PixInsight und der Arbeitsspeicher

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MartinKrahn

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Hallo!
Wenn denn doch so viele von PixInsight begeistert sind, will ich mich ja nun auch mal einarbeiten.... habe mir die Testversion geholt, diverse Tutorials studiert und mal angefangen...
Erste Versuche mit der Bildkalibrierung haben mich bzw. meinen Computer aber so schnell an Grenzen gebracht, dass ich zu Zweifeln anfange. Und da ich zu diesem Problem hier bei der Stichwortsuche (vielleicht waren es die falschen?) nichts Brauchbares gefunden habe, frage ich hier in die Spezialistenrunde:
Ich habe zuerst einfach mal 60 Bias-Frames averagen wollen, einfach nur average, keine rejections, keine sonstigen Sonderbehandlungen.... und stelle wiederholt fest, dass nach 20 min., max 39 von 60 Bildern der Arbeitsspeicher (8GB) voll ist und Windows das Programm abwürgt:
Mein Computer kann nicht mehr Arbeitsspeicher, da ist keine Luft nach oben , ohne nicht mindestens das Doppelte der Kosten für die PI-Software nochmal für einen neuen Computer auszugeben. Und da z.B. AstroArt dieselbe (und auch viel größere Aufgaben) in wenigen Minuten und mit minimalem Arbeitsspeicher-Anspruch hinbekommt, nehme ich an, dass ich etwas an den Einstellungen falsch mache. Oder kann ich tatsächlich die Bildkalibrierung bei größeren Bildermengen mit diesem Programm und diesem Arbeitsspeicher vergessen? Natürlich kann ich auch mit anderen Programmen kalibrieren, aber PI ist als (sonst sicherlich hoch potente) All-in-one-Lösung prinzipiell sehr attraktiv, zumal es auch bei der Ausrichtung sicher Stärken gegenüber anderen Programmen hat.
Also, liegt es an mir, den Einstellungen oder der Software?
Vielen Dank für Infos dazu
von
Martin
 

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Hallo Martin,

Wahrscheinlich sind deine 8 MB RAM zu wenig. Möglicherweise brauchst du 16 GB RAM. Kannst dich mal hier schlau machen, ob die Anforderungen entsprechen.

Mein Computer kann nicht mehr Arbeitsspeicher, da ist keine Luft nach oben , ohne nicht mindestens das Doppelte der Kosten für die PI-Software nochmal für einen neuen Computer auszugeben.

Nun kommt darauf an, wie viel RAM dir insgesamt zur Verfügung stehen, und wie weit Programme diesen RAM-Speicher nutzen. Das hängt auch vom Betriebssystem ab, wie weit dieser voll ausgeschöpft wird (Windows gibt von der Einstellung nicht den vollen RAM zur Verfügung)

Dieser kann mit Optimierung des Systems erreicht werden. Auch wird das Ganze auch noch mit dem Processor zusammenhängen (Siehe oben den Link)
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi,
PI braucht, damit es Spass macht, einen schnellen Prozessor, viiiiiiiiiiiiel RAM und am besten ne schnelle SSD als Arbeitsplatte.
Ich habe mir für PI n neuen Rechner geleistet, i7, 32gb RAM und ne 1TB Samsung SSD...
So machts Spaß! Bei 8GB und dann vielleicht noch DSLR RAW Bildern geht einem älteren Rechner sicher die Luft aus.
Und nebenbei, wenn PI rechnet, ist ausser Internetsurfen auch nicht viel mehr drin.

Mein Tipp: neuer Rechner ;) Sche**ß Tipp, ich weiß, aber der einzige der Dir helfen wird.

Gruß
Ernie
 
Hallo, Manfred und Ernie,
ja, schmerzliche Wahrheiten, die Ihr da benennt.
Ich werde mir definitiv keinen neuen Rechner nur für diesen Zweck kaufen, meiner mag etwas schwachbrüstig (und natürlich auch in wenigen Jahren von vorgestern) sein, aber da hört es dann auf - ich finde 8GB (von denen beim Start der Kalibrierung knapp 7 zur Verfügung stehen), einen Dual Core Prozessor mit je 2,4 GHz und ein 64bin System für Bildbearbeitung eigentlich nicht völlig ungeeignet...Und das Bemerkenswerte ist ja, dass andere Programme ganz entspannt mit dem Arbeitsspeicher umgehen!!!
Die Stärken von PI sind ja besonders nach dem Stacken - allerdings hätte ich die flexible Registrierung gerne auch mal in diesem Ablauf genutzt (habe zwar auch noch Registar rumliegen, aber das ist doch schon etwas antiquiert).
Jetzt werde ich den Rest der 45 Tage Testversion von PI für die Bildbearbeitung nutzen und dann entscheiden, ob ich kaufe...
Danke für die Rückmeldung,
schönen Gruß,
Martin
 
Hallo Martin!

Ich nehme an Du hast das Script BPP verwendet?

Generell - stecken geblieben bist Du beim Debayern auf Farbe(!)
und nicht beim Stacken mit "average"!
Das Umformatieren der Bias von BW / CR2 auf BW / FIT kannst mit dem
Script BatchFormatConversion abwickeln. Das braucht ganz wenig
RAM! und ist daher speicherfreundlicher.
(Achtung: Input Format im Script auf "raw" stellen und nicht auf "raw cfa" !
braucht dann auch weniger Platz.)
Dann extra die erzeugten BIAS.FITS mit ImageIntegration auf ein MasterBias stacken.
Dieses MasterBIAS kannst im BPP angeben und Arbeit und Speicher sparen.

Sollte im ImageIntegration Prozess RAM Mangel entstehen kann man mit
halbieren der "Buffer size:" und "Stack size:" ebenfalls den Speicherbedarf verringern.

Ich fahre seit 5 Jahren mit 16GB und hatte noch nie ein
Memory out obwohl ich hunderte von Bilder in einem Gang
gestackt habe. (Windows 7 Prof)

Auf der Windows Seite sollte vielleicht der virtuelle Arbeitsspeicher =
Windows PageSpace vergrössert werden.
Ich befürchte dieser Bereich ist von Windows
zu klein angelegt. In Systemeigenschaften/Erweitert/ kannst Du
den virtuellen Arbeitsspeicher vergrößern. Das sollte helfen
die fehlenden RAM zu ergänzen. Soferne Du noch genügend
Platz auf der Platte hast.

Gerald
 
Hallo, Gerald,

ganz herzlichen Dank für deine Infos, ich sehe daran, wie viele Knöpfe mir noch nicht begegnet sind. Deine Tipps alle zu probieren wird noch ein paar Tage beanspruchen, ich gebe dann hier Rückmeldung.
Schönen Gruß,
Martin
 
Hallo Martin!
habe gerade mit Schrecken gesehen dass ich beim Eintippen
zur Benutzung von BatchFormatConversion was verwechselt habe.
Es muss richtig heißen:
(Achtung: Output Format im Script auf "raw" stellen und nicht auf "raw cfa" !
braucht dann auch weniger Platz.)
Input Format kann man natürlich lassen so wie es im
Script Standard ist. Entschuldige die Verwirrung...

Gerald
 
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