Olympus DPSR - "abgeschminkt"

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hanz

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Hallo Freunde bezahlbarer Ferngläser,

wie ich hier schon immer mal wieder gepostet habe, fand ich die Olympus DPSR Ferngläser bisher eigentlich
ein vom Preis/Leistungsverhältnis sehr interessantes Angebot. Ich habe das 7x35 seit 2 Jahren (9,3° real,
da paßt die ganze Corona oder Leier rein!) und war bisher eigentlich immer recht zufrieden. Zu den
astronomischen Vorteilen kam hier vor allem geringes Gewicht von 600g und Naheinstellbereich bis 3m
(toll für Insekten). Da ein 7x sowieso am Mond nichts zeigt, haben mich die leichten Reflexe auch nicht
gestört. Und daß es kein Muliticoating hat sondern nur das gute alte blaue Single- coating (aber relativ
dunkel immerhin) und nur BK7 Prismen habe ich auch nie als störend empfunden - ein 7x35 ist halt
kein Galaxienjäger.
Leider ist das dann beim 10x50 alles nicht mehr so akzeptabel. Die Reflexe stören am Mond sehr,
und nachdem ich den Filzstift schon bereitgelegt hatte, um mal die Objektivlinsenränder und auch sonst
alles zugängliche schön schwarz zu machen, kam dann die große Ernüchterung:
Objektivrohre aus Plastik verklebt, die Linsen mit Klemmringen eingepreßt, nirgens Justierschrauben
für die Prismen!!! Und das zu einem Preis von normalerweise 100€ - da ist die mechanische Qualität des
Lidl 10x50 bereits Klassen besser (geschraubte Objektivfassungen, justierbare Prismen usw.).
Zwar war die optische Qualität bis auf die Reflexe nach erstem Eindruck nicht schlecht - aber die
Reflexe kann man eben nicht beseitigen und wenn das Ding mal nen harten Schlag bekommt, kann man
es wohl wegwerfen! Sieht aus, als ob die Prismen einfach reingeklebt wären!!! Und zwar - das versteh
jetzt einer- in ein Prismengehäuse aus Metall (das allerdings innen nicht mal andeutungsweise
geschwärzt ist und wo die Prismen voll in den Strahlengang ragen).

Nur noch der Vollständigkeit halber: Gesichtsfeld 6,5° real und Naheinstellung bis 6m (damit will ich im
Sommer endlich die Eulen nachts im Garten beobachten, die man im 10x80 Danubia mit 20m Nahgrenze
nicht mehr scharf bekommt), Schärfe bis fast 3/4 zum Rand (echt gut für so ein weites Gesichtsfeld),
und schön leicht (800g). Astronomische Daten bisher nicht ermittelbar (Mistwetter).

Wer die derzeit 69€ für den Restposten bei Makro Markt (früher Pro Markt) investieren will, bekommt ein
Glas, das zwar gegenüber dem 18€ Lidl optisch wesentlich besser ist, aber mechanisch eigentlich eine
Unverschämtheit. Meine bisherige Empfehlung nehme ich daher ganz klar zurück und stufe das Olympus
DPSR 10x50 als mechanisch sowie aufgrund von Reflexen und Unreparierbarkeit unbrauchbar ein.

Weiß jemand, ob die Minolta Classic II und Nikon Action VII genauso lumpig gefertigt sind? Und ob die z.T.
noch erhältlichen Nikon Action V und VI besser waren? Und was ist mit den TS Gläsern?

Gruß
 
Hallo Hanz,

Danke für die Warnung! Bei einer solchen mechanischen Verarbeitung sollte man sich wirklich überlegen, ob das 10x50 Olympus die richtige Wahl ist. Ich habe ein paar dieser 'Chinesen' gesehen, die, wenn ich mich nicht irre, vom selben Typ sind wie die TS Ferngläser (insbesondere die grösseren, 10x60 und so weiter...). Sie schienen zumindest Objektivrohre aus Metall gehabt zu haben. Auch hier könnte aber ein nachträglicher Innenanstrich nicht schaden, um die Reflexe zu reduzieren. Wenn man in diese Dinger hineinguckte, sah man leider einige metallisch glänzende Stellen.

Gruss,
Holger
 
Hallo Hanz,

ich habe gerade ein 8x40 Minolta Classic II und ein 8x42 Minolta Classic Sport (letzte Woche bei ebay für 33 Euro neu ersteigert <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/laugh.gif" alt="" /> ) im Besitz. Beide Gläser machen einen wertigen Eindruck und verfügen über geschraubte Objektivfassungen, das Gehäuse ist bei beiden innen geschwärzt. Einen ausführlichen Vergleich dieser Ferngläser hat ja bereits Frank Schäfer durchgeführt.

Mein erster Eindruck vom Classic Sport: bessere Vergütung als das Classic II, helleres und kontrastreicheres Bild, bessere Randschärfe. Der Nachttest steht noch aus.

Schönen Gruß,
Christof
 
Hallo hanz,

wenn Du schreibst: "Hallo Freunde bezahlbarer Ferngläser", dann mußt Du schon genauer sagen, was Du damit meinst. Es gibt preiswerte Ferngläser und es gibt billige Ferngläser. Manchmal sind beide bezahlbar und für denselben Preis zu haben <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> ...

Wenn ich Dich richtig verstehe, dann gehört das Olympus wohl nicht gerade zu den preiswerten. Ich kann Dich aber beruhigen, das DPSR steht in dem Fall nicht alleine da. Bei Nikon Action VI und VII sitzen die Objektive auch in einer billigen Fassung und es sieht so aus, als ob sie von einem Plastikring und einer Art Presspassung gehalten werden. Reflexe an Mond und hellen Lichtquellen sind ebenfalls ziemlich auffällig. Die Okulare sitzen in Plastikfassungen und die Okularbrücke weckt nicht unbedingt die Hoffnung auf eine besonders lange Lebensdauer. All die chinesischen Wundergläser, die ich bisher in den Händen hatte, haben mir eins klar gemacht: vernünftige Qualität kostet auch "Made in China" gutes Geld. Als Einstiegsdroge für um die 100 Euro ist das Minolta Classic Sport aus meiner Sicht ein Fernglas, wo astronomische und Tag- Beobachtungen halbwegs Spaß machen. Die Vergütung macht einen besseren Eindruck wie bei Nikon und da man den Stickstoff im Fernglas zu halten versucht, sind auch die Objektivfassungen solider gefertigt. Das gilt genauso für das Nikon Action EX, welches mir im Bereich bis 200 Euro bis jetzt am besten gefällt. Beim EX findet sich noch Metall am Gehäuse, die Objektivfassungen sind verschraubt und die Prismen sind nach der Art alter Zeiss Gläser mit einem Metallbügel gesichert und haben ein Häubchen aus geschwärztem Blech, was wohl Streulicht mindert. Wäre die Vergütung etwas besser, dann könnte man jedem raten, 200 Euro anzusparen und sich in dem Preisbereich mit einem EX was halbwegs ordentliches zu gönnen.

So wie ich das sehe, ist man heutzutage aber besser bedient, wenn man die 200 Euro für ein gebrauchtes, 15 oder 20 Jahre altes Zeiss Dekarem anlegt. Alternativ kann man sich ein gebrauchtes japanisches Fernglas derselben Generation für 50 bis 100 Euro suchen und fährt damit immer noch besser wie mit den zeitgenössischen Chinagläsern. Zumindest würde ich das bei Nikon Action VI + VII und ein paar anderen Modellen ohne Markennamen so sehen. Ob es bei den TS Gläsern Ausreißer nach oben gibt, das entzieht sich meiner Kenntnis.

Und warum erfüllst Du Dir eigentlich nicht Deinen Traum vom Leitz 10x40? Bezahlbare Ferngläser sind natürlich eine feine Sache, optisch gute Ferngläser mit solider Mechanik sind aber auch nicht zu verachten. Auch wenn man ein halbes oder ein Jahr sparen muß, am Ende lohnt es sich. Ein gut erhaltenes Leitz 7x42, 8x40 oder 10x40 kann man auf ebay oder auf größeren Fotobörsen manchmal für 350 bis 400 Euro abgreifen. Ob das Fernglas dann in die Rubrik "bezahlbar" paßt, das ist eine Frage des persönlichen Standpunkts. Eine sehr gute Optik und eine auf ein langes Leben ausgelegte Mechanik hat es auf jeden Fall. Wenn ich mir überlege, daß ich nun schon mehr als ein 8x40 von Nikon und Minolta gekauft habe, dann wäre ich wahrscheinlich besser gefahren, wenn ich mir gleich ein gutes altes Leitz 8x40 ersteigert hätte.

Ach ja, eins verstehe ich nicht:

> Sieht aus, als ob die Prismen einfach reingeklebt wären!!! Und zwar - das versteh
jetzt einer- in ein Prismengehäuse aus Metall (das allerdings innen nicht mal andeutungsweise
geschwärzt ist und wo die Prismen voll in den Strahlengang ragen).

Wäre es besser, wenn die Prismen abseits vom Strahlengang angeordnet sind? Ich dachte immer, die müssen in den Strahlengang ragen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> ...

Frank.
 
Tja Frank - was den Preis betrifft: das ist wohl wieder mal der Unterschied zwischen billig und preiswert!
DA hast Du recht.
Habe allerdings aus lauter Wut, daß man das Ding nicht aufmachen und nachschwärzen kann, vielleicht
etwas überreagiert: bis auf die Reflexe ist das Glas optisch nicht schlecht und die eingeklebten Prismen
können sich dadurch wohl auch nicht verstellen wie bei anderen Billiggläsern (z.B. Lidl) wo man nach 1 Jahr
evtl. schon nachkollimieren muß (was den Anfänger sicher mehr ärgert, da er es nicht kann).
Habe mir das Olympus allerdings wirklich nicht als Leitz-Ersatz gekauft, sondern weil die Test-Sucht von
mir Besitz ergriffen hat -gibt so eine schöne Reihe zur Demo von Fernglasqualität zusammen mit dem Lidl
10x50 - und 10x50 ist für mich wohl das, was für Dich 8x40 ist - Du kaufst doch auch das Leica nur deshalb
nicht, weil Du dann keinen Grund zum Testen mehr hättest! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> Das Nikon EII gibt's übrigens bei
www.foto-erhardt.de gerade für so um die 500€ - falls es nicht das Leica sein muß.
Und was mir am Olympus noch sehr imponiert hat war das Gewicht!

und zum Zitat: Wäre es besser, wenn die Prismen abseits vom Strahlengang angeordnet sind? Ich
dachte immer, die müssen in den Strahlengang ragen ...:

Do stelle mr uns emol ganz domm on denket, des Fernglas wär e schwarzes Loch on mir wärn dr Lichtstrahl -
der kommt do so mir nex dir nex durch des Jesus-5cm Objektiv gfloge on denkt sich nex bees, do deppert's
en scho emol granatemäßig gega die Prismekante vom zwoite Prisma, bevor r' überhaupt in des erschte Prisma
neischlupfe ko. On kaum isch er widder drausse deppert's en scho wiadr an die Kante vom zwoite Prisma!
Mensch isch der sauer - do wird em glatt dui Pupilla ganz viereckig drvo!

Gruß
 
Der Pfeiffer mit drei ef ist auch hier!

<img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />
 
und wo bleibt die Bowle? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />
 
Hallo hanz,

jetzt wo Du mir Dein Fernglas mit der Dampfmaschine erklärst, kann ich mir auch vorstellen was Du meinst. Sowas kommt vor und solange nicht die Hälfte vom Strahlengang beschnitten wird, kann man für den Preis wohl gut damit leben.

> Du kaufst doch auch das Leica nur deshalb nicht, weil Du dann keinen Grund zum Testen mehr hättest!

Wie kommst Du denn auf die abwegige Idee? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> Mir geht es da ähnlich wie Dir mit Deiner Galerie von 10x50 Ferngläsern. Bis auf das Nikon EX habe ich die restlichen 8x40 Ferngläser allerdings unserer Volkssternwarte gestiftet. Wenn ein Besucher eins der Wundergläser ausversehen fallen läßt, dann war's zum Glück kein Zeiss Glas. Ansonsten kann man interessierten Besuchern am praktischen Beispiel zeigen, worauf man beim Kauf eines Fernglases achten sollte. Wenn der Besucher zwei Wochen später in den Fotoladen geht und ein Leica kauft, dann freut sich der Händler.

Übrigens zeigt unser Nikon 8x40 Action VI schon erste Zeichen von Schwäche. Das Fernglas wird an einer Volkssternwarte halt sehr häufig genutzt. Inzwischen hat sich der Schriftzug "Nikon" vom Fernglas gelöst. Der kleine Aufkleber "Made in China" ist da beständiger <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> ...

Frank.
 
Hallo Hanz,
Das Nikon EII gibt's übrigens bei
www.foto-erhardt.de gerade für so um die 500€ - falls es nicht das Leica sein muß.
Das Nikon E II gibt es in Deutschland bei keinem Händler zu kaufen; bei Foto Erhard ist das ältere Vorgängermodell Nikon E 8x30 mit etwas kleinerem Gesichtsfeld (66° ggü. EII mit 70°) für den "Schnäppchenpreis" von 450 Euro zu haben. Das Nikon EII bekommt man in den USA übrigens für 240 USD (ca. 200 Euro) - also ca. für den Preis vom Action EX hierzulande.

CS,
Gabriel
 
Hallo,

das Nikon 8x30 EII hat mir letztes Jahr ein ganz normaler Fotohändler in Dortmund innerhalb von 3 Tagen für 475 Euro besorgt. Das Glas ist wirklich ein Hit und ich nehme es genauso gerne und oft zur Hand, wie mein Leica 10x42.

MfG Jürgen
 
Hallo,

auf den "Naturkundlichen Tagen im Katinger Watt" hatte Nikon beide EII Gläser dabei. Auf meine Nachfrage sagte man mir, dass Händler die Gläser zur Ansicht, also ohne Kaufzwang, bei Nikon bestellen könnten. Mit einem pfiffigen Händler (klar, davon gibt es nicht gerade viele) könnte man das ja mal probieren.

Gruß

Steve
 
Re: Olympus DPSR - am Sterrnhimmel

Gestern endlich zum ersten Mal seit Kauf einen Himmel gehabt, bei dem man ein wenig was sehen und beurteilen
konnte (war so starke 5 nach dem kleinen Wagen - alle 4 Kastensterne gut zu sehen), allerdings immer noch
nicht optimal - das Haar der Berenike war nur knapp ohne Glas zu sehen.

Gegen das Canon 10x30 IS zeigte das 10x50 Olympus trotz fast 3facher Frontlinsenfläche nicht wesentlich mehr,
der Hintergrund dagegen war nicht wie beim 10x30 dunkel sondern ziemlich hell (das hat ein Glas mit Pupille 5
eben gegen eines mit Pupille 3 als Nachteil), allerdings auch heller als beim Danubia 11x80 (und das hat Pupille 7).
Also scheint der Kontrast leider nicht gut zu sein. Die üblichen Sternhaufen M2, M5, M13 usw fand man leicht
(besser als mit dem 11x80 wegen des größeren Gesichtsfeldes von 65° gegen 50° scheinbares Feld), aber nicht
wesentlich besser als mit dem 10x30 IS. Alle genannten Gläser wurden bei dem nicht ganz optimalen Himmel
vom Tento 20x60 locker "in die Tasche gesteckt" - nur das Finden der Objekte am Himmel ist mit dem Tento
wegen des kleineren realen Gesichtsfeldes (3,5° gegen 6,5° beim Olympus 10x50) wesentlich schwieriger.

Haupt-Joker des Olympus: es fühlt sich verdammt leicht an. Das bringt zwar im Stehen eher mehr Gewackel, ist aber im
Liegestuhl absolut traumhaft! Ich verstehe allerdings so langsam mein "Gewichtsgefühl" nicht mehr: das
Olympus wiegt immerhin 890g (mit Riemen), das ist wesentlich mehr als das Minox 10x40 wog aber das Minox
kam mir immer schwer vor, sehr schwer sogar (waren glaube ich 800g, aber kompakter).

Nach diesem Nachtrag trotzdem nicht unbedingt eine Empfehlung für dieses Glas:

zusammengefaßt: Probleme mit Reflexen; billigst zusammengeklebte, nicht justierbare Optik; wohl auch
Probleme mit Streulicht - jedenfalls schlechter Kontrast (hellerer Hintergrund als Danubia 11x80),
dies werde ich allerdings nochmal bei wirklich optimalem Himmel und an den Nebeln des Schützen nachprüfen.
Dagegen stehen positiv die erstaunlich gute Schärfe über rund 3/4 des 65°Bildfeldes und die recht brauchbaren
Eigenschaften bei Tag (die einem aber nichts nützen, da man bei Tag eh kein 10x50 mitschleppt).

würde ich's wieder kaufen? ich denke nein. Mögliche Alternativen bei ähnlichem Preis/Leistungsverhältnis sind
allerdings rar: vielleicht die russischen "Flugabwehrgläser" ? - kenn ich aber nicht!

Wer kann zum Thema "bezahlbare 10x50" noch was beisteuern?

Gruß
 
Re: Olympus DPSR - am Sternhimmel

Nachtrag:

heute bei wieder ganz brauchbarem, aber nicht optimalem Himmel verglichen: jetzt ist der Hintergrund dunkler,
habe ohne Vorgabe M63 in Canes Venatici gefunden (einfach so rumgeguckt) und einen ersten Eindruck von
der Milchstraße (leider durch den Lichtschleier von Mannheim noch versaut) bekommen: jetzt beginnen die Dinge
wesentlich besser auszusehen! Vor allem die recht gut punktförmigen Sterne gefallen! Könnte mein Lieblings-
Milchstraßenglas werden (Weitwinkel unbedingt erforderlich, das Jenoptik 7x50 sieht daneben ganz schlecht aus
mit seinen 50°).
Danach beim Notizenfesthalten entdeckt: die Vergütung der Okulare ist nicht einmal bei 2 Okularen desselben Glases
gleich! Eins hat den schönen Violettton der alten Zeiss Jena, das andere ist heller, fast blau! Und bei beiden sind
die Reflexe deutlich heller/weißer als bei meinen Zeiss Punktal Brillengläsern oder meinem geliebten TAL UWW
24mm Okular - wahrscheinlich ist das Vergüten von Linsen in großen Mengen halt wirklich ein Zeit/Geld und
Platz im Ofen Problem! Bei den Fujinons soll der Reflex ja fast unsichtbar werden!

Falls ihr es noch nicht bemerkt habt: Bildschirme verursachen eine "Vierecksblendung" die , wenn man dann ins
Freie geht und ans Fernglas, locker 10 Minuten echte Probleme macht (warum sind die Sterne am Rand des
Gesichtsfeldes so viel heller als in der Mitte?), also einfach dazwischen erst mal bißchen Karkoschka studieren
(Bücher blenden nicht! Zumindest nicht so stark)

Gruß
 
Re: Olympus DPSR - am Sternhimmel

Nochmal Nachtrag: Andromeda gerade recht weit im Zenit und damit auch Triangulum - heute ohne eigentlich danach
gesucht zu haben M33 "einfach so" gefunden - bei dunklem Himmel ist das Olympus also wirklich nicht schlecht!
Und Reflexe haben ja (leider) auch wesentlich teurere Gläser! Der helle Hintergrund ist dagegen wohl doch eher
ein Problem bei "schlechtem Himmel" - wenn man M33 noch findet, kann es mit dem Streulicht eigentlich nicht soo
schlimm sein. Und in den dunklen Nächten, in denen man die ganz dunklen Objekte sucht, ist ja auch kaum
Streulicht am Himmel vorhanden.
Damit bleibt das Olympus 10x50 DPSR zwar ein Glas vieler Kompromisse, aber es ist so viel besser als ein Lidl 10x50
(zu 25€) daß man es in der Preisgruppe um knappe 100€ eigentlich doch empfehlen kann. Das Minolta Sport hat zwar
Brillenträgerokus und ist wasserdicht, aber das sind beides bei Astronomie eigentlich keine wesentlichen
Gesichtspunkte. Wenn man also das Olympus günstig bekommen kann (ich habe ca.70€ dafür bezahlt) ist es eine
wesentliche Verbesserung zum Lidl und ohne das Risiko der gebrauchten Zeiss Jena Gläser.

Gruß
 
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