Plejaden und M42 Sichtung im "versumpften" Berlin

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Pete_Finnigan

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Welch schönes Hobby!
Am vergangenen Mittwoch hatte ich bei mir in der Gegend endlich mal klaren Himmel - seid laaaangem. Also dacht ich mir, versuch ich mal die schon lange angepeilten Plejaden mir anzuschauen, was sonst bisher wegen der Position meines Balkons nicht möglich war. Ernüchterung: Mein Blickwinkel durhcs Teleskop war zu klein für alle Sterne auf einmal des offenen Sternhaufens. Na ja - diesbezüglich werd ich demnächst aufrüsten müssen.

Da ich aber vorher geschaut hatte (mit "Stellarium") was noch so am frühnächtlichen Himmel aus meiner Position zu sehen ist (die Richtung ist 207° nach Azimutaler Norm mit schätzungsweise 140° horizontalen Sichtbereich und 60° Platz nach oben), dacht ich mir schau ich doch mal, wie sich mir der Orion Nebel (M42) darstellt. Da ich kein großartig lichsammelndes Teleskop hab, hab ich mir gar nichts erhofft. ABER ich wurde in meinem Irrtum eines besseren belehrt:
Es war so faszinierend, diesen Nebel zu sehen, den ich mit blosem Auge noch nicht mal erahnen oder gar lokalisieren kann.
So konnt ich meiner Nichte doch noch was tolles durchs Teleskop bieten für diesen Abend. Ich liebe es!
In diesem Sinne, wünsche ich euch ebenfalls solch schöne Monente für kommende Jahr 2016!
 
Hi!

Auch Dir wünsche ich viele schöne (astronomische) Momente im neuen Jahr!
Zitat von Pete_Finnigan:
dacht ich mir schau ich doch mal, wie sich mir der Orion Nebel (M42) darstellt. Da ich kein großartig lichsammelndes Teleskop hab, hab ich mir gar nichts erhofft. ABER ich wurde in meinem Irrtum eines besseren belehrt:
Es war so faszinierend, diesen Nebel zu sehen, den ich mit blosem Auge noch nicht mal erahnen oder gar lokalisieren kann.
Da Du in Berlin beobachtest, könnte ein Nebelfilter helfen. Ein schmalbandiger UHC nützt schon deutlich, ansonsten wäre ein "normaler" [O III] eventuell besser.

Der Vorteil von M42: So ziemlich jedes Teleskop zeigt ihn gut, wenn auch immer anders.

Grüße

fquadrat
 
Hi Pete!

Die beiden sind auch richtige Paradeobjekte, genau wie der Doppelsternhaufen h und chi im Perseus (NGC 869, 884). Der steht gerade hoch am Himmel.

M42 kann man als blassen Schimmer unter einem dunklen Landhimmel mit bloßem Auge sehen. Das sollte in der Brandenburger "Pampa" ;) möglich sein. Die Plejaden (ca. 2° im Durchmesser) sind auch im Fernglas (stabilisiert wär Klasse!) ein schöner Anblick, da man sie dann in der Sternenumgebung "schweben" sieht. Ich glaube, viel mehr als 20x Vergrößerung tut denen gar nicht gut.

Viel Spaß noch bei deinen weiteren Entdeckungen :super:

Thomas
 
Danke fquadrat, danke Thomas

Zur Filter-Empfehlung: Du hast mich emorm angefüttert mit dieser Erweiterung! Ich werde das Thema aufgreifen in einem andern Thema-Thread (damit ich den Forums Regeln nicht zu quer komme). Ich hoffe du kannst mir dort diesbezüglich weitere Tips geben. :super:

Was einer optimaleren Vergrößerung zum Beobachten der Plejaden angeht, auch diesbezüglich werde ich ein Thread starten, sofern ich nicht schon so die Antworten hier im Forum finde (ich werd mich mal über Reducer informieren, welche ebenfalls Neuland für mich sind). Ich weis ja jetzt dank dir, welche vergrößerung ich ansteuern sollte. :/
 
Hi Pete -
mit dem weitwinkligen Anschauen der Plejaden könnte es bei deinem Gerät Probleme geben, da du nur einen 1,25"-Auszug hast. Stimmt's? Zwei Zoll wäre besser! Aber das lasse ich mal lieber die Okular- und Technik-Experten beurteilen!

Thomas
 
Hi liebe Leute,

ich hab für meinen Mak, der auch nur 1,25 Zollauszug hat ein 32mm Weilwinkel-Goldkante. Als ich für meinen 10 Zoll Dobson noch keine Zweizollausrüstung hatte, ging eh alles nur durch 1,25 Okus. Das 32er war immer mein Lieblingsokular. Es macht wirklich Sinn, offene Sternhaufen kann man damit wirklich geniessen.
Ich glaub das Standartzubehör geht über ein 25mm Oku nicht hinaus. Ein 32er ist ein Muß will ich meinen! Es hat auch einen großen Einblick. Klar, wer mal durch Zweizolllbullaugen beobachtet hat, kann kaum noch zurück, schon toll, dass es sowas gibt.

Gruss von Anette
 
Hi!
Zitat von ThN:
Die Plejaden (ca. 2° im Durchmesser) sind auch im Fernglas (stabilisiert wär Klasse!) ein schöner Anblick, da man sie dann in der Sternenumgebung "schweben" sieht. Ich glaube, viel mehr als 20x Vergrößerung tut denen gar nicht gut.
Hängt auch vom wahren Gesichtsfeld und anderen Faktoren ab. Den schönsten Anblick hatte ich am 150/750-Newton mit einem 25-mm-Weitwinkelokular, also 30facher Vergrößerung.

An sich wäre ein 32-mm-70°-Weitwinkel auch in Ordnung gewesen, aber in der Nacht bot das 25-mm den besten Anblick - mit den Reflexionsnebeln in großen Bereichen des Bildfelds!

Grüße

fquadrat
 
Hi!
Zitat von Anette_Aslan:
ich hab für meinen Mak, der auch nur 1,25 Zollauszug hat ein 32mm Weilwinkel-Goldkante.
Goldkanten gibt es nur mit 6, 9, 15 und 20 mm Brennweite, 32 mm erlauben bei 1,25" kein weites Gesichtsfeld mehr ...

Meinst Du ein 32-mm-Plössl?

Grüße

fquadrat
 
Zitat von fquadrat:
Hängt auch vom wahren Gesichtsfeld und anderen Faktoren ab. Den schönsten Anblick hatte ich am 150/750-Newton mit einem 25-mm-Weitwinkelokular, also 30facher Vergrößerung.
Kann ich mir vorstellen. Bei 750mm Brennweite hast du auch mehr "Richfield-Möglichkeiten" als bei 900mm. Da bekommst du die Plejaden selbst mit 1,25" Okularauszug (knapp) ins Okular und wenn du dann sogar randscharfe 2"-Okulare mit voller Feldblende verwenden kannst, dann hast du die Plejaden mit genügend Umfeld im Oular.

Die Frage der Vergrößerung, und damit zusammenhängend des scheinbaren Gesichtsfeldes muss jeder für sich beantworten und ausprobieren. Ich mag lieber moderate Gesichtsfelder wo ich nicht so viel mit den Augen herumfahren muss. Kommt mir dann vor, als wenn ich zu dicht vor dem Fernseher hocke. ;) Für's Detail wähle ich dann lieber Okulare mit kleinerer Brennweite und Feldblende.

Thomas
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
750 mm plus 2"-Okular mit maximaler Feldblende gleich Plejaden etwas zu klein, finde ich. Hatte den Effekt schon beim 35-mm-Panoptic, ist beim 31-mm-Nagler ebenfalls gegeben und wäre bei einem Okular mit wirklich maximaler Feldblende garantiert nicht besser ...

Das mit dem moderaten Gesichtsfeld kann ich verstehen, es gibt aber deutliche Unterschiede. Bei einigen Okularen mit 80° und mehr kann man hineinsehen und überblickt problemlos das ganze Feld, bei einigen tut man sich schwerer und bei noch anderen gelingt es mir überhaupt nicht. Da ist dann einmal das Feld außen beschnitten und einmal von innen her abgedunkelt (zwei Nagler Typ 4). Erstaunlicherweise hatte ich bezüglich des Einblicks keine Probleme bei einem 9-mm-100°-ES.

Grüße

fquadrat
 
Oh ja, sorry, klar - nein keine Goldkante, mir war so - hab noch mal nachgeschaut. Mein 6er ist ne Goldkante.

In der Tat liebe ich auch mein olles UWA 26 in Zweizoll.....am meisten ist bei mir aber das 27er Pano im Einsatz.

Anette
 
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