PN, KS und ein Doppelstern

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stefand

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Hallo zusammen,

die Nacht vom 04. auf den 05.06. war im nördlichen Baden-Württemberg richtig klar - vermutlich aber nicht nur dort.

Es war also mal wieder an der Zeit ein Teil es Equipments raus zu ziehen und aufzubauen. Wieder nur der 4" Rumak ...

Es begann mit Saturn so gegen 23:30 Uhr, welcher für den Vergleich von einigen Okularen herhalten durfte. Das 8mm Radian (125x) sollte die Referenz sein. Etwas unfair eine alte 6mm Blaukante und ein 7.7mm Ortho der 40-50 Euro-Klasse dagegen zu halten. Aber die Blaukante ist zumindestens gepimpt mit Velour und Tafelfarbe.

Kurz gesagt gefiel die Blaukante am Besten, da hier 167x gegen 125x stand und das Bild nicht viel schlechter war, als im Radian. Das Ortho hatte Geisterbilder und Reflektionen, welche das ansonsten nicht so schlechte Bild störten.
In alle Okularen zu sehen war der Schatten des Rings, zwei Monde und in der Blaukante im nördlichen Bereich des Saturns Anflüge von Wolkenbändern. An f/10 kann dieses Okular im DS- und Planetenbereich also was bewirken.

An M5 (KS) konnten mit dem 8mm Radian einige Sterne herausgelöst werden und beim indirekten Sehen und abgedunkelter Umgebung blitzte der Eindruck einer sehr großen Sternenzahl hervor. Direkt ließ sich dieser Eindruck aber nicht halten.

Nach einigem Suchen mit dem Leuchtpunktsucher, dem temporären Tausch gegen einen 8*50 Suche und dem Verifizerien mittels Karkoschka konnte der NGC6210 (PN) im 25mm TV-Plössl (40x) klar ausgemacht werden - bei dieser Vergrößerung wirkt er absolut stellar. Die Farbe ist blaugrün und zwar recht intensiv. Im 6mm (167x) konnte dann ganz eindeutig eine unregelmäßig strukturierte, nahezu runde Scheibe erkannt werden, wobei sich mit zunehmender Vergrößerung die intensive Farbe immer mehr verlor. Dieser PN muss sehr hoch vergrößert werden (ab 125x bei meiner Okularstaffelung), um als Scheibe herauszukommen.

Im 32mm Plössl genau zwischen Albireo und einem unteren Stern der Leier den M56 (KS) gefunden. Mit dieser Vergrößerung recht hell erkannt. Im 8mm (125x) wurde es dann eine unregelmäßig gefüllte Wolke, aber nicht weiter aufgelöst.

Auch bei niedriger Vergrößerung ist für mich der M57 interssant, wie der kleine PN im Raum zwischen den Sternen liegt. Im 8mm klar als nicht ganz perfekt runden Rauchring erkannt, im 6mm wird dieser dann dunkler, bleibt aber ein leicht ovaler Rauchring.

Im 6mm (167x) eine hervorragnde Trennung der vier Komponenten Epsilon - Lyr. Die Begungsscheibchen um die Sterne klar erkannt, zwischen den einzelnen punktförmigen runden Sternen noch genügend schwarzer Raum, so dass gefühlt auch noch die Hälfte Abstand möglich wäre. Diese Komponente sollte nach meinem Empfingen hoch vergrößert werden um bequem (!) eine Trennung zu ermöglichen.

Zum Schluss (02:30 Uhr) M51 und NGC5195: Die besten Ergebnisse mit dem 19mm PanO (AP 1,9) und vor allem einer versuchsweise herausgeholten 15mm Blaukante (auf der Achse!) erreicht. Leider ist das 15mm TSSWM nicht Randscharf am f/10 Rumak, so dass das Objekt mittig im Gesichtsfeld gehalten werden sollte … dort aber beide Galaxien, deren Halo und bei M51 auch das hellere Zentrum glaube ich am Besten erkannt.
Vielleicht hätte ich nochmals das 19mm probieren sollen, aber um 02:30 Uhr war einfach keine Energie mehr da ...

CS,
Stefan
 
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Hallo Stefan

Ja der Sternen Himmel war am Freitag 1a top, war beim beobachten in der Sternwarte der AVN da wo Ich mitglied bin.

So wie die Dämerung vorbei war konnten wir mit dem beobachten mit unseren Teleskopen anfangen, Haubgerät war unser Meade Teleskop LX200 EMC und eines unserer Dob,s ein ICS 10".

Anwessend sind 5 Astronomen gewessen, die bis hinein in die Tiefe Nacht den Sternen Himmel genossen, Objekte die Ich beobachtetet waren.

Saturn war als erstes tran, na ja die aufsteigende warme Luft haben wir echt im LX200 gemerkt, Ringschatten auf der Saturn oberfläche sehr gut zu erkennen gewessen.

Deepsky im ICS Galaxien M 104 Sombrerrogalaxie, M51 Wirlpool,
Nebel M57- M27- IC 1340+ IC 6960 Cirrusnebel,
Kugelsternhaufen M5- M4- M10- M3- .

Manfred
 
Hallo Manfred,

ja der Cirrus ... am 6992/5 hatte ich den Runak auch eingesetzt, aber das Bild im 32mm TS-Plössl war komisch. Ganz anders, als ohne UHC-Filter wirkte es unruhig. Im 25mm TeleVue-Plössl war es besser, aber mit einer AP 2.5 war das Bild der Filamente nun nicht mehr so hell. Der Mond kam auch um die Ecke und für derartige Ausflüge nehme ich dann lieber den f/5-Refraktor.

Wenn ihr M4 als KS hattet, so wäre ein Ausflug zum nahegelegenen (1° Entfernung) NGC-Kugehaufen spannend. Bei 1.5° Gesichtsfeld sollten beide KS gleichzeitig gut zu sehen sein.

CS,
Stefan
 
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Hi,

ein interessanter Bericht. Was mich verwundert, daß es scheints Okulare gibt, die nicht mal an f/10 randscharf sind. Gibt's das wirklich? :schwitz:

Gruß

Markus

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Quidquid agis, agas prudenter et respice finem!
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DANUBIA - OBSERVATORIUM

Markus A. R. Langlotz
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