Planetenfotografie - Welche sinnvolle Ausrüstung

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PalomynoAstro

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Hallo zusammen,

ich steige gerade in die Astrofotografie ein und bin im DeepSky-Bereich schon auf einem sehr guten Weg. Jetzt habe ich ein bißchen geschaut und festgestellt, dass im Laufe des Sommers die Planeten immer besser zu sehen sein werden. Ich möchte hier mit dem Filmen einsteigen, jedoch nicht gleich Unsummen verbrennen, daher meine Verständnisfrage(n):

1. Ich besitze derzeit eine ZWO ASI 290 MM Mini für das Guiding im DeepSky-Bereich. Diese Kamera sollte für Planetenfotografie je durchaus sehr gut sein. Mein Problem: Es handelt sich ja um eine monochrome Kamera. Nach meinem Verständnis muss ich drei verschiedene Filme aufnehmen (R+G+B) und diese dann zusammenstacken (evtl. noch Luminanz dazu?). Macht das an einem schnell rotierenden Planeten wie Jupiter überhaupt Sinn, sprich kann ich meine Filter innerhalb von so kurzer Zeit wechseln und wieder aufnehmen oder macht sich hier die Rotation schon bemerkbar. Vielleicht denke ich hier aber auch in die falsche Richtung. Oder sollte ich nochmal eine Extra Planetenkamera anschaffen (in Farbe)? Das erscheint mir aber auch irgendwie nicht richtig...

2. Ich besitze ein C8 mit einer AVX-Montierung. Brennweite ohne Reducer bei ca. 2000mm. Welche Barlow Linse macht hier Sinn? Ich liebäugele natürlich mit einer 5-fach Linse mit dann Monsterbrennweite (10m). Oder sollte ich hier lieber Vernunft walten lassen und mit einer 2-fach oder 3-fach Linse ans Werk gehen.

Schon mal vielen Dank und viele Grüße
Christoph
 
Hallo Christoph,
gibt es bei der Bennweite kein Seeing-Problem?
Früher hat man solche Vergrößerungen mit einem Teleextender realisiert. Wäre das eine Alternatve?
Grüße Volker
 
Hallo Christoph,

mit der Kombi C8 und ASI290mini habe ich auch einige Zeit gearbeitet. Vom Sampling her brauchst Du bei den 2,9 Mikrometer grossen Pixeln am C8 keine Barlow!

Wenn Du außer Mond noch Planeten in Farbe aufnehmen willst lohnt sich auf jeden Fall ein motorisiertes Filterrad.

Die ASI290 hat einen sehr kleinen Chip, da ist es bei 2000 m Brennweite gar nicht so einfach den Planeten ins Feld zu bekommen. Hier ist ein Flip-Mirror mit dem Du den Planeten erstmal per Okular ins Feld holen kannst enorm hilftreich.

CS
Sven
 
Hallo Christoph,

da du schon DeepSky mit deiner Cam gemacht hast, wird dir das bei Planeten auch gelingen.
Die Vorausetzungen bezüglich eines geigneten Teleskops hast du ja.

Nach meinem Verständnis muss ich drei verschiedene Filme aufnehmen (R+G+B) und diese dann zusammenstacken
Ja das ist richtig, da du eine Monochrome Kamera besitzt und farbige Aufnahmen von den Planeten machen möchtest.

Allerdings weiss ich nicht, ob dieser Aufwand dann im Verhältnis zum Nutzen (exzelente Details) steht.
Nur wenn bestes Seeing ~2" vorherscht- das ist vielleicht 2-3 mal im Jahr- macht das Sinn. m.M.n.

Will sagen: Die Anschaffung einer Farbcam mit größeren Pixel für den C8 wäre auch in Betracht zu ziehen.
Da ist das Bild nach der Aufnahme/Verarbeitung gleich in Farbe.

CS Dieter
 
OK, dann vielleicht erst mal die "normale" Brennweite in den Griff bekommen und danach aufrüsten... Ich bin dran. Vielen Dank für die rasche Rückmeldung.

Gruß
Christoph
 
Hallo Christoph,
Deine ZWO ASI 290 MM Mini hat einen Nachteil: sie hat nur USB2 und nicht USB3. Vermutlich limitiert das die Datentransfer-Rate. Ideal ist, wenn Du so um die 100 Frames/sec schaffst. Ich habe eine ASI-120mm und wenn ich den ROI auf ca. 150x150 Pixel stelle schaffe ich bei Jupiter meines Wissens nach die Rate.

Ich bin kein Planeten-Experte, aber meines Wissens ist durch das Lucky Imageing die Auflösung besser und es spielt sehr wohl eine Rolle, wie groß die Pixel sind. Von einer Farbkamera würde ich daher eher abraten. Aber probier es erst mal mit Luminanz aus. Mit einem C8 und dem kleinen Bildausschnitt musst Du sowieso lernen, wie Du das Ziel überhaupt findest und wie Du scharf stellst - Du hast immerhin mit einem schwabbeligen Bild zu kämpfen.
VG
Wolfgang
 
Hallo,

ich würde immer erst einmal das vorhandene Equipment ausprobieren. Die Kamera hat ja keinen Sperrfilter verbaut, einschrauben wie bei meiner Asi120 in die Steckhülse geht bei der Mini wohl nicht.

Welche Filter sind denn vorhanden ?

Deine ZWO ASI 290 MM Mini hat einen Nachteil: sie hat nur USB2 und nicht USB3.
Macht bei Planeten nichts aus, habe auch nur USB2 und komme mit kleiner ROI bei der hellen Venus z.B, auf über 200 fps.

Mit einem C8 und dem kleinen Bildausschnitt musst Du sowieso lernen, wie Du das Ziel überhaupt findest und wie Du scharf stellst
Mit Barlow komme ich mit meinem 12" F5 Dobson auf ca. 4000mm Brennweite und verfolge so sogar die ISS.
Sucher gut justieren dann ist das kein Problem einen Planeten auf den Sensor zu bekommen.

Gruß,
Holger
 
Macht das an einem schnell rotierenden Planeten wie Jupiter überhaupt Sinn, sprich kann ich meine Filter innerhalb von so kurzer Zeit wechseln und wieder aufnehmen oder macht sich hier die Rotation schon bemerkbar. Vielleicht denke ich hier aber auch in die falsche Richtung. Oder sollte ich nochmal eine Extra Planetenkamera anschaffen (in Farbe)? Das erscheint mir aber auch irgendwie nicht richtig...
Jupiter rotiert schnell, länger als 2-3 Minuten ist suboptimal. In Farbe. Mit Filtern hast Du max. 1 min pro Farbe, das ist nicht gerade viel, bei gutem Seeing aber auch nicht unmachbar. Mach mal in SW mit dem, was Du hast, und schau, wie das wird. Ohne Barlow, so wie es ist mit 2m. würde ich sagen.

Wenn das gut wird, dann überlege eine kleine RGB-Kamera, die kostet nicht die Welt.

Welche Barlow Linse macht hier Sinn? Ich liebäugele natürlich mit einer 5-fach Linse mit dann Monsterbrennweite (10m). Oder sollte ich hier lieber Vernunft walten lassen und mit einer 2-fach oder 3-fach Linse ans Werk gehen.
Wie oben bereits von Kollegen gesagt: 10m ist bei 8" Öffnung f/50, da wirds hinten finster und wenn Du tief ausatmest, zittert wahrscheinlich der Tubus... ;) 2000mm sind schon gut, bei 4000 wäre beim C8 für mich Schluss, denke ich.

lg
Niki
 
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