Planspiegel selber Schleifen, aber wie?

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Hi Thomas,

ja, das ist eine Frage, die ich mir auch schon selbst gestellt habe. Wer sich da auskennt ist Raphael, der sich momentan an ersten Stücken versucht. Ich habe mit den Gedanken auch schon gespielt, nach etwas mehr Überlegungen das ganze erst wieder auf die Seite geschoben.

Ein Problem ist hier das Testen. Ein Foucaulttest funktioniert hier ja nicht. Wenn ich es richtig verstanden habe, testet man einen Planspiegel an einem anderen Planspiegel (der erst besorgt werden müßte).

Eine Sphäre herstellen ist deutlich leichter (habe ich gehört). Wenn man hier etwas außerhalb des gewünschten KR schleift bzw. poliert, ist es immer noch eine Sphäre, der Fokus liegt dann eben minmal weiter außen oder innen. Beim Planspiegel ist dieser dann minmal gewölbt, was zu wunderbaren Abbildungsfehlern <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/frown.gif" alt="" /> führen würde.

Ich bin sehr auf eine (hoffentlich lebhafte) Diskussion gespannt. Vielleicht sind meine Bedenken unbegründet, reizen würde mich so etwas schon.

Achim
 
Hi Achim und Thomas,

geschliffen und poliert werden 3 Planflächen gleichzeitig, und zwar abwechselnd als Tool und als Spiegel. Man braucht also 3 Glasplatten, Nr. 1, 2 und 3. Diese werden dann abwechselnd oben und unten gegeneinander geschliffen, die Prozedur müsste ich nochmal raussuchen.

Zum Testen kann man einen guten Kugelspiegel nehmen, der im Durchmesser etwas größer ist, als die Planfläche. Man bringt dann den Planspiegel so in den Strahlengang, das dieser (fast wie im Newton) geknickt ist. Ist der Kugelspiegel perfekt, dann sind alle im Foucault zu sehenden Abweichungen auf den Planspiegel zurückzuführen. Da die Planfläche dabei zweimal von den Strahlen getroffen wird (Lichtquelle, Planspiegel, Kugelspiegel, Planspiegel, Messerschneide) ist der Test auch noch empfindlich.

Der Kugelspiegel sollte dabei beschichtet sein, sonst wird das Bild zu dunkel.

Soviel zum Prinzip. Jetzt muss ich das nur noch mal ausprobieren. Naja, später im Jahr vielleicht.

Gruß,
Chris
 
Hallo Achim und alle anderen,

jo, ich versuche mich momentan an Planspiegeln, wobei die Betonung auf "veruche" liegt <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Von dem Test über Foucault halte ich nicht viel, da er recht aufwendig ist - vor allem wenn man mehrere Spiegel gleichzeitig herstellen will (wie ich). Die meiner Meinung nach einfachste Möglichkeit ist die eine Planplatte gegen eine andere zu testen. Dazu sollte man eben ein möglichst gutes sog. Probeglas haben von dem man die Oberflächentopographie kenn. Leider muß man sich sowas kaufen oder auf dem aufwendigen Weg selbst herstellen. Um ordentlich prüfen zu können sollte das Probegles mindestens so groß sein wie das Werkstück. Ganz simpel ist es wenn man auf Kontakt prüft, also die beiden Platten aufeinander legt und dann die entstehenden Interferenzmuster interpretiert. Komplizierter, aber auf alle Fälle kratzerfreier, ist es sich ein kleines Planinterferometer zu bauen. Letzteres ist aber auch nicht so trivial.

An sonsten ist das Schleifen und Polieren nicht sooo aufwendig. Ich vergleiche das gerne damit, daß ein Hauptspiegel und ein Fangspiegel für das selbe Teleskop in etwa die selbe Arbeit ist. Sicher stimmt das nur ganz grob.

Ob es sich jetzt vom finanziellen her rentiert einen Planspiegel selbst zu fertigen wage ich jetzt mal zu bezweifeln, vor allem wenn es nur einer ist.

Viele Grüße
Raphael
 
In alten Kopiergeräten finden sich sehr oft einwandfreie Planspiegel, die oberflächen-verspiegelt und vergütet sind Damit läßt sich schon eine Menge anfangen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
 
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