Rohrspecht
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Freitag 18.10.: mein Peter Panoptic XIX. hat ein Zwillingsbrüderchen
bekommen!
Sonntag 20.10., 01:30 MESZ: endlich ein paar Lücken zwischen den vom
fast vollen Mond illuminierten We(h)rschäfchenwolken! Archkalt, trocken,
Zaphod der 8" f/5 Dobson hängt seit einer halben Stunde am Ventilator.
Gottfried Benedikt das Großfeld-Bino wird angeschraubt, Peter Pan und
Paulchen Panther eingeworfen, der AstroChair zurechtgerückt, und wir sind
startklar.
Der Mond gibt nicht allzu viele Details preis bei dieser Festbeleuchtung;
der Terminator ist schon ganz am Rande, selbst Wargentin kommt nicht recht
zur Geltung. Aber die Kugel als Ganzes, wie sie so im Binokularfeld hängt,
ist schon atemberaubend! Streune mit etwas Wolkenlückenhascherei am Rand
des Schrötertals herum. Die beiden Panoptics sind nicht ganz gleich;
Paulchen muss etwa 1mm herausgezogen werden, um beide zugleich zu
fokussieren. Aber das 19er Pan ist wirklich ein äußerst angenehmes
und ergonomisches Bino-Okular. Schöne Feldgröße, ruhiger Einblick,
keine Reflexe. Und genug Platz für meine große Nase.
Zunächst sehr unruhiges Seeing in dieser Richtung; kleine Details
schwabbeln, schmieren und schwimmen.
Um 01:45 gelingt der erste Wolkenlochblick auf Saturn, in einem
reichen Sternfeld zwischen 1 Gem und zeta Tauri. Titan, Iapetus und Rhea
sind sofort geortet; Tethys und Dione etwas später (indirekt, dicht
beieinander dem hinteren Ringhenkel folgend). Seeing hier variabel, je
nachdem ob gerade ein heizender Schlot unter der Sichtlinie von der
Dachterrasse aus steht.
In guten Augenblicken ist die Cassini-Teilung fast rundherum zu sehen,
trotz der mit ca. 100x relativ mäßigen Vergrößerung. Der Crepe-Ring mag
nicht so recht hergehen, nur als Schatten vor der Saturnkugel, aber nicht
in den Ansae.
Jupiter ist um 2 Uhr aufgegangen, aber wird erst nach einer
Dreiviertelstunde halbwegs genießbar. Die Galileischen Monde haben
sich hübsch ordentlich der Reihe nach gruppiert, Io vorangehend,
Europa, Ganymed und Callisto nachfolgend. Später gegen 4 kommt langsam
das GRF-Oval in Sicht, bleibt aber schwierig und unauffällig. Beachtlich
dagegen zwei oder drei sehr dunkle "barges" am Südrand des NEB, die
in die Äquatorialzone zu ragen scheinen. An dergleichen kann ich mich
von der letzten Saison nicht erinnern, da steckten diese Flecken eher
auf der Nordseite des NEB. Das war jetzt für Zaphod und mich der erste
Jupiterbesuch seit der Konjunktion. Schön, dass der Alte wieder da ist...
Zwischendrein ein Weilchen lang Castor bewundert.
Erst nach 3 bequemen sich die himmlischen Werschäfchen einmal, Orions
Schwert freizugeben. Die Zentralregion von M42 passt bequem ins Feld,
zusammen mit den Ansätzen der "Schwingen". Die Trapezsterne theta1 A-D
sind hübsch scharf, E lässt sich indirekt halten, F bleibt verborgen.
Der Mond senkt sich langsam, scheint aber immer heller zu werden.
Zeitweise geben die Wolken ihn ganz frei, dann wieder ziehen endlose
Ketten von surrealen parallelen Wolkenwellen darüber, mit einer großen
bunten Aureole. Die Temperatur fällt kontinuierlich...
3:15-3:30 wieder zu Jupiter, dann kleine Pause zum Aufwärmen.
Nach 4 setzt fast schlagartig heftiger Tau ein, der Atem kondensiert
nun und auch die tränenden Augen resultieren fast augenblicklich in
beschlagenen Okularen. Noch ein letzter Rundblick, Saturn, Jupiter,
dann wird abgebaut.
Fürs Morgengrauen wären Mars, Merkur, und ein Iridiumflare angesagt,
aber der tiefe Nordosten bleibt in Wolken verborgen und kurz vor 7 Uhr
ist es für einen "nur" -1m Flare schon zu hell.
So. Jetzt brauch ich nur noch ein Extra-Wochenende, um mich von
diesem Wochenende auszuschlafen. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
bekommen!
Sonntag 20.10., 01:30 MESZ: endlich ein paar Lücken zwischen den vom
fast vollen Mond illuminierten We(h)rschäfchenwolken! Archkalt, trocken,
Zaphod der 8" f/5 Dobson hängt seit einer halben Stunde am Ventilator.
Gottfried Benedikt das Großfeld-Bino wird angeschraubt, Peter Pan und
Paulchen Panther eingeworfen, der AstroChair zurechtgerückt, und wir sind
startklar.
Der Mond gibt nicht allzu viele Details preis bei dieser Festbeleuchtung;
der Terminator ist schon ganz am Rande, selbst Wargentin kommt nicht recht
zur Geltung. Aber die Kugel als Ganzes, wie sie so im Binokularfeld hängt,
ist schon atemberaubend! Streune mit etwas Wolkenlückenhascherei am Rand
des Schrötertals herum. Die beiden Panoptics sind nicht ganz gleich;
Paulchen muss etwa 1mm herausgezogen werden, um beide zugleich zu
fokussieren. Aber das 19er Pan ist wirklich ein äußerst angenehmes
und ergonomisches Bino-Okular. Schöne Feldgröße, ruhiger Einblick,
keine Reflexe. Und genug Platz für meine große Nase.
Zunächst sehr unruhiges Seeing in dieser Richtung; kleine Details
schwabbeln, schmieren und schwimmen.
Um 01:45 gelingt der erste Wolkenlochblick auf Saturn, in einem
reichen Sternfeld zwischen 1 Gem und zeta Tauri. Titan, Iapetus und Rhea
sind sofort geortet; Tethys und Dione etwas später (indirekt, dicht
beieinander dem hinteren Ringhenkel folgend). Seeing hier variabel, je
nachdem ob gerade ein heizender Schlot unter der Sichtlinie von der
Dachterrasse aus steht.
In guten Augenblicken ist die Cassini-Teilung fast rundherum zu sehen,
trotz der mit ca. 100x relativ mäßigen Vergrößerung. Der Crepe-Ring mag
nicht so recht hergehen, nur als Schatten vor der Saturnkugel, aber nicht
in den Ansae.
Jupiter ist um 2 Uhr aufgegangen, aber wird erst nach einer
Dreiviertelstunde halbwegs genießbar. Die Galileischen Monde haben
sich hübsch ordentlich der Reihe nach gruppiert, Io vorangehend,
Europa, Ganymed und Callisto nachfolgend. Später gegen 4 kommt langsam
das GRF-Oval in Sicht, bleibt aber schwierig und unauffällig. Beachtlich
dagegen zwei oder drei sehr dunkle "barges" am Südrand des NEB, die
in die Äquatorialzone zu ragen scheinen. An dergleichen kann ich mich
von der letzten Saison nicht erinnern, da steckten diese Flecken eher
auf der Nordseite des NEB. Das war jetzt für Zaphod und mich der erste
Jupiterbesuch seit der Konjunktion. Schön, dass der Alte wieder da ist...
Zwischendrein ein Weilchen lang Castor bewundert.
Erst nach 3 bequemen sich die himmlischen Werschäfchen einmal, Orions
Schwert freizugeben. Die Zentralregion von M42 passt bequem ins Feld,
zusammen mit den Ansätzen der "Schwingen". Die Trapezsterne theta1 A-D
sind hübsch scharf, E lässt sich indirekt halten, F bleibt verborgen.
Der Mond senkt sich langsam, scheint aber immer heller zu werden.
Zeitweise geben die Wolken ihn ganz frei, dann wieder ziehen endlose
Ketten von surrealen parallelen Wolkenwellen darüber, mit einer großen
bunten Aureole. Die Temperatur fällt kontinuierlich...
3:15-3:30 wieder zu Jupiter, dann kleine Pause zum Aufwärmen.
Nach 4 setzt fast schlagartig heftiger Tau ein, der Atem kondensiert
nun und auch die tränenden Augen resultieren fast augenblicklich in
beschlagenen Okularen. Noch ein letzter Rundblick, Saturn, Jupiter,
dann wird abgebaut.
Fürs Morgengrauen wären Mars, Merkur, und ein Iridiumflare angesagt,
aber der tiefe Nordosten bleibt in Wolken verborgen und kurz vor 7 Uhr
ist es für einen "nur" -1m Flare schon zu hell.
So. Jetzt brauch ich nur noch ein Extra-Wochenende, um mich von
diesem Wochenende auszuschlafen. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />