erfahrungen gemacht. Rücksenden brauchte ich, Gott sei Dank, bis heute kein einziges Teil.
Allerdings achte ich darauf was ich dort kaufe (Weltgarantie) und der Verkäufer muß auch den von Dir genannten, günstigen Versand bereit halten, sonst kauft man halt bei dem, der diesen auch anbietet.
UPS ist zwar wirklich easy auch bei der Verzollung, aber eben auch ne Ecke teurer.

Teleskope würde ich auch nur über Freunde/Verwandte machen.

Grüße
Dietmar
 
Hallo Adrian und andere!

Sorry, ich will hier natuerlich keinen zu einer illegalen Handlung treiben.
Auf das ganze bin ich bloss gekommen, da die Zoelle hier in meiner Heimat (Thailand) teils wesentlich hoeher sind, als in der EU.
Hier kassiert der Zoll z.B. 40% (!) auf Feldstecher, plus 7% MWSt. Da ist dann nicht mehr die Rede von "ein paar Kroeten"
Anyway, auch ich habe meinen 15" offiziell mit allen Steuern hier eingefuehrt - Teleskope haben (witzigerweise) hier einen geringeren Zollsatz als Binos und anderes Zeugs.

MFG
Armin
 
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