Omegon AC 90/1000 EQ2

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krenzwo

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Moin aus Hamburg,

ich möchte mir ein Teleskop zulegen und bitte Euch hier um Rat. Hab mich schon ein bisschen durch die Foren gewühlt und lese grad "Astronomie in Theorie und Praxis"von Erik Wischnewski. Auch habe ich ziemlich blauäugig ein 60-Euro-Dobson ausprobiert, das mangels Erwartungserfüllung sofort zurück zum Shop ging (Bresser Junior Dobson 76/350).

Das stelle ich mir so vor:
+ Budget bis 300 Euro für ein Komplettsystem mit ich sag mal OKen Okularen, also zB No-Name-Plössls, die zumindest Überblick und sinnvolle Vergrößerung abdecken
+ Mond- und Planetenbeobachtung (Jupiters Bänder "in scharf" wären tolllll!!)
+ Newtonsysteme scheiden für mich vermutlich aus weil a) ich keine Lust auf regelmäßige Justage habe, b) ich das Ding auch mal aus der Stadt raustransportieren will, und die Newtons mit 900er oder 1000er Brennweite offenbar um die 20 Kilo wiegen, ächz!!, c) ich bei den alternativen Dobsons auf das paralaktische Nachführen verzichten müsste und stattdessen dobsen müsste.

Somit hab ich mich bislang auf Achromaten eingeschossen. Was haltet Ihr von diesem hier, hat jemand Erfahrungen damit?

http://www.astroshop.de/omegon-teleskop-ac-90-1000-eq-2/p,20277#tab_bar_0_select

Genügt die EQ2? Sie wurde in einem anderen A.de-Thread als Wackeldackel bezeichnet.. könnt mir aber vorstellen, dass sie vielleicht ein Wackeldackel ist, wenn sie ein schwereres 114er Newton tragen muss, beim Linsenteleskop aber ausreichend dimensioniert ist?

Hat jemand noch einen alternativen Achromaten-Tipp bis 300 Euro?

Danke + Grüße!


 
Hallo "Krenzwo",

willkommen im Forum. Es wäre nett, wenn du uns noch deinen Vornamen nennen könntest, damit wir dich auch persönlich ansprechen können. Ist aber natürlich kein muss.

Ich habe den Skywatcher 90/900 (siehe Link unten) als Zweitgerät/Leitrohr/Sonnenteleskop und bin damit sehr zufrieden. Allerdings wurde das Gerät vom Händler auch justiert. Aus Gründen der Stabilität würde ich dir zu einer NEQ-3 bzw. EQ-3-2 Montierung raten. Früher oder später könntest du dann noch die 2-Achsen-Steuerung nachzurüsten. Selbst eine GoTo-Nachrüstung wäre noch möglich. Die beiliegenden Okulare sind ganz o.k., aber du darfst nicht zu viel erwarten. Mit der mitgelieferten Barlow kannst du aus dem 10mm Okular ein 5mm Okular machen. Aber die Kombination mit der Barlow ist natürlich nicht optimal. Darüberhinaus bist du mit 180-facher Vergrößerung (5mm) absolut an der Leistungsgrenze von diesem Teleskop. Ist nicht mehr optimal. Je nachdem bei welchem Händler du kaufst, würde ich auch noch mal nachfragen, welche Okulare genau beiliegen.

Mittlerweile gibt es eine neue Ausführung des Skywatcher 90/900 mit schwarzem Tubus. Einfach dann bei einem eventuellen Kauf beim Händler fragen, welche Version er verkauft.

Tipp: Die meisten Händler lassen mit sich über einen Paketpreis reden (Skywatcher 90/900 + NEQ-3 + Zubehör). Wenn du noch etwas über dein Budget von 300 Euro gehen würdest, wäre eventuell noch die 2 Achsen Steuerung mit drin. Kommt dann auf den Paketpreis an.

Link zum Skywatcher mit blauem Tubus:

http://www.teleskop-spezialisten.de/shop/product_info.php?products_id=212

Viele Grüße & CS
Stefan


 
Hallo,

wenn ich dies hier lese:
+ Mond- und Planetenbeobachtung (Jupiters Bänder "in scharf" wären tolllll!!)

Dann würden bei mir kleine Fraunhofer ausscheiden. Da bekommst du für dein Geld eine bessere Leistung bei Spiegelteleskopen. Deine Vorbehalte gegenüber diuesen sind auch nicht stichhaltig, bzw. fußen auf falschen Vermutungen ;)

Newtons mit 900er oder 1000er Brennweite offenbar um die 20 Kilo wiegen, ächz

Wo hast du denn diese Vermutung her ? Vielleicht mit Montierung und Gegengewicht - da ist ein Refraktor aber auch schon recht schwer (zumindest bei den Größen)

Wenn wir mal von diesem Teleskop ausgehen würden:
http://www.teleskop-express.de/shop...rer-150P-EQ3---150-750mm-Newton-Teleskop.html

Das Tubusgewicht liegt bei 4,9 kg - der Rest verteilt sich auf Montierung, Gegengewichte, Rohrschellen, Stativ... zusammen kommt das dann auf 24kg.

Mein 12" Dobson, da da Wiegt das Rohr alleine 24kg - da will ich aber nicht wissen was ein gleichgroßer FH wiegen würde ;)

Tatsache ist aber, dass dir ein beispielsweise 6" Newton deutlich mehr am Himmel zeigen wird, als es ein 90/900 FH könnte.

Mit der Justage - die macht man einmal Grundlegend und muss dann von Zeit zu Zeit mal nachjustieren, aber nicht ständig ;)
Man möchte ja mit dem Teleskop beobachten und da sollte das Justieren nicht zum Selbstzweck werden.

c) ich bei den alternativen Dobsons auf das paralaktische Nachführen verzichten müsste und stattdessen dobsen müsste.

Kurzanmerkung - einen Dobson "dobst" man nicht, man schubst ihn :)

Meiner Meinung nach ist das Übungssache und für einen Anfänger deutlich intuitiver als ein parallaktisch Montiertes Teleskop.

Beachte: Eine deutsche Montierung möchte
1.) Sauber eingenordet werden -> Entfällt beim Dobson
Ausnahme: Dobson mit Nachfühung, Beispielsweise von Skywtacher - ist aber vor allem an Planeten eine super Sache.
2.) Zum Verstellen des Teleskops auf einen anderen Himmelsausschnitt müssen die Klemmen der Montierung gelöst werden, das Teleskop auf den neuen Himmelsabschnitt eingestellt und die Klemmung wieder hergestellt werden.
Hört sich leicht an - in der Dunkelheit ist das ganz am Anfang nicht so leicht ;)
Man was hab ich mir bei meiner ersten Montierung nachts einen Wolf nach dem verdammten Klemmhebel gesucht...

Dobson: Einfach in den neuen Himmelsabschnitt schubsen - fertig

Genügt die EQ2? Sie wurde in einem anderen A.de-Thread als Wackeldackel bezeichnet

auch ich würde eine (N)EQ-3 anraten. Ein Dobson ist aber trotzdem stabiler und wahrscheinlich bei der Nachfühung auch ruhig als eine EQ-2 beim drehen der biegsamen Welle ;)

Mein Rat für dich - Finde Sternfreunde in der Nähe und nimm Kontakt auf - Dobsons sind sehr verbreitet - Probier es mal aus, aber bei deinen Interessengebieten würde ich keine Einschränkung sehen. (Sofern du ein Auto hast, zum Transport)

Einzig ist eine parallaktische Montierung bei der Fotografie notwendig - die benötigt meiner Meinung nach aber keine EQ-2 oder EQ-3 sondern dann schon eher was größeres und stabileres. Da kostet aber dann die Montierung mehr als das von dir angedachte Teleskop ansich.

Viele Grüße

Michael
 
Hallo "Krenzwo",

ich würde dir wie Michael aber auch empfehlen Kontakt zu einem Astronomieverein aufzunehmen.

Soweit ich weis bietet in Hamburg die GVA sogar kostenlose Einsteigerseminare an.

Hier der Link zu diesem Hamburger Astronomieverein.

http://www.gva-hamburg.de/

Hier im Forum hast du auch die Möglichkeit den User Astrohardy von der GVA Hamburg anzuschreiben.

Viele Grüße & CS
Stefan
 
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