Planeten zu hell, liegts am Dobson?

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PixelCreeper

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Hi,
Da ja momentan der Jupiter so schön am Himmel steht dachte ich ich guck mal wieder ein wenig in Richtung Himmel ;)
Nun mein Problem:
Mein 150/1200 Dobson ist natürlich nicht umbedingt optimal für Planeten. Der ist ja eher für DS.
Heißt dass das ich bei einem kleineren Refraktor mit 200-facher vergrößerung ein dunkleres Bild mit mehr Details hätte als bei meinem Dobson mit 200x?

CS, Marvin
 
Hallo Marvin,

Dein Dobson ist zwar wegen des 2"-Auszugs kein Planetenspezialist, aber dennoch sehr gut dafür geeignet. Ziehe von der Öffnung den Durchmesser des Fangspiegel(halter)s ab, und Du erhältst den Durchmesser des Refraktors, der am Planeten ungefähr den Kontrast Deines Newtons bietet. Allerdings gilt das nur, sofern beide Instrumente perfekt sind. Der Refraktor sollte also schon ein Apo oder sehr langbrennweitig sein.

Mein 150/1200er hat einen 1,25"-Auszug und daher einen kleineren Fangspiegel, er liefert, sofern kollimiert, ausgekühlt und bei guten Himmelsbedingungen benutzt, ein sehr gutes Bild bei Planeten.

Grüße

fquadrat
 
Hallo Martin,

Jupiter ist natürlich viel heller als jedes Deepsky-Objekt. Das Jupiterscheibchen wird dunkler, wenn Du mit der Vergrößerung höher gehst. Also ein kurzbrennweitiges Okular nimmst. Eventuell auch noch ne Barlow dazwischen.

Oder einen Graufilter ins Okular schraubst. ;) Das machen etliche Amateure.

Ein Refraktor mit deutlich weniger Öffnung hat auch weniger Auflösung. Das bedeutet, daß Du bei gutem Seeing und ausgekühlten Teleskopen mit ner kleinen Öffnung etliche Details nicht sehen kannst, die Dir der Newton liefern könnte.
 
Hallo,

das Schreckgespenst der hellen Planeten... Es stimmt schon, das bei größerer Öffnung schwache Details leiden können, weil sie bei gegebener Vergrößerung (z.B. seeingbegrenzt) überstrahlt werden können. Das ist auch die Mutter aller Sagen über die Überlegenheit kleiner Öffnungen an Planeten... Wie Fee schon schrieb: einen Filter (variabler Polfilter bietet sich da an, da man sich da herantasten kann) rein und schon hat man wieder die "richtige" Helligkeit.

Im Übrigen finde ich ein 150/1200 schon mehr als ordentlich für Planeten, es gab da mal von TAL einen "Planetenkiller" mit kleinem Fangspiegel, deiner ist sicher größer er sollte aber bei korrekter Justage immer noch jedes Gerät das merklich unter dieser Öffnung liegt links liegen lassen.

CS und Gruß Benny

Viele Grüße Benny
 
Servus

200-fach am 6" ergibt (für den Jupiter) optimale 0,75mm AP. Dass der Planet bei dieser Vergrößerung in deinem Teleskop zu hell war, kann ich mir schwer vorstellen. Da denke ich eher, dass das Seeing keine Detailbeobachtungen zugelassen hat. Falls es doch die Helligkeit war, so könntest du einmal einen Graufilter oder einen variablen Polarisationsfilter versuchen um die Helligkeit zu dimmen.

Kenne auch den Vergleich zwischen 6" (Schiefspiegler) und 4" (ED Refraktor). Beim Refraktor ist die optimale Vergrößerung für Jupiter 156x. Versuche mit 187x brachten eher eine Verschlechterung mit sich - gerade die feinen Kontraste an Jupiter nehmen einem die zu hohe Vergrößerung krumm. Am 6" Schiefspiegler beobachte ich Jupiter bei 166x oder 200x. Höher als 200x gehe ich aber auch da nicht - dieser Vergrößerungsbereich ist für Mars, Saturn und Mond reserviert. Aja, der 6" zeigt freilich mehr Details als der 4".

LG Michael
 
Hey,
Danke für die vielen antworten!
Ich glaub Sternenfee hat es schon ganz gut erklärt (auch wenn mein Name nicht Martin ist :P) das beste wäre ein Filter.
Aber ich hab grade nochmal mit meinem 114er newton zum Jupiter geschaut, und ich denke mal es ist doch das Seeing dass immoment nicht so toll ist :(
Ich werd es am Wochenende mal von meinem Lieblingsplatz in Heidenau versuchen, und wenn es dann nicht besser ist kann ich ja nen filter in Erwägung ziehen.

LG, Marvin
 
Hi Marvin,

sorry, hab mich bei Deinem Namen schlicht vertippt. :(
 
Hi Marv,


nein, es liegt an einer zu großen Austrittspupille (AP).
Abhilfe:
Kleinere AP verwenden. Die AP errechnest du wie folgt:
Öffnung in mm geteilt durch Vergrößerung = AP in mm.

Heißt dass das ich bei einem kleineren Refraktor mit 200-facher vergrößerung ein dunkleres Bild mit mehr Details hätte als bei meinem Dobson mit 200x?

Nein. Du hättest ein dunkleres Bild mit weniger Details.

Mein 150/1200 Dobson ist natürlich nicht umbedingt optimal für Planeten.

Aber immer noch besser als ein kleiner Refraktor.

Zitat von fquadrat:
Dein Dobson ist zwar wegen des 2"-Auszugs kein Planetenspezialist, ...

Der Steckdurchmesser des Auszuges hat nichts damit zu tun.

Zitat von fquadrat:
Ziehe von der Öffnung den Durchmesser des Fangspiegel(halter)s ab, und Du erhältst den Durchmesser des Refraktors, der am Planeten ungefähr den Kontrast Deines Newtons bietet.

Das ist ebenfalls unrichtig. Diese Faust-Formal gilt nur für mittlere Ortsfrequenzen,
schachkontrastige Planetendetails und perfekte unobstruierte Öffnung.
Die allerwenigsten Refraktoren stellen eine annähernd perfekte Apertur dar.
Bei höheren Ortsfrequenzen aber auch bei niedrigen Ortsfrequenzen
ist ein guter Newton besser als die Formel D - d = D(unobstruiert) suggeriert.

Marvin, am besten du verwendest einen leichten Graufilter,
einen variablen Polarisationsfilter, oder sorgst für Beleuchtung
an deinem Beobachtungsplatz. Der Blendeffekt ist vor allem
in dunkler Umgebung vorhanden, bei Umgebungslicht aber nicht.
Gutes Gelingen wünscht

Karsten
 
Hallo Karsten,

Zitat von KaStern:
Zitat von fquadrat:
Dein Dobson ist zwar wegen des 2"-Auszugs kein Planetenspezialist, ...

Der Steckdurchmesser des Auszuges hat nichts damit zu tun.
Indirekt schon: Um den großen Auszug auszuleuchten, wird der Hersteller einen größeren Fangspiegel einbauen, der mehr obstruiert und dadurch den Kontrast verringert.

Zitat von fquadrat:
Ziehe von der Öffnung den Durchmesser des Fangspiegel(halter)s ab, und Du erhältst den Durchmesser des Refraktors, der am Planeten ungefähr den Kontrast Deines Newtons bietet.

Das ist ebenfalls unrichtig. Diese Faust-Formal gilt nur für mittlere Ortsfrequenzen,
schachkontrastige Planetendetails und perfekte unobstruierte Öffnung.
Die allerwenigsten Refraktoren stellen eine annähernd perfekte Apertur dar.
Bei höheren Ortsfrequenzen aber auch bei niedrigen Ortsfrequenzen
ist ein guter Newton besser als die Formel D - d = D(unobstruiert) suggeriert.
Es ging um (meist) schwachkontrastige Planetendetails, ich habe auch angedeutet, daß die wenigsten Refraktoren annähernd perfekt sind, jedenfalls, wenn man diejenigen betrachtet, welche preislich halbwegs mit dem 150er Newton mithalten können.

Marvin, am besten du verwendest einen leichten Graufilter,
einen variablen Polarisationsfilter, oder sorgst für Beleuchtung
an deinem Beobachtungsplatz.
Oder Marvin verringert, wie Du oben angedeutet hast, einfach die AP.

Bedenkt man, daß ich mich bei Jupiterbeobachtungen mit meinem 150/1200er nicht geblendet fühle, selbst bei moderat großer (2,25 mm) AP, würde ich einfach zu mehr Vergrößerung raten. Filter wären eine Alternative.

Grüße

fquadrat
 
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