Planeten: Uralt-Refraktor vs. Dobson

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas Addie
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Addie

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Hallo,

ich lese immer wieder, daß für die Planetenbeobachtung ein guter Refraktor wesentlich besser ist (Schärfe, Kontrast) als ein Newton/Dobson.

Folgendes: ich habe als Einsteiger in die Materie mit einem uralten Tasco-Refraktor (60/900) meines Cousins und diesen ganz alten Okularen mit nur um die 24mm Steckdurchmesser(selbst ausgemessen, weiß nicht, wieviel es genau ist) einfach mal angefangen, Planeten zu beobachten. DeepSky geht da wohl gar nicht, zumal ich das hier im Kölner Lichtermeer ausprobiert hatte.

Dabei war ein 4mm- und ein 23mm-Okular, außerdem so ein Zoomteil, daß man von 18-6mm einstellen konnte, wo dann aber oben noch eines der beiden Okulare aufgesteckt werden mußte (also kein Zoom-Okular). Das 4er hat ein Linselchen vorne, daß ungefähr Stecknadelkopfgröße hat und was einen dazu bringt, die Netzhaut gleich auf das Glas draufzunageln <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />.
Das 23er ging schon eher, was das Einblickverhalten angeht, aber naja. Ich habe dann das 23er in dieses Zoomteil gesteckt, dieses auf 6mm gedreht - weiß gar nicht, wie sich dieses System nennt, aber egal! Bei dem, was ich hier im Forum oder Zeitschriften über die heutige Optik gelesen hatte, hatte ich eigentlich nicht viel erwartet. Ok, es gab auch Farbfehler ohne Ende, aber trotzdem war ich erstaunt (da ich ja keinen Vergleich habe). Ich konnte auf dem Mond viel erkennen, Saturn mit Ringen und Jupiter mit seinen 4 Monden, die immerhin als winzige Lichtpünktchen zu erkennen waren.
Und die Schärfe war dank der sehr ruhigen Luft - für mein Empfinden - wirklich gut. Ich konnte mich gar nicht satt sehen. Dabei stand das Ding auf einer sowas von wackeligen Schrott-Montierung, daß beim Nachführen das Objekt im Okular zitterte wie verrückt, sogar gänzlich hinter dem linken, dann hinter dem rechten Bildrand verschwand.

Da dachte ich natürlich sofort: wie muß das erst mit einem aktuellen Teleskop und vernünftigen Okularen (vor allem etwas größer...) sein???

So, nun geht mir folgendes aber durch den Kopf:

Ich liebäugle mit einem Galaxy D10 oder gar D12, da ich auf jeden Fall DeepSky beobachten möchte. Planeten aber auch, nur gleich noch einen sehr guten Refraktor mit viel Öffnung dazu wird mir ein wenig teuer. Meistens lese ich über die Galaxy oder auch GSO Dobsons, daß sie recht gute Allrounder sind, mit viel Öffnung für wenig Geld.

Ok, am Planeten sollen aber ja Dobsons oder Newtons allgemein nicht so das Optimale sein, außerdem große Newtons Seeing-empfindlicher. Daher meine Frage an die, die schon länger dabei sind und sich vielleicht vorstellen können, was ich durch diese alte Miniröhre gesehen habe:

Werden meine großen Erwartungen an die Planeten mit einem der o.g. Dobsons enttäuscht??? Ich stelle mir das ganze schon etwas größer, heller, mindestens genauso scharf, schöner und vor allem stabiler vor. Vor allem mit guten, von mir aus dann auch teuren Weitwinkel-Okularen. Oder kommt man da an einem Refraktor nicht vorbei?

Gruß,
 
Hallo Addie,
also mit deiner Wahl eines 10" oder 12" Dobson wirst du bestimmt einiges "neu" entdecken, im Vergleich mit dem alten Refraktor. Sicher hast du recht, wenn du sagst daß Newtons nicht so gut am Planeten sind, dies stimmt aber nicht ganz, denn es gibt durchaus sehr gute Newtons, die mit einer geringen Obstruktion am Planeten sehr viel zeigen. Das einzige was du noch beachten solltest, wäre daß ein 10" oder 12" Dobson ein relativ "schwerer Brocken" ist und wenn du vielleicht in einer Wohnung wohnst wo du vielleicht viele Treppen runter das Gerät schleppen musst, dies auch nicht so der wahre Bringer ist. Dann solltest du vielleicht ein anderes System in Betracht ziehen, da würde vielleicht ein Mak-Cassegrain mit einem Öffnungsverhältnis um f/10 sich gut anbieten. Sicher ist das System nun nicht der "wahre DeepSky Killer" in allen Belangen, aber es wäre mit einem Reducer in seinem Öffnungsverhältnis veränderbar und die Abbildungsqualität eines solchen Systems ist wirklich sehr gut.
Gruß,
Robert
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
hallo Addie,

bei mir geisterte auch lange die Idee, dass ich neben dem Dobson auch einen "richtigen" Refraktor für die Planetenbeobachtung haben müsste, im Kopf herum.

Inzwischen habe ich aber die besten Planetenbeobachtungen in grossen Newtons gemacht. Ok, durch einen 6" oder 8" Apo habe ich noch nicht geschaut, aber aber selbst die 6" f/15 Frauenhofer haben mich da nicht voll überzeugt. Deinen 60mm Refraktor wird der Dob sicherlich leicht in die Tasche stecken.

Man muss nach Anschaffung eines Fernrohrs aber schon einige Zeit mit einer "Kennenlernphase" rechnen. Wie die Planetenbilder unter verschiedenen Seeingverhältnissen aussehen und wie sich die Vergrösserung auf das Bild auswirkt lernt man doch erst im Laufe der Zeit verstehen. Aber durch solche Beobachtungen bekommt man auch erst ein innigeres Verhältnis zu seinem Fernrohr. Die Reaktion "jetzt schmeiss ich alles weg" ist eben eine typische Erscheinung der ungeduldigen Charaktere.
Die Astronomie ist halt ein Hobby wo einem die Erfolgserlebnisse nicht gleich in den Schoss gelegt werden, sondern wo man sie sich "erarbeiten" muss.

Ich hoffe, das klang jetzt nicht zu besserwisserisch.
Ne Menge Spass macht das Beobachten auf jeden Fall!

clear skies

Wolfgang
 
Hallo Robert,

bliebe zu erwähnen, daß ein Mak-Cassegrain sich ja allein preislich in keinster Weise mit einem Dobson messen kann. Daher scheint es mir als Aufsteiger-Teleskop doch nicht besonders empfehlenswert, wenn nunmal auch das Interesse an Deepsky angemeldet wurde.
Echte Allrounder sind die üblichen Mak-Cassegrains nämlich nicht. Mit "üblich" meine ich die Geräte mit f/12 oder gar f/14.
Hier ist ein Dobson deutlich vielseitiger, auch wenn er als Nachteile die Größe und die gewöhnungsbedürftige Handnachführeung hat.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Sven,
ja du hast recht, weshalb ich einen Mak-Cassegrain mit Öffnungsverhältnis f/10 erwähnte und dann mit einer zusätzlichen Verbindung mit einem Fokalreducer. Preislich ist natürlich ein Dobson viel billiger, aber dafür würde die Qualität der Abbildung und Vergrößerungsmöglichkeit bedingt durch die bessere optische Qualität eines Mak-Cassegrain (russ. Bauart) deutlich überlegen sein.
Gruß,
Robert
 
Hallo Robert,

also, da müsste ich Dich jetzt mit einem Stapel Gesichtsfeldberechnung usw. zuwerfen. Wenn der Mak teurer sein darf, dann darf auch der Dobs teurer sein und einen besseren Spiegel bekommen, usw.
Habe ich aber gerade keine Lust drauf, also lass' mer so stehn.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Addi

Ok, am Planeten sollen aber ja Dobsons oder Newtons allgemein nicht so das Optimale sein, außerdem große Newtons Seeing-empfindlicher.

Also generell kann man sagen, dass ein Refraktor wirklich das bessere System darstellt, aber nur bei identischen Größenverhältnissen!!!

Willst du also wirklich einen Galaxy D12 mit einem Refraktor vergleichen, dann solltest du auch schonmal einen Refraktor hernehmen, der deutlich größer als 10" ist. Das ganze als achromatisches System müsste um einigermaßen gut abbilden zu können, schon verdammt groß sein, eine Riesenmontierung und eine große Kuppel also sollte man dann schon dazu haben.
Um das ganze etwas kompakter zu bauen, ohne gleich Farben zu sehen, die nicht ins Bild gehören könnte man das ganze auch gleich als Apochromat bestellen, das könnte dem Newton dann wirklich ordentlich paroli bieten, könnte ich mir vorstellen, aber für den Preis würde ich dir lieber empfehlen, dir dafür ein schönes Reihenhäuschen in ländlicher Lage zu kaufen. Der Achromat in diesen Größenverhältnissen dürfte vom Preis her schon mit einem Kompaktauto aufzuwiegen sein.
Da ist der 12" Newton doch wesentlich günstiger, oder?

So ein Newton ist schon genial, wenn man eben eine große Optik für kleines Geld haben möchte.
Gerade durch die extrem günstigen Preise sind Dobsons heutzutage sehr beliebt geworden und auf den Teleskoptreffen sieht man ja mittlerweile mehr Dobsons als alles andere, was bis vor ein paar Jahren nicht so war, weil die Teile eben noch teurer waren, wenn sie nicht eh selbst gebaut wurden.
Aber der Punkt ist der, dass meiner Meinung nach ein Dobson nicht für jeden das richtige ist, eben weil keine Nachführung vorhanden ist und man die Objekte immer selbst durch Bild schupsen muss.
Ich kenne mittlerweile viele Sternfreunde die sich erst einen Dob gekauft haben doch bald keine Lust mehr drauf hatten und die Rockerbox dann einer equatorialen Montierung weichen musste. Erst seit dem sind diese Leute wirklich zufrieden. Ich finde also bevor sich gerade der Einsteiger einen Dobson kauft, sollte er das ganze erstmal in der Praxis erprobt haben, wozu sich natürlich Teleskoptreffen hervorragend anbieten.

besten Gruß,
André

 
Hi Sven,
wir reden irgendwie aneinander vorbei <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> . Sicher ist ein 10" oder 12" Dobson auch lichtstärker im Verhältnis zueinem 7"/f10 Mak. Mein Vorschlag auf ein anderes System zu schwenken kam nur im Zusammenhang, falls die Schlepperei des Dobsons zu große Probleme darstellen sollte. Man kan natürlich mit etlichen Gesichtsfeldberechnungen anfangen ein Teleskop top zu berechnen, aber am Himmel zählt nun mal keine Berechnung, sondern Qualität. Wenn natürlich ein 12" Dobson etliche Taudend Euro kosten darf, wird er das auch wert sein. Aber dessen Gewicht und Schlepperei bleibt dabei immer noch erhalten.
Gruß,
Robert
 
Hallo Robert,

klar reden wir aneinander vorbei, und das wissen wir auch seit dem ersten Posting.
Der Hinweis auf Mak-Cassegrains ist ganz nett, aber ich sehe hier jemand, der von einem 60/900 den Aufstieg wagt. Ohne jetzt Addie irgendwie schlecht machen zu wollen, das dürfte das erste "richtige Teleskop" sein, auch was Zubehör usw. angeht.
Da sind bestimmte Erwartungen mit verknüpft, also auch ein gewisses "Risiko", denn Addie fragt ja nun grad deshalb nach, weil er nicht so viel Geld in den Sand setzen will, falls seine Erwartungen falsch sind.

Tja Robert, und in der Situation sollte doch eher ein Teleskop mit solider Leistung für wenig Geld angebracht sein. Am Punkt "für wenig Geld" fällt dann das Mak-Cassegrain hinten runter.
Selbst für jemanden, der nur Planetenbeobachtung machen will, würde ich in der Situation das Mak-Cassegrain nur empfehlen, wenn es den Preis eines günstige 150/1200 Newton nur wenig überschreitet. Und zwar bei gleicher Öffnung!

Clear Skies
Sven
 
60/910er refraktor (achtung bilder .. 500K)

hallo addie,

genau so einen uralten 60/910er habe ich auch, marke apollo/japan.
die wurde damals unter vielen versch. namen verkauft, kamen meist
aus japan und waren klassische einsteigergeräte.

die farbe die du mit deinem beobachtet hast kommt nicht direkt
von der optik (frontlinse) selbst, sondern wahrscheinlich vom
zoom-element und den einfachen okularen.

bei meinem gerät habe ich hinten einen adapter auf 1.25", sodaß
ich große, moderne okulare verwenden kann. die optik ist weitgehend
frei vom farbfehler, lediglich an mond und venus erkennt man einen
schwachen violetten halo.

worauf ich hinaus will: überlege dir an dieses gerät einen adapter
auf 1.25" ranzumachen um gute okulare nutzen zu können.
dann hast du vielleicht ein sehr schönes gerät zum schnellen spechteln
für zwischendurch, wenn dir der große dobson mal zu unhandlich ist.

damit du siehst was dieses kleine gerät leisten kann, wenn es
korrekt funktioniert, anbei zwei bilder, die ich damit und mit einer
webcam gemacht habe:

saturn:
Link zur Grafik: http://www.dnsolutions.at/binoviewer/galerie/Saturn/saturn2_stangl_20040124.jpg

venus am taghimmel:
Link zur Grafik: http://www.dnsolutions.at/binoviewer/galerie/venus/venus_20040531_stangl.jpg

und achtung, jetzt gehts ins eingemachte, mondmosaik aus 8 einzelbildern:
Link zur Grafik: http://www.dnsolutions.at/binoviewer/galerie/mond/mondmosaik_stangl.jpg

gar nicht schlecht das kleine dingelchen, was?

tom
BINOVIEWER
(Member of Albireo)
 
Hi Addie,
das kommt einem Vergleich von einem Mofa und einem 3er BMW gleich.
Zum Vergleich mit dem Dobs müßtest Du ein Linsenfernrohr mit äquivalenter Öffnung heranziehen. Größenmäßig müßte der Refraktor im Bereich liegen, die der Newton um den Fangspiegel bereinigt liefert. Bei gleicher Brennweite beider Teleskope hat der Refraktor dann noch besondere Anforderungen um farbfrei wie das Newtonsystem zu sein. Dann wird Dir der Refraktor bei gleicher Optikqualität die kontrastreicheren "schärferen" Bilder zeigen - nur dann!
Insofern ist die Anschaffung eines der beiden angedachten Geräte ein Quantensprung und wird Dir auch am Planeten gewaltig mehr zeigen. Dank der großen Öffnung hast Du vor allem viel mehr Auflösungsvermögen, ein Aspekt der meist nicht so in den Vordergrund gestellt wird. Und das völlig zu unrecht, denn so werden oftmals erst Details sichtbar, die man vorher nicht gesehen hat, weil die Optik sie nicht auflösen konnte. Es gibt viele Geräte die bei 300fach gute Ergebnisse zeigen, aber 300fach ist nicht gleich 300fach. Ich selbst konnte den besten Jupiter bisher mit einem 7er Nagler an einem 18" Dobson mit f/4,5 eines Sternfreundes sehen.
Die Anschaffung eines 10" oder 12" Newtons wird genügen. Ein spezielles Planetenrohr, welches mehr wie der Newton leisten soll, ist nicht erforderlich oder unbezahlbar, wenn Du nicht Multimilliönar bist.
Viel Spaß mit dem Newton und vor allem
CS
 
Hi Sven,
also ich möchte dem Addie seinen "Aufstieg" mittels Dobson gar nicht ausreden. Mein Einwand ist nur bezogen auf das Gewicht dieses Teleskops (10" oder 12" Dobs) bezogen. Ein Mak-Cassegrain ist natürlich teurer als ein Dobs, aber es kann in gewissen Fällen doch das richtige sein...MUSS aber nicht !! Sicherlich könnte er auf ein eben solches Teleskop ausweichen, daß viel weniger kostet als ein Mak-Cassegrain System besserer Qualität und da ist das von dir erwähnte Newton 150 / 1200 sicherlich eine gute Alternative. Also nochmals, mein Vorschlag galt nur dem GEWICHT des Dobs, nicht dessen in Frage stellung seiner Qualität und seines Preises.
Gruß,
Robert
 
Re: 60/910er refraktor (achtung bilder .. 500K)

Hi Tom,

danke für Deinen Hinweis, coole Idee. Da wäre ich als Einsteigier selber wohl kaum drauf gekommen! Werde ich mir auf jeden Fall merken und bei Gelegenheit nachrüsten.

Gruß,
Addie
 
Hallo André, Sven, Robert und überhaupt alle! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Vielen Dank für Eure Antworten. Da bin ich ja beruhigt, daß ich weiterhin mich auf einen Dobson konzentrieren kann und zumindest nicht erwarten muß, daß ich weniger sehe als bei meinem alten Teil!

Klar, die Sache mit dem Gewicht und überhaupt Dobson und keine Montierung gehen mir auch durch den Kopf - aber wenn man viel Öffnung für Deepsky haben möchte und nicht auf sein Reihenhaus in ländlicher Lage verzichten will <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />, dann ist das wohl die günstigste Möglichkeit um anzufangen. Und nachrüsten über die nächsten Jahrzehnte sollte hoffentlich auch noch möglich sein. Wobei ein 12"er Dob ohne Leichtbau auf eine Montierung sicherlich schwierig bzw. teuer wird, aber dem Thema wende ich mich vielleicht in ein paar Jahren mal zu... .

Grüße aus Köln,



 
Hi Addie,

du sagst, dass du Planeten und DeepSky beobachten willst. Gut! Ich wollte dich eigentlich nur auf eine Sache hinweisen. Bei den 10" und 12" Dobsons wird es wohl für immer ein Dobson bleiben, denn die Dinger sind so schwer, dass eine Montierung mit Nachführung... eigentlich nicht drin ist! Aber spätestens, nachdem du einen Planeten bei 300fach oder 400fach mal selbst nachgeführt hast, könnte es sein, dass du dir doch ne Monti mit Nachführung auf Kosten von etwas Öffnung wünschst. Hast du schonmal mit so nem Dob beobachtet? Falls ja, alles klar! Falls nein, dann solltest du das falls möglich mal ausprobieren...
 
Hi Addie,
wie du schon in meiner Signatur erkennst, habe ich vor kurzem erst genau so einen Umstieg gemacht. Zwar auf 8" aber das ist schon so ein rießen Schritt!!
Mit meinem kleinen Refraktor hab ich bei 100x Vergrößerung mit viel Übung zwei Jupiterbänder erkennen können. Aber alles sehr unscharf.
Jetzt mit dem Dobson kann ich schon bei 40x die beiden Bänder hammerscharf erkennen und mit etwas Warten auch den großen roten Fleck, der dann bei 80x richtig deutlich wird! Und bisher hatte ich noch kein sehr gutes Seeing oder besonders dunkle Nächte!

Es ist also wirklich ein rießen Schritt und das Bild ist um vielfaches besser, als mit dem alten Refri.

Überleg dir auch, ob nicht schon ein 8Zöller genug sein könnte! Dann hast du noch mehr Geld übrig, dass für Zubehör nötig ist!

Mit einem Dobson allgemein liegst du aber meiner Meinung nach absolut richtig! Probier es aber wirklich vor dem Kauf aus! Das lohnt!

 
Hi,

also ich denke, daß für visuelle Zwecke die EQ-6 auch für einen 10" Dobson und mit etwas schlucken auch für einen 12" Dobson eine bezahlbare Montierung darstellt. Die Montierung liegt deutlich unter 1000 Euro, und dürfte zumindest gebraucht dann dem Teleskoppreis nahekommen. Die nachrüstung wäre also möglich.

Clear Skies
Sven
 
Hallo,

ich habe mir vor kurzem auch einen Dobson 10" gekauft und hatte vorher nur einen alten 700mm Reflektor mit einem 76 mm Spiegel vom Comet, den ich aber fast nur für Mond und Tagesbeobachtungen (als großer Fernglasersatz) <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> benutzt habe, da das Ding echt grottig war.

Aber zum 10" Dobson. Als das Ding geliefert wurde hab ich mir erst gedacht "Ich brings zurück..."
Wie mir schon einige vorher gesagt haben, was ich aber nie so richtig geglaubt habe: "1,30 m höhrt sich kleiner an als es ist!".
Aber trotzdem bereue ich den Kauf nicht, ich muss ihn schließlich nur vier Stufen schleppen, was ich aber in Einzelstücken mache (also erst Rockerbox, dann den Reflektor, den ich in der zwischenzeit aufs Sofa lege..). SO kann man ihn auch alleine recht gut tragen. Schwer in dem Sinne ist er nicht (irgendwo hab ich mal was von 14 kg gelesen. Obs stimmt, keine Ahnung!

Seit dem ich das DIng habe ist das Wetter nur einmal richtig gut gewesen, und das war diesen Freitag auf Samstag.
Da hatte ich auch das erste Erfolgserlebniss: Den Hantelnebel und noch sone Ringgalaxie. Vorher konnte ich nur den Jupiter mit seinen 4 Monden betrachten und den Mond, der wirklich gestochen scharf erscheint, ich kann mir nicht vorstellen dass er in einem Refraktor noch schärfer sein kann, bzw. obs einem Newbie wie mir auffällt. Bei PLaneten mag das sein. Den Jupiter konnte ich allerdings nicht wirklich stark vergrößern, weil mein Okularkoffer erst später kam und der Jupiter zu dem Zeitpunkt schon hinter unserer Hecke stand...

Wolfi, also der Besitzer (?) des shos www.teleskop-service.de wo ich mein Dobson gekauft habe schrieb mir auf eine Anfrage, ob es möglich wäre das Ding auf eine "ordentliche" Montierung zu setzen und evtl. später mit motor nachrüsten zu können folgendes:

Es ist auf jeden Fall möglich den 10“ auf eine Montierung zu geben.
Du brauchst dann
- Rohrschellen für den Dob
- Prismenschiene
- Montierung Klasse EQ-6
Kommt alles zusammen ca. 900.- - 920.-

So, ich hoffe, dass ich damit auch ein wenig helfen konnte, auch wenn mir mein Posting etwas "durcheinander" erscheint.

Gruß Jojo
 
Hallo Addie
es ist schön, wenn man hört, dass andere Leute genauso ins Astroabenteuer starten wie ich selbst. Ich habe einen solchen Tasco Refraktor 60/900 von meinem Vater geerbt. Dieses Gerät ist besser als man es vermutet. Allerdings habe ich mir den recht guten Okularauszug ( Metall - kein Plastik) auf 1 1/4" umgebaut. Heute benutze ich das Rohr hauptsächlich zur Sonnenprojektion. Dazu habe ich es auf meinen Vixen 80l aufgeschnallt.
Tu dieses Gerät nicht weg. Er nimmt nicht viel Platz weg und frisst kein Brot. Später wirst du dafür sicher noch mal eine Verwendung als Projektionsrohr oder Leitrohr haben.

Das kleine Okular, bei mir hat es 6mm kannst du getrost vergessen.

Das 23 mm Oku ist nicht schlecht und bestens zur Projektion geeignet.

Bei meinem Gerät war noch eine Barlowlinse bei. Die kann ich aber nur als schlecht bezeichnen.

Dieses Zoomteil ist nicht ganz schlecht, aber sicherlich Geschmacksache. Ich setze es kaum noch ein.

Das Zenitprisma, das bei meinem Gerät war ist sehr gut.

Die Montierung ist einer alten EQ2 ähnlich und trägt heute eine Russentonne. Vielleicht muss deine nur mal überarbeitet und das Spiel neu eingestellt werden.

Inzischen beobachte ich mit einem Newton 200/1000 auf ner EQ5. Wenn es jedoch an Planeten geht, nehme ich immer noch lieber einen Refraktor.

( An die Newton Fraktion,
ihr braucht mich nicht von den Vorzügen eines Newton überzeugen, mir macht die Kombination von Newton und Refraktor halt am meisten Spass ) <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

Gruß und endlich wolkenfreien Himmel
Ninian
 
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